Väterkarenz: Zu wenig akzeptiert

Karmasin beklagt einen Mangel an Verständnis von Chefs.

 Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP)
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 Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP)
Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) – (c) Clemens Fabry

Wien. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) beklagt den Mangel an gesellschaftlicher Akzeptanz für Väter, die ihre Kinder betreuen. Laut dem am Freitag präsentierten „Väterbarometer“ geben nur zwölf Prozent an, vermehrtes Engagement von Vätern werde von Führungskräften „voll und ganz“ akzeptiert. Nur 22 Prozent der 1000 Befragten schätzen Österreich insgesamt als „väterfreundlich“ ein.

Karmasin will dies künftig jährlich erheben lassen. Dass die Väterbeteiligung an der Karenz „im Moment leider nur bei 19 Prozent“ liegt, findet Karmasin ungenügend. Sie hofft, dass das ab 1. März geltende Kinderbetreuungsgeldkonto – mit 1000 Euro Partnerbonus und einem vorgesehenen Väteranteil von 20 Prozent der Bezugsdauer – die Situation verbessert.

„Mit diesen gesetzlichen Rahmenbedingungen sind wir sehr gut aufgestellt, um die Väterbeteiligung zu stärken.“ Eine an (werdende) Väter gerichtete Informationskampagne mit „Freecards“ und Broschüren soll ebenfalls dazu beitragen.

Gefordert sieht Karmasin auch Arbeitgeber, die sie aufrief, Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Mitarbeitergesprächen zu institutionalisieren. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2016)

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