YoungMum: Mädchenhafte Mütter

09.02.2013 | 18:21 |  von CLAUDIA RICHTER (Die Presse)

Wenn Kinder Kinder bekommen, brauchen sie zweifellos mehr Betreuung als Erwachsene. "YoungMum" kümmert sich um schwangere Teenager. Freilich verläuft nicht immer alles reibungslos.

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Mit 19 war sie damals die älteste Schwangere in der Gruppe. Die Schauspielerin und Tänzerin Eva-Maria Scholz, heute 28, erinnert sich: „Ich studierte Schauspiel an einer Privatuni in Wien und wurde ungewollt schwanger. Das war schon auch ein bisschen ein Schock und ich war sehr froh, eine so tolle Anlaufstelle gefunden zu haben, mit toller professioneller Betreuung und mit viel Geborgenheit.“

„Gefunden“ hatte die Studentin YoungMum, eine Einrichtung am Wiener Krankenhaus Göttlicher Heiland, die sich um Schwangere im Teenageralter kümmert. „Meine Mutter hat in diesem Krankenhaus gearbeitet, sie hat mich auf YoungMum aufmerksam gemacht. Meine Mutter war mir eine große Stütze, die viele der jungen Schwangeren nicht hatten und haben, aber trotzdem war ich unendlich froh, Hilfe auch außerhalb der Familie zu finden, das war schon eine riesige Erleichterung, eine Riesenhilfe“, erzählt Scholz.

„15-, 16-jährige Mütter sind oft sehr verloren, befinden sich in einer äußerst schwierigen Lebenssituation. Immer wieder stoßen sie auf Unverständnis in der Gesellschaft, auch in der Familie. Und noch immer werden diese Mädchen vielfach am sozialen und moralischen Rand unserer Gesellschaft angesiedelt, viele wissen da nicht mehr ein noch aus, da setzen wir an“, sagt Uschi Reim-Hofer, seit 35Jahren diplomierte Hebamme. Sie hat YoungMum vor zehn Jahren gegründet und leitet die Institution seither. „Bis heute haben wir etwa 1300 junge Mütter zwischen 14 und 20 Jahren betreut.“

„Die Betreuung ist einfach super“, fügt Scholz ein. „Egal, was es war und welches Problem ich hatte, ich konnte mit allem, wirklich mit allem zum Betreuungsteam kommen. Ob es nun ein seelischer Einbruch war, ob es eine medizinische Frage war oder darum ging, was man in der Schwangerschaft zu beachten hat, ob es um Ermäßigungen, Beihilfen oder um das weitere Studium ging, es gab nichts, absolut nichts, bei dem YoungMum mir nicht geholfen hätte, nicht mit Rat und Tat zur Seite gestanden wäre. Auch die Aussprache mit etwa Gleichaltrigen tat äußerst gut. All das zusammen hat mich jedenfalls seelisch extrem gestärkt, hat mir Sicherheit und Lebensfreude geschenkt.“

Freilich verläuft nicht immer alles reibungslos. Häufig fließen auch Tränen. Tränen der Verzweiflung, aber auch der Erleichterung. Schwangere Mädchen, so Hebamme Reim-Hofer, täten sich meist schwer, sich jemandem anzuvertrauen. „Viele haben zu Hause keinen Ansprechpartner, haben Angst vor Sanktionen, Angst vor dem Leben mit einem Kind, quälen sich mit der Frage, ob sie das Baby überhaupt behalten sollen. Sie sind häufig ganz allein bei dieser Entscheidung. Und das ist sicher ein ganz gewaltiges Problem, denn sie sind ja selbst noch Kinder.“

An die 3000 Teenager-Schwangerschaften gibt es jährlich in Österreich, etwa 800 davon in Wien. Gut zwei Drittel der jungen und blutjungen werdenden Mütter sind es unfreiwillig. Viele Jugendliche glauben noch an Ammenmärchen, weiß Reim-Hofer, „sie glauben zum Beispiel, dass beim ersten Mal gar nichts passieren kann.“ Erfahrungsmangel ist ein weiterer häufiger Grund für eine ungewollte Schwangerschaft. Die Zahl der Abtreibungen ist sicher größer als jene der Geburten. „Schade“, meint Reim-Hofer, „Mutterinstinkt ist nicht altersabhängig und mindestens 80 Prozent aller kindlichen Mütter bauen eine sehr gute Mutter-Kind-Beziehung auf, bei dichtester Betreuung.“

Schutz und Geborgenheit. Dichteste Betreuung bedeutet Lebensbegleitung auf Zeit. „Wir kümmern uns nicht nur um medizinische Angelegenheiten der jungen Schwangeren, sondern in erster Linie um deren psychische und soziale Probleme sowie um Alltagsangelegenheiten“, sagt Albert Mayer, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Göttlicher Heiland. „Wir bieten den Mädchen quasi auch seelischen Schutz, Geborgenheit.“

Wir, das sind in diesem Fall Hebammen, Gynäkologen, Sozialpädagogen, Psychologen. Die Mädchen, die im Schnitt zwei Jahre lang kostenlos begleitet werden – vor, während und ein Jahr nach der Geburt – können in Gesprächsstunden ihre Sorgen loswerden und 1001 Frage stellen, werden in Schwangerenkursen auf die Rolle als Mutter und einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Säugling vorbereitet, erhalten bei Bedarf und auf Wunsch Psychotherapie, werden, so sie wollen, in die Schule, zum Arbeitgeber oder aufs Jugendamt begleitet. „Wir gehen natürlich auch mit den Mädchen nach Hause zu ihren Eltern“, erwähnt Reim-Hofer. Denn die Schwangerschaft eines Teenagers löse in seinem Elternhaus sehr oft Konflikte aus.

Ist das Baby einmal da, steht den jungen Müttern die Mutter-Kind-Gruppe für Teenager offen. „Da können sie so lange kommen, bis sie in der Lage sind, eigenverantwortlich für ihre Babys zu sorgen“, betont die YoungMum-Leiterin und fügt voller Stolz hinzu: „Seit einem Jahr bieten wir auch Baby-Sprechstunden für die jungen Mütter, aber auch für die Väter an.“ Dabei geht es um pflegerische Unterstützung – etwa wie man beim Baby Fieber misst oder die Nägel schneidet – genauso wie um Ratschläge in der Erziehung. Danebengibt es Koch-Workshops, und „wir kümmern uns auch um die berufliche Seite der Teenager-Mütter, gehen mit ihnen zum AMS oder leiten Schritte für einen Schulabschluss ein.“

Star mit einem halben Jahr. Eine derartige, für Betroffene kostenlose Rund-umbetreuung kostet freilich viel Geld, an die 220.000Euro sind es im Jahr. Aufgebracht wird diese doch recht beträchtliche Summe durch das Krankenhaus Göttlicher Heiland sowie durch Spenden und Initiativen. Eine dieser Initiativen ist die seit acht Jahren stattfindende Benefizveranstaltung Musical Mamis, deren Reinerlös zu 100Prozent YoungMum zugute kommt. Da treten Stars wie Marika Lichter, Adriana Zartl, Caroline Vasicek-Pfeiffer oder Eva-Maria Scholz auf.

Scholz wird auch heuer wieder bei der Veranstaltung am 25.Februar im Metropol mit dabei sein – wieder mit ihrer inzwischen achtjährigen Tochter Laura. Laura war ein halbes Jahr alt, als sie mit ihrer Mutter im November 2005 erstmals bei den Musical Mamis auftrat. „Das war ein ganz toller Moment“, schwärmt Eva-Maria Scholz. Seither haben sie und Laura keinen einzigen Musical-Mamis-Auftritt versäumt. Die Achtjährige will übrigens auch unbedingt Tänzerin und Schauspielerin werden, sie ist ja quasi auf der Bühne aufgewachsen.

Eva-Maria Scholz will auf jeden Fall ein zweites Kind. „Da habe ich zum Glück keinen Stress, denn ich bin ja noch jung genug.“ Außerdem möchte die Schauspielerin sehr gerne auch Kurse im Rahmen von YoungMum anbieten. „Ich habe schon einige Ideen, wie ich mich da engagieren kann.“

Lesen & Lauschen

YoungMum: eine Institution, die sich um schwangere Teenager kümmert.

„Teenager werden Eltern“: ein Buch zum Thema (Uschi Reim-Hofer, Albert Mayer, Books on Demand, 180 Seiten, 24,90 €).

Musical Mamis: Benefizveranstaltung mit Gesang und Tanz im Wiener Metropol, heuer am 25.Februar, Ticket-Hotline 01/40777407).

www.babydoll.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2013)

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27 Kommentare
 
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Wenn Kinder Kinder bekommen, brauchen sie zweifellos mehr Betreuung als Erwachsene

Dieses Thema erübrigt sich in den isl Ländern
mit 7 ist alles legal obst willst oder nicht!!

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Nicht vergessen...Pille fressen

Wer mit 15 schon so reif ist um Sex zu haben der sollte auch zumindest geistig auch soweit sein um an Verhütung zu denken. Methoden gibt es heute schon genügend und Kondome gibt es inzwischen an jeder Tankstelle und kosten ein paar Euro.

Aber anscheinend sind echt viele nur Schwanz gesteuert und denken mit ihren kleinen Ding da unten. Hauptsache Spass haben aber was dann kommt interessiert wieder mal keinen.

auch traurig dass sich die jungen Mädls so einfach hergeben und nicht selbst an Verhütung denken...

Hauptsache Spaß... und wenn es heißt Verantwortung zu übernehmen ziehen die meisten (Typen) den Schwanz ein und lassen das Mädl sitzen.

DANKE

Ein sehr wertvoller Beitrag!

Dumme Kidz!

Das Weinen kommt doch nur davon weil das Halligalli aufhört bevor es so richtig begonnen hat.

Die Erwachsenen machen es ja vor.

Tja, liebe Kidz - das Leben besteht eben nicht nur aus Spass und Coolness.

Abtreibung?

was soll das sein, ein gratis " gegen Abtreibung " Artikel? Fleisch essen, krieg führen,... aber föten abtreiben, das geht ja garnicht... naja..

einfach nur widerwärtig

Ihr Kommentar. Sie tun mir leid, auch, weil Sie, Ihrem Stil nach, aus Deutschland kommen.

Re: einfach nur widerwärtig

wieso? als Österreicher habe ich strammer Katholik zu sein, oder wie?

Das unfähige Weib 2.0

Da will sie gleich behandelt werden das Weib und scheitert daran ein Kind großzuziehen, was sogar die Neandertaler noch locker geschafft haben.

Verblödung der Medien wirkt - garantiert.

Re: Das unfähige Weib 2.0

ich hoffe sie haben keine Frau an ihrer Seite (Oma, Mutter, Frau, Tochter, Enkeltochter, .......), denn die können einem leid tun mit ihren frauenfeindlichen Aussagen, egal welche Rubrik aber das WEIB ist zu nichts zu gebrauchen.
armer Mensch

Re: Re: Das unfähige Weib 2.0

der Begriff Weib hat sich dank feministinnen zum negativen gewandelt, an und für sich war es jahrhundertelang ein normales Wort.

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Re: Das unfähige Weib 2.0

Mit solchen geistreichen Kommentaren helfen Sie jedenfalls kräftig nach!

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Dank an alle, die helfen!

Als Jugendlicher Mutter zu sein ist sicher eine große Aufgabe. Gerade deswegen möchte ich diesen jungen Frauen gratulieren, dass sie sich für das Leben und nicht für die Abtreibung entschieden haben. Immer wenn ich ein Baby sehe, muss ich an die vielen lieben Kleinen denken, die nicht die selbe Chance hatten, geboren zu werden. Ich danke allen, die den Müttern helfen, dass sie ihre Babys zur Welt bringen und gut betreuen können.

Re: Dank an alle, die helfen!

weil es eh so wenige auf der Welt gibt;) das ist, als ob ich jedem Autoverkehrs danken würde, für seine Aufopferung noch mehr davon in die Welt zu setzen ;)

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Re: Dank an alle, die helfen!

'Immer wenn ich ein Baby sehe, muss ich an die vielen lieben Kleinen denken, die nicht die selbe Chance hatten, geboren zu werden.'
Tatsächlich? Also ich denk ma, na das is aber herzig, ...schreit nervig, is das aber eine liebe mama, ob ich beim einsteigen helfen soll?, etc.
Werden Sie da nicht depressiv?

Re: Dank an alle, die helfen!

einerseits ist es lieb, dass Sie sich bedanken, andererseits halte ich es für falsch, wenn Sie mitschwingen lassen, dass Abtreibungen prinzipiell der falsche Weg ist.

Ich denke nicht, dass Sie das überhaupt berurteilen können. Sie sind auch nicht die- oder derjenige, die/der mit den massiven Konsequenzen umgehen muss.
Auch wenn ich selbst nicht abtreiben würde, käme ich dennoch nicht auf die Idee, einer anderen Frau vorzuschreiben, was in diesem Fall "richtig" ist. Das weiß keine Regierung, kein Papst und auch Sie nicht.

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Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Natürlich ist jede Abtreibung falsch. Es gibt genügend Adoptionswillige.

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Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

So ein Quatsch. Ihrer Meinung nach muss also eine Frau die Anstrengungen einer Schwangerschaft sowie die Qualen einer Geburt ertragen, bloß um einen Zellhaufen zu schützen? Und was ist z.B mit Abtreibungen nach einer Vergewaltigung? Auch falsch?

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Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Jeder Mensch ist ein Zellhaufen. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben! Jeder Mensch ist wertvoll!

Re: Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

es gibt einen Unterschied zwischen einem Zellhaufen und differenzierten, zusammenarbeitenden Zellen. Zwar finde ich nicht, dass man mit mehr als 8 Wochen noch von einem Zellhaufen sprechen kann, aber generell gilt es hier schon zu unterscheiden.

Darüber hinaus:
Jeder Mensch ist wertvoll. Ein 8 Wochen alter Embryo ist noch kein Mensch. Die Frau, die gezwungen wird, diesen Embryo unter widrigen Bedinungen auszutragen, ist aber durchaus ein wertvoller Mensch. Wenn am Ende der Schwangerschaft die Frau an psychischen Problem zu Grunde geht, oder während der Geburt stirbt (oder zig andere für die Frau sehr negativen Ereignisse eintreten), dann pfeift man hier gewaltig auf einen wertvollen Menschen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Sehr geehrte Frau Hesperiidae! Warum sind Sie so negativ gegenüber dem Leben eingestellt und setzten sich so vehement für Abtreibung ein? Natürlich birgt eine Schwangerschaft Risiken, aber das gibt es bei so vielen Dingen im Leben. Viele Menschen sterben jedes Jahr durch Autounfälle und trotzdem steigen wir alle wieder ein. Darüber hinaus wird niemand von sich aus schwanger. Man muss vorher denken und wissen, dass Sexualität mit Zeugung zu tun hat. Heute wird uns suggeriert, dass man nicht normal ist, wenn man es mit 14 noch nicht getan hat. Wenn dann der Mensch gezeugt ist, dann wird man sich erst bewusst, wie die Natur funktioniert und will den kleinen Menschen töten. Und auch hier muss ich Ihnen widersprechen: Ein Embryo von 8 Wochen ist ein Mensch! Es beginnt schon das kleine Herz zu schlagen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Niemand wird von sich aus schwanger? Wissen Sie, wenn Sie solche Argumente bringen, weiß ich gar nicht, ob ich mit Ihnen da noch weiter diskutieren möchte.
Darüber hinaus verdrehen Sie mir die Worte im Mund. Das finde ich sehr unfair von Ihnen. Ich habe mit keinem Wort gesagt, ich stünde dem Leben negativ gegenüber und wäre vehement für Abtreibung. Wofür ich vehement bin ist, dass man es den Frauen selbst überlässt, weil weder Sie, noch sonst jemand auf dieser Welt, das durchmachen müssen, was diese Frauen dann durchmachen müssen, wenn sie sich für das Kind entscheiden. Sie werden wohl nicht versuchen zu erklären, dass sich für die Frauen/Kinder nichts ändert. Sie werden mir wohl nicht erklären, dass das Austragen eines Kindes, das durch eine Vergewaltigung entstanden ist, ein Spaziergang für die wertvolle Mutter ist. Es ist für die Mädchen kein Spaß, wenn sie von der Gesellschaft und der Familie verstoßen werden, weil sie unbeabsichtigt schwanger wurden. Kondome reißen (Produktfehler!), Pillen greifen nicht (umbemerkte Verdauungsprobleme!). Das passiert.

Sie können nicht schwarz-weiß malen bei diesem Thema. Vergessen Sie den Mensch nicht, der diesen anderen Menschen entwickelt - die Mutter. Vergessen Sie nicht, welcher Schaden ensteht, wenn Sie Frauen gegen ihren Willen(!) zur Austragung zwingen. Ihnen steht nicht zu andere Menschen zu irgendetwas zu zwingen.

Abschließend: Ein Herz macht noch keinen Menschen aus. Ein Herz ist ein Muskel

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

S.g. Fr. Hesperiidae!
Es liegt mir fern, Ihnen die Worte im Mund zu verdrehen, aber durch Ihre Argumentation kommt bei mir die Botschaft an, dass Sie für Abtreibung sind.
Wenn Sie meinen Kommentar genau gelesen haben, dann werden Sie erkennen, dass ich nicht Kondome oder die Pille als Mittel der Wahl zur Verhinderung ungeplanter Schwangerschaften gemeint habe, sondern Zurückhaltung! Ohne Geschlechtsverkehr kommt es nicht zu Schwangerschaften. Die heutige Spaßgesellschaft lehrt den Jugendlichen, dass sie "es tun müssen", sonst seien sie nicht normal! Es werden Broschüren herausgegeben, es wird in Filmen gezeigt, usw. Jeder der sagt, er wolle warten, wird belächelt. Schwangerschaften, die in Österreich durch Vergewaltigungen entstehen, sind nur ein Bruchteil der ungeplanten Schwangerschaften und kein Grund Abtreibung generell für richtig zu befinden. Schließlich noch eine Frage: Ab wann ist für Sie ein Mensch ein Mensch? Ab der 12. Schwangerschaftswoche oder erst ab der 30.? Ab der Geburt? Wenn er sprechen kann? Wenn er 18 Jahre alt ist oder wenn er eine Million Euro auf dem Bankkonto hat?
Für mich ist es ein Mensch ab der Zeugung. Jede Frau muss das Recht haben, über ihren Körper selbst bestimmen zu können. Sie bestimmt auch (hoffentlich) ob sie Geschlechtsverkehr hat oder nicht. Sie muss aber auch wissen, dass dabei neues Leben entstehen kann. Dann ist sie nicht mehr alleine sondern verantwortlich dafür! Es ist doch das Schönste, trotz Qualen, ein Baby im Arm zu halten.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Nun, dann lassen Sie mich meine Botschaft ganz klar ausdrücken: Ich befürworte es sehr, wenn sich Frauen trotz widrigster Umstände gegen eine Abtreibung entscheiden. Dennoch ist es mir sehr wichtig, dass diese Entscheidung die Frauen selbst treffen dürfen und sich niemand herausnimmt das für die Frauen zu bestimmen.

Dass in unserer Gesellschaft vieles schief läuft, ist den meisten Menschen bekannt. Ja, Kinder sollten keinen Sex haben. Ja, Kinder sollten sich zurückhalten, Ja, es sollte nicht vermittelt werden, dass man schon so früh, wie möglich, Sex haben muss. Ja, Kindern sollte die Konsequenz bewusst sein.

Die Tatsachen sehen aber leider anders aus. Kinder haben Sex. Kinder kennen sich oft nicht aus und bei Kindern kommt es dann zu Schwangerschaften. Und da können wir nicht so tun, als wäre dem nicht so.

Damit sind Kinder plötzlich mit "Erwachsenenprobleme" konfrontiert und werden von ihrem sozialen Umfeld im Stich gelassen. Das ist kein Ideal, aber leider auch Realität.


Re: Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Man muss sich leider an Menschen gewöhnen, die meinen zu wissen auf Fragen im Graubereich Schwarz-Weiß-Antworten zu haben.

Re: Re: Re: Dank an alle, die helfen!

Viel Spaß Adoptionswillige für behinderte, aber lebensfähige Kinder zu finden.

Viel Spaß wird auch die Mutter haben, die ein Kind aus einer Vergewaltigung austragen muss. Aber Sie wissen das sicher besser!

Re: Re: Dank an alle, die helfen!

aber darum gehts doch gar nicht. niemanden soll irgendwas vorgeschrieben werden. nur leider werden abtreibungen heute gesellschaftlich als verhütungsmethode gesehen und das ist falsch. wir haben heute die möglichkeit der familienplanung. da sollte der abbruch wirklich nicht dazu gehören...

 
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