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Streitgespräch: "Zwangsjacke macht keine guten Väter"

16.08.2012 | 18:23 |  von ulrike Weiser (Die Presse)

Mehr Wahlfreiheit? Mehr gesetzlicher Druck? Sowohl Frauenministerin als auch Innenministerin reklamieren, besser zu wissen, was Familien brauchen.

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Die Presse: Wie hilft man Familien am besten? Indem man sie steuerlich entlastet oder indem man die Kinderbetreuung ausbaut?

Gabriele Heinisch-Hosek: Wir geben in Österreich sehr viel Geld für Familien aus, aber nach wie vor haben wir zu wenig Kinderbetreuungsplätze – die Nachfrage ist hier sehr groß. Wir sollten mehr auf Sachleistungen wie Kinderbetreuung setzen, aber ohne dafür in Summe mehr auszugeben.

Das SPÖ-Modell sieht vor, dass man die steuerlichen Begünstigungen für Familien streicht, die Familienbeihilfe vereinheitlicht und erhöht und das ersparte Geld in Kinderbetreuungseinrichtungen investiert. Die Lösung der ÖVP geht in eine andere Richtung.

Johanna Mikl-Leitner: Ich glaube, wir müssen die ideologische Brille abnehmen. Bei der Kinderbetreuung stimmen wir überein: Wir brauchen mehr Qualität und Quantität. Ansonsten brauchen wir vor allem einen Ausbau der steuerlichen Absetzbarkeit. Einheitsförderung kann nicht der Weg sein, es gibt auch keine Einheitsfamilie. Wir wollen 7000 Euro pro Kind an steuerlicher Absetzbarkeit. Das ist ähnlich wie in Frankreich, wo ab dem dritten Kind die steuerliche Absetzbarkeit verdoppelt wird, was positiv auf die Geburtenrate wirkt.

Heinisch-Hosek: In Frankreich gibt es aber auch noch vor dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. So einen Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr brauchen wir auch. Ich bin auch gegen die ideologische Brille. Aber ich glaube, dass direkte Familienförderung den Vorteil hat, dass das Geld gleich verfügbar ist, während steuerliche Absetzbarkeit erst nachwirkt. Sie hilft auch nur jenen, die genug Einkommen haben.

 

Ist ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung eine gute Idee?

Mikl-Leitner: Nein. Das kostet viel und wird nur zum Teil genutzt. Wir sind in der Familienpolitik gerade an einer Weggabelung: Wollen wir in Richtung SPÖ gehen, also mehr Staat, oder Richtung ÖVP, also mehr Eigenverantwortung, mehr Wahlfreiheit? Man darf auch nicht vergessen: Das System wird vom Mittelstand finanziert. Den darf man durch die Streichung der Absetzbarkeit nicht noch mehr belasten.

Heinisch-Hosek: Was nützt mir Wahlfreiheit, wenn ich nicht wählen kann, weil der Kindergartenplatz fehlt? Der Staat muss die Bedingungen schaffen, damit man wählen kann. In Österreich schwankt das Angebot bei der Kinderbetreuung bundesweit. Ich finde, der Bund könnte den Kommunen vorschreiben, dass sie einen Teil des Geldes, das er bereitstellt, in Kinderbetreuung investieren.

Mikl-Leitner: Jeder verantwortungsvolle Bürgermeister weiß, wie wichtig Kinderbetreuung ist, weil das zur Standortpolitik gehört. Man braucht nicht überall die Zwangsjacke.

Heinisch-Hosek: Es gibt aber leider auch Bürgermeister, die meinen, dass ein Kind erst ab dem vierten Lebensjahr in den Kindergarten gehen soll.

Mikl-Leitner: Diese Generation ist im Aussterben begriffen.

 

Die SPÖ hat ihr Modell – ungeachtet der Skepsis der ÖVP – vorgerechnet. Bei der Volkspartei weiß man nicht, wie sie die 7000 Euro Absetzbarkeit pro Kind finanziert. Gibt es eine konkrete Idee?

Mikl-Leitner: Selbstverständlich, aber die wird die Finanzministerin präsentieren. Es handelt sich um ein ganzes Paket und es gibt mehrere Komponenten zu berücksichtigen, etwa die Teilzeit auf Zeit. Die darf man nicht verteufeln. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer und Frauen Teilzeit wollen.

Heinisch-Hosek: Ich habe nie gesagt: Teilzeit auf Zeit ist ein Blödsinn. Ich sage nur: Zu lange Teilzeit hat Risken, vor allem in der Pension. Du als ÖAAB-Vorsitzende wirst wissen, dass Frauen in manchen Branchen sogar oft nur Teilzeitjobs angeboten bekommen, wobei der Stundenlohn im Vergleich zur Vollzeit ein Drittel geringer ist.

Sie wollen aber auch die Elternteilzeit reduzieren: vom siebenten auf das vierte Lebensjahr.

Heinisch-Hosek: Wenn der Kündigungsschutz mit dem vierten Lebensjahr endet, ist es legitim, an das zu denken. Aber mir ist klar, dass man beim Zurückschrauben von erworbenen Rechten wirklich aufpassen muss. Ich habe mich mit Gewerkschafterinnen unterhalten und bin nun vorsichtiger.

Mikl-Leitner: Auch hier ist mir die Wahlfreiheit wichtig. Wir wissen, dass neun von zehn Frauen Teilzeit bevorzugen. Familien brauchen Zeit, damit Kinder eine Bindung aufbauen.

Heinisch-Hosek: Nicht nur zu den Müttern! Auch zu den Vätern.

Mikl-Leitner: Keine Frage. Warum soll es künftig nicht flexiblere Arbeitszeitmodelle geben, wo Mann und Frau für eine bestimmte Zeit ihre Arbeitszeit auf 30 Stunden reduzieren? Es wird in der Wirtschaft ein Umdenken geben müssen.

Heinisch-Hosek: Reduzierte Vollzeit für alle ist eine Vision, die wir vielleicht teilen könnten.

Sie beide fordern einen Papamonat direkt nach der Geburt, wenn auch mit Unterschieden: In der SPÖ-Version verliert ein Vater, der den Papamonat nicht nimmt, einen Kindergeld-Monat am Ende der Karenz. Die ÖVP wiederum will bis zu drei Papamonate, allerdings gehen keine Karenzmonate verloren, wenn man sie nicht nimmt. Obwohl man sich in der Frage zumindest dem Grund nach einig ist, geht mit der Wirtschaft aber nichts weiter. Warum?

Heinisch-Hosek: Das verstehe ich auch nicht. Der Papamonat ist ausfinanziert.

Mikl-Leitner: Der Familienminister ist sehr engagiert und derzeit in Gesprächen mit den Sozialpartnern.

Sehr diplomatisch. Frau Ministerin Heinisch-Hosek: Sie haben im „Presse“-Interview vorgeschlagen, die Karenz zu teilen. In einem ersten Schritt ein Drittel und zwei Drittel, in einem zweiten Schritt halbe-halbe. Wenn ein Teil nicht genommen wird, soll er verfallen. Gibt es dazu Gespräche mit der ÖVP?

Heinisch-Hosek:Die Teilung wäre erst der nächste Schritt nach dem Papamonat. Gespräche gibt es keine.

Mikl-Leitner:Die Zwangsjacke macht keine guten Väter. Wir brauchen stattdessen Vorzeigeväter, die Mut machen. Ich kenne viele Väter, die in Karenz gehen wollen, aber sich nicht trauen, das ihrem Arbeitgeber zu sagen. Die Männer erleben, was wir Frauen seit Jahrzehnten erleben: die Sorge, durch Kinder einen Karrierenachteil zu erleiden.
Heinisch-Hosek: Gerade deshalb braucht es eine gesetzliche Regelung. Denn wenn es alle machen, braucht keiner Angst vor einem Karrierenachteil zu haben.

 

Sie haben beide betont, dass Sie gegen die ideologische Brille sind. Jetzt war viel von Wahlfreiheit kontra Staat die Rede. Klingt nach Ideologie.

Heinisch-Hosek: Wir haben andere Ansichten darüber, was Kernfamilie ist. Ich sehe das weiter als Mutter, Vater, Kind, Ehe. Zehn Prozent aller Familien sind Patchwork-Familien. Gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern sind heute eine Selbstverständlichkeit, nur leider oft für die Politik nicht.

Mikl-Leitner: Patchwork-Familien sind gelebte Realität, an die wir uns angepasst haben. Aber für uns lässt sich nicht leugnen, dass die Beziehung zu Vater und Mutter das Beste ist.

 

Bei Ministerin Heinisch-Hosek weiß man, wie sie zum Thema Kinder und homosexuelle Paare steht: Ja zur Adoption, Ja zur künstlichen Befruchtung bei Lesben und auch bei alleinerziehenden Frauen. Wie sehen Sie das?

Mikl-Leitner: Es gilt, das Kindeswohl ins Zentrum zu stellen und wissenschaftliche Studien abzuwarten.

 

ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm hat sich eindeutiger geäußert. Mit einem Nein.

Mikl-Leitner: Ich halte nichts von Schnellschüssen.

 

Wir gehen einem Wahlkampf entgegen. Frau Ministerin Heinisch-Hosek hat schon kundgetan: Mit Rot-Grün wäre Familienpolitik einfacher. Wie ist Ihre Präferenz?

Mikl-Leitner: Das hat der Wähler zu entscheiden. Aber ich glaube, dass wir in der großen Koalition doch eine sehr gute Arbeit leisten.

 

Das heißt: Mit der FPÖ täten Sie sich beim Thema Familie nicht leichter?

Mikl-Leitner: Nicht wirklich.

Zur Person

Die beiden Politikerinnen haben eine gemeinsame Vergangenheit: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Johanna Mikl-Leitner, ÖVP-Innenministerin und ÖAAB-Obfrau, kennen einander aus ihrer Zeit in der niederösterreichischen Landesregierung. Mikl-Leitner war damals für Soziales, Arbeit und Familie zuständig, Heinisch-Hosek für Soziales und Gesundheit.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2012)

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105 Kommentare
 
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Weniger Staat mehr privat

Gebt den Familien für jedes Kind soviel Geld wie die Eltern benötigen um sich frei zu entscheiden:
Ob ein Elternteil beim Kind bleibt.
Ob jemand für die Betrueung bezahlt wird (können auch die Großeltern sein)
Ob das Kind in eine "Einrichtung" kommt (die dann allerdings nicht von der Kommune sondern von den Eltern zu bezahlen wäre)
usw.
Alle staatliche Bevormundung ist nur negativ zu sehen. Das einzige was des Staates
Aufgabe ist, ist es einen (Familien)-Lastenausgleich zwischen Kinderlosen und Kinderhabenden zu regeln.
Sämtliche anderen Maßnahmen ob sie von links oder rechts kommen sind der falsche Weg.
Freiheit für Eltern und KInder!

Re: Weniger Staat mehr privat

in einer idealen welt, ganz bei ihnen. der haken an der sache ist nur, dass es viele familien gibt, bei denen geld nciht besonders gut angelegt ist, bei denen jeder zusätzliche kinder-euro in die nächste trafik, die nächste kiste bier, den nächsten flimmernden babysitter usw. fließt...auf jeden fall nicht in die erziehung und das wohl des kindes. je mehr geld soclhe familien zur verfügung haben, dersto mehr anreize gibt es zu weiteren kindern, die dann wiederum sehr oft in den gegebenen famlilienkonstellationen landen...

Re: Weniger Staat mehr privat

setzt mündigkeit voraus, die ja erfolgreich ausgetrieben wird.

Gast: Krmpf
18.08.2012 09:12
3 0

Ähnlich

Heinisch-Hosek = der Norbert Darabos der Familienpolitik

Gast: gast111
17.08.2012 17:39
4 2

es ist schon interessant

heinisch hosek will immer dass frauen unabhängig sind, durch diese gesetze treibt sie frauen aber genau in die abhängigkeit, frauen kommen mir oft vor wie kleinkinder, die nichts selbst machen können und für alles hat ein mann zu sorgen, damit sie über die runden kommen

derzeit ist die gesetzeslage so, dass ein mann keinerlei recht hat siene vaterschaft durchzusetzen, wenn die frau nicht will und speziell wenn sie verheiratet ist, weil man will ja nicht in eine bestehnde beziehung eingreifen und den familienverband zerstören

umgekehrt nimmt keiner rücksicht auf die familie des mannes und seine kinder, wenn eine frau meint er hätte ihr ein kidn gezeugt, da sind vaterschaftstests und gentests selbstverständlich

durch die heiratsurkunde stellt der mannd er frau quasi einen blankoscheck fürs fremdgehen aus, weil der mit frau verheiratete mann der rechtliche vater des kindes ist, folge bis zu 10% der kinder sind kuckuckskinder und werden dem mann von frauen untergejubelt - was das für ein finanzieller betrug ist kann man sich vorstellen

bei 75.000 kinder im jahr, bis 25 kann für sie sorgen, was das für ein geld ist und der mann hat fast keine chance rechtlich dagegen vorzugehen

75000kinder*10%*20jahre*150.000€/Kind = 22.500.000.000 entspricht 22,5 mrd € die männer zu unrecht für betrug bezahlen müssen und das wird vom staat auch noch gefördert und geschützt

Gast: dasgutekommtzuletzt
17.08.2012 15:58
1 0

Mikl-Leitner: Diese Generation ist im Aussterben begriffen.

ja, und damit auch ohne Zweifel Ihre WählerInnen. Leb' wohl ÖVP.

Wissenschaftliche Studien?

DiePresse: "Bei Ministerin Heinisch-Hosek weiß man, wie sie zum Thema Kinder und homosexuelle Paare steht: Ja zur Adoption, Ja zur künstlichen Befruchtung bei Lesben und auch bei alleinerziehenden Frauen. Wie sehen Sie das?"

Mikl-Leitner: "Es gilt, das Kindeswohl ins Zentrum zu stellen und wissenschaftliche Studien abzuwarten."
- ja, im Grunde ein guter Vorschlag,

Aber bitte überlassen wir diese Frage nicht alleine den Psychologen und Soziologen!

Ich hoffe, dass Sie, Frau BM und Kollegen, die Bereitschaft zeigen, die Frage, ob es erstrebenwert ist Kinder mit voller Absicht mutterlos od vaterlos grosszuziehen, vorallem nach moralischen, (kinder-) rechtlichen, und logischen Grundsätzen zu bewerten.

Ich finde zukünftige Kinder hätten einen Anspruch darauf.


Re: Wissenschaftliche Studien?

sorry, aber nicht von der leiblichen mutter oder vater großgezogen zu werden, bedeutet nicht zwangsweise mutter bzw. vaterlos großzuwerden. wichtig sind stabile bezugspersonen, die müssen nicht immer und ausschließlich die leiblichen eltern sein.

Re: Re: Wissenschaftliche Studien?

Sowohl bei der gemeinschaftlichen Adoption leibesfremder Kinder durch homosexuelle Paare als auch im Falle von Kindern, die von in Lebenspartnerschaft lebenden Frauen mit Unterstützung der Fortpflanzungsmedizin geboren werden (und H-H befürwortet beide Möglichkeiten) geht es darum dass diese Kinder vaterlos oder mutterlos aufwachsen sollen.

Ein Vater oder auch eine Mutter sind nicht irgendwelche Ersatzbezugspersonen.

Sie denken vielleicht an die Stiefkindadoption. Über die wird aber nicht hauptsächlich gestritten.

Gast: khundino
17.08.2012 14:09
3 0

Was die Gutesten vergesse

Männer sind keine Affen im Käfig die man mit Bananen zufriedenstellen kann und die zu blöd sind um selber zu denken.

Diese "emannzipierten" DAmen tun ja so als ob sie über Vieh sprechen würden...

Nein, (immer mehr) MÄnner nehmen ihr Schicksal selber in die Hand und setzen dem heutigen Femo-regime durch

Nichtheirat
NichtKindermitzeugen

einen deutlichen Kontrapunkt entgegen.

Die Mädels müssen sich heute eh schon anstrengen um nur irgendeinen mittelmässigen Typen abzukriegen.
Vielleicht im ausländermilieu könnten sie noch fündig werden, aber die halten sich auch lieberan Importbräute aus dem unemannzipierten fernen Heimatland...

Nur mehr 25% der Jungmänner wollen heiraten/Kindermitzeugen, aber 55% der Mädels.
Kklar, die wenigsten Frauen können sich heute vorstellen ihr Leben lang erwerbstätig zu sein.
Und "Familie" und Kinder ermöglichen es heute Frauen bei uns sich SEEEHR lange laus dem mühsamen Erwerbsprozess herauszukatapultieren.

Die KonzernHerren zahlen eben nicht so gut wie (Ex)-männer, mehr oder weniger freiwillig (Österreich hat mit BRD eines der härtesten, rigidesten und inhumansten Unterhaltsrechte, die jeder Menschenwürde widersprechen...).

Kein Wunder dass die Jungfrauen heute massiv "alten" Lebensformen zusprechen - trotz allen Girlies-days der Fr.BM Bures und Fr. Heinisch-hosek (die selber lauf einem SP-Ticket in Ministerien bei 18.000 € im Monat ein hoch-überbezahltes Luxusleben führen).
Die meisten Geschlechtsgenossinnen bringen es nur zu wenig...

Gast: Dr. Schiwago
17.08.2012 13:41
2 0

Uff

Angesichts der meisten postings hier ist mir klar, warum uns die regieren, die uns regieren.

Radikalfeministin Heinisch Hosek

Typisch dass die Radikalfeministin Heinisch Hosek Männer wieder mal zu irgendetwas zwingen will. Ständig mischt sich diese Männern gegenüber völlig unsensible Dame in das Privatleben von anderen Menschen. Ob Männer in Karenz gehen, bestimmen Männer und ihre Partnerinnen und niemand anders. Diese ständige Einmischung des Staates in Dinge, die ihn nichts angehen ist unerträglich, ebenso unerträglich wie die Ministerin selbst.

Was Familien brauchen?

Familien brauchen einen Stopp der zwangsweisen Umverteilung von Familien zu Kinderlosen, wie dies im österreichischen Steuer- und (vor allem) Pensionssystem passiert. Und mit den dann den Familien verbleibenden Mitteln können sich ebendiese ihr Leben selber organisieren.
Aber eben nach eigenen Vorstellungen und möglicherweise nicht nach den Vorstellungen dieser beiden ...

Geben Sie Wahlfreiheit!

"Sowohl Frauenministerin Heinisch-Hosek als auch Innenministerin und ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner reklamieren, besser zu wissen, was Familien brauchen. "

Das die Familien am besten wissen, was sie brauchen, kommt den beiden natürlich nicht in den Sinn. Dann wäre nämlich Wahlfreiheit für Familien der logische Schluss. Und den fürchten Berufpolitiker und vor allem -Innen wie der Teufel das Weihwasser. Schließlich leben sie von abhängigen Wählern ...

"Heinisch-Hosek: In Frankreich gibt es aber auch noch vor dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. "

Wie lang "vor dem ersten Lebensjahr"? Vor der Geburt? Vor der Zeugung? Ist die Hosek ganz dicht?

Gast: gast1984
17.08.2012 10:47
5 0

"Sowohl Frauenministerin Heinisch-Hosek als auch Innenministerin und ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner reklamieren, besser zu wissen, was Familien brauchen. "

Das ist Anmaßung von Wissen!

Wann werden die endlich vom Volk zurückgetreten! Selber sind die ja unnötige Sesselkleber!

Gast: Eleonora K.
17.08.2012 10:26
6 0

Zwangsjacke

Es ist fast schon unerträglich, dass wegen jedem Schmarrn gleich ein Wust an neuen Gesetzen produziert wird. Je mehr Zwang, desto mehr versuchen die Leute, sich zu drücken. Wie wäre es mit einer Erziehung seitens des Elternhauses, bei der so alte Werte wie Verantwortung zu tragen beigebracht werden. Bei der Gesetzeslage in Österreich verstehe ich, warum Männer Angst davor haben, ein Kind zu zeugen.

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Bitte

Väter sind bei der heutigen Gesetzeslage Helden!

Gast: Kindergärtnerin
17.08.2012 08:49
12 0

Ist das,was sich in der österreichische Familienpolitik tut,mit der zerstörerischen Krankheit Krebs vergleichbar?


125000 - 90 000

von 125000 alleinerziehenden Familien sind 90 000 armutsgefährdet.

Nicht zu vergessen das tausende Rentner ebenso am Rande des Abgrundes stehen.

Das Problem der jugendlichen Kampftrinker liegt noch immer auf den Tisch.

Die Familie hat keine Zukunft. Das Leben hat künftig nur den Sinn zu arbeiten.

Irgendwann kommt ein Komet und die Menschheit ist Geschichte - bis dahin wird unsere Welt mit jedem Tag grausamer.


Antworten Gast: gast_xyz
17.08.2012 09:57
0 1

Re: 125000 - 90 000

ganz ihrer Meinung. Ich finde Halbe-Halbe für beide Elternteile nur von Vorteil - und noch mehr fürs Kind. Wir werden es so praktizieren.
Dazu würde ich mir als Frau auch wünschen, dass endlich der Mann auch die gleichen Rechte nach der Karenz hat (Kündigungsschutz etc.)
In puncto Kinderbetreung kann man ruhig auch Unternehmen etwas zuer Kassa bitten - wer keinen Betriebskindergarten (Kinder ab dem 14 Monat = kürzestes Betreuungsmodell derzeit) hat, zahlt einen Beitrag ein.

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Re: Re: 125000 - 90 000

was sollen Unternehmer noch alles zahlen? Es gibt in ösrerreich sehr viele KMU's welche sich solche Zahlungen einfach nicht leisten können!

Antworten Antworten Gast: gast_xyz
17.08.2012 11:10
0 0

Re: Re: 125000 - 90 000

sorry - das vorherige Kommentar sollte zu den Post "halbe-halbe!"

Antworten Antworten Gast: Mutter zweier Kinder
17.08.2012 11:07
0 0

Selbstverständlich gilt der Kündigungsschutz nach Karenzende ebenso für Väter.

Es heißt ja auch ELTERNkarenz. Allerdings bringt ein Kündigungsschutz von 4 (in Worten: vier) Wochen in Wahrheit weder der Mutter noch dem Vater viel.

Gast: Bank12
17.08.2012 07:19
4 9

halbe - halbe!

Am besten wäre halbe- halbe in ALLEM für beide Elternteile. Mütter werden in Österreich top- ausgebildet und arbeiten dann wenn überhaupt nur Teilzeit. Das macht volkswirtschaftlich keinen Sinn. Wenn der Staat in die Ausbildung investiert soll dann auch gearbeitet werden. In Wien gibt es genug Kinderbetreuungsplätze und trotzdem wird nur von wenigen Frauen ganztags gearbeitet. Männer und Frauen sollten sich Rechte und Pflichten teilen. Hierfür braucht es ein modernes Familien- und Kindschaftsrecht, das Vätern die gleichen Rechte einräumt wie Müttern! H-H ist allerdings dagegen, was sie hier verschweigt. Sie vertritt die Kind-Mutter- Dualität und bekämpft die Väter!

Antworten Gast: Mutter zweier Kinder
17.08.2012 09:33
2 8

Die gleichen Rechte: Väter haben bereits jetzt das Recht, in Karenz zu gehen, ihre Kinder vor der Arbeit in den Kindergarten zu bringen und nach der Arbeit von dort abzuholen,

sich Pflegeurlaub zu nehmen, wenn die Kinder krank sind, Elternsprechtage in den Schulen zu besuchen, die Wäsche der Kinder zu waschen und ihnen ein warmes Essen zuzubereiten.

Allein - sie tun es nicht. Deshalb müssen Frauen nach wie vor Teilzeit arbeiten, um all diese Dinge (und noch viel mehr) neben dem Job erledigen zu können.

 
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