Familienförderung vor Neugestaltung

02.04.2013 | 13:08 |   (DiePresse.com)

Wie soll man Familien richtig fördern? Die ÖVP setzt auf Steuererleichterungen, die SPÖ will gleich viel für alle Eltern. Die Verhandlungen starten am Mittwoch.

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Die Verhandlungen zwischen ÖVP und SPÖ zur Reform der Familienförderung starten morgen. Beide Parteien wünschen sich eine Vereinfachung des derzeitigen Systems. Doch bei der erhofften Umsetzung gibt es grobe Unterschiede: Die ÖVP setzt auf Steuererleichterungen, die SPÖ will diese streichen.

ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter wirbt im Wahljahr für einen Steuerfreibetrag von 7000 Euro pro Jahr und Kind. Derzeit beträgt er gerade einmal 220 Euro. Die Botschaft ist klar: „Leistungsträger“ sollen entlastet werden.

Der ÖVP schwebt eine Familienbeihilfe vor, bei der es nur mehr drei Stufen für die altersgestaffelten Beträge gibt. Außerdem soll es eine höhere Geschwisterstaffel und einen höheren Zuschlag für behinderte Kinder geben.

 

Gleich viel für alle

Die SPÖ hält davon nichts. Sie will steuerliche Absatz- und Freibeträge überhaupt streichen und stattdessen die Familienbeihilfe für alle erhöhen. Das Modell sieht eine Erhöhung auf 225 Euro bis 240 Euro je nach Alter mit Zuschlägen für Alleinerziehende oder behinderte Kinder vor. Auch die Mehrkindstaffel soll fallen, also für ein zweites oder drittes Kind nicht mehr ausgegeben werden als für das erste.

Die ÖVP hofft auf eine Einigung vor Pfingsten. Ob die Neuerungen dann noch vor der Nationalratswahl im Herbst umgesetzt werden, ist offen.

(Red.)

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19 Kommentare

Mit all dem unadministrierbaren Murks haben uns die Großparteien bisher am Gängelband gehalten ...

Daher stelle ich die Frage:
"Warum jetzt vor den Wahlen plötzlich Aktivitäten? Nachdem bisher nur geflickt und lobbysiert wurde, warum tut Ihr nicht jetzt das was Ihr am besten könnt: NIX?"

die GrünInnen sind ja die besten!

Sie sind ja nicht gerade dafür bekannt, dass sie sich um die Papa-Mama-Kind-Familie besonders sorgen ...
Daher ist es verständlich, dass sie vorschlagen, Frei- und Absetzbeträge überhaupt abzuschaffen...


Re: die GrünInnen sind ja die besten!

Wo liest du im Artikel etwas bezüglich der Grünen?

Alleinerziehende Mütter

1) jedes Kind hat einen Vater - und der ist auch bei einer Trennung von der Mutter unterhaltspflichtig
2) wer kennt nicht "alleinerziehende", die Tür an Tür nebeneinander in einer Scheintrennung wohnen?
3) zugegeben - diese sind nicht die Regel: aber dennoch -wer kennt nicht alleinerziehende Mütter, die vom Herrn Primar, dem bestverdienenden Leistungsträger recht ordentlich versorgt sind. Auch sie kommen in den Genuss der Förderung Alleinerziehender ...
4) und dann gibt es noch jene Mütter, die sich schon bei der Geburt bewusst vom Kindesvater lossagen, und voll Stolz alleine für das Kind sorgen wollen...

Derartigen gesetzeskonformen Missbrauch einer an sich guten Idee gilt es zu verhindern.

Hallo

Dr. Naiv spricht. Lernt er Türkisch. Es kommen Wahlen. Seit 70 Jahren regieren uns diese Versager.

Re: Hallo

Dein Beitrag klingt etwas wirr. Kannst du deine Aussage etwas mehr konkretisieren?

Das ÖVP-Modell ist ja nicht genau beziffert...

...aber klingt vernünftig, dann haben nämlich die was davon die auch etwas leisten.

Ein klares Signal gegen Einwanderung ins Sozialsystem...

Re: Das ÖVP-Modell ist ja nicht genau beziffert...

Richtig, aber die Sozialisten wollen jetzt scheinbar die GrünInnen als Wirtschaftsflüchtlingspartei noch links überholen.

Reform = 150 Millionen weniger

Ein Reförmchen das eigentlich nix kostet und 150 Euro an Einsparungen bringt .... komisch wie dann jeder als Wahlgeschenk mehr bekommen soll ....

Zur Erinnerung: Kinderbeihilfe wurde in den letzten Jahren nur reduziert (Bezugsdauer, Mehrkinderzuschlag, Schulbeihilfe ...usw), die letzte Erhöhung ist 10 Jahre her, durch die kalte Progression bekommt auch kaum mehr den Alleinverdiener.

Wenn man will dass Leistungsträger Kinder haben dann muss ein ordentlicher Steuerfreibetrag her, nicht so wie jetzt. Und damit keine Kinder verhungern: Lebensmittelgutscheine die nur in Österreich eingelöst werden können und nicht für Alkohol und Zigaretten verwendet werden können.

Aber leider wird sich da eh nix tun, dh. Kürzungen gehen sicher schneller, denn diejenigen die unsere Schulden zurückzahlen dürfen -

KINDER HABEN KEINE WÄHLERSTIMME


Re: Reform = 150 Millionen weniger

Diese dumme Rede vom "Schulden zurück zahlen" ist nicht umzubringen, obwohl jedes Kind weiß, dass die angehäuften (und es werden immer mehr) Staatsschulden nie und nimmer irgendwer tilgen kann - weder die Kinder noch die Enkelkinder oder sonst wer. Es wird erinfach nachgeplappert ohne sich einen Gedanken zu machen.

Re: Re: Reform = 150 Millionen weniger

und die Zinsen für die Kredite zahlen sich auch von selbst zurück oder?

Aber nachdem ja inzwischen in Österreich mehr für den jährlichen Zinsendienst als für Forschung und Entwicklung oder das gesamte öffentliche Ausbildungswesen ausgegeben wird mach ich mir wirklich keine Gedanken ....

Und die Kredite werden ganz sicher zurückgezahlt, dafür sorgen schon die internationalen Geldgeber.

Einzig eine hohe Inflation entwertet die Schulden etwas - auf Kosten der privaten Sparguthaben, aber das ändert nix an der Rückzahlungsverpflichtung.


Immer die gleiche Fragestellung

Wer soll sich vermehren: Die, die Zeit dafür haben, oder die, die es sich leisten können.

Re: Immer die gleiche Fragestellung

in Österreich liegt es Studien zu folge nicht am Geld. die Menschen haben tlw. gar keinen Kinderwunsch.

Daran müsste, wie auch immer, gearbeitet werden.

Re: Re: Immer die gleiche Fragestellung

Das stimmt.

Allerdings geht aus den Studien nicht schlüssig hervor, warum die Menschen einen geringen Kinderwunsch verspüren.

Vielleicht liegt es bei den Mittel- bis Besserverdienern zum Teil auch daran, dass man mit zwei bis drei Kindern sich *viel* weniger leisten kann und gleichzeitig höhere Bedürfnisse (zB mehr Wohnraum) hat.

das ist mal eine gute Idee

von ÖVP! ich hoffe SPÖ setzt sich nicht durch!

wieder mal typisch !

die övp macht einen sinnvollen vorschlag, die spö schaut nur auf die nächsten wahlen...gemäss dem motto: uns wurscht, zahlen sollens die anderen !

der preis wird allerdings sehr hoch sein....seeeehr hoch ihr österreichfeindlichen sozen !

Modelle

Das SPÖ Modell kann nicht mehr funktionieren, da bereits zuviele kinderreiche Migranten in Österreich ansässig wurden, die aus den Sozialtöpfen besser leben, als in ihren ursprünglichen Ländern.

Das SPÖ Modell würde ganz automatisch nur eine noch größere bildungsferne Schicht produzieren.

Das ÖVP Modell scheint mir hingegen um einiges selektiver und reizvoller.

Die Sozi...

..haben den Wählerkauf geradezu erfunden.

Re: Die Sozi...

und die oevp hat's übernommen drum sind wir aA

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