22.05.2013 16:04 Merkliste 0

Sorgerecht auch für „Rabeneltern“?

30.07.2012 | 18:11 |  von Philipp Aichinger (Die Presse)

Die Politik steht nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) jetzt unter Zugzwang. Ohne ein neues Familienrecht würden selbst Eltern, die sich nie ums Kind kümmern, das Sorgerecht erhalten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Schon seit Jahren ringen SPÖ und ÖVP um eine Reform des Familienrechts. Dabei geht es auch um die Frage, unter welchen Voraussetzungen unehelichen Vätern ein Sorgerecht zuteil werden soll. Gegen die bisherigen Reformpläne von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) meldet Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) Vorbehalte an. Ein der „Presse“ vorliegendes Expertenpapier aus dem Justizministerium erhöht nun jedenfalls den Druck auf die Verhandler.

Das Dokument zeigt auf, was passiert, wenn die Politik bei den unehelichen Vätern zu keiner Lösung kommen sollte. Hintergrund ist ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), das im Juni ergangen ist. Es hob eine Bestimmung im Gesetz auf, die das Sorgerecht für uneheliche Kinder regelt. Denn die aktuelle Regelung verstößt gegen die Menschenrechtskonvention, da Väter von unehelichen Kindern momentan gegen den Willen der Mutter nicht einmal ein gemeinsames Sorgerecht beantragen dürfen. Die Verfassungsrichter dürfen aber nicht selber Gesetze schreiben, sie können sie nur aufheben. Konkret strichen sie den Satz „mit der Obsorge für das uneheliche Kind ist die Mutter allein betraut“ aus dem Gesetz – mit Wirkung zum 1. Februar 2013.

 

„Selbst wenn die Eltern streiten“

Die Folge, so heißt es im Papier des Justizministeriums, ist nun aber nicht etwa, dass Väter ein Antragsrecht erhalten. Stattdessen würden ab 1. Februar „alle Eltern unehelicher Kinder mit der Obsorge betraut“ werden, sagen die Experten. Dies gelte für neugeborene Kinder ebenso wie für Altfälle: „Selbst wenn die Eltern seit Jahren streiten oder es keinen Kontakt zwischen dem Vater und dem Kind gibt, erhält der Vater automatisch mit diesem Tag die Obsorge“, betonen die Juristen mit Blick auf den 1. Februar. Eine Ausnahme gäbe es nur bei Leuten, denen ein Gericht bereits das Sorgerecht ausdrücklich entzogen hat.

Wenn ein Elternteil nun mit der (plötzlichen) beidseitigen Obsorge unglücklich ist, müsste er ab Februar extra vor Gericht gehen und beantragen, dass wieder nur einer das Sorgerecht erhält. Ansonsten aber bleibt die neu gewonnene Obsorge selbst dann bestehen, wenn man das gar nicht will: „Ein Vater kann grundsätzlich nicht einfach die Obsorge loswerden“, heißt es im Expertenpapier.

Damit diese neuen Regeln nicht schlagend werden, müsste die Politik das Gesetz noch vor dem 1. Februar novellieren. Karl und Heinisch-Hosek glauben weiterhin an eine Lösung im Herbst. Eine Einigung gibt es aber noch nicht. Heinisch-Hosek hatte zwar erklärt, dass für sie ein gerichtliches Antragsrecht für ledige Väter auf eine gemeinsame Obsorge in Ordnung gehe. Allerdings dürfe der Antrag nicht gleich nach der Geburt des Kindes, sondern erst später erfolgen. Der Vater müsse sich vorher noch als solcher bewähren.

Selbst wenn sich ledige Paare ohnedies einig sind, dass beide Elternteile ein Sorgerecht bekommen sollen, darf es laut Heinisch-Hosek nicht zu schnell gehen. Sie ist dagegen, dass die Paare, wie von Karl geplant, dann nur eine Erklärung beim Standesamt hinterlegen müssen. Stattdessen solle selbst bei Einigkeit das Pflegschaftsgericht zuständig sein, damit die Frau nicht „überrumpelt“ wird.

Aber auch abseits der unehelichen Väter gilt es beim aktuellen Familienrechtspaket noch Streitpunkte zu klären – etwa, wenn es darum geht, was mit ehelichen Kindern nach einer Scheidung passiert.

 

Debatte um Scheidungskinder

So möchte Karl, dass ein Richter eine gemeinsame Obsorge verfügen kann, wenn er das für richtig hält. Momentan ist dies nur möglich, wenn beide Eltern einverstanden sind, künftig soll der Richter hier die Macht erhalten, auch allein eine gemeinsame Obsorge zu verordnen. Heinisch-Hosek ortet in dem neuen Richterrecht aber eine automatische gemeinsame Obsorge „durch die Hintertür“. Sie fürchtet, dass Karls Entwurf in Wahrheit dafür sorgt, dass die gemeinsame Obsorge nach der Scheidung zur Regel werde.

Justizministerin Karl erklärte, nicht via Medien mit der SPÖ diskutieren zu wollen. Hinter den Kulissen werde jedenfalls weiter verhandelt. Thema sind dabei auch ein liberaleres Namensrecht, über das grundsätzlich Einigkeit herrscht, sowie Änderungen beim Besuchsrecht.

Auf einen Blick

Weil der VfGH eine Gesetzesstelle aufhob, ist die Politik nun gefordert, bis Februar 2013 das Familienrecht neu zu regeln. Ansonsten würden auch etwa Väter, die sich nie um ihre Kinder gekümmert haben, automatisch ein Sorgerecht erhalten. Die Politik peilt eine Neuregelung im Herbst an. Sie soll neue Antragsrechte für uneheliche Väter enthalten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.07.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

119 Kommentare
 
12 3

Frau HH und Ihre "super" Ideen

Hallo Frau HH, oder besser ha-ha?!

Ihre vorschläge wären richtig zum lachen wenn Sie nicht so traurig wären. Traurig nicht nur wegen dem Resultat, sondern auch welches Ihre Kompentenz oder besser nicht vorhandene Kompetenz betrifft!

Zitat: Heinisch-Hosek hatte zwar erklärt, dass für sie ein gerichtliches Antragsrecht für ledige Väter auf eine gemeinsame Obsorge in Ordnung gehe. Allerdings dürfe der Antrag nicht gleich nach der Geburt des Kindes, sondern erst später erfolgen. Der Vater müsse sich vorher noch als solcher bewähren.

Halten wie fest, der Verfassungsgerichtshof streicht einen Abs. eines § wegen Diskriminierung, Frau Superschlau ha-ha, schlägt nun vor dass der Vater (welcher vorher diskriminiert wurde) nun eine Probezeit bekommen soll, die Mutter hingegen nicht! Fazit: Diskriminierung wird durch Diskrimnierung ersetzt.

Warum müssen Politiker in solchen Ämtern eigentlich keine Probezeit erfüllen? Dies wäre angebracht und würde uns auch solchen Blödsinn ersparen.

Liebe Frau ha -ha, bitte besuchen sie den Grundkurs des WiFi Demokratie für Anfänger und Menschrechte Teil I, ich bin mir sicher diese werden Ihnen in Zukunft sehr nützlich sein und wird Sie im Punkto Demokratieverstädnis als auch Menschrechte weiterbringen.

Mitt freundlichen Grüßen

Ihr Entwicklungshelfer


Re: Frau HH und Ihre "super" Ideen

Beim nächsten Sparpaket sollte die HeiHo einespart werden, schade um jeden Euro.

Diskriminierung wird durch neue Diskriminierung von SPÖ ersetzt.

In übrigen werden von Heinisch Hosek auch Mütter diskriminiert, weil Gesetze müssen gendergerecht geschrieben werden, das bedeutet es gibt keine Männer u. keine Frauen sondern nur Obsorgeberechtigte und nicht Obsorgeberechtigte, so ist es auch jetzt. (Ausnahme §166 muss ja fallen jetzt)

Sollte also der nicht Obsorgeberechtigte sich erst bewähren müssen, wären in einigen Fällen auch Frauen betroffen !
Die Frau HeiHo diskriniert daher auch Frauen !
Aber von Gesetzen im Familienrecht hatte sie ja noch nie eine Ahnung, ebenso davon das jedes Kind beide Eltern braucht.

leaks for family law

es gibt keine einfache lösung!

der glaube, dass eine änderung des gesetzes alles besser macht, ist naiv, ebenso wie der glaube, dass man so komplexe sachverhalte überhaupt für alle befriedigend lösen kann...

es ist nun einmal so:

es gibt gute und schlechte mütter, gute und schlechte väter, solche, die sich geen um die kinder kümmen würden und solche, die sich um die kinder nicht kümmern. es gibt beziehungen, die auseinandergehn und die eltern schaffen es, miteiander auch weiterhin gut auszukommen und soche, die nach einer trennung überhaupt nicht mehr miteinander können, wo jeder kontakt anlass zu neuen kämpfen und quälereien wird. es gibt kinder, die sich bei der mutter geborgener fühlen und solche, die sich beim vater geborgener fühlen. es gibt sensible familien- richter und ausgemachte deppen, es gibt familien, wo ein gemeinsames sorgerecht gut funktioniert und welche, wo es katastrophal ist, es gibt...

eigentlich müsste jeder fall einzeln betrachtet und bewertet werden. was das gesetz auch immer regelt, es wird fälle geben, für die es nicht passt.

Re: keine einfache lösung?-Deshalb G.O. jetzt!

Tatsächlich gibt es keine "einfache Lösung",
aber auf Basis eines zeitgemäßen fairen, die Kinder- und Menschenrechte berücksichtigenden Gesetztes lassen sich viel leichter Lösungen erarbeiten, die dann unter Umständen noch immer schwierig genug sind.
Kindern ihre Vätern gegen ihren Willen standardmäßig zu entziehen und himmelschreiende Ungerechtigkeit und Diskriminierung helfen jedoch in keiner Weise, eine gute Lösung für die Kinder zu finden.

Antworten Gast: Papakind
03.08.2012 23:03
0 1

Re: es gibt keine einfache lösung!

Ja, ich weiß, aber wer weiß es noch?

Wählerstimmen der ÖVP . . .

Wenn die ÖVP vernüftig ist wird sie die sinnlosen Verhandlungen mit der SPÖ abbrechen.

So kommt jeder zu seinen Menschenrecht ohne Diskriminierung . . . .

Wenn die ÖVP sich auf ein Antragrecht einläst wird ihr das noch mehr Wählerstimmen kosten als bisher !!

Deshalb sollte die ÖVP sich für die Menschenrechte einsetzen und ganz einfach warten bist die Zeit vergangen ist und sich nicht erpressen lassen, die Diskriminierung und ständige Verschlechterung durch die SPÖ muss endlich ein Ende haben.

Wahltag ist Zahltag für jede Diskriminierung

leaks for family law

wie oft muss man das noch betonen,

es heißt bei uns OBSORGE und nicht Sorgerecht. Es geht dabei ja auch um das Wohl das Kindes und nicht um einen Anspruch der Eltern.

Re: wie oft muss man das noch betonen,

Der Witz mit dem Kindeswohl, war aber jetzt auch gut.
HaHa . .

Wie lautet die Definition des Kindeswohl ?

Kindeswohl, Beziehungsrecht sind Fremdwörter.
Österreich lebt punkto Familienrecht um 50 Jahre hinten.

leaks for family law austria

Ungleiches Maß

Bis jetzt hatten auch Rabenmütter ganz selbstverständlich die automatische Obsorge für ihre Kinder. Niemand verlangte von ihnen, sich "bewähren" zu müssen. So manche Mutter würde die Obsorge gerne los, wenn sie nicht mit so angenehmen Dingen wie Alimenten, Familienbeihilfe, staatliche Fürsorge ... verbunden wäre.
Vor allem, wenn die Mutter einen neuen Liebhaber hat, läßt die Obsorge stark nach.
Und die tragischen Fälle, bei denen das Kind die neue Liebschaft der Mutter mit dem Leben bezahlt hat, sollten auch nicht ganz vergessen werden.

Antworten Gast: Stiefmütterchen
02.08.2012 21:54
1 0

Re: Ungleiches Maß

Was wollen Sie damit sagen? Unfähige Egoisten finden Sie bei beiden Geschlechtern.
Glauben Sie wirklich, dass die Väter grundsätzlich besser für die Kinder sorgen können als die Mütter? Glauben Sie, dass Mütter die Kinder eher vernachlässigen als Väter?
Glauben Sie, dass die Mütter ihre Kinder vernachlässigen, wenn sie einen neuen Liebhaber haben, aber die Väter immer zuerst für die Kinder da sind und im Zweifel eher ihre Geliebte vernachlässigen?

Glauben Sie, dass Väter eher bereit sind der Kinder wegen den Beruf zu vernachlässigen?

Es gibt sicher Mütter, die mit der Betreuung ihrer Kinder überfordert sind. Aber ich bin sicher, dass die Väter viel schneller an die Grenze der durch Kinder verursachten Belastbarkeit geraten.

Schaun Sie sich doch die vielen Geschichten an, was mit den Kindern passiert, wenn der Vater eine neue Frau ins Haus holt.

Wie häufig kommt es vor, dass Männer die Kinder zu Tode erziehen? Wie häufig kommt es vor, dass die eigenen Väter ihre Kinder missbrauchen?

Lernen Sie Statistik!

Re: Re: Ungleiches Maß

Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!!!

Unfähige Egoisten finden Sie bei beiden Geschlechtern.

Genau das will ich damit sagen. Deshalb ist die automatische gemeinsame Obsorge das beste für die Kinder. Damit sind sie nicht einem Elternteil allein total ausgeliefert, und zusätzlich haben sie die Verwandtschaft beider Eltern, also 2 Großelternpaare und alle Onkeln und Tanten samt Cousins und Kusinen. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.

Antworten Gast: kakas
02.08.2012 20:38
0 1

Re: Ungleiches Maß

Danke fürd Hirn einschalten. Sie sind ein Vorbild!

Gast: erstaunter Leser
01.08.2012 11:32
4 0

Was mich wundert:

Die Frauen gehen nicht auf die Barrikaden, wenn ihre Väter, Brüder oder Söhne so gravierend benachteiligt werden.

Es kann ihnen auch nicht egal sein, wenn Familienangehörige ihre eigenen Kinder nicht mehr sehen oder zahlen bis zum Umfallen!!!

Entweder die Medien zeigen das nicht, oder es ist wirklich so.

Re: Was mich wundert:

Die Frauen gehen sehr wohl auf die Barrikaden! In all den neugegründeten Vätervereinen wie 'Väter ohne Rechte', 'Vaterverbot' und sogar in der Männerpartei engagieren sich sehr viele Frauen. Sobald aber eine Frau öffentlich für Väterrechte eintritt, schlägt ihr hysterischer Hass entgegen. Die Emanzenindustrie ist ein lukratives Geschäft geworden, das man sich nicht stören lassen will. Nicht erst seit heute:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erin_Pizzey

LEBENSFERNER ARTIKEL

1) Ein Vater kann sich nicht ums KInd kümmern, wenn es die Mutter nicht will.
2) Wenn er sich also wegen Kontaktverweigerung durch die utter nicht gekümmert hat, dann ist er ein Rabenenlternteil und soll die gemeinsame Obsorge für das Kind nicht kommen ? Oder wie?
3) "Selbst wenn die Eltern streiten"- Besonders wenn die Eltern streiten ist die gemeinsame Obsorge der wichtigste Garant, dass Das Kind künftig gleichwertigen Kontakt zu beiden Elternteilen hat, ein Menschenrecht der Kinderrechtskonvention der UN.
In privaten Beziehungen sowie in der Menschheitsgeschichte zeigte sich, dass GLEICHBERECHTIGUNG die VORRAUSSETZUNG für konstruktive KOOPERATION und FRIEDEN ist.
WOE MEnschen nicht gleichberechtigt sind, herrscht Ohnmacht, Verzweiflung(staten), Gewalt und UNFRIEDEN!
3) Kein Vater hat die Sorge, dass er eine gemeinsame Obsorge wiederloswerden möchte. Was ist das für eine absurde Annahme! Im Gegenteil Väter wollen sich um Ihre Kinder kümmern, in die Schule oder zum Arzt gehen können um ihren Kleinen zu helfen.
4) "Bewähren" ?!- Diese Frechheit von HH wäre damit zu vergleichen, dass Frauen vor 1918 kein Wahlrecht hatten, weil sie sich nicht für Politik interessierten und nicht wählen durften, weil sie sich nicht bewährt haben etc.
Es ist ein Zirkelschluss: Ein Vater ohne Obsorge ist kein Vater, der sich in allen Bereichen um das Kind kümmert, wie es ein Kind vom Eltern erwarten darf. Und dann wird ihm vorgeworfen, er kümmert sich nicht um s Kind sondern zahlt & besucht nur!

2 2

Re: LEBENSFERN

sind Sie auch. Nicht jeder Vater, dem seine Kinder wurscht sind, der sie nicht sehen will und sich nur ärgert, dass er sie füttern soll, wird von einer bösen Mutter dazu gezwungen. Fragen Sie Herrn Udo Jürgens, wenn Sie ein prominentes Beispiel brauchen.

Antworten Antworten Gast: keinermitvorurteilen
02.08.2012 20:40
0 0

Re: Re: LEBENSFERN

Jaja die pösen Väter.

BM Heinisch-Hosek soll sich lieber darum kümmern,

dass sich Mütter bewähren! Immerhin ist sie die Frauenministerin. Was für ein Schwachsinn, Frauen nach 9 Monaten Schwangerschaft vor "Überrumpelung" schützen zu wollen! Was für ein Frauenbild hat die Frau BM eigentlich?

Ich


Ich möchte jetzt nur einen Blick auf einen anderen Aspekt werfen (das bedeutet aber nicht, dass ich H-H Recht gebe - im Gegenteil.):

Frauen haben meist die bessere Bindung zu ihren Kindern (vor allem wenn es Mädchen sind). Liegt natürlich auch daran, dass Frauen meist weniger als Männer arbeiten, aber das ist nicht der einzige Grund. In meinem Bekanntenkreis haben alle (ohne Ausnahme - auch zu meiner Verwunderung) eine bessere, innigere und offenere Beziehung zu ihren Müttern als zu ihren Vätern (auch bei den Familien, bei denen die Frau mehr arbeitet).
Auch meine Mutter kennt meine Sorgen und Gedanken. Mein Vater ist auch toll, aber zu ihm werde ich nie dieselbe Beziehung haben.

Im Idealfall sollten das Eltern auch alleine klären und wenn das nicht möglich ist eben von einem Richter klären lassen. Dabei sollten Aspekte wie Beziehung, Geld, Familienumfeld etc berücksichtigt werden.
Meine Eltern sagten immer, dass ich mir aussuchen dürfte, bei wem ich leben möchte. Das finde ichgut

Antworten Gast: vaeterlieber
02.08.2012 20:49
0 0

Re: Ich

@erste Zeile des zweiten Absatzes: wer hat mir das Lesen beigrbracht? Mein Vater! Wer hat mir gute Werte und Sitten beigrbracht? Mein Vater! Wer konnte mir wirklich helfen bei meinen Hausaufgaben? Mein Vater!

MEIN VATER VERDIENT DEN TITEL VATER EHER ALS MEINE MUTTER DEN TITEL MUTTER VERDIENT!

Re: Ich

Ich - - kann es nicht glauben, wie unreflektiert hier sexistische Vorurteile widergegeben werden!

Weder haben noch hatten Frauen eine bessere Bindung zu den Kindern und schon gar nicht zu den Mädchen welche emotional eher mehr am Vater hängen, wie die Buben an der Mutter.

Was Ihre Familiensituation betrifft steht es Ihnen frei eine Therapie zu beginnen.

Schon Anno 1915 gab es Mädchen die eine viel bessere Beziehung zum Vater hatten. Seither hat sich einiges getan!

Antworten Antworten Gast: 2012nicht1950
02.08.2012 20:41
0 0

Re: Re: Ich

Stimme besonders dem ersten Satz zu. Ich habe mir schon gedacht, wir leben im Jahr 2012 und nicht im Jahr 1950...

Re: Re: Ich

Mag schon sein das viele Mädchen "Papa-Mädchen" sind, aber trotzdem vertrauen sich auch die meisten dieser Mädchen ihren Müttern an.
Beziehungsprobleme, körperliche Probleme, schulische Probleme, Stress mit Freunden? Meist weiß die Mutter darüber Bescheid, nicht der Vater.

Und ich spreche hier nicht allgemein, sondern beziehe mich aus meinen Erfahrungen und denen aus meinem Bekanntenkreis.

Und weshalb benötige ich eine Therapie, wenn ich eine bessere Bindung zu meiner Mutter brauche? ich finde Ihre Antwort doch ein wenig verletzend und unpassend. Aber wenn sie möchten, ich zähle hier auf:

Ich war auch immer ein Papa-Mädchen, aber sobald ich in die Pubertät kam, sprach ich eben immer mit meiner Mutter (da sie ja auch durch diese Zeit ging).
Meine männlichen Freunde haben auch eine bessere Beziehung zu ihren Müttern. Alle Behandlungsreif laut Ihnen?

Antworten Antworten Antworten Gast: dasgefaelltdenengarnicht
02.08.2012 20:44
1 0

Re: Re: Re: Ich

Meistens ist die Mutter die Strenge und der Vater der mit Augenmaß - das gefällt den Emanzen natürlich gar nicht...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Stiefmütterchen
02.08.2012 22:02
2 1

Re: Re: Re: Re: Ich

Man kann das auch anders sehen. Den Müttern ist das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder wichtig. Die Väter wollen nur geliebt werden. Die lassen es einfach laufen. Die sehen keinen Grund, sich allzusehr für die Zukunft der Kinder einzusetzen.

 
12 3

Schlagzeilen Bildung