11.02.2012 19:31 | Meine Presse Merkliste0

Oberösterreich streitet über Kruzifixe im Kindergarten

30.10.2008 | 11:28 |   (DiePresse.com)

Die Linzer ÖVP ortet ein "Kreuzzeichen-Verbot", weil in den städtischen Horten keine Kruzifixe hängen. Die SPÖ will "Kirche und Staat" trennen. Der Streit wird demnächst auch auf Landesebene ausgefochten.

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Sollen in Kindergärten, Krabbelstuben und Horten Kruzifixe aufgehängt werden? Wegen dieser Frage ist in Linz ein Streit zwischen ÖVP und SPÖ entbrannt. Während die Volkspartei eine "Kreuzzeichen-Verbot" ortet, spricht sich die SPÖ für eine Trennung von "Staat und Religion" aus. Der Streit wird demnächst auch die Landesebene beschäftigen.

Anlass der Streitigkeiten ist das von der Linzer ÖVP angekreidete Fehlen von Kruzifixen in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen. Der Linzer ÖVP-Klubobmann Thomas Stelzer ortet einen "Anti-Religionskurs" bei der SPÖ: Nachdem erst kürzlich ein schwarz-roter Schlagabtausch rund um die Finanzierung des Projektes Krippenstadt - bei dem Geschäfte und Institutionen Darstellungen der Geburt Christi in die Schaufenster stellen - die Lokalpolitik in Aufregung versetzt hatte, stehen nun die Kruzifixe im Zentrum des Streits.

Gesetz: Kruzifix bei christlicher Mehrheit

Stelzer zeigte sich "fassungslos", dass "trotz gesetzlicher Auflagen in den Betreuungseinrichtungen der Stadt keine Kreuzzeichen angebracht sind". Das oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz sieht vor, dass ein Kruzifix in den Gruppenräumen aufgehängt werden muss, wenn die Mehrheit der Kinder christlichen Glaubens ist.

"Nachdem wir das Religionsbekenntnis der Kinder nicht erheben, wissen wir gar nicht, ob die Mehrheit einen christlichen Glauben hat", weist die zuständige SP-Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer die Kritik zurück. "Außerdem hängen wir auch keine anderen religiöse Symbole auf", pocht sie auf eine Trennung zwischen Kirche und Staat. Stelzer will das nicht akzeptieren und spricht von "Selbstaufgabe" statt Integration. Er kündigte eine Beschwerde beim Land an.

Landespolitik gibt sich abwartend

Man werde abwarten, ob eine Beschwerde eintreffe und diese dann juristisch prüfen, hieß es aus dem Büro von Landesrat Josef Ackerl (SPÖ), der für die Krabbelstuben zuständig ist. Prinzipiell befürworte man aber eine "Trennung zwischen Religion und Staat". Bei seinem für Kindergärten und Horte zuständigen Kollegen Viktor Sigl von der ÖVP hieß es ebenfalls, man werde prüfen, ob die Kreuze tatsächlich fehlen. Sollte das so sein, werde der Schulerhalter aufgefordert, den Mangel zu beheben. Komme er dem nicht nach, wäre die letzte Konsequenz die Aussetzung der Landesförderung.

Bei der Diözese Linz setzt man in der Sache auf Dialog: Der Leiter des Bischöflichen Schulamtes, Karl Aufreiter, regte er einen runden Tisch mit allen christlichen Gemeinschaften und Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) an. Die Rechtslage sei allerdings eindeutig, stellte er klar. Entscheiden könne man aber ohnehin nur individuell, weil es sicher auch Kindergartengruppen gebe, in denen sich die Mehrheit zum Islam bekenne. Die Anbringung muslimischer Symbole sei für diesen Fall zwar nicht im Gesetz vorgesehen, aber: "Ich persönlich hätte damit kein Problem", betonte Aufreiter.

 

(APA)

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69 Kommentare
 
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Knieriem
02.11.2008 14:41
0 0

Kulturkampf und Kulturhass!

Interessant ist, daß es in der Linken noch immer mehr Kulturkämpfer gibt, die den eigenen Kulturkreis mit fast biblischem Hass (eigentlich Selbsthass) bekämpfen, als solche, die sich im Kampf zur Erhaltung der österreichischen, der europäischen Kultur in die erste Reihe stellen. Schließlich gibt es da vieles das erhaltenswert ist, oder? Abgesehen von einer jahrzehntealten politisch begründeten Paranoia gegen Rom, ist es heute leichter und wahrscheinlich auch sicherer gegen Kruzifixe als gegen Ganzkörperverschleierung zu kämpfen. Islamisten halten eben im Normalfall nicht die zweite Wange hin.

Austritt




zuständige Behörde:

die BEZIRKSHAUPTMANNSCHAFT (in Städten mit eigenem Statut: der Magistrat, in Wien: das Magistratische Bezirksamt)

erforderliche Unterlagen:

1. amtlicher LICHTBILDAUSWEIS
2. NACHWEIS DER MITGLIEDSCHAFT in der Glaubensgemeinschaft z.B.:

* Taufschein
* Trauschein, Firm- oder Konfirmationsbestätigung etc.
* sonstige Bestätigung der Glaubensgemeinschaft über die Mitgliedschaft
* Zahlungsnachweis
* Zahlungsaufforderung

für den Austritt fallen KEINE GEBÜHREN an.

Quelle: www.help.gv.at/Content.Node/82/Seite.820003.html
(Homepage der Bundesregierung)



Antworten Knieriem
02.11.2008 14:43
0 0

Re: Austritt

Wenn ich nicht dabei wäre, würde ich eintreten. Ich sage aber auch gleich dazu, daß ich kein Christ bin, der die zweite Wange hinhält. Ich glaube, daß es Zeit wird, daß ein wehrhaftes Christentum sich stärker bemerkbar macht!

Antworten Antworten Gast: ein Schelm
02.11.2008 16:12
0 0

Sie sind also ein tapferer Kreuzritter ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Antworten Antworten Antworten Knieriem
02.11.2008 20:27
0 0

Re: Sie sind also ein tapferer Kreuzritter ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Besser Kreuzritter als die eigene Kultur verraten, wie das manche Linke so gerne tun - und die Islamisten, die dieses Verhalten eigentlich nicht verstehen können, bzw. dieses Verhalten nur mit Verachtung betrachten, lachen sich ins Fäustchen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ein Schelm
03.11.2008 18:17
0 0

und ein Checker auch noch dazu ;o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


Antworten Gast: atheisterl
02.11.2008 11:48
0 0

Re: Austritt

Unser umtriebiger Atheist ist wieder am Werk.
Übrigens: Trennung von Kirche und Staat ist o.k.; ebenso aber sollte es eine Trennung von Atheismus und Staat geben. Es ist nicht einzusehen, dass an die Stelle klerikaler Unterdrückung die atheistische Unterjochung tritt. Wann zieht das "Kleine Ferkel" in den Linzer Kindergärten ein? Wehret den Anfängen!
Noch etwas: Gottseidank haben die Moslems erkannt, dass sie von der SPÖ-Linz instrumentalisiert werden, und sich dagegen sofort gewehrt. Es sieht ganz so aus, als würden die Atheisten versuchen, auf dem Rücken der Moslems ihre Ideen umzusetzen.

Antworten Gast: olaf
01.11.2008 13:28
0 0

Re: Austritt

aus dem islam ist ein austritt nicht möglich.

Fragender
30.10.2008 23:31
0 0

Soll es die Trennung von Kirche und Staat geben?



.

Antworten Gast: Gast
02.11.2008 16:22
0 0

Re: Soll es die Trennung von Kirche und Staat geben?

Wenn man Gottesstaaten wie den Iran oder den Vatikan zum Vorbild nimmt, dann nicht…

Fragender
30.10.2008 23:31
0 0

Soll eine Muslimin vor Gericht einen Ganzkörperschleier tragen dürfen oder unsere Kinder im Kindergarten mit einem Kruzifix aufwachsen müssen?



.

Antworten Knieriem
02.11.2008 15:07
0 0

Re: Soll eine Muslimin vor Gericht einen Ganzkörperschleier tragen dürfen oder unsere Kinder im Kindergarten mit einem Kruzifix aufwachsen müssen?

Der Vergleich hinkt nicht, dem fehlen beide Haxen!

Antworten Gast: Bösewicht
30.10.2008 23:47
0 0

Re: Soll eine Muslimin vor Gericht einen Ganzkörperschleier tragen dürfen oder unsere Kinder im Kindergarten mit einem Kruzifix aufwachsen müssen?

Sie verwechseln da was. Die SPÖ hat nur die Kreuze entfernt. Dafür, dass die Kinder die muslimischen Kopftücheln tragen dürfen, hat sich die SPÖ hingegen massiv eingesetzt. Es geht also nicht darum, dass religiöse Symbole allgemein aus dem öffentlichen Bereich verbannt werden sollen, sondern offenbar stören nur die christlichen Symbole.

Der Ganzkörperschleier war ja nicht wegen seiner religiösen Bedeutung unerwünscht, sondern es ging um die Erkennbarkeit des Gesichts der Angeklagten. Ein einfaches Kopftüchel hätte sie ja tragen dürfen.

Die Trennung von Kirche und Staat: Nun, da gibt es halt einen Staatsvertrag. Da müsste der Kirche wohl einiges Vermögen restituiert werden, wenn man diesen Vertrag lösen wollte.

Antworten Antworten Gast: Gast
31.10.2008 07:57
0 0

Trennung von Kirche und Staat

Sie meinen aber nicht den Vertrag, den der Vatikan mit dem faschistischen Regime geschlossen hat, als es kein Parlament mehr gab…

Antworten Antworten Antworten Gast: Sebastian
01.11.2008 09:33
0 0

Re: Trennung von Kirche und Staat


Das es sich der Vatikan mit Diktaturen gut gestanden ist, ist nix neues. Da war Österreich keine Ausnahme. Das war auch bei Diktator Franco in Spanien oder der Junta in Argentinien so, um nur einige Beispiele zu nennen.

Gleiches zieht halt gleiches an…


Antworten Antworten Antworten epek
31.10.2008 10:27
0 0

Re: Trennung von Kirche und Staat

"Faschismus" gab's nur in Italien. Ihr Geschichtsbuch gibt Auskunft.

Antworten Antworten Antworten Antworten Noergler
31.10.2008 22:28
0 0

Re: Re: Trennung von Kirche und Staat

Ihr Geschichtsbuch gibt scheinbar nicht genug Auskunft. In meinem konnte ich schon was von Austrofaschismus lesen. Aber das ist wahrscheinlich nur eine sozialistische Erfindung, oder was? Und selbst wenn und die Lösung des Konkordates etwas kosten sollte (obwohl ich nicht wüßte, wofür - aber ich lerne gerne dazu), kann man noch immer mit all dem Schaden aus den Verbrechen der katholischen Kirche im Lauf der Geschichte in Österreich aufrechnen...

Fragender
30.10.2008 23:30
0 0

Warum sind 2007 wieder über 6.000 Oberösterreicher aus der katholischen Kirche ausgetreten?



.

Antworten Gast: Gast
02.11.2008 15:59
0 0

Re: Warum sind 2007 wieder über 6.000 Oberösterreicher aus der katholischen Kirche ausgetreten?

vielleicht weil¿s gesunden Menschenverstand haben…

Antworten Knieriem
02.11.2008 15:13
0 0

Re: Warum sind 2007 wieder über 6.000 Oberösterreicher aus der katholischen Kirche ausgetreten?

Weil die Menschen keinen inneren Halt mehr haben? - weil heute das "Goldene Kalb" Religion ist? - weil man aus der Kirche im Gegensatz zum Islam austreten kann? - weil sie vergessen, daß sie in jedem Sportverein Mitgliedsbeitrag (Kirchenbeitrag) zahlen müssen? - weil das Virus des Sozialismus (im Gegensatz zu sozial sein - beides fast unüberbrückbare Gegensätze) - die Gehirne der Menschen in den letzten 120 Jahren gewaschen hat? - weil sich vielleicht auch die katholische Kirche, die evangelische sowieso, im Gegensatz zu Sekten einer Beliebigkeit verschrieben hat? Sie können diese kleine Stoffsammlung gerne fortsetzen.

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Kinder haben keinen Glauben ...

... außer jenem, der ihnen von den Eltern okoyiert wurde, wobei sie nicht einmal in der Lage sind zu begreifen, was "glauben " bedeutet.
Es wäre allerhöchste Zeit, Kindern vollkommen wertneutral die "Werte" der verschiedenen Religionen darzulegen und ihnen die historischen Wirkungen in jedem Sinn zu erklären. Das Kruzifix hat als Symbol EINER Religion keinen Platz in der Schule wie im Kindergarten, auch in keinem öffentlichen Bereich, weil Religion als privater Entscheidungebereich in der Öffentlichkeit nichts verloren hat. Symbole von Religionen, egal welcher , haben im Sinne einer oblektiven Erziehung der Kinder in Schulen einfach keinen Platz!

Antworten Knieriem
02.11.2008 15:17
0 0

Re: Kinder haben keinen Glauben ...

Wertneutral erziehen? Sie meinen dann also wertlos, oder? Welche Werte sollte man also einem österreichischen Kind nahe bringen. Die Werte des Abendlandes, Demokratie, christliche Soziallehre, griechische Philosophie, etc., oder die Werte der Schariah, oder des Marxismus-Leninismus?

Antworten epek
31.10.2008 10:31
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Re: Kinder haben keinen Glauben ...

Das war nicht einmal rhethorischer Schwachsinn.
Wertneutrale Werte - das klingt nach Wertrelativismus in seiner höchsten Form. Wertrelativismus wertet allerdings seinerseits, in dem er der Anwendungsbereich oder den Adressatenkreis hinsichtlich der Werte einschränkt. Ergebnis sind multiple Werteentwicklungen, die zueinander inkompatibel sind. Werte sollen jedoch allgemeine Geltung haben.

Antworten Gast: Bösewicht
30.10.2008 23:59
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Re: Kinder haben keinen Glauben ...

Herr Herndl hat kein Gehirn, außer jenem, das sich in seinem Kopf befindet.

Ja, den Glauben erleben Kinder durch ihre Eltern - aber oktroyiert wird nichts. Einen Glauben kann man niemandem oktroyieren, und Kindern schon gar nicht.

Und bereits sehr kleine Kinder begreifen exakt die Bedeutung von glauben. Sie reden wie ein Blinder von der Farbe.

epek
30.10.2008 20:36
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Seltsam...

Wenn man das Religionsbekenntnis und Kulturhintergründe nicht erfragt, wie will man dann eine kulturgerechte Ernährung gewährleisten?
Oder wird in Kindergärten generell nur noch vegetarisch, veganisch, koscher, etc. angeboten?
Und das, obwohl die Sozialisten doch sonst so genau darauf achten.

Apropos Trennung von Kirche und Staat: die Realpolitik kennt eine solche Trennung nur noch in Bezug auf die Diskriminierung der christlichen Religionen mit Fokus auf den Katholizismus.

Aber das Kopftuch von Muslimas als religiöses Symbol darf im Kindergarten und in der Schule präsent sein, auch, wenn es nur die Minderheit betrifft?

Ist das ein Fall von falsch verstandener Toleranz oder nur Dummheit?

Antworten Knieriem
02.11.2008 15:18
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Re: Seltsam...

Weder noch! Das ist Sozialismus!

 
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