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Familienrecht birgt "Automatik durch Hintertür"

27.06.2012 | 12:44 |   (DiePresse.com)

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist mit dem Entwurf zum Familienrecht von Justizministerin Karl nicht zufrieden. Vor allem bei der gemeinsamen Obsorge sei noch einiges ungeklärt.

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Einige positive Punkte, aber auch noch jede Menge Gesprächsbedarf gibt es für SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach Durchsicht des neuen Entwurfs zum Familienrecht von VP-Justizministerin Beatrix Karl. Vor allem bei der gemeinsamen Obsorge nach Scheidungen sieht Heinisch-Hosek noch Probleme, erkennt sie doch eine "Automatik durch die Hintertür", betonte sie am Mittwoch. Die Ministerin will den Entwurf auch "umfassend" mit Experten und dem SPÖ-Klub diskutieren - sie sei nicht für Verzögerung, aber "Qualität vor Tempo".

Am Dienstag hat ein erstes "sachlich konstruktives Gespräch" zwischen Heinisch-Hosek und Karl stattgefunden. Es gebe "Unterschiede in der Lesart", meinte Heinisch-Hosek. Größter Knackpunkt war ja bisher die gemeinsame Obsorge nach strittigen Scheidungen - und wird es wohl auch bleiben. Karls "Sprache in den Medien" und das, was im Entwurf stehe, waren für die Frauenministerin "schon zwei verschiedene Dinge".

Denn bei diesem Punkt liest Heinisch-Hosek das gleiche heraus wie aus dem alten Entwurf (von der damaligen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner). Es sei vorgesehen, dass weiterhin beide mit der Obsorge betraut sind, außer es schade dem Kindeswohl. Die Ministerin will stattdessen, dass Väter einseitig die gemeinsame Obsorge beantragen können und das Gericht nach einer bestimmten Frist entscheidet. Derzeit ist eine gemeinsame Obsorge nach Scheidungen nur möglich, wenn sich beide Elternteile darüber einig sind.

Klärungsbedarf bei Doppelresidenz

Hohen Klärungsbedarf ortet die Frauenministerin auch in Sachen Doppelresidenz: Derzeit sei dies frei vereinbar, künftig soll es möglich sein, sie vor dem Richter festzulegen, was Heinisch-Hosek mit Verweis auf Expertenmeinungen ablehnt.

Gesprächsbedarf herrscht für sie auch noch beim Antragsrecht für ledige Väter auf gemeinsame Obsorge. Zur Zeit ist es so, dass bei unehelichen Geburten die Obsorge zunächst der Mutter alleine zusteht. Das Antragsrecht würde einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte folgen, dazu stehe man. Aber Heinisch-Hosek wünscht sich einen "zeitlichen Puffer", der Vater müsse sich bewähren.

Wollen die Eltern eines unehelichen Kindes die gemeinsame Obsorge, muss diese derzeit extra gemeinsam beantragt werden. Vorgesehen sei im Entwurf nun eine Hinterlegung beim Standesamt, hier befürchtet die Ministerin aber "Überrumpelungsgefahr". Sie ist dafür, dass der Antrag wie bisher beim Pflegschaftsgericht notwendig ist, denn dort werde das Kindeswohl geprüft.

Kontakt entsprechen der "Bedürfnisse"

Änderungen sind auch beim Besuchsrecht geplant. Im Entwurf gebe es "Hinweise" für eine raschere Klärung, bei strittigen Scheidungen müsse aber noch präzisiert werden, wie das Gericht ein Besuchsrecht in der Scheidungsphase verordnen kann. Gut findet Heinisch-Hosek das "Recht auf regelmäßigen und den Bedürfnissen des Kindes" entsprechenden Kontakt. Neu sei die Möglichkeit, das Besuchsrecht zu untersagen, wenn (belegt) Gewalt im Spiel ist - auch das begrüßt sie.

Ebenfalls positiv findet die Frauenministerin, dass beim Namensrecht nun Doppelnamen für Kinder möglich sind. Aber auch eingetragene Partner sollten ihrer Meinung nach einen Familiennamen führen können. Die Kriterien zum Kindeswohl seien breiter definiert, das sei zu begrüßen.

Prinzipiell fehlt der Ministerin im Entwurf ein Eingehen auf sogenannte Regenbogenfamilien: Wenn beispielsweise ein Kind in eine gleichgeschlechtliche Beziehung kommt, solle es bei Verpartnerten automatisch eine gemeinsame Obsorge geben (sofern kein leiblicher Elternteil dem entgegensteht), bei Lebensgefährten ein Antragsrecht.

(APA)

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39 Kommentare
 
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"eine neue schöne Welt"

Hass und Inkompetenz werden sogar institutionalisiert und gut bezahlt....

Ihre Exzellenz Heinisch - Hosek

mir hat mal eine Kluge Person folgenden Leitsatz mitgegeben.

Denken ist bei den meisten Personen in abhängigkeit vom Glück zusehen!
Mir scheint als ob auch Sie vom Glück nicht reich beschenkt wurden.

Ich wünsche mir für Sie, von ganzem Herzen viel nein sehr viel Glück.
Wenn auch Ihnen das Glück zuteil wurde, hoffe ich das wir in Zukunft von solchen suboptimalen Äußerungen ihrer Person doch verschont bleiben.

Diese Frau

kostet...kostet und bringt Österreich gar nichts!

Gast: R.S.
28.06.2012 22:51
0 13

BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

Wer Einblick in internationale Familiengerichte und deren Entscheidungen hat, kann HH nur völlig zustimmen. Die Mütter in Österreich haben keine Ahnung, was ihnen bevorsteht, wenn ALLE Männer - auch hasserfüllte, rachesüchtige und perverse Soziopathen- das automatische Sorgerecht bekommen sollten. Es ist purer Wahnsinn, was sich aus diesem Grund bei den sogenannten "strittigen"Scheidungen in den Ländern abspielt, wo es die automatische Obsorge gibt, bzw. wo ein intrigierender Vater sehr schnell die Richterschaft blendend gegen die Mutter zu manipulieren versteht. Dann wird nämlich die ach so grosszügig gedachte "gemeinsame" Obsorge sehr schnell in die vom Intriganten verlangte alleinige Obsorge des Vaters verwandelt. Genau das streben ja auch die meisten Männervereine in Ö nun an. Karl wird von denen diesbezüglich gerade massiv "bearbeitet".
Übrigens sollten sich alle hier auch mal fragen, ob sie SELBER wohl lieber gehabt hätten, statt bei ihrer Mama, nur bei ihrem Vater zu leben. Auch als Kleinkind. Die "automatische" gemeinsame Obsorge ist eine grosse Falle, denn gemeinsame Obsorge kann ja auch jetzt schon bei Ledigen so wie bei Geschiedenen vereinbart werden. Gefährlich für die Kinder sind die machtgierigen, manipulierenden und gewalttätigen Borderliner. Im übrigen gibt es darunter auch Frauen (auf ca 8 kranke Männer kommt eine Frau).

Antworten Gast: gast345
29.06.2012 18:07
7 0

Re: BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

sie scheinen eine dieser kranken frauen zu sein

die frage, ob ein kind lieber nur beim vater leben möchte ist genau so absurd, wie die frage ob es nur bei der mutter leben will - kinder wollen grundsätzlich beide elternteile

na borderline ist ja eine massenerscheinung nicht wahr das hat jeder mann und somit fast jede frau, welche aber nie kontrolliert würden bei ihrem modell, die trotz krankheit also automatisch das sorgerecht erhalten würden

wo haben sie denn diese zahlen her, auf 8 männer kommt eine frau

übrigens sollten sie als frau nicht das verhalten der frauen den männern andichten, denn derzeit erpressen die frauen die männer und sie wollen die kinder nur des erpressen wollens, frauen haben angst die kontrolle zu verlieren, das wird immer offensichtlicher - im prinzip seid ihr arme kranke hascherln


Antworten Gast: PanicAttack
29.06.2012 07:17
2 0

Re: BRAVO HH ! Sie haben vollkommen Recht!

Ja, Bravo HH! So bleibt alles beim Alten: Die Frauen kümmern sich zu Hause um die Kinder (denn Kinder brauchen eigentlich eh keine Väter), und die Männer kümmern sich um ihre Karriere, damit sie im Trennungsfall auch ausreichend Unterhalt zahlen können...
Bravo!!

HH verletzt Menschenrechte der Kinder !!

RÜCKTRITT

Warum verhandelt die überhaupt mit?
Das ist doch ein Sache von Justiz und Familienministerium.
Kinder hat sie auch keine und Gleichbehandlung missfällt ihr auch!
Raus aus der Politik mit der miesen Lobbyistin auf Kosten unserer Kinder!!

Gast: Gast567
28.06.2012 19:30
4 1

und wie kommen Schwule zu einem Kind???

Leihmutterschaft soll ja laut Frauenministerin strickt verboten bleiben, also ist für homosexuelle Männer bzw Paare ein Kind nicht möglich, denn sollte sich einer kurz als Bisexueller fühlen und ein Kind mit einer Frau zeugen, dann hat er null Chancen auf ein von ihm mit einer Frau gezeugten Kind, weil dann gilt das selbe wie für Heterosexuelle

also was soll das Frau HH??? "Heinisch-Hosek fordert jedoch auch einen Familiennamen für „Regenbogenfamilien“, also für eingetragene lesbische oder schwule Partner."

für Schwule definitiv nicht, weil das sind ja Männer und Männer sind schlecht und dürfen niemals das Sorgerecht bekommen oder Frau HH??

Gast: Gast567
28.06.2012 18:11
7 1

Hass hat noch nie etwas verbessert

Hass hat noch nie etwas verbessert

die Frauenministerin heinisch hosek sieht in jedem Mann einen potentiellen Verbrecher, das ist ja schon beinahe pathologisch, und auf Dauer ist so eine negative Grundeinstellung zu einem Teil der Bevölkerung ja auch nicht gesund

das ist diskriminierend, sexistisch und es handelt sich um eine Form der Sippenhaft aller Männer

Frau HH treten sie zurück und begeben sie sich in professionelle Hilfe

und was sind das für Experten, welche das gemeinsame Sorgerecht nicht empfehlen?? es handelt sich wahrscheinlich um die selben misandriegeschädigten Feministinnen, wie die SPÖ-lerinnen

Gast: Gqast567
28.06.2012 18:10
3 0

Hass hat noch nie etwas verbessert

die Frauenministerin heinisch hosek sieht in jedem Mann einen potentiellen Verbrecher, das ist ja schon beinahe pathologisch, und auf Dauer ist so eine negative Grundeinstellung zu einem Teil der Bevölkerung ja auch nicht gesund

das ist diskriminierend, sexistisch und es handelt sich um eine Form der Sippenhaft aller Männer

Frau HH treten sie zurück und begeben sie sich in professionelle Hilfe

"
und was sind das für Experten, welche das gemeinsame Sorgerecht nicht empfehlen?? es handelt sich wahrscheinlich um die selben misandriegeschädigten Feministinnen, wie die SPÖ-lerinnen"

Gast: 1952
28.06.2012 15:26
8 0

Staatsemanze

Menschenrechte werden hier verletzt. Väter und Kinder werden von dieser Ministerin ignoriert u. diffamiert. Nur was für Frau gut ist wird durchgesetzt. Wann kommt endlich einmal ein Mann zu Wort, haben sie keine Stimme. Unser Herr Familienminister schweigt wie ein Grab. Arme Kinder, armes Österreich !

5 0

sie frauenministerin, sie ... !


Gast: Männerminister
28.06.2012 11:15
11 0

Es wird Zeit

Es wird an der Zeit dass es auch einen Männerminister gibt, als Gegenpol zu Frauenministerinnen. Das wäre mal wieder ein Schritt zur Gleichberechtigung!

10 0

natürliche gemeinsame Obsorge

... ist der Zustand während aufrechter Ehe. Es gibt keinen Grund diesen natürlichen zustand während oder nach einer Trennung zur Disposition zu stellen. Disponible Faustpfande erzeugen nur einen Verteilungskampf, der zwar zum wohle des Geldsäckels des Advokaten ist, aber weder zum wohle des Kindes noch zum Wohle der Eltern. Diese sollen die Partnerebene abschließen und die Elternebene stärken (Eric Berne schau' herunter) oder gestärkt bekommen. Die Bewährung hat schon vor der Trennung stattgefunden, in dem sich beide Eltern um die Versorgung und Erziehung gekümmert haben.
Offensichtlich hat Fr. H.-H. Angst, daß mit der natürlich fortbestehenden gemeinsamen Obsorge, die (arbeitslosen) wirtschaftlichen Transferleistungen hin zur alleinig Obsorgenden (Mutter) und damit zum SPÖ Wählerpotential gekürzt werden. Die Doppelresidenz würde den monetären Alimentationstransfer überhaupt zum Erliegen bringen. Und welche/r PolitikerIn nimmt seinen eigenen Wählerinnen schon gerne was weg?

Gast: Kindergärtnerin
28.06.2012 09:26
12 0

Wer der Verantwortlichen ist ehrlich und selbstkritisch

Wer nimmt Rücksicht auf die Kinder????
Automatisch wird ein Elternteil beinah zu einem Kriminellen gemacht,meistens ohne wirkliche Kenntnis der Umstände.
Kinder verlieren ihre Familien und bekommen häufig ein falsches Bild über Vater oder Mutter .
Folge: zusätzliche seelische Verletzungen und zusätzliche Arbeitsplätze für mehr oder weniger herzens- und ausgebildete Therapeuten!
Ergebnis: vom Leben überforderte Personen mit Rechten ohne Pflichten und steinunglückliche Menschen anstelle von Persönlichkeiten die selbstbestimmt und eigenverantwortlich in die Gesellschaft integriert sind.

Re: Wer der Verantwortlichen ist ehrlich und selbstkritisch

endlich bringt es mal jemand auf den punkt.

21 0

wie lange

lassen wir männer uns eigentlich noch benachteiligen? sei es im sorgerecht oder bei der so genannten gehaltsschere!!

Antworten Gast: männlich, aber das wars auch schon
28.06.2012 01:08
0 14

Re: wie lange

Das schlimme ist: Du meinst dass offenbar ernst.
Und deine Mitstreiter in diesem Forum wohl auch. Was interessant ist, denn wenn es um "Islam" geht wird bald einmal die Scharia beschworen. Mir scheint, es gibt da einen gewissen Widerspruch.

Re: Re: wie lange

wie kommst du auf die scharia? ich hab nichts gegen gleichberechtigung, aber bitte für beide geschlechter gleich! ich sehe es nicht ein für ein kind zu zahlen wenn ich es sowieso nie sehe! ich kenne einen fall wo der vater besuchsrecht hat aber nur mit der zustimmung der mutter, er hat seine kinder seit drei jahren nicht mehr gesehen. grund für die trennung, sie ging fremd!!!

Re: Re: wie lange

Ist zwar OT, aber Scharia und Islam gehören zusammen.

Antworten Antworten Gast: ckx375
28.06.2012 08:42
12 0

Ja, es ist ernst ...

und die Benachteiligung wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte festgestellt.

19 0

Sinnhaftigkeit

Ich frag mich jedes Mal wieder, was die SPÖ mit der Heinisch-Hosek will...welche Zielgruppe soll die ansprechen? Ca. 50% (alle Männer) fallen einmal weg, dann auch der ziemlich große Teil der Frauen, die für echte Gleichberechtigung im Sinne von "Gleiche Rechte - Gleiche Pflichten" sind...ebenso alle Frauen, die eine konservative Ansicht à la "Frau bleibt mit Kind zu Hause, Mann geht arbeiten" vertreten...
Übrig bleiben also ein paar vereinzelte Gleichgesinnte, die der Meinung sind, Frauen sollten alle Rechte haben, während Männer optimalerweise als eine Art "Sklaven" dienen...na ob das den gewaltigen Stimmenzuwachs bringt?

Gast: hans5577
27.06.2012 23:49
13 0

wo sind wir denn??

was hat die frauenministerin da eigentlich mitzureden??

im prinzip ist sie die misandrieministerin bzw die ungleichbehandlungsministerin

Gast: hollola
27.06.2012 22:35
16 0

Heinisch-Hosek

was haben sie gegen männer? ich wähle nicht mehr SPÖ!

Re: Heinisch-Hosek

Frau Doppelname hat sich hochge....

S. g. Frau HH, ich ermuntere Sie...

sich ein Bild der Realität zu machen. Väter haben in Österreich im Trennungsfall so gut wie keine Rechte, wenn die Frau das so will. Das Kind wird als Druckmittel eingesetzt um Forderungen zu stellen (noch höherer Unterhaltsanspruch, Unterhalt, auch wenn der Mann arbeitslos wird, o.ä.)
Beliebt ist auch, den gemeinsamen Unterhalt im Rahmen der Scheidungsvereinbarung anzubieten um möglichst viel herauszuschlagen und dann anschließend das alleinige Sorgerecht zu beantragen.
In Ö. ist es für einen Mann unmöglich das Sorgerecht im strittigen Fall zu behalten, da dieses immer nur einer Partei zugesprochen werden kann nach geltender Gesetzteslage! Das ist in 99,5% der Fälle die Mutter.
Diese Rechtslage ist eine Schande für unseren Staat.
Alles nachzulesen unter "väter ohne Rechte"

 
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