"Familienzeit": Mehr als 600 Anträge für neuen Papa-Monat

"Nur wenn sich Väter beteiligen, können wir wirkliche Gleichstellung und Familienfreundlichkeit erreichen", betont Familienministerin Karmasin.

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Seit Inkrafttreten des neuen Kindergeld-Kontos im März haben über 600 Väter einen Antrag für die "Familienzeit" - oder Papa-Monat - gestellt. "Väterbeteiligung ist für uns ein ganz wichtiges Thema", betonte dazu Ministerin Sophie Karmasin (ÖVP) am Samstag. Mittelfristig soll der Väteranteil bei den Beziehern auf 25 Prozent steigen.

"Nur wenn sich Väter beteiligen, können wir wirkliche Gleichstellung und Familienfreundlichkeit erreichen", so Karmasin anlässlich des morgigen Vatertags. Mit dem Kindergeldkonto, das auch die "Familienzeit" und den Partnerschaftsbonus brachte, sollen Männer zur Kinderbetreuung motiviert werden.

"Noch immer Zurückhaltung bei den Männern"

"Da ist noch einiges an Handlungsbedarf und wir sehen noch immer Zurückhaltung bei den Männern. Zwar gibt es in einigen Modellen beim Kindergeld hohe Beteiligungsraten bis 35 Prozent, im Schnitt sind es aber nur 19 Prozent", stellte die Ressortchefin fest. Mit Hilfe der neuen Maßnahmen wie Papa-Monat und Partnerschaftsbonus soll dieser Wert mittelfristig bei 25 Prozent liegen.

Das Kindergeldkonto trat im März in Kraft und die darin enthaltene "Familienzeit" wurde seither von mehr als 600 Personen beantragt. Die Zahl ist allerdings noch nicht ganz aussagekräftig, zumal dies bis zu drei Monate im Nachhinein beantragt werden kann. Im Rahmen der "Familienzeit" können Väter direkt nach der Geburt des Kindes zwischen 28 und 31 Tage durchgehend zuhause bleiben; dafür gibt es 700 Euro.

Grundsätzlich habe sich gezeigt, dass Väter rechtzeitig mit Maßnahmen und Informationen einbezogen werden müssen. Hierzu kündigte Karmasin auch einen Familienkalender an, der im Juli vorgestellt wird.

(APA)

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