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Familien: Marek gegen "Einheitsförderung"

05.02.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Ex-Staatssekretärin Christine Marek (ÖVP) attackiert Arbeiterkammer und Industrie. Eine einheitliche Familienbeihilfe lehnt sie ab.

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Wien/Ett. Die frühere Familienstaatssekretärin und jetzige ÖVP-Nationalratsabgeordnete Christine Marek ist verärgert darüber, dass Arbeiterkammer (AK) und Industriellenvereinigung (IV) mit vereinten Kräften an der bestehenden Familienförderung rütteln: „Einheitsförderung hat wenig Sinn, weil es auch die Einheitsfamilie nicht gibt.“

AK und Industrie haben sich im Jänner für eine einheitliche Familienbeihilfe von 120 Euro pro Kind und Monat, den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und die Möglichkeit, Angebote mittels Gutscheinen zu nützen, stark gemacht. Marek lehnt im „Presse“-Gespräch eine Einheitsbeihilfe ohne Berücksichtigung des Alters des Kindes oder der Zahl der Kinder glatt ab. Für die Ex-Staatssekretärin ist auch eine höhere Familienbeihilfe für Alleinerziehende „massiv zu hinterfragen“. Natürlich sei die Belastung für Alleinerzieherfamilien höher. Allerdings sei eine missbrauchssichere Regelung, wie Erfahrungen zeigten, praktisch nicht machbar. Der Staat würde es sogar noch lukrativer machen, Kinder nicht gemeinsam zu erziehen.

Marek wundert sich, dass das Konzept vor „linker Ideologie strotzt“, das sei vor allem bei der IV überraschend. Grundsätzlich diskussionswürdig seien aber die Ansätze zu mehr Transparenz und Verwaltungsvereinfachung bei der Familienförderung.

Ein Hauptmanko sieht Marek darin, dass AK und IV selbst keinerlei Verantwortung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine bessere Gleichstellung von Frauen und Männern übernehmen wollen. Die Wirtschaft könne dies nicht nur von der öffentlichen Hand fordern. Dabei zählt sie eine Verbesserung in den Kollektivverträgen – durch eine verstärkte, flächendeckende Anrechnung von Elternkarenzzeiten und Vordienstzeiten bei Gehaltsvorrückungen – auf.

Für Marek kommt auch nicht infrage, die 2009 eingeführte steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bis zu 2300 Euro pro Jahr zu hinterfragen. Sie regt das genaue Gegenteil an: Diese Möglichkeit ist derzeit mit dem zehnten Lebensjahr des Kindes begrenzt – „wünschenswert“ wäre eine Verlängerung bis zum 15. Lebensjahr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.02.2012)

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13 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
05.04.2012 14:54
0 0

Das ist wieder so ein typischer Marek Kommentar.

Gegen die Industrie und ohne eigenem Inhalt.

Gast: Christoph
07.02.2012 11:42
1 4

Marek

Was, die gibts noch?

Antworten Gast: Der solide Bolide
08.02.2012 10:59
1 2

Re: Marek

Eine Alleinerzieherin, die den Alleinerzieherinnen was wegnehmen will. Die Frau ist echt gefährlich. Das hat sie ja bereits in der Wr. ÖVP bewiesen. Weg mit ihr!

Antworten herby991
07.02.2012 17:06
0 3

Re: Marek

wurde in den nationarat entsorgt. Kann dort ungehindert arbeiten.

Gast: ottok
06.02.2012 19:19
0 3

Marek - eine Frau mit Profil

Aha, die meldet sich die "erfolgreichste" Politikerin der 2. Republik zurück.

Auf Ihren Kommentar können wir gerne verzichten.

GerWin
06.02.2012 07:16
5 1

Das kann ja wohl nicht sein!

Zuerst wird sie mangels Kompetenz als Staatssekretärin entsorgt, dann mangels noch weniger Kompetenz als Wiener Parteiobfrau und jetzt beginnt sie als Nationalrätin ihre Kompetenzlosigkeit darzustellen. Gibt es in der ÖVP niemanden der sie endgültig abstellen kann?

Antworten heri3
09.02.2012 22:51
0 0

Re: Das kann ja wohl nicht sein!

ich denke die weiß was über die gaunereien des schüssel´s und seiner horde!

Antworten wmaurer
06.02.2012 08:38
0 5

Re: Das kann ja wohl nicht sein! Irrtum!


Ch. Marek machte einen besonders guten Job als Staatssekretärin und musste überredet werden, das Himmelfahrtskommando in Wien zu übernehmen und ihren Posten als erfolgreiche Familienpolitikerin aufzugeben. In Wien fand sie bedauerlicher/ erwartbarerweise nicht die Unterstützung, die sie für diese schwere Aufgabe benötigt hätte. Ch. Marek ist eine Vollblutpolitikerin, die für Österreich und die ÖVP in der Zukunft noch wichtig sein wird.

Antworten Antworten Gast: Constanze
07.02.2012 22:35
1 1

Re: Re: Das kann ja wohl nicht sein! Irrtum!

Ja, sie hat genau wie das Konsortium ÖVP ihren Traumjob erfüllt, nämlich, ihre Dummheit voll für die Öffentlichkeit risikolos zur Verfügung gestellt. Sonst wären wir nicht da, wo wir sind. Verschuldet und pleite.

Antworten Antworten Antworten wmaurer
08.02.2012 07:46
0 1

Re: liebe Constanze


Sie sind ja sehr deftig bei Ihrer Wortwahl und gar nicht damenhanft. Aber schauen wir uns an, was eine Fremdbeurteilung bei Ihnen ergibt. ??

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Constanze
12.02.2012 21:15
0 0

Re: Re: liebe Constanze

Sie werden mir sicher sagen können, was damenhaft und männerhaft ist. Wenn nicht, haben wir es da womöglich mit einem Quotenmann zu tun???

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten wmaurer
13.02.2012 07:22
0 0

Re: Damenhaft


Damen sind Frauen, die alleine durch ihre Anwesenheit aus Männern Herren machen. Damenhaft ist demnach die elitäre Version von fraulich. Also absolut nicht ein Gegensatz zu männlich.

Gast: Denka09
05.02.2012 23:22
1 2

"Jedes Kind ist gleich viel wert"

hat die ÖVP vor kurzem herumposaunt. Jetzt isses auf einmal anders.

Schlagzeilen Bildung