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Arbeitsmarkt: Lehre als Sackgasse, die AHS als Einbahn

20.06.2012 | 18:34 |   (Die Presse)

In Österreich fällt die Entscheidung über die Berufskarriere früh. AHS-Maturanten bleibt nur der Weg an die Uni, der anderen versperrt ist. Absolventen berufsbildender mittlerer Schulen sind gefragt.

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Wien/Chs. Die nächste Debatte um das österreichische Bildungssystem wird nach der aktuellen „Erwerbskarrieren-Monitoring“-Studie der Statistik Austria wohl nicht lange auf sich warten lassen. Die am Mittwoch gemeinsam mit Arbeitsmarktservice und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) präsentierten Zahlen sprechen eine klare Sprache. In Österreich fällt die Entscheidung über die Berufskarriere früh – zu früh, wie manche sagen.

Für das erstmals durchgeführte Monitoring wurden die Verwaltungsdaten von allen 221.000 Personen, die im Jahr 2008/09 eine formale Ausbildung absolviert haben, verknüpft. Eine der zentralen, wenn auch nicht ganz unerwarteten Aussagen: Je höher der Bildungsgrad, desto besser die Berufschancen. So finden (siehe Grafik) zwei Drittel aller Uni- oder FH-Absolventen innerhalb von drei Monaten ihren ersten Job; weitere 21,5 Prozent innerhalb von sechs Monaten. Auch bei den Gehältern liegen sie voran. Immerhin 43 Prozent weisen ein Einstiegseinkommen von mehr als 2400 Euro brutto im Monat auf, nur 22 Prozent verdienen weniger als 1200 Euro. Besonders gefragt sind Techniker und Informatiker. Informatiker haben auch die höchsten Medianeinkommen – ebenso wie Mediziner, Chemiker (über 3000 Euro).

Ähnlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben – und hier wird es interessant – nur Absolventen von berufsbildenden mittleren Schulen. Sie finden ebenso rasch Jobs, auch die Gehälter sind vergleichsweise hoch. Der „Superstar“ – wie Hundstorfer formulierte – in diesem Bereich: die Gesundheitsschulen für Krankenschwestern und Pflegepersonal. 85 Prozent aller Absolventen finden hier innerhalb von drei Monaten einen Job, mehr als 50 Prozent haben einen Bruttolohn von mehr als 2400 Euro im Monat.

(c) DiePesse

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Rund 10.000 sind arbeitslos gemeldet

Der Weg an die Unis, und auch das zeigen sowohl die Studie als auch die niedrige Akademikerquote, bleibt aber vielen versperrt: Es sind vor allem die AHS-Absolventen (86,4 Prozent), die ein Studium beginnen. Die AHS-Matura wird damit immer mehr zur Zwischenstation, nur 4,5 Prozent gehen direkt in einen Beruf. Der Grund: Für kaum jemanden sind die Jobaussichten so schlecht wie für Gymnasiasten. 40 Prozent finden länger als ein Jahr keine Anstellung. Und wenn doch, verdienen sie schlecht.

Im Gegenzug verlassen viele andere Jugendliche schon früh das Bildungssystem, wie der Statistik-Austria-Generaldirektor Konrad Pesendorfer im „Presse“-Gespräch  kritisiert. Er warnt vor einem Akademikermangel, der das Land zurückfallen lasse. Vor allem BHS-Absolventen gehen direkt in den Arbeitsmarkt (41,1 Prozent), Lehrlinge sowieso (75,8 Prozent). Die Lage der Lehrabsolventen ist komplex: Zwar werden sie vom Arbeitsmarkt gut aufgenommen – 47,5 Prozent finden innerhalb von drei Monaten einen Job, ihr Medianeinkommen liegt ein Jahr nach Lehrabschluss gleichauf mit jenem von BHS-Absolventen (1900 Euro). Die Chancen auf Weiterbildung sind aber gering: Die Lehre wird im Laufe der Berufsjahre oft zur „Sackgasse“, so Pesendorfer.

Die Problemgruppe des Jahrgangs umfasst übrigens rund 10.000 junge Menschen: Sie alle haben nach 18 Monaten keinen Job gefunden – und sind beim AMS arbeitslos gemeldet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2012)

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241 Kommentare
 
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Je höher der Bildungsgrad,

desto höher die Berufschance! Das ist eine Erkenntnis - was hat diese Studie gekostet?

Re: Je höher der Bildungsgrad,

Danke - das dachte ich auch. Ich meine, Mann o Mann, immer wieder stellen Bildunsleute und Politiker so etwas fest. Das ist zum Schreien.
Und die Medien kolportieren brav die Wahnsinnseinsicht.

Re: Re: Je höher der Bildungsgrad,

Entscheidend sind Fähigkeiten, die am Markt (zur rechten Zeit und richtigen Ort) nachgefragt werden - der "Bildungsgrad" ist sekundär.

Gast: mir reichts
21.06.2012 06:20
3 1

xxx

pflegepersonal mit mehr als 2.400 euronen?

wo bitte? sicher nicht bei der gemeinde wien.

vielleicht in der schweiz oder deutschland, aber wo bei uns in österreich?

Re: xxx

Brutto könnte sich schon ausgehen. Aber auch nur wenn man die ganzen Extrazahlungen (Nachtdienste, Gefahrenzulage, Feiertagsdienste, etc.) dazu nimmt.

Gast: ezekiel
21.06.2012 05:44
4 0

...

Lehre > Berufsreifeprüfung > FH > Ab ins Ausland...gruesse aus Asien!

Antworten Gast: hahahallo
21.06.2012 10:24
0 0

Re: ...

hier sehe ich den staat in der pflicht.

mMn geht es nciht, dass man hier "gratis" studiert und sich dann vertschüsst. da ist der staat gefragt um die akademiker im land zu halten. zB mit speziellen zuckern oder einer steuerreform etc.

unsere akademiker quote ist so und so sehr gering, jetzt vertüschussen sich auch noch die gut ausgebildeten ins ausland (zwecks besserer bezahlung, ansehen, oder was auch immer) und was bliebt dann noch übrig?

der titel macht einem glauben,

dass ein ahs-absolvent/maturant keine lehre ergreifen darf.

kein schulsystem auf der welt bietet jungen menschen mehr möglichkeiten als jenes hier in österreich.

ach ja...man muss wollen!

Re: der titel macht einem glauben,

Jugendarbeitslosigkeit in Österrreich ca 8,6 % - im "Pisawunderland" Finnland fast 20 %.

Antworten Antworten Gast: SuH
21.06.2012 10:06
0 0

Re: Re: der titel macht einem glauben,

diese zahl gibt an, weiviel prozent der jugendlichen, die sich NICHT IN AUSBILDUNG befinden, arbeitslos sind. nachdem sich in finnland (im vergleich zu ö) weit weniger jugendiche nicht in ausbildung befinden (also dem arbeitsmarkt tatsächlich zur verfügung stehen), ist die 20% zahl in absoluten zahlen bzw auch in realtion zum jeweiligen jahrgang deutlich geringer. höher als die österreichische al-quote ist die finnische aber trotzdem ;-)

Re: der titel macht einem glauben,

Die Studie wird falsch und einseitig interpretiert: Tatsächlich haben Absolventen einer Lehre die besten Berufschancen. Für jene die WOLLEN und KÖNNEN ist die Lehre keine Sackgasse!
Darüberhinaus besteht die "Studie" aus Gemeinplätzen. Dass AHS-Absolventen, die keinerlei am Arbeitsmarkt verwertbare Fähigkeiten aufweisen, nicht gefragt sind, darf doch keinen wundern!
Vielfach haben sie nicht einmal Fähigkeiten zum selbstständigen LERNEN und ARBEITEN erworben, sodass sie auch an der Uni zum SCHEITERN verurteilt sind ..... An den AHS sollte überdies das Fach "Berufsorientierung" verpflichtend eingeführt werden!

Re: der titel macht einem glauben,

blauäugiges wunschdenken!
die realität spricht eine ganz andere sprache.

Gast: Harte Kritik
21.06.2012 03:10
4 0

Selbstständigkeit im Denken und tun wird weder von Politik, noch Medien, noch Bildung gefördert. Dies wäre genau das Gegenteil, was von Mächtigen gewollt wird: selbst denkende, selbst agierende Menschen

Dies würde im System zu viel Veränderung bedeuten. Daher ist dies nicht gewollt.

Die Situation in Politik und in Wirtschaft wundert nicht. Die "Krise" ist zudem Sinnbild unserer Gesellschaft. Es wundert nicht, dass es so viele (Jugend)Arbeitslose in der EU gibt. Politik rettet Banken und Luftgeld.

Große Konzerne und das Bankwesen sind nicht Unternehmertum, diese bedeuten nur Management. Diese sind aber am meisten Wirtschaft und Politik steuernd, am wenigsten das System ändern wollend.

Wer beeinflussend die Auffassung der Menschen in Bezug auf Unternehmen und Arbeit am meisten?- die Politik, die Medien, die (vor allem schulische und universitäre) Bildung.

zB wieviel liest man von Unternehmertum in den Medien?- nahezu nichts. Wenn man von Unternehmen liest, dann von großen Konzernen, Wirtschaft wird meist negativ dargestellt.

Die gesteuerte Politik trägt ihren Anteil bei: Schulbildung, die wichtige Sachthemen weglässt: Wie Geld und unser Geldsystem funktioniert, wie einfach es wäre unternehmerisch tätig zu sein, wie Wirtschaft funktioniert.
Potenziell könnte sich jeder zudem seinen Job selber schaffen- zB indem man selbstständig wird.
Politiker verändern bewusst nichts, Poltiker managen den Staat als Politdarsteller. Unternehmertum und etwas unternehmen ist den Politikern wesensfremd.
Jobs bedeutet für die meisten Bürger daher "Job suchen."

Politik schafft Menschen, die den Verstand ausschalten, sich auf andere verlassen, die Jobs suchen statt Jobs schaffen.

Antworten Gast: Harte Kritik
21.06.2012 07:59
1 0

Re: Selbstständigkeit im Denken und tun wird weder von Politik, noch Medien, noch Bildung gefördert. Dies wäre genau das Gegenteil, was von Mächtigen gewollt wird: selbst denkende, selbst agierende Menschen

Die Politik hat einen gewaltigen Fehler die letzten Jahrzehnte gemacht, dass diese die Menschen im eigenen Land für dumm und nur sich und Banker scheinbar für besonders intelligent und fähig gehalten hat.

Da Politdarsteller nur nach aussen für das Volk Politik darstellen, aber in Wahrheit nur den wenigen Bankbesitzern und dem Luftgeld-Kapital dienen, die aber vor allem für Jobs einsparen und Jobs auslagern stehen,
braucht man sich nicht wundern, dass es in Zukunft nicht wirklich Jobs gibt.
So einfach ist es.

Einseitige Geldverteilung führt zu einseitigen Ergebnissen:
Die letzten Jahre haben zudem gezeigt, dass das Geld zu den Banken verteilen und Luftgeldkapital retten Geisterstädte en masse geschaffen haben, statt wichtige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Politiker haben die falsche Aktion gesetzt.


Verbindung mit praktischen Tätigkeiten oder Handwerk

Meiner Meinung nach würden Schüler, die eine Matura anstreben, davon profitieren, wenn die Unterscheidung zwischen HTL und AHS aufgeweicht würden oder möglicherweise sogar, wenn die Ablegung der Matura mit einem Lehrabschluss verbunden würde. Das mag manch einem vielleicht als eine Art Entzauberung vorkommen, aber viele Menschen, die möglicherweise auch geisteswissenchaftliche Studien an einer Universität anstreben, würden von eine praktischen Rückbindung an eine Berufsausbildung nur profitieren. In HTLs ist das Alltag. Warum gibt es einseite Schulensysteme wie die AHS überhaupt noch. Wo die einen vielleicht etwas mehr Anspruch auf Seiten der klassichen, gymnasialen Fächer bräuchten, fehlt den anderen jedweder praktischer Bezug.

ja eh, aber...

Schon wahr, dass man sich früh für eine Ausbildungsrichtung entscheiden muss, aber als Schüler einer 7ten Klasse AHS muss ich etwas ansprechen. Bis zur 8ten Schulstufe richtet sich die Ausbildung nur nach dem Niveau, ob die SchülerInnen intelligent oder gewillt genug sind, um ein Gymnasium oder eine jeweilige Leistungsgruppe zu schaffen. Erst dann spalten sich die Möglichkeiten auf.

Was einem als "Insider" dann auffällt ist, dass es manche SchülerInnen gibt, die schon wissen, was sie werden wollen, und manche, die es bis heute noch immer nicht wissen.
Merkwürdig, nicht? Mit 17 Jahren de facto schon als erwachsen eingestuft und dennoch an solchen Dingen wie Wissen absolut desinteressiert.
Das Problem ist nicht unser Bildungssystem, auch nicht der Unterricht oder die Lehrkräfte (meistens), sondern das mangelnde Interesse der Schüler.

Unnötig zu erwähnen, dass es kontraproduktiv wäre, einem angeblichen zu frühen Entscheidungszwang mit weiteren Zentralisierungen entgegenwirken zu wollen.

...das mangelnde Interesse der Schüler,...

die durch unzweckmäßige Gesetze für Erwachsen erklärt werden, obwohl sie das weder geistig noch körperlich sind, und dadurch dem korrigierenden Einfluss ihrer Eltern entzogen werden.

Es ist einfach verrückt und Illusion, wenn Halbwüchsige genau zu wissen meinen, was an Wissen sie in ihren späteren Jahren benötigen werden.

Re: ...das mangelnde Interesse der Schüler,...

Es ist einfach traurig zu meinen, Wissen hätte einen quantifizierbaren (un)Wert.

Re: ja eh, aber...

da schätzt sich einer selbst als ober-intelligent ein... doch die schule des LEBENS lehrt, dass solche selbsteinschätzungen in der regel fehlerhaft sind!

wie weit es damit her ist, zeigt eh die kritik am system mit der gleichzeitigen verneinung, daran etwas zu ändern.

Re: Re: ja eh, aber...

Da lässt einer Seinen Frust über sein eigenes Scheitern am System aus. Selbstreflektion über eigenes Verschulden wird ausgeblendet und das System zu Mist erklärt.

Re: Re: Re: ja eh, aber...

wie schaut es mit ihrer selbstreflexion in punkto sinnerfassendes lesen aus?

Gast: 14 Words
21.06.2012 00:43
0 1

Es gab....

...vor nicht allzulanger Zeit einmal eine Partei, in der die Arbeiterklasse am MEISTEN Wert besass. Schau ma mal wie lange es noch dauert, bis eine Solche wieder problemlos Slonfähig wird. Den Leuten muss es nur wieder schlecht genug gehen...

Re: Es gab....

Die Sozialdemokraten gibt's noch auch wenn in Österreich kaum noch die Ideologie und mehr das in die Tasche wirtschaften eine Rolle spielt.

Leier

Die alte Leier - AHS gegen BHS. Seit Jahrzehnten geistern solche Meldungen durch die Medien. An anderer Stelle lesen wir heute, laut Eurostat wäre Österreich das drittreichste Land der EU. Also was jetzt?
Absolventenzahlen allein haben noch kein Land wohlhabend gemacht.

Re: Leier

sind sie sicher, dass ö das drittreichste land ist?
wenn man den kommentaren im forum folge leistet, dann ist ö dritter von hinten! bestenfalls.

Voiklescher

also, ihr Erfinder des (neuen) Rads...
Mein Kind besucht ein Gym im 2
7.Klasse
und jetzt genießen:

AUFGESTIEGEN von 22 Schülern?

4!!!!!

Woran liegts? Lauter Deppen in der Schule?
Lehrer die knapp vor der Pensi stehen?
oder Schule für die Zentralmatura?(Test)

Mhhh wers weiß soll sich melden,-

mein Kind ist der 4te^^


Antworten Gast: interessante degeneration
21.06.2012 00:42
2 0

Re: Voiklescher

interessant...
die tochter meiner nachbarin geht in die 4.ahs.sie war (hausaufgabe) nicht fähig,eine einfache schlußrechnung aufzulösen...
die frage war:eine kerze brennt in 10 min so und soviele mm herunter...wieviele mm in x-minuten?inkl.rasterdiagramm (raum-zeit-kurve) als hilfe.wie will die kleine JEMALS ein universitätsstudium absolvieren?
aufgaben auf diesem level waren zu meiner zeit (jg.1954) stoff in der ERSTEN klasse ahs.

Re: Re: Voiklescher

Wer weiß was im Jahr 1932 gelehrt wurde. Vielleicht schon Differenzialgleichungen!

Aber Scherz beiseite, dieses Phänomen höre ich auch von Lehrern. Deshalb würde mich vor allem interessieren
- Ob das denn faktisch auch stimmt oder nur die subjektive Wahrnehmung ist
- Und wie das kompensiert wird. Was lernt das Kind statt dessen?

Ich glaube nicht, dass Kinder heute dümmer sind bzw. das eine jede Generation dümmer als die davor ist. Alleine der sich immer weiter beschleunigende Fortschritt der Wissenschaften spricht da dagegen.

Gast: R3alist
20.06.2012 23:33
1 0

Das größte Problem

ist die Interessenlosigkeit und fehlende Willenskraft und Risikobereitschaft, nicht nur unter Jugendlichen sondern in der ganzen Bevölkerung. Daran wird auch das beste Bildungssystem nichts ändern können.

Mit einem starken Willen und Mut zu Veränderungen kann jeder alles machen.
Man kann auch nach einer Lehre die Matura nachmachen und studieren. Nach einer AHS-Matura kann man auch immer noch eine Lehre beginnen.

Artikel wie dieser sind auch nicht besonders motivierend. Man kann eine Ausbildung nicht alleine auf die Jobchancen reduzieren. Die schauen, wenn man die Ausbildung beendet hat, möglicherweise sowieso wieder ganz anders aus.

hm ...


Hat die Industriellenvereinigung wieder einmal ein "Sprachrohr" für ihre Interessen gewonnen, für Zahlen, die "eine klare Sprache sprechen"? ...

Im Prinzip geht es denen um eine Gesamtschule bis 14, höhere Arbeitslosigkeit, damit verbunden geringere Gehälter, weniger Urlaube, weniger Sozialleistungen, mehr Druck auf die Politik, mehr Abhängigkeiten, mehr Macht, zudem die Möglichkeit, am Bildungssektor ordentlich mitzuverdienen und ganz nebenbei zugunsten der eigenen Klientel die Kontrolle über die Zukunftschancen unserer jungen Menschen auszuüben.

Wow, dafür gibt sie die "Presse" her samt unserem roten Sozialminister mit selbstinterpretierten statistischen Daten ...

In manchen Laendern ganz einfach und fair geloest

Noetig ist ein Pflichtschulabschluss. Um auf der Universitaet zu studieren ist eine (oft anspruchsvolle) Aufnahmepruefung notwendig, Studiengebuehren sind zu entrichten. Private Unis haben hohe Studiengebuehren.

Fair und korrekt - hier kommen spaet gelaeuterte (oft sehr talentierte) Leute zu einem Studium, Bummelstudenten sind eine Ausnahme.

Re: In manchen Laendern ganz einfach und fair geloest

ach DESHALB ist das bildungsniveau zb in den angelsächsischen ländern derart tief...

6 2

Re: In manchen Laendern ganz einfach und fair geloest

Ihr Kommentar hat ein völlig unlogisches Ergebnis. Wieso sollten talentierte Leute durch sehr hohe Studiengebühren mehr Chancen haben? Das für lediglich dazu das Kinder reicher Eltern studieren können.

Re: Re: In manchen Laendern ganz einfach und fair geloest

Es mag aus meinem Kommentar nicht eindeutig genug hervorgehen: staatliche Uni - ertraegliche Gebuehren, Privatuni - hohe Gebuehren. Und fuer den genialen Spross verarmter Leute gibt es, bei gutem Notendurchschnitt, Stipendien.

Hoehere Bildung ist kein Menschenrecht, sie ist eine Dienstleistung fuer die bezahlt werden soll.

Dieses kommunistische Bildungskonzept in Oesterreich, wo sich ein jeder arm fuehlt und irgendwelche Ansprueche auf irdend etwas stellt, wird sich im internationalen Wettbewerb nie behaupten koennen.

Gast: vor dem arlberg
20.06.2012 22:30
5 3

Lehre

Also mir ist im Berufsleben oft ein guter Lehrling lieber als einer von der HAK, der glaubt, schon alles zu können. Aber im Bildungswesen laufen wir schon lange einer Lösung nach. Unsere - ich muss es leider erwähnen - Liesl hat ja auch mehr als 10 Jahre nichts zuwege gebracht. Aber für den Job war halt eine Handarbeitslehrerin klar überfordert.

Gast: einalterhut
20.06.2012 22:19
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die lehre als sackgasse- das sagt man den österreichern seit über 30 jahren - und dank der Sozialisten und SPÖ gewerkschafter wird sich daran auch in zukunft nichts ändern. redliche arbeit wird seit jeher gering geschätzt und zockergeldgeschäfte werden gepriesen.


Antworten Gast: Der >Herzmayr
20.06.2012 23:03
2 0

Re: die lehre als sackgasse- das sagt man den österreichern seit über 30 jahren - und dank der Sozialisten und SPÖ gewerkschafter wird sich daran auch in zukunft nichts ändern. redliche arbeit wird seit jeher gering geschätzt und zockergeldgeschäfte werden gepriesen.

Doch, da wird sich etwas ändern und zwar schon im nächsten Jahr. Denn: Wahltag ist Zahltag!

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Re: die lehre als sackgasse- das sagt man den österreichern seit über 30 jahren - und dank der Sozialisten und SPÖ gewerkschafter wird sich daran auch in zukunft nichts ändern. redliche arbeit wird seit jeher gering geschätzt und zockergeldgeschäfte werden gepriesen.

Was hat das konkret mit der SPÖ zu tun?Die Lehre ist seit Jahrzehnten eine Sackgasse,unabhängig davon welche Partei gerade den Unterrichts-oder Wirtschaftsminister stellt.

Das Problem erübrigt sich mit einer EU-Regierung sowieso.

Dann braucht die EU nur noch billigste Hilfsarbeiter um China Konkurrenz zu machen. Deswegen wird auch fleißig die Gesamtschule eingeführt, damit ja niemand mehr was lernen muss. Fragen Sie Hauptschullehrer - die haben heute angst das Wort Leistung in den Mund zu nehmen, weil "jeder die gleiche Leistung" bringen kann. Absolut pervers, diese linken!

0 3

Re: Das Problem erübrigt sich mit einer EU-Regierung sowieso.

hab heut Hauptschullehrer gefragt. Die meinen Ihr Kommentar ist Unsinn.

Antworten Gast: Kibietz
20.06.2012 22:59
1 0

weil "jeder die gleiche Leistung" bringen kann

Da geb ich Ihnen recht, vorallem die eines Politikers!

Es ist eben ein Problem, wenn der Herr Pesendorfer seine eigene Statistik nur mit tiefroter Brille lesen kann.


Gast: Besenkammerl
20.06.2012 21:23
10 0

Wo ist der sack?

wie bereits unten angeführt, wo ist die "Sackgasse"?
Warum sollte ein erfülltes Leben als geachteter Handwerker nicht ebenso wichtig sein, wie ein (mittelmäßig) ausgebildeter Jurist o.Ä.?
Wir haben bei den weltweiten Berufsweltmeisterschaften immer Spitzenplätze zu verzeichnen, meist junge Menschen die später selbst Betriebe künden und Arbeitsplätze schaffen....
Wo ist die Sackgasse? Doch nur in den Gehirnen mancher Statistiker....?

Antworten Gast: Kibietz
20.06.2012 23:03
0 1

Re: Da ist er! Durch seiner Hände Arbeit ist noch keiner reich geworden

Wieviele Handwerker kennen sie die es zum Millionär gebracht haben?


Antworten Antworten Gast: 998
21.06.2012 12:32
0 0

Re: Re: Da ist er! Durch seiner Hände Arbeit ist noch keiner reich geworden

Ist nicht Stronach ein gelernter Werkzeugmacher?

Re: Wo ist der sack?

Erwähnenswert wäre auch dass der Lehrling sein erstes Einkommen mit 16 bekommt, der Akademiker mit ca. 23 Jahren...

6 0

Re: Wo ist der sack?

erklären sie das mal in wien jemanden.
am land ist die lehre hoch angesehen, das ist der unterschied.

2 0

Re: Re: Wo ist der sack?

Von welchem "Land" reden Sie?Ich kenne genug Fälle "vom Land" wo drauf gedrängt wird,dass der theoretisch unbegabte Nachwuchs ein Gymnasium besuchen muss, sonst müsste der arme Bub womöglich Installateur werden.

Gast: Lach mich tot
20.06.2012 21:12
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machen wir uns nichts vor

in allen Zweigen bilden faule Idioten eine Generation von unfähigen Deppen heran. Das Niveau auf Schulen und Unis ist derart tief, dass nur Müll herauskommen kann. Ihr erntet die Früchte.

Antworten Gast: "gelernter" österreicher
21.06.2012 00:45
0 0

Re: machen wir uns nichts vor

"in allen Zweigen bilden faule Idioten eine Generation von unfähigen Deppen heran. Das Niveau auf Schulen und Unis ist derart tief, dass nur Müll herauskommen kann. Ihr erntet die Früchte."

richtig beobachtet.wehe uns allen...

weil das schon sehr sehr lang so geht in austria.

Antworten Gast: Grüner Kacktus?
20.06.2012 21:31
0 1

Re: machen wir uns nichts vor

Genauso ist es. Wenn Linke von "Bildung" sprechen, meinen Sie frei nach George Orwell: "Indoktrinierung".

Kein Land verträgt eine hohe Akademikerquote, weil vom dummschwafeln keine produkte Leistung entsteht.

Auch auf Grund dessen werden aus den Akademikern bald Ackerdemiker.

 
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