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Die Angst der Eltern vor den Ferien

28.07.2012 | 17:16 |  von Eva Winroither (Die Presse)

Die Sommerferien stellen Jahr für Jahr viele Eltern vor Probleme – wohin mit den Kindern? Nicht alle können auf einen Hort oder einen Kindergarten zählen, der das ganze Jahr offen hat.

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Eigentlich sollte es die schönste Zeit im Jahr sein. Es ist die Zeit der Eisstanitzel, über die geschmolzenes Erdbeereis läuft. Es ist die Zeit des Planschens im See und die Zeit der aufgeschlagenen Kinderknie – das gehört nun einmal dazu, wenn man viel Zeit im Freien verbringt. In Wahrheit ist die Sache allerdings eine andere: Sommer und Ferien bedeuten für viele Eltern, den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung zu schaffen. Heute bei Oma und Opa (wenn es sie überhaupt in der Nähe gibt), morgen zwei Tage bei den Freunden, und am dritten Tag kann man die Kinder vielleicht in einem Ferienspiel unterbringen. Bleibt noch immer ein Tag offen. So geht das Dilemma manchmal über die gesamte Ferienzeit – fast neun Wochen lang.

„Als eine echte Herausforderung“ beschreibt etwa die 43-jährige Patricia Käfer aus Wien die Ferienbetreuung ihrer beiden Töchter, sieben und elf Jahre alt. Während die Siebenjährige noch in den Hort gehen könnte, gibt es für die elfjährige Gymnasiastin überhaupt kein Angebot wie Hort oder Nachmittagsbetreuung mehr. Sowohl Käfers Mann als auch sie selbst arbeiten jeweils 30 Stunden die Woche. Wohin also mit den Kindern? „Sechs Wochen Ferienlager, das kann sich doch niemand leisten“, sagt sie. Eigentlich findet sie auch 200 Euro pro Kind in der Woche zu teuer.

So wie Patricia Käfer geht es jedes Jahr tausenden berufstätigen Eltern in Österreich. Sie alle haben ihre Kinder unter 14 Jahren über die Sommermonate zu versorgen. Nicht alle können dabei auf einen Hort oder einen Kindergarten zählen, der das ganze Jahr offen hat. Durchschnittlich 18 Tage sind Kindertagesstätten wie Hort oder Kindergarten österreichweit im Sommer geschlossen. Das sind rund drei Wochen. Wobei hier die Steiermark mit 40 Schließtagen, also acht Wochen, die Statistik anführt und Wien mit 1,9Tagen am Ende steht.

Unterschiedliche Verträge. „In den Bundesländern gelten für die Horte unterschiedliche Gesetze, die meisten schließen daher wie die Schulen“, sagt Raphaela Keller vom Dachverband der Berufsgruppe Kindergarten- und Hortpädagogen. Insgesamt sei die Betreuung in den Landeshauptstädten aber jedenfalls besser als auf dem Land.

Gemeinsam haben alle, dass die Sommerferien „eine Extrazeit“ sind, ein kleiner Ausnahmezustand. Manche Gruppen werden kleiner, manche größer, auch die Pädagogen müssen einmal auf Urlaub gehen – und jeder kommt mit Menschen zusammen, die er vorher nicht gekannt hat. Andere erhalten überhaupt keine Betreuung, weil es keine gibt – oder weil sie zu alt sind. Kaum ein Hort im Land, der noch Kinder über zehn Jahre nimmt.

Eltern müssen daher kreativ sein, wenn sie ihre Kinder betreuen wollen. Oder sich einfach „durchjonglieren“. Patricia Käfer setzt mit ihrem Mann etwa auf die tageweise Betreuung ihrer Töchter. Einen Tag macht ihr Mann Homeoffice, einen Tag passt der Großvater auf, und die restlichen drei Tage „versucht man, sich halt irgendwie zu arrangieren“, sagt Käfer. Manchmal sind die Kinder bei ihren Freunden, manchmal bei Freunden der Eltern – meistens beginnt Käfers Mann aber bereits um sechs Uhr zu arbeiten, damit er am frühen Nachmittag wieder zu Hause ist.

Ihrer Arbeitskollegin Patricia Lindner geht es nicht besser. Die 33-Jährige ist Mutter eines neunjährigen Sohnes, der unter dem Jahr die Nachmittagsbetreuung in seiner Schule besucht. Im Sommer fällt diese natürlich weg. „Ich hätte ihn vermutlich in einen Ausweichhort geben können. Aber erstens bin ich von der Schule darüber nicht einmal informiert worden, und zweitens wäre der in einem anderen Bezirk gewesen“, sagt sie. Und das Geschrei jeden Morgen in der Früh, dass der Sohn nicht hinwill, weil er niemanden kennt – das wollte sie sich nicht antun.

Großeltern nicht fit genug. Jetzt passen die Großeltern der Angestellten tageweise auf das Kind auf. „Aber so viel kann ich ihnen nicht zumuten, mein Vater ist ja auch nicht mehr der jüngste“, sagt sie.

Angela Geoghegan, Elternberaterin bei der Kinderdrehschreibe Wien kennt solche Probleme. Der Verein hilft, private Betreuungsplätze für Kinder zu finden: Tagesmütter, Kinderkrippen, Kindergärten und Horte sowohl unter dem Jahr als auch den Sommer über. Auch jetzt würden sich jede Woche „einige“ Eltern bei ihr und ihren Kolleginnen melden. „Das sind einerseits Mütter, die kurzfristig eine Schulung vom AMS bekommen und deswegen nicht auf die Kinder aufpassen können. Andererseits oft Eltern von Volksschülern, die unter dem Jahr versorgt sind, weil ein Elternteil nur halbtags arbeitet.“

Meistens, „also in 70 Prozent der Fälle“, können Geoghegan und ihre Kollegen den Eltern helfen. Und die anderen 30 Prozent? „Die müssen auf private Alternativen wie Babysitter ausweichen.“ Nachsatz: „Aber unser Verzeichnis ist nicht immer komplett. Nicht jeder Kindergarten meldet seine Sommerplätze.“

Im zuständigen Büro des Wiener Jugendstadtrats Christian Oxonitsch sieht man dennoch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Insgesamt gebe es 22.000 Hortplätze in Wien, die ganzjährig – also auch im Sommer – geöffnet sind. Für Schüler von Ganztagsschulen (die im Sommer natürlich schließen) seien zusätzlich 105 Standorte geschaffen worden, wo derzeit 1600 Kinder betreut werden. Dieses Jahr hat die Stadt Wien zusätzlich eine Million Euro in die Sommerbetreuung investiert.

Einen Versorgungsengpass kann auch die zuständige Mediensprecherin Michaela Zlamal nicht feststellen: „Wartelisten für Horte gibt es nicht. Und wenn der Platz an einem Standort dennoch knapp wird, wird Eltern mit dringendem Betreuungsbedarf (Berufstätigkeit) der Vorzug am Wunschstandort gegeben.“

Zu weit weg, zu unbekannt. Die Eltern von Kindern nehmen das freilich anders wahr. „Ich glaube nicht, dass es an der Quantität der Plätze liegt, eher an der Qualität“, sagt dazu Raphaela Keller, Vorständin im Dachverband der Kindergarten- und Hortpädagogen. In den Ferien seien manche Hort- und Kindergartengruppen besonders voll. Hinzu komme, dass die Gruppen völlig neu zusammengewürfelt werden. Kinder müssten vom regulären Hort in den Ausweichhort übersiedeln. „Die Kinder müssen sich dort orientieren, die Betreuerinnen wissen nicht, wie sich die Kinder bei Ausflügen verhalten. Die ganze Bildungsarbeit findet nicht statt.“ Das sei anstrengend, „und zwar für alle“. Oft würden die Pädagogen im Sommer an ihre Grenzen gehen.

Abgesehen davon weiß Angela Geoghegan von der Kinderdrehscheibe auch von finanziellen Hürden zu berichten. Sommerbetreuung muss nämlich extra bezahlt werden. „Da kommt man bei Privaten schon auf 100 bis 350Euro die Woche.“ Die Betreuung in städtischen Einrichtungen gibt es billiger, nämlich um 80 Euro die Woche.

Dafür ist dort nicht sichergestellt, dass die Einrichtung auf dem Weg zur Arbeit gut erreichbar ist. Denn die Angabe eines Wunschstandortes ist im Anmeldeformular nicht möglich. „Manchmal können die Eltern den Platz auch gar nicht in Anspruch nehmen, weil die Öffnungszeiten nicht passen oder für die Anfahrt ein großer Umweg notwendig ist“, sagt Geoghegan.

Für Patricia Käfer ist das alles keine Option. Ihre siebenjährige Tochter wollte partout nicht in einen Hort, in dem sie niemanden kennt. Und für ihre Elfjährige gibt es sowieso nichts. Jetzt sind die Mädchen am Vormittag öfter allein daheim. Das Bauchweh nimmt die Mutter dafür in Kauf. „Natürlich habe ich ständig ein blödes Gefühl dabei.“ Vor allem, weil sie weiß, dass die Kinder häufiger fernsehen als sonst. „Aber da weiß ich wenigstens, dass nichts passiert.“

Aufsichtspflicht verletzt. Rechtlich gesehen begibt sie sich damit auf Glatteis. „Es ist schwer, im Voraus zu sagen, wann jemand die Aufsichtspflicht verletzt“, sagt die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits. An sich ende die Aufsichtspflicht erst mit Erreichen der Volljährigkeit. Davor können Eltern im Prinzip nach Entwicklungsstand des Kindes und den weiteren Umständen selbst entscheiden, was sie einem Kind zutrauen und was nicht. „Es ist ein Graubereich. Wenn dann aber etwas passiert, dann sind oft schnell die Eltern schuld.“ Sie selbst würde ein elfjähriges Kind jedenfalls nicht zu Hause lassen.

Das müssen aber die meisten Eltern tun, denn auch in Wien hört die Hortbetreuung grundsätzlich mit zehn Jahren auf. „Die Nachfrage dafür ist aber gar nicht so groß“, sagt dazu Michaela Zlamal vom Stadtratbüro. Ansonsten gibt es für Kinder das städtische Ferienspiel. Dass das nur tageweise eine Option ist und nicht für mehrere Wochen – und viele Aktionen erst zu Mittag beginnen –, sagt sie nicht.

Elke Panny aus dem 1800-Seelen-Ort Reichraming in Oberösterreich musste ohnehin nach einer ganz anderen Lösung für ihren neunjährigen Sohn suchen (die Tochter geht noch in den Kindergarten). Den Juli hat er am Vormittag allein zuhause verbracht, ausstaffiert mit einem Handy, damit er die Mutter jederzeit anrufen kann – sie arbeitet nur drei Minuten entfernt als Buchhalterin.

Die Lösung funktioniere eigentlich ganz gut. Zumindest besser als im Vorjahr, denn da hätte er noch jede Stunde angerufen. „Dann bin ich sofort nach Hause gerannt.“ An Arbeit war nicht zu denken. Dabei arbeitet Panny sogar in der Firma ihres Mannes. Auch die Schwiegermutter wohnt im selben Haus. „Die ist aber auch nicht immer da und will auch irgendwann auf Urlaub fahren.“ Wenn sie sich etwas wünschen könnte, dann würde sie daher sofort einen Sommerhort in Anspruch nehmen. Allein, den gibt es in ihrer Umgebung nicht.

Alternative Lösungen.
Manche Eltern hätten für die Ferien eine ganz simple Lösung: eine Verkürzung von neun auf sechs Wochen. „Die Kinder brauchen doch keine neun Wochen, um sich zu erholen“, heißt es dann. Andere wie Barbara Kupfinger, Mutter zweier Töchter und ebenfalls aus Reichraming, hätten hingegen am liebsten eine Leihoma für die Ferien. Die gibt es in Kupfingers Nähe allerdings auch nicht.

Sie nimmt diesen Sommer drei Wochen Urlaub, in denen sie auf ihre Töchter aufpasst, ihr Ehemann übernimmt ebenfalls drei Wochen. Bleibt eine Woche, in der sie gemeinsam wegfahren. Die restlichen Tage der Sommerferien werden tageweise abgedeckt. Nicht unbedingt eine sehr familienfreundliche Lösung. Allerdings: „Es gibt halt nichts anderes.“ Was das für das Sozialleben in ihrem kleinen Dorf bedeutet: „Ich glaube ja, dass das der Grund ist, warum so wenige Frauen hier im Ort arbeiten gehen“, meint Kupfinger. „Wer soll denn dann in den Ferien auf die Kinder aufpassen?“

Sommerplätze

Kinderdrehschreibe Wien: Der Verein hilft, private Betreuungsplätze für Kinder zu finden: Tagesmütter, Kinderkrippen, Kindergärten und Horte sowohl unter dem Jahr als auch nur den Sommer über. www.kinderdrehscheibe.at

Stadt Wien (MA 10): Die Stadt hat ihr Sommerbetreuungsangebot in diesem Jahr ausgebaut. „Gastkinder in Horten können bei Bedarf auch jetzt noch untergebracht werden“, heißt es aus dem Büro von Wiens Jugendstadtrat Christian Oxonitsch. www.wien.gv.at/bildung/kindergarten/

Feriencamps: Lerncamps, Sportcamps oder Zirkuscamps gibt es in ganz Österreich. Infos von Anbietern gibt es zum Beispiel unter: www.ferien4kids.at, www.camps.at oder
www.feriencamps.at

Ferienspiel Wien: Beim WienXtra-Ferienspiel können Kinder an verschiedenen Ferienspielaktionen teilnehmen. www.ferienspiel.at

Die Kinderfreunde sind mit Kindergärten und -horten in den Bundesländern aktiv und bieten sowohl Feriencamps als auch tageweise Aktivitäten in den Bundesländern.
www.kinderfreunde.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2012)

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30 Kommentare
 
12
Gast: Ulirike
01.08.2012 23:40
0 0

Ferien für Kinder Ja!

Lehrer sollen mindestens 6 Wochen im den Ferien Juli August auf unsere Kinder aufpassen.

Bleiben immer noch zwei Wochen zu Weihnachten, eine Woche Energieferien, mehr als eine Woche zu Ostern und von Juli oder August auch noch zwei Wochen.

Sind bis zu 6 Wochen Urlaub für Lehrer. Mehr an Urlaub haben alle anderen Arbeitenden auch nicht. Das wäre ein färer vorschlag.

Gast: Kinderfeindliche Hochleistungsgesellschaft
31.07.2012 04:50
0 1

Die Ferienindustrie beschert der Pädagogenmafia ein tolles Zweitgehalt, vielfach "schwarz",

denn jede Ferienwoche kostet berufstätige Eltern pro Kind locker mindestens 200-400 Euro für diverse Schnickschnack-Kurse zur Beschäftigungstherapie. Ergibt bei 2 Kindern schnell hinausgeschmissene 4.000 Euro und mehr - sowie jede Menge Ärger und Jonglierbedarf wegen kurzfristig abgesagter bzw. ungünstig verschobener Kurse, Verletzungen, minderqualifizierten bzw. ungeeigneten Kursleitern, verhaltensgestörten Kommilitonen etc.

Dazu jede Menge Zusatzbelastungen:
Ausbeute der Kinder-Uni waren Kopfläuse.
Mitbringsel vom Tennis-Camp waren Flöhe.
Souvenir vom Segelkurs sind survivalerprobte Wanzen.
Seit dem Zeck vom Reit-Camp kämpfen wir trotz Zeckenimpfung mit argen Nachwirkungen.
Das Intermezzo im Hort perfektionierte das Repertoir an Flüchen & Schimpfwörtern in allen erdenklichen Sprachen und führte nur zu einer Verrohung der Umgangsformen und Zwangsverproletarisierung.
Beim Englischkurs wurde der schulische Britische Akzent in original Ottakringer Singlish transformiert.

Meistens entspricht die Kursbeschreibung nicht dem Gebotenen. Im Umgang mit Kindern unerfahrene Junglehrer und husch-pfusch umgeschulte Langzeitarbeitslose sind nur am rasch abgezockten Geld interessiert.

Die geplagten Eltern sind der herrschenden Mißwirtschaft und den rasch steigenden teuren Kosten ausgeliefert, denn man muß froh sein, überhaupt irgendwo bei irgendwem für irgendwas einen Platz zur Unterbringung der Kinder zu bekommen.

Das Berufsleben ist hart und familienfeindlich.
Die fernen Oldies krank.

Antworten Gast: Zenzine
31.07.2012 06:41
2 2

Re: Die Ferienindustrie beschert der Pädagogenmafia ein tolles Zweitgehalt, vielfach "schwarz",

Dumm gelaufen!

Man sollte sich halt vielleicht vorher überlegen, ob man genug Zeit für Kinder hat, bevor man welche in die Welt setzt. Warum verlässt man sich da auf die Großeltern oder darauf, dass der Staat eh dafür sorgt, dass die Kinder versorgt sind, wenn man arbeiten geht?

Es ist eben so: entweder Kinder oder arbeiten. Beides geht nicht. Das weiß man aber schon vorher.

Antworten Antworten Gast: Kinder haben keine Interessenvertretung
31.07.2012 17:24
1 0

Re: Re: Die Ferienindustrie beschert der Pädagogenmafia ein tolles Zweitgehalt, vielfach "schwarz",

Das bedeutet de facto Reproduktionssperre für alle harten Streßberufe mit wenig Freizeit & Urlaubsmöglichkeiten (Freiberufler, Unternehmer, Techniker, Ärzte, Geschäftsleute, Pizzaflitzer u.v.a.m.) auf Kosten der im Sozialraub/Mehrwertvernichten versierten Privilegierten mit lockeren Jobs und viel Freizeit (Lehrer, UniProfs, Pädagogen, Künstler, Beamte, Politiker, ORF, staatsnaher Bereich, Langzeitarbeitslose, diverse chronische Sozialschmarotzer u.ä.), deren ungehemmte Vermehrungschancen auf Kosten der Leistungsorientierten in parasitärer Weise erfolgt.

Mittel- bis langfristig führt dies zum Ruin des Sozialstaates.

Außerdem bedeutet dies klientelorientierte Selektion aus parteipolitischen Gründen, was aus ethischen Gründen striktest abzulehnen ist.

Ebenso verstößt Ihre fragwürdige Haltung gegen die jedem Migranten, Asylanten zugestandenen Menschenrechte.

Die Leidtragenden sind die um schöne Ferien betrogenen Kinder und ihre geplagten Mütter.

Zwangsnivellierte, in Horte eingesperrte Kinder können nicht fröhlich blühen. Begabungen & Talente verkümmern.

Ihre nomenklaturafreundliche Herrenmenschen-Ideologie mit ihrer menschenverachtenden Politikpraxis offenbart fehlende Herzensbildung mit desaströser gesamtgesellschaftlicher Konsequenz.

Die Vereinbarkeit von Familienleben mit anspruchsvollem Beruf auch von Nichtprivilegierten müßte Bürgerrecht sein! Andernfalls sinkt der Wohlstand aller, da Sozialparasiten+Privilegierte schamlos das implodierende System plündern.

Gast: objektiv
29.07.2012 18:19
2 1

Horte, Camps etc. sind wunderbare Orte für Kinder in den Ferien.

Aber nicht vergessen darf man: nicht alle Kinder sind leutseelig, offen und gierig auf Gesellschaft mit neuen Leuten! Es gibt auch schüchterne, introvertierte, (trennungs)-ängstliche Volksschulkinder.
Für die bedeuted das purer Stress in einer neuen Umgebung mit neuen Leuten!

8 1

Die Angst der Leser ..


vor den Headlines! Eigentlich passt "Schlagzeilen" aussagend besser. Selten so einen Schwachsinn in der Überschrift gelesen. Als nächstes folgt "die Angst der Ungeborenen vor dem Leben"!

Gast: pol Beobachterin
29.07.2012 09:44
10 1

Kindergärten und Schulen sind keine Aufbewahrungsorte

für Kinder, sondern LERNorte. (Lernen = Arbeit, das geht nicht ganzjährig 10Std/Tag)

Wer sein Kind ganzjährig gut versorgt wissen und trotzdem Vollzeit arbeiten will, muss man grundsätzlich ein anderes Arrangement finden.
(zB Tagesmutter, oder Kreativlösungen- zb mit anderen Müttern/Vätern/ Großeltern abwechselnd Urlaub nehmen)

Wenn der Staat diese Versorgung übernehmen sollte, müsste man eigene Einrichtungen dafür schaffen, die auch "ausrüstungsmäßig" dafür geeignet sind. (In einer normalen Schulklasse während der Ferien zwecks "Aufbewahrung" hocken- wer möchte das schon?)

12 1

angst der eltern

ist ein schmarrn. und die einleitung mit bezugnahme auf die gute alte zeit vergisst, dass es danno dazumal die klassische trennnung gab: papa geht arbeiten, mama ist für die kinder da.

irgendwann meinte dann jemand, das sei nicht so super, alle sollen arbeiten, den kindern kann man sich ja mit qualitätszeit widmen. die letzten mit interesse, das zu ändern sind staat und politiker, die mehrfach an dieser situation verdienen: mehr Lohnsteuer, mehr Sozialversicherungsbeiträger, mehr aktive Pensionskasseneinzahler, mehr Geld für den Konsum und damit die Umsatzsteuer.

wer hier von der Politik eine Lösung erwartet kann ja auch billigeren Sprit oder strengere Tabakverordnungen einfordern. a bissal naiv das ganze...

16 7

Kinder...

brauchen Ferien!
Und Pädagogen brauchen auch Abstand!
Das ist wichtig!
Sonst gibt es immer mehr Ausgebrannte.
Schüler und Lehrer.



Dumpfbacke (!) und was ist mit dem Abstand für ...

Krankenschwestern, Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten, Selbständige, Kassierinnen (!), ...

Lehrer scheint mir, sind die Chauvinisten der Nation geworden und leben nach dem Motto; wir sind die allwissenden Wunderwuzzis und verdienen daher die mittlerweile anachronistisch kranken Privilegien des Minderleistertums!

Gast: klaus3
28.07.2012 20:26
16 7

Wir

haben 4 Kinder großgezogen und brauchten keine Nachmittagsbetreuung dazu.

Re: Wir

wenn die Zuschüsse für die Pensionen nicht so hoch wären, müsste ich weniger LSt zahlen und wir könnten es uns leisten, dass ein Elternteil zuhause bleibt.
Die Pädagogen können dann auch ihre wohlverdienten Ferien genießen

2 0

Re: Re: Wir

Aber selber wollen Sie dann schon Pension bekommen, nicht wahr?

Re: Re: Re: Wir

Wenn die Pensionisten wenigstens manchmal auf die Kinder aufpassen würden, dann wäre ja der Generationenvertrag in Ordnung, aber mit 55 Jahren wollen sie ja ihren wohlverdienten Ruhestand voll auskosten!!!
Darum gibt's für uns auch keine Pension mehr

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
29.07.2012 17:55
2 3

Re: Re: Re: Re: Wir

Wieso sollten die Pensionisten das tun? Die haben eh damals ihre eigenen Kinder großgezogen und das reicht dann auch fürs ganze Leben.
Ich würd mich auch schön bedanken, wenn ich dauernd irgendwelche Kinder am Hals hätte, die nicht die meinen sind.

Wenn man keine Möglichkeit hat, seine Kinder zu betreuen, dann soll man eben keine in die Welt setzen. So einfach ist das.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Stiefmütterchen
29.07.2012 18:44
4 0

Re: Re: Re: Re: Re: Wir

Wenn es nur um die Pensionisten ginge, die selbst Kinder großgezogen haben, bräuchten wir nur halb so viel einzahlen und könnten mit der anderen Hälfte locker eine Kinderbetreuung finanzieren.
Weil wir aber denen, die nie Kinder aufgezogen haben und in angenehmem Wohlstand leben konnten, nun auch den Wohlstand in der Rente finanzieren müssen, ist der Rentenbeitrag so hoch geworden, dass es nimmer für die Kosten der Kinderbetreuung reicht.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wir

Sie vergessen aber, dass auch die kinderlosen PensionistInnen Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben und ihnen somit ihre Pensionen zustehen.

Wenn jemand kinderlos ist, dann aus zwei Gründen:

* man kann keine Kinder bekommen
* man mag keine Kinder und hat sich deshalb gegen Kinder entschieden

Erstere kann man schlecht "bestrafen" und zweiteren würde ich persönlich meine Kinder lieber nicht zur Betreuung anvertrauen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Stiefmütterchen
30.07.2012 19:24
2 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wir

Die armen Kinderlosen müssen etwa 20 Jahre lang monatlich vielleicht 10 oder 20 Euro mehr bezahlen, weil die Kinder der anderen mitversichert sind.
Da ist es natürlich nur gerecht, dass die Kinder den kinderlosen monatlich eine Rente von 1000, 2000 oder mehr finanzieren, 20 bis 30 Jahre lang. Die eigene Mutter, die über viele Jahre ein geringeres oder gar kein Einkommen für die Kinder in Kauf genommen hat, bekommt dann als Dank monatlich etwa 100€ Rente von dem was ihre Kinder als Rentenbeitrag zahlen.
Ach was leben wir doch in einer fairen Welt. Wer hat dem wird gegeben und wer nichts hat, dem wird auch das genommen.

Spielt es wirklich eine Rolle, ob die Kinderlosigkeit gewollt ist oder nicht?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ichwillpensionmit65
30.07.2012 20:27
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wir

Etwas zu polemisch, aber richtig. Ich will noch meine Pension ausgezahlt bekommen - also gehet hin und vermehret euch!

Antworten Antworten Antworten Gast: Zenzine
29.07.2012 16:43
1 0

Re: Re: Re: Wir

Wollen schon. Wirds aber nimmer spielen, wenn man heute jünger als 40 ist.

Re: Wir

das wird nur leider von der gesellschaft nicht gewürdigt. im gegenteil. als rückständig wird man angesehen, wenn man heute mehr als 2 kinder hat. und die zeit, die ein Elternteil zuhause bei den kindern verbringt, ist auch nichts wert. besser es arbeiten beide eltern, um sich den hort leisten zu können.
schon verrückt...

Antworten Antworten Gast: bleedsiinn
29.07.2012 23:10
0 0

Re: Re: Wir

Dann sind meine Eltern rückständig, weil sie drei Kinder haben. So a Bledsinn.

Gast: timeline
28.07.2012 20:04
16 5

in gesunden familien sind ferien kein problem, im gegenteil, aber da die familien leider oft nicht mehr funktionieren oder da sind. weiß man nicht mehr was man mit den kindern während des jahres tun soll. das ist aber ein 365 tägiges problem


Antworten Gast: Stiefmütterchen
29.07.2012 18:45
1 0

Re: in gesunden familien sind ferien kein problem, im gegenteil, aber da die familien leider oft nicht mehr funktionieren oder da sind. weiß man nicht mehr was man mit den kindern während des jahres tun soll. das ist aber ein 365 tägiges problem

Mit gesund hat das nichts zu tun. Es ist eher eine Frage des Geldes.

Gast: Rabenvater
28.07.2012 19:32
10 0

Die Politik ist Schuld?

Sie haben Kinder, gehen arbeiten und bekommen in den Ferien keinen Urlaub. Dem Vater der Kinder geht´s offenbar genau so. Auch wenn Sie nicht in Urlaub fahren, wann erleben Sie denn etwas mit Ihren Kindern? Und wieso ist daran die Politik Schuld?

Gast: Stiefmütterchen
28.07.2012 18:50
9 1

Angst der Eltern

"Die Angst der Eltern" diese Formulierung klingt so emotional, so unbegründet. Es geht nicht um Angst. Es geht um eine ganz rationale Überlegung für ein Problem das die Politik überhaupt erst geschaffen hat:
Einerseits verlangt man von den Eltern, dass sie ihrer Aufsichtspflicht nachkommenn, andererseits verlangt man von den Eltern, dass sie einer Erwerbstätigkeit nachkommen. Das spießt sich.

 
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