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ÖH-Kindergarten ist gescheitert

03.08.2012 | 18:49 |  CHRISTINE IMLINGER (Die Presse)

Der Trägerverein des Kindergartens am Unicampus hat die Kooperation mit der ÖH beendet. Diese sucht nach einem neuen Betreiber.

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Wien. Den ÖH-Kindergarten gibt es nicht mehr. Zumindest vorerst und in der bisherigen Form. Zwar werden die 67 Kindergarten- und Hortkinder am Unicampus Altes AKH wie bisher betreut. Aber der Betreiber, der „Verein StudentInnenkinder“, hat die Kooperation mit der Hochschülerschaft mit sofortiger Wirkung gekündigt, sagt Michael Wissgott vom Verein. In sechs Wochen wäre die Kooperation ohnehin ausgelaufen, die ÖH hatte ihrerseits den Vertrag bereits gekündigt. „Den ÖH-Kindergarten gibt es damit nicht mehr“, sagt Wissgott.

Der Streit eskaliert, statt Studenten sitzen nun Anwälte am Verhandlungstisch. Seit Jahresbeginn schwelt der Konflikt zwischen der ÖH und dem Verein über die Vergabe der Kindergarten- und Hortplätze. Die ÖH wirft dem Verein vor, er betreibe keinen Studentenkindergarten mehr, vielmehr würden führende Vereinsmitglieder, die das Studentenalter längst hinter sich haben, Plätze an nicht-studierende Bekannte vergeben. Auch im Rektorat der Uni Wien spricht man von einem „Funktionärskindergarten“, der sich vom Gedanken, bedürftige Studenten zu unterstützen, entfernt habe. Der Streit hat zwischenzeitlich absurde Züge angenommen: Mobbing, manipulative Falschinformation, gar Stalking warf man einander vor. Eine Mediation brachte keinen Erfolg.

Zuletzt haben auch Uni und Bezirk zu vermitteln versucht: Martina Malyar, Bezirksvorsteherin am Alsergrund, schlägt ein einjähriges Moratorium vor. In dieser Zeit solle der Verein die Einrichtung weiterbetreiben und einen neuen Standort suchen. Die ÖH hätte dann Zeit, einen neuen Träger zu finden. Bisher verlief die Suche der ÖH nach einem Partner, der im Herbst einsteigt, ohne Erfolg.

 

Machtkampf statt sachlicher Streit

Die ÖH gibt dazu aktuell nur äußerst dürftige Statements ab: Man habe angeboten, die Kooperation um ein Jahr zu verlängern, das stehe weiterhin. Der Verein lehnt das ab, man wolle sich nicht verpflichten, das Areal mit 31. Juli 2013 zu räumen. „Wir gehen mittelfristig raus, aber das Überleben muss gesichert sein“, sagt Wissgott. Bis ein neuer Kindergarten an einem anderen Ort eröffnet werden könne, dauere es möglicherweise Jahre. Der Verein will den Streit offenbar aussitzen: „Drei Jahre lang sind wir fix dort“, sagt Wissgott. So lange, meint er, dauere ein drohendes Rechtsverfahren. Schließlich fürchtet der Verein eine Klage der Uni, damit habe das Rektorat gedroht.

Klage? Im Rektorat winkt man ab. Man hole bloß Rechtsmeinungen ein. Schließlich wurde vor Jahrzehnten ein Vertrag zwischen der Uni als Eigentümerin des Gebäudes und der ÖH unterzeichnet, demzufolge die ÖH an dem Ort Kinder betreuen lassen sollte. Die Hochschülerschaft wiederum hatte einen Vertrag mit dem Trägerverein – der gekündigt wurde.

Heute spricht man im Rektorat von einem „großzügigen Angebot der ÖH“, auch im Bezirk plädiert man für diese Übergangslösung. Die Bezirksvorsteherin spricht von „Streithansln“, die sie zu beruhigen versuche. Sie unterstütze den Verein bei der Suche nach einem neuen Standort. „Der Verein und die ÖH werden sich trennen, da sind sich alle einig“, sagt Malyar und hofft auf eine Lösung bis Herbst. Um sachliche Gründe, so gibt sich selbst Wissgott vom Betreiberverein selbstkritisch, gehe es in dem Konflikt aber längst nicht mehr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2012)

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13 Kommentare
Gast: werbistdu
06.08.2012 19:21
0 0

typisch ÖH

Ich denke, von der ÖH können die Herren in Nordkorea auch noch einiges lernen.

War zu erwarten

Insofern ironisch, als dass Frauen ja angeblich so viel kommunikativer, sozialer und, und, und sind.

Die momentane ÖH-Führung ist allerdings bestenfalls ein kleiner Vorgeschmack auf die Herrschaft der Quothilden. Wenn diese nämlich auf größere Verantwortung losgelassen werden, können sie noch viel mehr in den Sand setzen.


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Vielleicht sollte die ÖH eine Strandbar aufmachen,

bei den Aktivitäten die sie bereits in den Sand gesetzt hat,
wäre das eine passende "Firmenerweiterung".

Re: Vielleicht sollte die ÖH eine Strandbar aufmachen,

bitte nicht, Strände sind kostbar und da die ÖH alles versaut wär's schad drum...

700.000 EURO im Cafe Rosa "verheizt" und jetzt...

.... setzen sie, weil sie politisches Kleingeld waschen müssen, Kinder auf die Strasse.

Wieviele Eltern müssen sich jetzt, bis zum Semesterbeginn, einen neuen Kindergartenplatz suchen?

Sowas soll eine "Dienstleistung" für sozial bedürftige sein? Jeder kapitalistische Raubritterverband der derartiges betreiben würde geht (und müsste aufgrund der Gesetze und Auflagen) humaner mit seiner Kundschaft umgehen!

Diese Leute sind ein Witz. Die sollte man allesamt irgendwo auf Akkord in ein Stahlwerk stecken, damit sie lernen was es bedeutet solange zu arbeiten bis der Kundenwunsch befriedigt ist. Und wenn der erfüllt ist, dann kann man politisches Kleingeld wechseln.

Re: 700.000 EURO im Cafe Rosa "verheizt" und jetzt...

sind's schon 700000 Euro?

wenn man sich selbst derartige Gehälter zuschanzt (2000 Euro für 20h)
wundert es nicht, dass das Café Pleite ist

Gast: Valery
04.08.2012 10:55
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An die Kinder denkt nieman,

Nur an sich und an die Politik. Diese ÖH mit ihrer Clique schafft doch wirklich rein gar nichts!

Gast: UKW
04.08.2012 09:16
21 1

Zuerst das gefloppte Cafe Rosa und jetzt das auch noch?

Waaaaarum nur? Schön langsam zweifle ich am Funktionieren des kommunistischen Systems ....

Sollte das unseren Regierenden nicht zu denken geben, die auf Bundesebene immer neue Umverteilungspläne umsetzen?

Kriegt diese "StudentInnenschaft"

überhaupt IRGENDWAS auf die Reihe?

Antworten Gast: bin selbst student
04.08.2012 09:06
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Re: Kriegt diese "StudentInnenschaft"

nicht studentinnenschaft! sondern ÖH! die öh bekommt nichts zustande, ausser die zwangsabgabe von allen stundenten (16euro pro semester) zu kassieren.
ich kenne keinen studenten der irgendetwas mit der öh zutunhaben will. alle miteinander unfähig und nutzlos.
aber was erwartet man von zukünftigen politikern .... das ist ja das einzige das aus diesen ewigen studenten wird.

Re: Re: Kriegt diese "StudentInnenschaft"

sogar die Grass oder vsstö Leoben will mit dem feministinnenpack namens Bundes oh irgendetwas zu tun haben

Gast: hmm
03.08.2012 23:20
6 1

na ja, na ja, ...

Der Kindergarten war immer recht schwach, da murksten einfach zu viele Leute herum und da war zuviel Ideologie mit im Spiel, tja, auch mit Läusen (kommen an sich in fast jedem Kindergarten vor) hatten die oft große Probleme ...

12 0

Re: na ja, na ja, ...

Ja aber die Lausplage hat in diesem Fall wahrscheinlich kein Kind eingeschleppt sondern die Wulz.

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