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ADHD: Ein Kinderleiden, das oft bleibt

20.05.2009 | 15:40 |   (DiePresse.com)

Ein Viertel der im Kindesalter Betroffenen leidet auch noch im Erwachsenenalter am Hyperaktivitäts-Syndrom. In Wien findet ab Donnerstag ein Kongress mit "Patiententag" statt.

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Sie leiden unter schweren Beeinträchtigungen von Aufmerksamkeit und Impulsivkontrolle, sind oft unbeherrscht und überaktiv und gelten häufig als Störenfriede oder Unruhestifter: Betroffene von ADHD werden oft als "Zappelphilipp" bezeichnet. Das Hyperaktivitätssyndrom war lange nur als Erkrankung im Kindes- und Jugendalter bekannt, betrifft aber auch Erwachsene. Ein internationaler Kongress, der am Donnerstag in Wien startet, bietet nicht nur Wissenschaftern Diskussionsfläche, sondern auch einen Informationstag für Betroffene und Angehörige.

"Die Häufigkeit (bei Kindern, Anm.) beträgt ein bis vier Prozent", berichtete Andreas Warnke von der Medizin Universität Würzburg. Ein Viertel der im Kindesalter Betroffenen leidet aber auch noch als Erwachsene schwerwiegend unter den Verhaltensproblemen.

Rund 80 Prozent der ADHD scheint erblich begründet, die Störung zeigt sich bereits im Vorschulalter: Kinder können z. B. in unpassenden Situationen keine Ruhe geben, reden unentwegt und halten sich nicht an Regeln. Eine hohe Impulsivität führt auch im Erwachsenenalter zu großen sozialen Problemen: Bei geringsten Enttäuschungen reagieren Betroffene hoch erregt und emotional, so Max Friedrich von der Medizinischen Universität Wien. "Wenn sie z. B. ein Polizist anspricht, schreien sie ihn gleich an."

Das Risiko eines frühen Suchtmittelgebrauchs bzw. -missbrauchs sei erheblich, ebenso können erhöhte Scheidungs-, Unfallhäufigkeits-, Arbeitslosigkeits- und sogar Straffälligkeitszahlen "Zappelphilippe" kennzeichnen. Studien haben gezeigt, dass die Störung lebenslang sei kann und sich dann häufig andere psychische Erkrankungen verbinden, so z. B. Ängste und Depressionen bei Erwachsenen oder Legasthenie bei den Kindern.

Am kommenden Sonntag gibt es im Zuge des Kongresses einen "Patiententag": Betroffene, Angehörige, Bekannte und z. B. auch Lehrer können sich über die Veranstaltungsergebnisse informieren und erhalten in speziellen Workshops wie "ADHD und Schule" oder "ADHD und Sucht/Rechtsprobleme" Tipps für den Umgang mit Erkrankten.

(APA)

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7 Kommentare
.M.
21.05.2009 13:22
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So eine Schwachsinnsdiagnose !!!

Die Wichtigtuer, die diese Diagnose erfunden haben, um die Kinder amphetaminabhängig zu machen, weil sie sich wehren, in einer rasend gewordenen Welt still zu halten und den verordneten Gutmenschschwachsinn zu fressen, der ihnen dann noch mit Hilfe von Psychologen eingeflößt wird.....

jetzt muss ich aber aufhören, sonst kommt gleich jemand und verpaßt mir eine Spritze mit Beruhigungsmitteln....

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Re: So eine Schwachsinnsdiagnose !!!

Es geht nicht um ruhigstellen weil ein Kind unbequem ist.
Wenn man in Gruppen mit normal-"schlimmen" Kindern sowie mit ADHS Kindern arbeitet, merkt man in 2-3 Wochen den Unterschied.

Nach Beginn der Medikamententherapie sind die ADHS Kinder im Verhalten beinahe gleich wie die nicht erkrankten kids.
Außerdem wird vor der Medikamentengabe bereits ein genauer Test durchgeführt ob es tatsächlich ADHS ist

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Re: So eine Schwachsinnsdiagnose !!!

Es geht nicht um ruhigstellen weil ein Kind unbequem ist.
Wenn man in Gruppen mit normal-"schlimmen" Kindern sowie mit ADHS Kindern arbeitet, merkt man in 2-3 Wochen den Unterschied.

Nach Beginn der Medikamententherapie sind die ADHS Kinder im Verhalten beinahe gleich wie die nicht erkrankten kids.
Außerdem wird vor der Medikamentengabe bereits ein genauer Test durchgeführt ob es tatsächlich ADHS ist

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beide Schreiber vor mir dürften nicht

viel Erfahrung mit ADHS Kindern haben.

1) Die Medikamente sind keine Beruhigungsmittel.
2) die Erziehung ist wichtig, aber ohne Medikamente praktisch unmöglich.


tarrant
21.05.2009 09:50
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Praktische Ausrede

ADHD, die wunderbare Krankheit die es den Eltern möglich macht, Kindern Beruhigungsmittel geben zu können anstatt sie dazu zu erziehen auch mal leise zu sein.

Die Krankheit an sich gibt es bestimmt, aber sie wird extrem missbraucht, um sich nicht den Problemen stellen zu müssen, die Kindererziehung manchmal mit sich bringt. Es ist viel leichter zu sagen "mein Kind hat ADHD" als "mein Kind folgt nicht". In manchen Kindergärten und Schulen ist es schon fast eine Modeerkrankung.

komajo
21.05.2009 08:02
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Wie

verhalten sich solche Menschen, wenn sie alleine sind. Sicher anders als in der Gruppe. Diese "Krankheit" scheint wie vieles andere ein Mangel an Erziehung und Selbsterkenntnis zu sein.

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Re: Wie

Sie müssen ja nicht zu jedem Thema posten; lassen Sie's doch einfach, wenn sie von der Krankheit keine Ahnung haben.

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