wien (red.).Die Produktion von Alternativenergie zu optimieren und dabei grenzüberschreitend zu agieren ist in Zeiten des Klimawandels eine große Herausforderung. Der postgraduale Universitätslehrgang „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“ weist genau diese Schwerpunktsetzung auf. Er wird von der Technischen Universität Wien in Kooperation mit dem Energiepark Bruck/Leitha durchgeführt. Zusätzliche Beiträge steuern die Westungarische Universität in Mosonmagyaróvár und das Energy Centre Bratislava bei.
Interdisziplinärer Ansatz
„Mit diesem interdisziplinären Studiengang erwerben die Teilnehmer das Wissen und die Fähigkeiten, um den Einsatz erneuerbarer Energien kompetent zu planen, Anlagen zu deren Nutzung wirtschaftlich und technisch sinnvoll zu betreiben sowie technische und wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energie zu beurteilen“, ist Lehrgangsleiter Prof. Reinhard Haas überzeugt. „In Zusammenarbeit mit dem Continuing Education Center der TU ist es gelungen, eine internationale Top Faculty mit Praktikern und Akademikern aus Österreich, Deutschland, Island, Ungarn und weiteren Staaten zusammenzustellen.“ Zur Teilnahme werden Personen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium zugelassen, egal welcher Richtung.
Inhaltliche Schwerpunkte des Lehrgangs sind die Bereiche Einführung in die erneuerbare Energie, Biomasse, Biogas und Biotreibstoffe, Solarenergie, Erdwärme, Windkraft, Kleinwasserkraft, effiziente Energienutzung und thermische Gebäudeoptimierung, kaufmännisches, rechtliches und wirtschaftliches Basiswissen, Management sowie Perspektiven zur Nutzung erneuerbarer Energie.
Modularer Aufbau
Der MSc „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“ wird berufsbegleitend in Modulen angeboten, die Studiendauer beträgt vier Semester. Durch die Internationalität der Teilnehmer erfolgt der Unterricht durchgehend in Englisch. Den Absolventen wird nach erfolgreichem Abschluss der Titel „Master of Science“ (MSc) durch die TU Wien verliehen. Der Unterricht findet in Wien, Bruck/Leitha, Bratislava (Slowakei) und Mosonmagyaróvár (Ungarn) statt. Außerdem werden Ländermodule in Polen, Tschechien und Slowenien angeboten. Für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau des Studiums geplant: Haas: „2009 sollen die Ländermodule Polen, Tschechien und Slowenien hinzukommen, 2011 drei weitere. Um sich für das Stipendium zu bewerben, sind die Unterlagen bis 4. April an stipendium@diepresse.com zu senden. Eine Jury wählt aus den Bewerbungen den Gewinner. Der Lehrgang startet am 17. Oktober.
http://newenergy.tuwien.ac.at("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.03.2008)

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