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"Junge basteln zu sehr an der perfekten Situation"

20.07.2011 | 15:49 |  Von Bernadette Bayrhammer (DiePresse.com)

Familienforscherin Christiane Rille-Pfeiffer über die verkehrte Logik des Kinderwunschs, das Schlagwort Gebärstreik und die Frage, ob es Mütter in den Augen der Gesellschaft jemals richtig machen können.

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Beim Thema Kinderlosigkeit stehen derzeit die Männer im Rampenlicht. Die Situation bei den Frauen hat sich aber nicht verbessert, oder?

Nein. Aber das Frauenthema kennen wir, das Männerthema kennen wir weniger gut. Es ist so, dass für beide ähnliches zutrifft: Nicht nur die Frauen sind in einem Spannungsfeld, in einem Dreieck zwischen Familie, Erwerbsleben, und ihren eigenen Ansprüchen. Sondern man sieht, dass das genauso für die Männer gilt.

Sie sprechen von einem Dreieck. Was ist das, was am stärksten gegen Kinder spricht? Ist es die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Man muss in einer Partnerschaft sein, in der man sich vorstellen kann, Kinder zu haben, denn sonst kommt der Gedanke gar nicht auf. Der Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ganz zentral. Dazu kommt doch die Aufgabenteilung zwischen den Partnern, die Frauen möchten sich da absichern, um nicht alleine dazustehen. Die Frage der Sicherheit, ob man nach einer Babypause wieder in das Erwerbsleben einsteigen kann, das stellt vor allem in Österreich eher ein Problem dar. Es ist also eine ganze Menge an Faktoren. Was wichtiger ist, ist aber, dass sich die Logik des Kinderwunschs verkehrt hat.

Die Nachwuchslücke
Die DiePresse.com-Sommerserie nimmt sich ein großes Thema vor: Warum bekommen die Österreicher immer weniger Kinder? Und welche Konzepte gibt es, um diese demografische Entwicklung zu entschärfen? Kommende Woche wird analysiert, warum die Migranten die österreichische Geburtenrate retten (oder nicht).

Inwiefern hat sich die Logik des Kinderwunschs verkehrt?

Früher mussten sich Frauen bewusst gegen Kinder entscheiden, weil es damals noch kaum Verhütung gegeben hat. Aufgrund der Dauerverhütungsmöglichkeiten, die wir heute haben, ist das Kinderbekommen zu einem ganz aktiven Schritt geworden. Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Familie und Kinder nach wie vor einen ganz hohen Wert haben. Nur, proaktiv zu sagen, wir entscheiden uns jetzt für das Kind, das ist gar nicht so einfach.

Ein Problem ist also, dass man sich heute bewusst für das Kind entscheiden muss.

Genau so ist es. Ich möchte es nicht als Problem sehen, weil es ja eigentlich eine Errungenschaft ist. Aber es erklärt auch, warum die Entwicklung in die Richtung geht. Wir sehen zum Beispiel bei jungen Leuten, die Eltern werden wollen, dass sie total an der perfekten Situation basteln. Zuerst muss das Finanzielle in Ordnung sein, die Partnerschaft muss stimmen.

Sie warten auf eine perfekte Situation, die es gar nicht geben kann?

Das würde ich sofort mit Ja beantworten. Das Kind hat einen ganz anderen Stellenwert bekommen als früher. Es ist stark im Fokus, es geht immer darum, dass man dem Kind etwas ermöglichen möchte. Damit ist natürlich die Entscheidung zu dem Wunschkind auch eine ganz große und von Tragweite gekennzeichnete. Eine, wo man sagt, da soll jetzt die Situation total passen. Das führt aber zu einer totalen Überforderung, weil die perfekte Situation gibt es nicht.

Ein anderes Thema, das Geld: Kinder sind ziemlich teuer. Schreckt das tatsächlich viele ab? Wie schwer wiegt das wirtschaftliche Argument?

Das rein wirtschaftliche Argument wirkt dann stark, wenn man Kinder hat. Das vorwegzunehmen ist aber eher ein Scheinargument. Eher relevant wird es, wenn es um den Verdienstentgang geht. Aber dass man sagt, mir ist ein Kind zu teuer, das ist kein Grund, warum man sich gegen Kinder entscheidet.

Man muss sich also nicht unbedingt fragen, wie man das Kinderkriegen honorieren kann?

Im Vergleich zu anderen Ländern bieten wir an rein monetären Leistungen viel an. Ich glaube, es geht eher um ein gesellschaftliches Bewusstsein. Darum, dass Kinder einen Platz in der Gesellschaft haben, und man nicht das Gefühl hat, man wird allein gelassen. Viele fühlen sich unsicher oder überfordert und trauen sich dann nicht über die Entscheidung drüber.  Der Aspekt, den ich zentral finde, ist die Sicherheit.

Was kann der Staat tun, konkret, um zu dieser Sicherheit beizutragen?

Ich will nicht immer ausschließlich das Argument der Kinderbetreuung heranziehendas wäre zu eng gegriffen.. Man muss generell die Rahmenbedingungen schaffen: Betreuung, flexible Arbeitsbedigungen, das Verhältnis zum Arbeitgeber ist ganz zentral. Und auch das Thema Männer: Das ist keine Entscheidung, die nur Frauen betrifft. Sonst führt das zur totalen Überforderung. Der Staat muss schauen, dass er die Väter stärker in die Familie hineinbekommt, da passiert dann sehr viel an Entlastung.

Bei Frauen hat man oft den Eindruck, dass auch der Diskurs ein Problem ist. Können Frauen es in den Augen der Gesellschaft jemals richtig machen?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, schwer. Normalerweise sagt man, dass es vor allem die Frauen im deutschsprachigen Raum schwer haben, weil sie stark den Stempel der Rabenmutter aufgedrückt bekommen. Wenn wir aber in die vielzitierten nordischen Länder blicken, ist es so: Dort stehen Frauen zwar nicht als Rabenmütter da, aber sie leiden darunter, dass sie kritisiert werden, wenn sie beim Kind zu Hause bleiben wollen. Man kann also nicht einmal sagen, es gibt Länder, in denen es funktioniert. Weil eigentlich ist es immer verkehrt, wie es gemacht wird.

Wie sehr tragen solche Diskurse dazu bei, dass  sich Frauen gegen Kinderkriegen entscheiden?

Das wirkt unterbewusst. Wie wissen, dass die Entscheidung leichter wird, wenn im Bekanntenkreis, Freundeskreis, der Familie Leute Kinder bekommen und man sieht, dass das funktioniert. Wenn der Diskurs immer nur negativ läuft, trägt das aber schon dazu bei, dass man sich das Thema mehr überlegt.

Gewollte, bewusste Kinderlosigkeit war lang ein Tabu. Haben kinderlose Frauen heute ein neues Selbstbewusstsein?

Die Gruppe derer, die sich ganz bewusst gegen Kinder entscheiden, ist sehr klein. Vielfach ergibt sich diese Kinderlosigkeit aufgrund der Biografie, man schiebt das Kinderthema wegen der Karriere hinaus, dann trennt man sich vielleicht von dem Partner, mit dem man eine Familie gründen wollte. Da sind immer irgendwelche Ereignisse passiert, die einen anderen Weg gewiesen haben. Dieser sogenannte „Gebärstreik“ ist, wenn man allen möglichen Untersuchungen glauben kann, nur ein geringer (c) Wilke

(c) Wilke

Prozentsatz.

Zur Person
Christiane Rille-Pfeiffer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien. Die Soziologin führt Projekte mit den Schwerpunkten Kinderwunsch, Evaluierungen wie z.B. des Kinderbetreuungsgeldes, Familienstudien und zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerb durch.

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91 Kommentare
 
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Gast: potentieller Nichtvater
01.09.2011 10:55
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Ich habe mal gelesen, die „Bindungsfähigkeit“ heute ist allein dadurch definiert, ob und wie man fähig ist Kontakte herzustellen.

„Nichtbindungsfähige“ seien eben solche, die unfähig sind oder es schwer haben, Kontakte zum weibl. Geschlecht herzustellen (etwa durch Probleme wie Sprachstörungen, Gehemmtheit, komplexe, Schüchternheit, usw.).
Die Frauenwelt hat auch irgendwie den nat. Instinkt verloren, wo auch Massen -medien eifrig dazu beitragen, es werden einfach die falschen Vorbilder propagiert.
Während heute Gangsta-Rapper und div. Hallodris DIE Vorbilder in Film und Fernsehen darstellen, und als „Idealbilder“ verkauft werden, waren es früher seriöse, europäische Männer, die guten Erfolg bei Frauen hatten.

Heute wird der „edle Wilde“ propagiert (negative Auswirkungen wie Drogenhandel, Kriminalität, Armut und Angewiesensein auf soziale Transferleistungen der Migranten, prekäres Leben der Südländer -frauen werden aus der Filmwelt total ausgeblendet), sodass ein total unrealistisches Bild der Realität heute jungen Frauen vorschwebt!

Ich selber hatte wie gesagt wenig Erfolg in jungen Jahren, damit ist heute der Weg oder der Wille zum Verantwortung übernehmen enden wollen, sehr klein – sollen doch die „Helden“ die sich in jungen Jahren an/mit Mädchen sexuell betätigten, dies tun.

Es gehört ja zusammen – Kinder, Verantwortung (auch) über Frau und Familie, sexuelle Betätigung.

Gast: nichtpotentieller Vater
01.09.2011 10:53
0 0

Wenn ich heute junge Paare sehe (auch bikulturelle), wo der junge Burschesein“ Mädchen an derHandd hält wie sein Eigentum, eigentlich im Vergleich zu mir wahrscheinlich wenig vorzuweisen hat,

Er hat eigentlich die Gunst einer Frau im Vorhinein, und wenn man den ges. Lebenszyklus betrachtet, einen Vertrauensvorschuss – das Mädchen schenkt ihm ihren Körper, ihre Unschuld, auf die (offene) Rechnung hinauf, dass er später einmal sein Leben – auch – für sie arbeitet, zahlt, ihre Kinder finanziert, usw.

Irgendwie leben wir (im Westen) ja in einer invertierten Welt; früher musste ein Mann etwas darstellen bieten können, bis er um die Hand einer Frau anhalten konnte.
Heute drängen sich jede Menge Dummschwätzer oder Hallodris an die jungen Mädchen ran – wie soll DIE jetzt allein entscheiden was für sie das/der beste ist?

Jedenfalls, schon in mittleren Jahren, vom weibl. Geschlecht eigentlich wenig „bekommen“ (jedenfalls im Vergleich zu den meisten anderen), bin ich jetzt sehr wenig erpicht darauf, den Finanzierer für eine Frau zu geben.
Denn – würdet IHR im Restaurant gleichviel wie die anderen zahlen, wenn ihr nur trockenes Brot bekommen habt, und die anderen rundum – schon im Vorschuss – die besten Speisen essen konnten?
Der Wille, zu zahlen, und „Verantwortung“ zu übernehmen, ist dann sehr klein...

Ich glaube, im Lebenszyklus von Mann/Frau gibt es gew. Gesetzmäßigkeiten, und heute ist es eben so, dass ein Junger, der eine „Freundin“ hat, schon große Privilegien genießt, weil er „auf Luft“, quasi im Vorhinein - für die Verantwortung die seine Freundin wohl erwartet – exklusiven Zugriff auf ihren Körper und ihre Gesellschaft erhält, ohne irgendwas beweisen.

Gast: Gast: Mutter
04.08.2011 12:55
0 0

hässliche Babies

Ich weiß, das ist jetzt nicht SO wichtig, aber trotzdem: Warum zeigt man bei solchen Artikeln immer Fotos von - nun, ja - unansehnlichen Babies, die noch dazu grantig dreinschauen oder überhaupt schreien?
Hätten die doch ein Foto meines hübschen Einjährigen verwendet - der ist fast immer gut drauf und lacht viel.

Gast: GNessmann
25.07.2011 19:28
0 0

Ach die Verblendung

"Ich möchte es (das man sich fuer ein Kind entscheiden muss) nicht als Problem sehen, weil es ja eigentlich eine Errungenschaft ist."

Eine progressive Errungenschaft an der der Sozialstaat zugrunde gehen wird.

Kann mir nun jemand erklaeren welch Errungenschaft dies nun wirklich ist?

Vittorino
25.07.2011 14:38
0 0

Details ok, aber Familienrecht ist Hauptproblem!

1) Bereitschaft potentieller Eltern zu Gunsten der Kinder auf Luxus zu verzichten ist geringer als früher!
2) (nötige) und zunehmend fordernde Berufstätigkeit von Frau und Mann
3) grobe Benachteiligung von Männern im Familienrecht:
Mann mach halbe / halbe in der Kindererziehung, er geht sogar in Karenz; Frau will Trennung; Mann
kann das Kind kaum mehr sehen, muss nun voll arbeiten und zahlen, Frau ist nun plötzlich gerne bei Herd und Kind;

In Ländern mit fairem Familienrecht (natürliche gemeinsame Obsorge bei gesunden Eltern) gibt es eine höhere Genurtenrate: zB Frankreich

petarius
25.07.2011 13:04
0 0

die Gehrer hat es auch damals auf den Punkt getroffen

die jungen Leute machen lieber Party als dass sie Kinder bekommen wollen.

Gast: Gast: Frau
25.07.2011 12:40
1 1

Grund genug

Meine Elterngeneration hat mehr Kinder zur Welt gebracht, die Gründe sind rasch erklärt:
- Jobs waren generell viel sicherer, ein Mann hat niemals Angst haben müssen, plötzlich arbeitslos zu sein
- mehr Jobs im Staatsdienst und damit: absolute Arbeitsplatzsicherheit und stetig steigender Verdienst ohne dass man beim Chef betteln oder mehr Leistung nachweisen muss

Ich bin Ende 30, werde bald Mutter zweier Kinder sein und getraue mich das nur, weil:
- ich UND mein Mann verdienen
- auch mein Mann in Karenz geht (und ich damit nicht aus diesem Grund meinen Job verliere)
- wir sehr sehr sparsam leben (das heißt eben: nur alle paar Jahre einen Urlaub, kein Auto, kleine Wohnung)
- wir Eltern haben, die uns im Ernstfall finanziell unter die Arme greifen können
Ansonsten ist Elternschaft heutzutage ein echtes Abenteuer, außer man hat nix dagegen, im Extremfall an der Armutsgrenze herumzuschrammen.
Und noch etwas: In Großstädten ist Kinderaufzucht dann nochmal so lustig, weil man - dank ungezügeltem Zuzug bildungsferner Schichten - die Kinder in eine Privatschule schicken muss. UND: Besonders in Wien scheinen Hunderln wichtiger zu sein als Kleinkinder - man finde mal einen öffentlichen Park, der nicht vollkommen zuges... ist.
Aber die Politiker diskutieren die Gründe lieber gefühlte 100 Jahre lang um sich dann über einen Bevölkerungsrückgang zu wundern. So de.pp.ert muss man mal sein.

Antworten Gast: Jahrzehntelange Vogel-Strauß-Politik
25.07.2011 22:28
0 0

Re: Grund genug


Danke für Ihren SUPER KOMMENTAR!!!

Konsequenzen generationenlangen Politikerversagens verhinderten jahrzehntelang entsprechende Geburtenrate der in Wirklichkeit gar nicht so reichen, durch viel Arbeiten ausgepowerten Österreicher.

harubert
25.07.2011 10:47
1 0

kein wunder

wenn die gesellschaft nachwuchs braucht, muss sie dafür zahlen. momentan sind die bedingungen einfach zu schlecht für familien. noch viel schlechter für einzelpersonen. als mann ist man nach einer trennung mit mehr als einem kind finanziell ruiniert... ein leben lang ... 2 kinder ... zusammen anfangs 30 % unterhalt ... später 42 %... netto! praktisch nicht absetzbar. wer riskiert das?

bonomax
23.07.2011 15:48
2 0

that's life

Selbstverwirklichung ist der Kinder Feind. Wobei ein Leben ohne Kinder für mich nicht denkbar ist. Mehr Mut und Optimismus täte gut...

Gast: Denker 10
22.07.2011 17:26
2 0

Frauen für die Wirtschaft!

Die Wirtschaft profitiert vor allem von Frauen, die sich einreden lassen, "Karriere" machen zu wollen. Das beginnt beim Konsum von Kleidung (Frauen, die zuhause sind, brauchen weniger modische Sachen zum Anziehen), den vielen Fertigmenüs aus dem Supermarkt (weil keine Zeit zum Kochen ist), den Zweitautos (Mann UND Frau müssen zum Arbeitsplatz), den Nachhilfeinstituten (weil keiner mehr Zeit hat, sich um die Schulangelegenheiten der Kinder zu kümmern), den Urlauben in entfernten Destinationen (weil Urlaub zuhause ist unschick, wenn ich davon im Büro erzähle)!
Wie glücklich jene Familien, die sich diesem Konsumstress nicht unterziehen wollen!

ewo1
22.07.2011 14:36
0 0

Überschrift

Ich hätte gerne einen Kommentar geschrieben, aber wenn er die Gefuehle zum Thema enthalten haette sollen waeren lauter Schimpfwoerter darin vorgekommen und dann ein Katalog unpassender Dinge und dann etwas wissenschaftliches. Somit haette ich die Situation abgebildet. Dann haette ich aber noch keine Loesung, das ist die Politik, die da dahinter steht.

Apostata2
22.07.2011 14:33
5 1

emotionale geiselhaft

jeder mann muss wissen, dass er sich mit der zeugung eines kindes der frau und den unseligen behoerden ausliefert. neben den finanziellen aspekten nimmt er auch noch das risiko, in emotionale geiselhaft genommen zu werden (zB legal sanktionierter kindesentzug). man braucht sich daher als gesellschaft nicht wundern, wenn sich die maenner jetzt und in zukunft diesem wahnsinn verweigern! gez. ein Gezeichneter

Antworten harubert
25.07.2011 10:48
0 0

Re: emotionale geiselhaft

genau!

Gast: Gast137
22.07.2011 12:07
3 1

Anregung an die werte Redaktion, wenn die sich traut ;-)

... schreiben Sie einmal zur Situation betroffener MÄNNER -- nicht immer nur Frauen; die Reaktionen auf diesen sacht angedachten Standpunkt (s. Kommentare unten) dürfte einiges an Frustrations- und Konfliktpotential aufzeigen!

Das gibt Aufmerksamkeit und Auflagenerhöhung. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn (frustrierte) Frauen kaufen sich DiePresse ohnehin nicht (die schwadronieren eher im DerStandard); deshalb ist Ihr Hauptklientell ohnehin männlich ;-)

Re: Anregung an die werte Redaktion, wenn die sich traut ;-)

lieber gast137, wir haben uns bereits getraut: der erste artikel der serie hat sich mit der situation der männer beschäftig, hier zum nachlesen: http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/678226/Warum-Maenner-vor-Kindern-zurueckschrecken

Antworten Antworten ewo1
22.07.2011 14:30
2 0

Re: Re: Anregung an die werte Redaktion, wenn die sich traut ;-)

Ich wollte nur eine in offiziellem Blau gehaltene Nachricht von einer echten Pressemitarbeiterin replyen um mich respektiert und wichtig zu fuehlen.

Gast: potentieller Vater
22.07.2011 06:06
11 0

früher - heute

In den 70ern und 80ern war es gang und gäbe, drei bis vier Kinder zu haben. Finanziell ist es sich ausgegangen, ein Mann als Alleinverdiener hat einen Fünf-Personen-Haushalt locker finanzieren können.

Heute sind finanziell nicht mehr als zwei Kinder drin, da muß die Frau nebenbei noch hackeln. Einige wenige wirklich gutverdienende Leute leisten sich drei Sprößlinge.

Mir scheint, die finanzielle Belastung pro Familie ist in den letzten dreißig Jahren unerträglich gestiegen. Auch wenn der Staat etwas Geld herausrückt, er nimmt es den Familien doppelt und dreifach wieder weg.

Abgesehen davon werden Kinder heutzutage geplant. Moderne Verhütung macht möglich, was früher undenkbar war...

Antworten petarius
25.07.2011 13:16
1 0

Re: früher - heute

man darf nicht vergessen, dass der Lebensstandard massiv gestiegen ist!
dass so ein Lebensstandard mehr Geld kostet ist also klar.
würde man diesen verringen, gingen sich auch wieder 4 Kinder aus ;)

Antworten petarius
25.07.2011 13:11
1 0

Re: früher - heute

man darf nicht vergessen, dass der Lebensstandard massiv gestiegen ist!
dass so ein Lebensstandard mehr Geld kostet ist also klar.
würde man diesen verringen, gingen sich auch wieder 4 Kinder aus ;)

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Re: Re: früher - heute

Kommt drauf an, was Sie unter gestiegenem Lebensstandard verstehen.

Wenn Sie darunter verstehen, dass die Kinder ein eigenes Zimmer haben und nicht bei den Eltern schlafen, dass jedes Zimmer geheizt ist und dass man Bad und Klo in der Wohnung hat und jederzeit genug zu essen, dann stimme ich Ihnen zu.

Aber das ist auch in der heutigen Zeit normal und durchaus angemessen.

Aber fragen Sie mal, wie viele Familien in Luxus schwelgen, und damit meine ich mehrere Autos, mehrere Urlaube pro Jahr, Markenkleidung, jedes Jahr ein neues Handy, 3 Fernseher samt DVD Player.... Da kenne ich sehr wenige Familien, die das haben. Im Grunde nur die, bei denen die Eltern sehr gut verdienen.

1 0

Re: früher - heute

Genauso ist es.
Da kann Frau Rille-Pfeiffer noch so behaupten, dass das Geld kein Grund ist, sich gegen Kinder zu entscheiden.

Wer hat denn schon Lust, zuerst Kinder in die Welt zu setzen, um sie dann erst von jemand anders betreuen lassen zu müssen, weil man arbeiten gehen muss?

Ich glaube jene Frauen, die Karriere machen wollen und deshalb auf Kinder verzichten, sind nicht so häufig wie jene, die einfach keine Lust auf eine Doppelbelastung mit Kindern und Arbeit haben. Arbeiten und Geld verdienen, den Kindern eine gute Mutter sein, Haushalt und dann auch noch Geliebte - das ist halt einfach zu viel! Und die meisten können es sich eben nicht leisten, sich ganz auf die Kinderbetreuung zu konzentrieren.

Antworten Gast: Denker 10
22.07.2011 17:28
1 1

Re: früher - heute

Frauen wollen nebenbei hackeln, weil ihnen eigeredet wird, wie toll es ist, für Firmenbosse zu arbeiten statt für die eigene Familie!

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Re: Re: früher - heute

Naja, wenn sie nur nebenbei arbeiten, ist das ja auch kein Problem, so lange die Kinder alt genug sind. Was sollen sie denn machen, während die Kinder in der Schule sind? Zu Hause Däumchen drehen?

Ein Problem ist viel eher, dass die meisten arbeiten müssen, und zwar Vollzeit und schon bevor die Kinder in die Schule kommen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Denker 10
24.07.2011 10:35
0 0

Re: Re: Re: früher - heute

Es würde mich interessieren, wie eigentlich alleinerziehende Männer mit dem Problem Arbeit und Kinderbetreuung umgehen! Vielleicht haben da einige Erfahrung damit!

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Re: Re: Re: Re: früher - heute

Stimmt, das wäre wirklich interessant!

 
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