Familienförderung vor Neugestaltung

Wie soll man Familien richtig fördern? Die ÖVP setzt auf Steuererleichterungen, die SPÖ will gleich viel für alle Eltern. Die Verhandlungen starten am Mittwoch.

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Familienfoerderung Neugestaltung
Familienfoerderung Neugestaltung – (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Die Verhandlungen zwischen ÖVP und SPÖ zur Reform der Familienförderung starten morgen. Beide Parteien wünschen sich eine Vereinfachung des derzeitigen Systems. Doch bei der erhofften Umsetzung gibt es grobe Unterschiede: Die ÖVP setzt auf Steuererleichterungen, die SPÖ will diese streichen.

ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter wirbt im Wahljahr für einen Steuerfreibetrag von 7000 Euro pro Jahr und Kind. Derzeit beträgt er gerade einmal 220 Euro. Die Botschaft ist klar: „Leistungsträger“ sollen entlastet werden.

Der ÖVP schwebt eine Familienbeihilfe vor, bei der es nur mehr drei Stufen für die altersgestaffelten Beträge gibt. Außerdem soll es eine höhere Geschwisterstaffel und einen höheren Zuschlag für behinderte Kinder geben.

 

Gleich viel für alle

Die SPÖ hält davon nichts. Sie will steuerliche Absatz- und Freibeträge überhaupt streichen und stattdessen die Familienbeihilfe für alle erhöhen. Das Modell sieht eine Erhöhung auf 225 Euro bis 240 Euro je nach Alter mit Zuschlägen für Alleinerziehende oder behinderte Kinder vor. Auch die Mehrkindstaffel soll fallen, also für ein zweites oder drittes Kind nicht mehr ausgegeben werden als für das erste.

Die ÖVP hofft auf eine Einigung vor Pfingsten. Ob die Neuerungen dann noch vor der Nationalratswahl im Herbst umgesetzt werden, ist offen.

(Red.)

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