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Frauen verdienen nur in typischen „Männerberufen“ gut

20.06.2012 | 18:35 |   (Die Presse)

Informatikerinnen erwarten besonders gute Gehälter. Darüber, ob Frauen in „Männerbranchen“ gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, sagt die Studie jedoch nichts aus.

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Wien/M.l. Bis heute sind Berufe, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden, in Österreich deutlich schlechter bezahlt als typische „Männerberufe“. Gehen Frauen jedoch in eine Männerbranche, können auch sie gut verdienen. Das zeigt die aktuelle Bildungsmonitoring-Studie der Statistik Austria. Das deutlichste Beispiel: Rund 81,5 Prozent der Absolventen einer Lehrerausbildung sind Frauen. Und nur 18,3 Prozent der Lehrerinnen verdienen in ihrem ersten Job mehr als 2400 Euro im Monat brutto (siehe Grafik).

(c) DiePresse

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Genau umgekehrt ist die Situation in technischen Berufen: Nur 10,1 Prozent der Uni- oder FH-Absolventen in diesem Bereich sind weiblich, aber fast 40 Prozent der Frauen in technischen Berufen haben einen Monatslohn von mehr als 2400 Euro. Am besten verdienen Informatikerinnen, dort liegt der Anteil der Gutverdienerinnen bei fast 52 Prozent. Auch im Gesundheitswesen, der Wirtschaft und Verwaltung, in der Chemie und im Baugewerbe werden Frauen gut bezahlt. Am schlechtesten verdienen sie in sozialen Berufen, Geisteswissenschaften, im Journalismus und im Bereich Recht. Im Mittelfeld liegen Wirtschaft, Verwaltung, Architektur und Baugewerbe.

Darüber, ob Frauen in „Männerbranchen“ gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, sagt die Studie jedoch nichts aus. Auch ihr Karriereverlauf und wie sich das Gehalt später entwickelt, ist unklar.

Für Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ist die Lösung, mehr Frauen in technische Berufe zu bringen. Die meisten Mädchen würden sich immer noch zwischen vier Lehrberufen entscheiden. Aber auch die Aufwertung der „Frauenberufe“ sei wichtig: Sobald Männer in einen Berufsstand kämen, steige dort das Prestige und damit auch das Gehalt, sagt Heinisch-Hosek zur „Presse“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2012)

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6 Kommentare
Gast: Josephine22
31.07.2012 09:39
0 0

Erfahrungen von Azubis und Studenten in einer "fremden" Domäne

Vielen Dank, ein wirklich sehr aufschlussreicher Artikel! Vielleicht ist für den ein oder anderen noch folgende Veröffentlichung aus der Perspektive von Auszubildenden und Studierenden interessant:
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/159078.html#inside

Ich fands sehr lesenswert :)

Gast: gert3344
21.06.2012 12:33
1 0

totaler unsinn

"Sobald Männer in einen Berufsstand kämen, steige dort das Prestige und damit auch das Gehalt, sagt Heinisch-Hosek zur „Presse“."

es geht darum, dass männer meist organisiert sind, und dass die jobs gefährlich und physisch anstrengend sind - das muss und will finanziell abgegolten werden - was für madchen und frauen schlecht sein soll, das soll für buben und männer gut sein? irre vorstellungen

es verbietet keiner frauen am bau zu arbeiten, am hochofen zu stehen oder in bergwerken rohstoffe abzubauen

soziologen und psycholgen brauchen wir jedenfalls auf absehbare zeit keine mehr, da gibt es schon viel zu viele

die hoschek

soll einfach nur ruhig sein !

hoffe diese unsägliche person ist 2013 weg !!!

Gast: Wähwähwäh
21.06.2012 00:29
4 0

Alle sind so gemein

.... vor allem die Männer.

Gast: Gast0839
20.06.2012 21:41
3 0

Heinisch-Hosek

Die Heinisch-Hosek weiß es ganz genau: "Männer"-Berufe sind gut bezahlt, "Frauen"-Berufe nicht.
Daher ist sie, klugerweise, ja auch in einem Männerberuf.
Sie weiß das ganz genau: Gut bezahlt ist man (wie auch ich) in einem Beruf, den nur verhältensmäßig wenige können (oder in dem man politsch - wie Heinisch- Hosek - auch ohne fachliche Kompetenz hineinkommt, was durchaus auch eine beachtenswerte Leitung darstellt).
Gut bezahlt ist man (unabhängig, ob Mann oder Frau) dort, wo es eben nur wenige gibt: Informatik, Technik (hier keineswegs nur Akademiker), etc., nicht aber, wo es viel zuviele (auch AkademikerInnen) gibt.
Warum sagt sie nicht ehrlich, was sie offenbar weiß und auch lebt?

Logisch

Es geht am Arbeitsmarkt (wie der Name schon sagt) um Angebot und Nachfrage.

Angebot ist wiederum umgekehrt proportional zum Spezialisierungsgrad einer Tätigkeit.

Frauen neigen sehr stark dazu, Berufe zu ergreifen, in denen sie eher ersetzbar sind - plakatives Beispiel: der Automechaniker kann zur Not auch auf Kinder aufpassen, die Kindergärtnerin hingegen wird bei einem defekten Auto nichts ausrichten können.

Ergo verdient der Automechaniker mehr, weil sein Know-how am Markt knapper und daher mehr wert ist.

Ich sehe ja auch gar nichts schlimmes darin, wenn Frauen andere Prioritäten in der Berufswahl haben als Männer (flexible Arbeitszeiten, Nähe zum Wohnort, angenehmes Arbeitsklima, mäßig anstrengende Tätigkeit). Nur kommt dies eben zum Preis einer durchschnittlich geringeren Entlohnung.

Dass H-H und Konsorten Frauen zu Männern umerziehen wollen und umgekehrt, sagt wesentlich mehr über die Dämonen dieser geplagten Personen aus als über irgendetwas, mit dem das Gros der normalen Frauen niemals ein Problem hatte.

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