Die Packungsbeilage eines Medikaments, eine Einladung zum Elternabend oder ein Zeitungsartikel: Viele Amerikaner können mit diesen Dingen nichts anfangen. Laut einer aktuellen Studie können geschätzte 32 Millionen Erwachsene in den USA - einer von sieben - nicht richtig lesen, wie die Zeitung "USA Today" berichtete. "Sie können keine zusammenhängenden Sätze lesen", wird Sheida White zitiert, eine Forscherin im US-Bildungsministerium, das die Erhebung in Auftrag gab. Dazu wurden mehr als 19.000 Amerikaner untersucht.
"USA Today" zufolge konnten im Vergleich mit einer Studie von 1992 viele Bundesstaaten die Lesefähigkeit ihrer Einwohner verbessern. So sei in Mississippi die Zahl der Leseschwachen von 25 auf 16 Prozent gesunken. In anderen Bundesstaaten, unter anderem Kalifornien, New York und Florida, habe sich die Situation jedoch noch weiter verschlimmert.
David Harley, Präsident einer Organisation für die Alphabetisierung Erwachsener, macht nicht diagnostizierte Lernschwierigkeiten, Immigration und vorzeitiges Schulabbrechen für die hohe Zahl der nicht lesefähigen Amerikaner verantwortlich. Mississippi habe "mehr in Bildung investiert und innovative Projekte entwickelt", sagte er der Zeitung. "Davon brauchen wir mehr."
(Ag./Red.)

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