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Neue Studie: Berufstätige Mütter schaden Kindern nicht

04.08.2010 | 11:28 |   (DiePresse.com)

Auch wenn eine Mutter bald nach der Geburt wieder arbeiten geht, gefährdet sie die Entwicklung ihres Kindes nicht. Das Kind profitiert sogar davon. Optimal ist ein 30-Stunden-Job.

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Mütter, die bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen, müssen sich nicht mehr schuldig fühlen: Sie schaden ihren Kindern nicht - das ist das Ergebnis einer Studie, die Forscher an der New Yorker Columbia University durchgeführt haben. Sie haben erstmals auch die positiven Seiten der mütterlichen Abwesenheit berücksichtigt.

Berufstätige Mütter sind demnach psychisch gesünder, können bessere Beziehungen innerhalb der Familie aufbauen und kurbeln das Haushaltseinkommen an - alles Faktoren, die die Entwicklung des Kindes unterstützen. Kinder, deren Mütter berufstätig sind, profitieren laut der Studie auch davon, dass sich die Eltern eine bessere externe Kinderbetreuung leisten können.

30-Stunden-Job ist optimal

Geht die Mutter innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt wieder arbeiten, hat das leichte negative Effekte auf das Kind. Längerfristig gesehen, entwickeln sich diese Kinder intellektuell, physisch und emotional genauso wie andere, so die Studie. Optimal ist ein 30-Stunden-Job - dann profitieren Kinder vom höheren Einkommen und dem glücklicheren Familienleben, ohne dass es an mütterlicher Zuneigung fehlt.

Für die Studie wurden 1000 Kinder bis sieben Jahre aus zehn unterschiedlichen US-Bundesstaaten ausgewählt. Untersucht wurden die Beziehungen innerhalb der Familie, das Haushaltseinkommen, den Wortschatz, das Lesevermögen und die Noten der Kinder. Außerdem wurden Eltern und Lehrer nach dem Verhalten der Kinder befragt.

Bisher: Berufstätigkeit schadet Kindern

Bisher legten Studien zu Müttern und Berufstätigkeit meist nahe, dass diese den Kindern schade. Forscher an der britischen Essex-Universität kamen erst kürzlich zu dem Schluss, dass Kinder, deren Mütter innerhalb der ersten drei Lebensjahre wieder in den Beruf einstiegen, langsamere Lerner sind. Im Jahr 2008 besagte eine Unicef-Untersuchung, dass Mütter, die weniger als ein Jahr nach der Geburt wieder arbeiten gehen, die Entwicklung ihrer Kinder gefährden.

(beba)

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77 Kommentare
 
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Gast: Gast
08.02.2011 16:10
0 0

es war einmal

Für die Jüngeren der Leser, ich bin 62.
Als ich klein war im Osten: Meine Mutter hat immer gearbeitet. In der Schule gab es in einem anderen Gebäude bis zum Alter von 10 oder 12 Nachmittagsbetreuung. Für ältere gab es die Möglichkeiten an einigen Tagen in verschiedenen Sportarten am Nachmittag zu üben. Im Winter haben wir Kinder zu Hause selber, den vorbereiteten Offen angeheizt, weil die Eltern meist spät kamen. Es gab kein Fernsehen geschweige PC und Internet so wurde viel im Freien gespielt, im Wald aber auch auf der Straße weil es sehr wenig Autos gab. In der Nachbarschaft gab es immer nahezu gleichaltrige Kinder, nicht wie heute erst drei Straßen weiter. Die Großen haben den Kleinen gezeigt wie was gemacht werden muss. Für Babys von einigen Monaten gab es eine Ganztagesbetreuung. Das Einkommen der Mutter war notwendig weil dann sich die Familie mehr leisten konnte, größere Wohnung, für jedes Kind ein Zimmer, etwas Musikausbildung, das gilt sicher auch heute noch. Auch in Frankreich ist die Ganztagesbetreuung von Babys sehr verbreitet.
Wir Alle haben davon kein psychisches Leiden bekommen.
Alle wissen dass es auch auf die Fähigkeiten und den Willen der Eltern ankommt Kinder zu erziehen. Die alte Diskussion um die Bildung der Eltern. Vielen Eltern ist das große Auto wichtiger; aber nicht wegen der Kinder.


Gast: pastete
06.08.2010 10:24
1 1

...

gibt's auch eine studie darüber, dass es kinder ohne schaden überstehen, wenn väter gleich nach der geburt wieder arbeiten gehen?

"die entwicklung gefährden", weil die mutter nicht rund um die uhr anwesend ist...die ausgangssituation, die hinter solchen formulierungen deutlich wird, ist vorsintflutlich und keinesfalls zeitgemäß für 2010! ein kind hat von anfang an zwei eltern!! und es wird sein leben lang mutter UND vater brauchen. ist das so schwer zu kapieren?

Gast: Exilant
06.08.2010 00:00
1 1

Mutterschaft? Elternschaft!

Solange wir ausschliesslich von "Mutterschaft" reden und uns nicht auf "Elternschaft" umstellen werden Muetter staendig die Last und die Schuldgefuehle zu schleppen haben, die aus Erwartungshaltungen entstehen, die ihnen die Gesellschaft an den Kopf wirft (von rechts und von links).

Kindererziehung ist schoener, einfacher und meiner Meinung nach "erfolgreicher" wenn sie partnerschaftlich gestaltet wird. Da ist Platz fuer Berufstaetigkeit beider Elternteile, Platz fuer (gute) Kinderbetreuung (Idealerweise direkt beim Arbeitgeber), Platz fuer Teilzeit- und flexible Vollzeitmodelle und selbstverstaendlich Platz fuer Karenzzeit beider Elternteile.

Ausgeglichene Frauen - und Maenner - sind bessere Eltern. Wenn sie diesen Ausgleich zuhause finden - wunderbar! Wenn sie diesen Ausgleich in freiwilliger oder Erwerbsarbeit finden - um Himmels willen... wunderbar!

Ich bin Vater von dreien, meine Frau und ich arbeiten flexible Vollzeit und haben beide bei allen Kindern Elternzeit genommen. Kinderbetreuung laeuft jetzt ueber eine grossartige Tagesmutter 15h die Woche. Ich muss aber sagen, dass mich die Mehrheit der Kommentare hier ins Gruebeln bringt, ob wir mit unserem Lebensmodell je wieder nach Oesterreich zurueck kommen wollen...

lodur
05.08.2010 21:38
1 1

Studien

Auffällig viele Studien mit zweifelhaften Ergebnissen in der letzten Zeit, oder irre ich mich?

Gast: branko bulatovic
05.08.2010 14:20
1 1

the mind justifies what the heart desires

"the mind justifies what the heart desires" - mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen, ausser: ein selten unreflektierter Artikel

Das_Wahre
05.08.2010 11:19
1 1

Jetzt haben sie endgültig den Verstand verloren!!

Immer wenn man glaubt es geht nicht mehr schlimmer kommt so eine Studie daher. Irre was sich da alles Intellektuell nennt.

Gast: Gast
05.08.2010 10:39
2 1

wer`s glaubt wird selig

wieder so eine Studie...

Gast: daswars
05.08.2010 08:35
1 1

Studien

Dass Studien meist entsprechend der Wuensche der Besteller ausfallen ist ja hinreichend bekannt.
Man stelle sich nur die Konsequenzen vor, wenn auch nur 50% der Frauen nach der Geburt eines Kindes zuhause blieben. Natuerlich wird auch gleich dazugesagt, wieviele Stunden Arbeit dem Kind nicht schaden: soviele, wie der Wirtschaft zutraeglich sind. Heutzutage kann aber doch auch der Vater in Karenz gehen, wenn die Mutter sobald wie moeglich nach der Geburt wieder arbeiten gehen will. Das schadet doch dem Kind nicht? Hoechstens seiner Karriere.
Wieviele Studien wurden eigentlich erstellt, wie sehr ein workaholic Vater dem Kind schadet. Oder ist das nicht wichtig?
Ist schon unglaublich, wie sehr eine gesunde Entwicklung der Kinder offiziell noch immer fast ausschliesslich vom "richtigen" Verhalten der Frauen abhaengig gemacht wird. Die Pflichten liegen also in den Augen der Oeffentlichkeit bei ihr - die Rechte?

Antworten Ophicus
05.08.2010 09:02
1 1

Re: Studien

Besonders skurril ist es ja, wenn die Ergebnisse der Studie hier so als Fakt präsentiert werden, wenn gleichzeitig festgestellt wird dass die meisten anderen Studien zu dem Thema ein andere Ergebnis gebracht haben.

Es sind halt immer alle Studien unglaubwürdig, außer die eigenen.
Wenn aber statistisch die meisten Statistiken zu einem Ergebnis kommen und nur Außreißer zu einem anderen, spricht das eigentlich eine recht deutliche Sprache. Zumindest, wenn man an die Beweiskraft von Statistiken glaubt.

Antworten Antworten Gast: Galileo
06.08.2010 00:09
0 1

Re: Re: Studien

Genau - es ist auch besonders skurril, dass Studien geglaubt wird, die Erde sei NICHT das Zentrum des Universums (man stelle sich das vor!), obwohl es doch jede Menge etablierte Studien aus dem 16.Jh und davor gibt, die eindeutig das Gegenteil beweisen.


Gast: Leserin
05.08.2010 07:54
1 2

Glaub nur einer Statistik die du selbst gefälscht hast!

und zweitens: Im Satz über die untersuchten Punkte wie zb Wortschatz und Lernfreudigkeit gleich mal einen Grammatikfehler einbauen spricht Bände!

Gast: Exilant
05.08.2010 07:40
2 1

Nudelsuppe

Die Columbia University ist ja bekanntlich eine grosse Schuessel Nudelsuppe auf der dann Leute wie Jeanne Brooks-Gunne (die ihre Ausbildung ja auch nur an der Harvard University und UPenn absolviert hat) daherschwimmen und irgendwelche selbst gefaelschte Studien verfassen, die garantiert vom oesterreichisch-ostdeutsch-nordkoreanischen-obersozi-geheimbund in Auftrag gegeben wurden.

Details wie, dass das die umfangreichste Studie zum Themenkomplex Kindesentwicklung und elterliche Berufstaetigkeit ist oder sie von den selben Forschern stammt, die 2002 eine Studie veroeffentlicht haben, die Berufstaetigkeit von Muettern im ersten Lebensjahr durchaus kritisch beleuchtet (und die von einem Grossteil der hier Kommentierenden sicher laut gepriesen wuerde), sind da vollkommen ignorierbar.

Da der oesterreichische Hausverstand ja ein so ausgepraegter und scharfer ist, braucht man sich da weder weiter informieren noch koennte man diesen mit solchen Nebensaechlichkeiten erschuettern. Ausserdem wird er ja von fachlichen Kapazundern wie Professor Gordon Neufeld bestaerkt.

Sehr treffend wurde weiter unten kommentiert, dass diese Quantitaet-statt-Qualitaet Einstellung zur mit Kindern verbrachten Zeit ein Garant ist, internationale (und damit mein ich von ueberall ausser Oe) Spitzenkraefte fern zu halten.

Kinder brauchen in erster Linie Eltern die einander und sie selbst lieben. Berufstaetigkeit oder Zuhausebleiben - das muss man sich so ausschnapsen wie das fuer ALLE Beteiligten klappt

Antworten Gast: Gast7
05.08.2010 09:10
0 1

Re: Nudelsuppe

Hörn's mir auf mit dem "Niveau amerikanischer Universitäten", die ein solches nur deshalb aufweisen, weil sie selbst das Kriterium sind.

Gast: Was gut ist:
05.08.2010 07:36
2 1

Das Optimum haben wir schon einmal gehabt!

Anno dazumal, bis vor wenigen Jahren, war es am Land so: Die Kinder sind auf der Landwirtschafts der Eltern groß geworden.

Sie haben von klein auf gelernt, daß es ohne Arbeit nicht geht. Darüber hinaus haben sie das Glück gehabt, in einer Großfamilie aufzuwachsen, wo von jeder Altersgruppe jemand da war. Ganztätigge Betreuung war trotzdem möglich, denn die Großeltern waren ja am Hof.

Natürlich war das Leben kein Honiglecken, aber aus den Kindern sind später Erwachsene geworden, die genau gewusst haben, wie das Leben läuft!

Man möge mich lynchen, weil ich das so schreibe. Aber meiner Meinung nach war die Kindheit auf dem Bauernhof die beste Schule fürs Leben...

Antworten Gast: Valerie99
05.08.2010 08:59
1 1

Re: Das Optimum haben wir schon einmal gehabt!

Die Kindheit auf dem Bauerhof war die beste Schule fürs Leben auf dem Bauerhof. Aber heute sind nur wenige in dieser glücklichen Lage. Das Leben stellt heute viele Anforderungen, die man am Bauernhof nicht lernen kann. Aber wenn die Kinder in einer Sammelstelle abgegeben werden, lernen sie es bestimmt noch viel weniger.
Ideal wäre es, wenn die Eltern selbst sich darum kümmern würden und Mittel und Wege finden, um ihren Kindern das mitzugeben, was heute notwendig ist, um zu bestehen.

Gast: H. Vilar
05.08.2010 00:36
2 2

Bravo, so macht man eine Studie:

Immer schön zuerst das gewünschte Ergebnis festschreiben, dann viele Zahlen rundum schaffen und das Ergebnis damit ausschmücken bzw. "untermauern", schließlich geben wir es an die Presse. Wenn das Wunschergebnis P.C. ist, dann wird es gedruckt und jeder glaubt den Quargel, weil es schließlich in der Zeitung steht. In der ganzen Reihe der akteure hat zwar kein einziger nachgedacht, aber diesen kleinen Schönheitsfehler wollen mir einmal übersehen.

retiree
04.08.2010 23:25
1 2

zumindest berufstätige Frauen profitieren

Nachdem Kleinkinder noch nicht um ihr Wohlbefinden gefragt werden können, sind es die berufstätigen, (sogenannten) Mütter, denen die Trennung von ihren Kindern einen "einseitigen Vorteil" bietet und diese deshalb auch positiv zum Jobben Stellung nehmen:
- so haben sie von den Kindern endlich Ruhe
- sie bekommen scheinbar "höherwertigere" Aufgaben
- die Kommunikation im Beruf (Tratsch) ist förderlich
- reales und fast immer sehr niedriges Einkommen des Vaters wird kompensiert
(= Hauptgrund und niederschmetterndes Spiegelbild unserer wirtschaftsliberalen Zeit!)

Antworten Gast: Hopp schwitz
04.08.2010 23:35
0 0

Re: zumindest berufstätige Frauen profitieren

fürs Baby sollte die Mutter nicht beruftstätig sein
Kleinkinder bis 3-5 Jahre sollten wenn es geht ebenfalls eine Mama nur zu Hause haben, danch wäre ein 20 Std. Job für die meisten Familien ideal ....denk ich mal

danch 30 Mann 30 Frau ist auch toll

Cosinus62
04.08.2010 22:22
6 1

Am besten ist es,

wenn die Kinder ihre Mutter gar nicht kennen.
(superkluge Untersuchung aus dem Jahre 2011)

Gast: Martin111
04.08.2010 21:35
1 1

Glück

beruflichg arbeitende Mütter sind definitiv glücklicher. optimal ist für beide elternteile 4 tage zu 8 stunden! Es ist nicht sinnvoll, dass der Mann länger beruflich arbeitet als die Frau.

Antworten Gast: Falke
04.08.2010 23:24
1 0

Re: Glück

da kann ich nur zustimmen

Gast: Willitelli
04.08.2010 21:01
4 1

Wir sind ja so modern.

Ob dann als nächstes die Forderung kommt, dass die Schwangerschaft outgesourced wird, vielleicht gleich auch die Zeugung?

Gast: netter gast
04.08.2010 19:30
4 1

Idealbild


werfende Wirtschaftskriegerinnen sind
das Idealbild von Frau .
Was könnte daran schlecht sein ?

pit
04.08.2010 18:59
3 1

vollkommen richtig!

kinder die auch mitbekommen, das leistung notwendig ist und sich lohnt, haben von grund auf eine andere lebenseinstellung. die frage des wann ist natürlich der springende punkt. vor dem dritten lebensjahr oder noch später nimmt sich mutter und vater viel an freude mit dem kind, die im leben unwiderbringlich ist.
mein ideal ist eine ganztagsbetreuung ab dem kindergarten und dann schulalter. professionell und sportlich ausgewogen, so wie in den skand. ländern, nur das ist ein alter hut das das in ö nicht geht.
siehe bei lehrerprivliegien, die ein leistungsdenken verhindern ;-))

Gast: mens sana
04.08.2010 18:57
4 2

diese Studie ist bestimmt sehr glaubwürdig,...

.... weil sie allen bisherigen Studien widerspricht und ihre Ergebnisse ausserdem mit den wirtschafts- und sozialpolitischen Zielsetzungen der meisten Regierungen übereinstimmt.

Sehr gut, wir haben also alles richtig gemacht und müssen nichts ändern.

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Amüsant,

dass vor allem Männer bestens Bescheid wissen, was für Kinder und deren Mütter die beste Lösung ist.
Ich behaupte, eine Teilzeitbeschäftigung der Mutter hat im Allgemeinen positive Auswirkungen:
+ höheres Haushaltseinkommen
+ besseres Selbstwertgefühl
+ bessere partnerschaftliche Beziehungen
+ eine Pause von den Kindern, die jeder mal braucht
+ Kinder werden nicht zur Last -> mehr Quality Time möglich
+ Ablenkung oder einfach Beschäftigung an sich, um nicht total zu verblöden
+ erleichtert wesentlich den Wiedervolleinstieg in den Beruf
+ ...

Ich schlage diversen Vätern vor, sich mal 4 Wochen im Urlaub 24/7 um ein Kleinkind zu kümmern, vielleicht bekommen manche dann Wind, dass der Idealzustand nicht für alle Mütter "Hausfrau am Herd" ist.

 
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