Mehr Empathie: Rettungsring für "Ich"-Kinder

17.03.2012 | 18:28 |  von Doris Kraus (Die Presse)

Kinder, die nichts mehr mit sich anzufangen wissen, nur an sich denken oder sozial unverträglich sind, treiben Eltern und Lehrer zur Verzweiflung. Ein neues Kuschelkonzept bietet Hilfe.

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Immer auf die Kleinen: Dieser Grundsatz ist zwar vielleicht nicht besonders ehrenhaft, dafür hat er sich aber über Jahrhunderte bestens bewährt. Seit Kinder als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt sind, haben sie auch das Privileg erworben, unter die Lupe genommen zu werden. Vielen Beobachtern gefällt allerdings nicht mehr, was sie sehen. Zum Beispiel Kinder, die nur noch ein Wort kennen: „Ich“. Gefolgt vor allem von „will“ oder noch öfter „will nicht“. Dass diese Kinder über ein durchdringendes akustisches Repertoire verfügen, um ihren Wünschen Nachdruck zu verleihen, macht sie weder (ihren) Eltern noch Lehrern noch Altersgenossen noch Passanten sympathischer.

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Das gilt auch für jene Kinder, die augenscheinlich nichts mehr mit sich anzufangen wissen. Die vor einem vollgerammelten Spielzeugregal stehen, die Augen verdrehen und den Killersatz sagen: „Mir ist sooo fad.“ Oder die Kinder, die negative Emotionen wie Frust oder Ärger nicht einmal mehr in homöopathischen Dosen aushalten und entweder verbal aggressiv reagieren oder dem Gegenüber einfach eine scheuern.

Gegen Egoismus und Gier.
Das Urteil über diese Kinder fällt schon seit einiger Zeit ziemlich harsch aus („Tyrannen“) – und auf ihre Eltern zurück. Deshalb wird mit vereinten Kräften nach Mitteln gesucht, wie man den Nachwuchs von der schiefen Entwicklungsbahn zurück auf die gerade bringen kann. Jetzt gibt es dafür ein neues Angebot. „Empathie“ heißt das Zauberwort – ein durch und durch positives Konzept. Das gefällt einer Gesellschaft ganz besonders gut, die ohnedies um ihren sozialen Zusammenhalt fürchtet und gerade eine Wirtschaftskrise durchlebt, für die immer wieder Egoismus und Gier verantwortlich gemacht werden.

Empathie ist nichts anderes als die uralte menschliche Fähigkeit, sich auf der Basis von Selbsterkenntnis in andere Menschen hineinzuversetzen und nachzuempfinden, was sie fühlen. An sich ist Empathie weder eine gute noch eine schlechte Sache, in der öffentlichen Auseinandersetzung wird aber vor allem ihre positive Seite betont.

Jesper Juul und Peter Hoeg.
Und mit dieser haben viele Kinder offenbar ihre Probleme. Der das sagt, ist niemand Geringerer als der pädagogische Guru zahlreicher Eltern in Skandinavien, Deutschland und Österreich: der dänische Familientherapeut Jesper Juul. Er hat sich einen Namen als Advokat einer entspannten Pädagogik gemacht, die Eltern von zu viel Verantwortung und Kinder von überbesorgten Eltern befreien will. Jetzt aber läutet er die Alarmglocke. Gemeinsam mit anderen Autoren – darunter auch der weltbekannte Schriftsteller Peter Hoeg („Fräulein Smillas Gespür für Schnee“) – hat Juul einen Aufruf für mehr Empathie geschrieben: „Miteinander – Wie Empathie Kinder stark macht“.

Seine Diagnose ist schnell zusammengefasst und auch nicht gänzlich unbekannt. Zu den überwachungsneurotischen „Helikopter-Eltern“ gesellten sich die „Curling-Eltern“, die – ähnlich dem Eissport mit Besen – ihren Kindern jedes Hindernis aus dem Weg räumen und jeden Schmerz ersparen wollen. Diese Eltern schaffen es nicht, ihren Kindern zu vermitteln, was es heißt, negative Emotionen zu erleben, diese auszuhalten und mit ihnen umzugehen. Einen Gefallen tun sie damit allerdings niemandem: „Kinder, die nicht von klein auf lernen, Momente der Frustration auszuhalten, entwickeln sich nicht weiter“, sagt Karin J. Lebersorger, die klinische Psychologin und Psychotherapeutin vom Institut für Erziehungshilfe. Sie hält die „Kindzentriertheit“ der heutigen Gesellschaft für verhängnisvoll: „Es sollte darum gehen, die Bedürfnisse der Kinder zu verstehen, nicht darum, sie sofort und umfassend zu befriedigen.“


Zu wenig Herzensbildung. Dieses Missverständnis kann dramatische Konsequenzen haben, vor allem in Verbindung mit einer Erziehung und Pädagogik, die die intellektuelle Erziehung der Kinder vorantreibt, die Herzensbildung jedoch gern links liegen lässt. Viele Kinder werden egozentrisch, wollen ständig im Mittelpunkt stehen, neigen zu (gewalttätigen) Gefühlsausbrüchen, wenn die Welt um sie herum nicht mit ihrer Vorstellung davon übereinstimmt und tun sich schwer mit sozialen Kontakten. In der übersteigerten Form enden die Betroffenen später als Narzissten.

„Diese Kinder stellen sich selbst in den Mittelpunkt ihres Wünschens und Tuns – und zwar weit über einen Alterszeitraum hinaus, in dem das normal ist“, sagt Lebersorger. „Für viele Kinder ist es sehr schwierig, die Position des anderen einzunehmen und ihre Gefühle zu regulieren.“

Diese Fähigkeit sollten Kinder spätestens mit fünf Jahren erworben haben. Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt. Als frühes Beispiel nennt sie die Dreimonatskoliken. „Das ist oft das erste Mal, dass Eltern mit den ganz primitiven Ängsten ihres Babys konfrontiert werden und diese aushalten müssen – ohne besonders viel tun zu können. Dennoch muss man dem Baby Sicherheit geben, es halten und tragen. Damit erlebt auch der Säugling, dass negative Gefühle erlebt und ausgehalten werden können.“

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr beginnt die Phase der „egozentrische Empathie“, in der auch für andere nur gut sein kann, was für mich gut ist. Bis zum Alter von fünf Jahren sollten Kinder in der Lage sein, sich und andere als unterschiedliche Personen zu empfinden, gleichzeitig aber auch die Empfindungen anderer Personen abschätzen können.

Physiologische Ausreden wie „Ich habe überhaupt keine Empathie“ gelten jedenfalls nicht. Denn jeder Mensch trägt die Basis dafür in sich. Das haben die Neurowissenschaftler bewiesen, die sich seit einigen Jahren ebenfalls für die Empathie begeistern. Dieses Interesse erklärt sich Claus Lamm, Professor für Biologische Psychologie an der Universität Wien, damit, dass „die Wirtschaftskrise mit ihren Anklängen von Neid und Gier das Bedürfnis entstehen ließ, auch die guten Seiten des Menschen zu betonen“.

Das Gehirn fühlt mit.
Als Knotenpunkt für empathisches Empfinden identifizierten die Forscher den insulären Cortex, eine Gehirnregion hinter der Schläfe. „Dieser ist sowohl aktiv, wenn ich selbst eine Emotion empfinde, als auch, wenn ich diese Emotion bei jemand anderem beobachte“, sagt Lamm.

Wie empathisch jemand ist, wird sowohl von den Genen bestimmt, sehr stark aber auch von der Sozialisation, vor allem von der Erziehung, beeinflusst. Als eine der relativ gut gesicherten Annahmen, sagt Lamm, gilt: „Es haben jene Kinder die größte Empathiefähigkeit, deren Mütter in der Lage sind, mit ihren Emotionen gut umzugehen, die diese so regulieren können, dass sie handlungsfähig bleiben und weder abstumpfen noch hysterisch auf jedes Ereignis reagieren.“

Geht es nach Juul und seinen Koautoren, wird bald niemand mehr beim Wort „Empathie“ fragend die Augenbrauen heben. „Schließlich ist es das, was die Welt zusammenhält“, sagt er. Aber vielleicht werden bald die Kinder ihren Eltern erklären, was es eigentlich bedeutet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2012)

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37 Kommentare
 
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Die tatsächlich zuständigen Kräfte gewinnen, stärken, lenken

In der Ich-kann-Schule weiß jedes kleine Kind, dass nicht der bewusste Verstand die Lebensfunktionen steuert und fürs Überleben zuständig ist sondern DAS UNBEWUSSTE. Mit dem kann uns sollte man reden. Für Mütter hat sich da z.B. die Möglichkeit der Schlafsuggestion bewährt. Im Schlaf lenkt nichts ab, da finden die guten, aufbauenden, neu orientierenden Worte den geraden Weg in Seele & Geist. E.COUÉ hat diese Möglichkeit schon mit bestem Erfolg angewandt und gezeigt. Es geht nicht um Manipulation sondern um ein achtsames, aufbauendes, die gute Entwicklung stärkendes Gespräch mit den tatsächlich zuständigen Kräften unter optimalen Bedingungen.
Damit weise Frau und weiser Mann nicht mit gespaltener Zunge sprechen und zwei verschiedene Botschaften über Wort + Ausstrahlung senden, ist es sinnvoll, zuerst mit sich selbst ins Reine zu kommen und die eigenen Kräfte & Talente zu achten, anzuerkennen, zu stärken u.m.dgl.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

Gast: Frau
20.03.2012 11:05
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die meisten dieser Probleme

ließen sich vermutlich dadurch lösen, dass Frauen wie früher bei ihren Kindern bleiben dürfen und diese nicht sofort in fremde Hände abgeschoben werden müssen. Aber das darf man ja in unserer Zeit gar nicht laut sagen. Sicher ist es besser, wenn sich Experten nachher um die verbildeten Problemkinder kümmern...

Re: die meisten dieser Probleme

Es gibt aber auch schlichtweg unfähige Mütter. Die werden auch nicht fähiger dadurch, dass sie den ganzen Tag ihren Kindern auf die Nerven gehen.

Das Kernproblem ist, dass man für jeden Blödsinn einen Befähigungsnachweis braucht, nur für die Elternschaft leider nicht.

Gast: Märchentante
20.03.2012 09:36
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Goldmarie

Wenn die Goldmarie nicht - ich will gesagt hätte wies zur Frau Holle ging - hätte es keine Goldmarie gegeben - und hätte die Pechmarie Ich will nicht - gesagt als sie die Stiefmutter hinterdrein geschickt hat - dann hätte es keine Pechmarie gegeben - Also des wägts - des hats. Wieso will man den Kindern ihren Willen brechen - ist unnötig wie ein Kropf.
Es gibt so viele Verhaltensmuster die sich wiederholen - ohne dass man dran rütteln sollte.


wie

der härr so des gschärr ...

Re: wie

Nomen est omen.

Gast: Altemanze
19.03.2012 10:52
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bla bla bla...wie üblich halt...

...und wieder verdienen paar Leutl`n sich was dazu, mit Selbstverständlichkeiten.

Unser Sohn ist z.B. *sehr sozial* orientiert. Wählte auch seinen Beruf dahingehend aus etc...
Und ist inzwischen DESWEGEN ständig in Gefahr, innert herkömmlicher Interaktionen gesellschaftlich `unten`zu landen! Weil echtes soziales Denken und Handeln NICHTS Wert ist !!! Es laufen diese Interaktionen im System glasklar SO ab, dass die wirklich sozial orientierten Menschen genau deswegen oft auch als `dumm`eingeschätzt werden. Weil sie eben anders bewerten, und dann auch handeln. Erdo eben nicht den eigenen finanziellen Vorteil an erste Stelle setzen etc...

Nur irgendwelche Schwächen von anderen Mitmenschen ausnützen? Nein. Reine Konsumprodukte ohne Sinn für lifequality zu verkaufen? Dito NEIN ! Zerstörerische Arbeitswelten tolerieren? Nochmal; NEIN, nein, nein !!!
Nur; echte Nischen fürs ganz normale Leben gibts kaum mehr...und werden successive absichtlich sogar weiter zerstört..;-(
1 System im Selbstzerstörungs-Modus.
Den ganzen Erziehungsfanatikern sei auch gesagt; was real zählt, sind ECHTE VORBILDER.

Unsereins bildet längst Enklaven, auch oft mit Tieren im Haushalt, um diesen Irrsinn mit System die nächsten Jahre mit CRASH-Modus irgendwie zu überleben...


Re: bla bla bla...wie üblich halt...

Sie haben Recht!

Es ist interessant zu beobachten, dass in jeder Jobausschreibung "social skills" und "Teamplayer" gesucht werden.

Wenn man aber so ein Mensch ist, dann kommt man in der Arbeitswelt unter die Räder, weil einem jeder auf den Schädel sch.....
Wer nicht gnadenlos und skrupellos über Leichen geht und Ellbogentechnik anwendet, der ist der Dumme, der von anderen ausgenützt wird.

Antworten Gast: gästchen
29.03.2012 20:34
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Re: bla bla bla...wie üblich halt...

schön, ich bin gerade heilfroh das sich jemand mal wirklich ernsthaft ud wahrhaftig zu wort meldet und es sagt so wie es ist...

Danke. Ich kann dem nichts mehr hinzufühen oder wech nehmen, alles so richtig wie du es geschrieben hast. Danke.

Gast: Bärenfalle...
18.03.2012 12:55
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Na wenn ich so sehe

was bei meinen Kunden teilweise an kleinen Monstern rumläuft lässt einen schon ein Revival der "gesunden Watschen" herbeiwünschen.

Ich rede da nicht von Kleinkindern, das sind Volks- und Hauptschüler denen jedwedes gesellschaftsfähige Verhalten vollkommen fehlt.

Weiß net, früher war das alles viel einfacher.

Unerwünschtes Verhalten wurde rundum bestraft und es war wurscht ob die Watschn von den Eltern, dem Lehrer oder dem Nachbarn kam.

Da gabs auch keine Anzeigen gegen Lehrer und Nachbarn, die Watschn war dermeist eh gründlich verdient.

Antworten Gast: NewModernLifing
02.04.2012 21:05
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Re: Na wenn ich so sehe

Nun ich denke mal daß man genau reflektieren muss ob man seine Kinder so erzieht wie man selbst aufgewachsen ist. Aber eines ist sicher: es geht absolut ohne Gewalt!!!!!!, sogar ohne verbale.
Natürlich müssen gewisse Grundregeln herschen, aber das schafft man auch mit Gesprächen, Liebe und Verständnis.

Ich meine es kann doch nicht so schwer sein, dass wenn ich selber geschlagen worden bin, und will das dann meinen Kind selbst antun, dass ich mir denke das es für mich damals extrem negativ war.

Leider können viele Menschen nicht umdenken.........

Und falls mal ein Lehrer (über seine Funktion hinaus), Nachbar oder sonst wer versucht meine Kinder zu erziehen (außer diese Person hat meine Erlaubnis) oder zu schlagen, würde ich dem/der jenigen empfehlen in die Antarktis auszuwandern und mit den Pinguinen Fische zu fangen so muss man hinter seinem Kindern stehen!

Aber nicht nur Menschen die Ihre Kinder schlagen würden sollten erst keine kiegen!

Viele sind dafür andersweitig nicht fähig!

Ich meine wenn mich mein Kind was fragt, was ganz einfach zu erklären ist und ich aus welchen Gründen auch immer es dem Kind nicht sage, sondern nur gib Ruhe sage, da ist ja wohl auch was falsch.(Erlebe ich fast täglich in den Öffis)

Antworten Gast: antiautoritär
29.03.2012 20:38
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Re: Na wenn ich so sehe

ich denke schlägeb rignt da nicht viel. mit schläge unterdrückt man nur, vielleicht einfach mal dem kind zu hören ... kinder werden auch nicht "doof" geboren, nur "doof" gemacht. vielleicht einfach mal lernen,... es ist immer zeit nochmal dazu zu lernen, nicht all zu sehr zu verurteilen. Sie haben in Ihrem kleinen Text so viele Vorurteile, sind Sie noch Gesund? haben Sie schon einen Herzinfarkt / Schlaganfall bekommen oder gehts Ihnen sonst gut??
Es sit schade, nur weil Sie geschlagen worden sind, wolen sie weiterprügeln, eigentlich ging ich davon aus, das jemand der geschlagen wordenist selbst bemerkt hat wie schmerzhaft das sein kann, nicht nur körperlich, seelisch. und dann unterdrückt man das ein leben lang, kann nie sein eignes leben leben weil man immer wieder die hand vor sich sieht. echt schlimm. armes DU!

Antworten Gast: Rapunzelstielchen
19.03.2012 09:12
4 0

Re: Na wenn ich so sehe

Wenn Sie sich unmöglich benehmen (ich bin sicher, das kommt vor) darf ich Ihnen dann auch eine runterhaun?
Oder darf man das nur bei Kindern, weil die sich eh nicht wehren können?

Kein Fremder darf ein Kind berühren, weder um es zu watschen, noch um es zu streicheln. Das ist Verletzung der Intimsphäre und das vertragen weder die Erwachsenen noch die Kinder.

Die Eltern sind für die Erziehung zuständig. Auch wenn Ihnen das nicht passt gibt es nichts, das Sie in irgend einer Weise berechtigt, den Eltern irgendwelche Vorschriften zu machen. Wenn Eltern oder Kinder gegen ein Gesetz verstoßen, dann können sie diese Anzeigen, den Rest erledigt der Richter. Aber Sie haben nicht das Recht selbstherrlich zu handeln. Ob Sie das richtig finden oder nicht, spielt keine Rolle, sie dürfen es trotzdem nicht.

Woran liegt es, dass man hierzulande Menschen, die kleine Kinder haben automatisch auf die unterste Sprosse der sozialen Leiter stellt und jeder bildet sich ein, auf ihnen herumhacken zu müssen?

Kümmern Sie sich um Ihren Kram. Wenn Sie etwas von den Eltern wollen, dann müssen Sie ihnen mindestens eine Gegenleistung anbieten. Derzeit leben die Kinderlosen auf Kosten der Eltern (und Kinder) und genau diese Schmarotzer bilden sich auch noch ein, den Eltern Vorschriften machen zu müssen, die Eltern als unbezahlte Sklaven zu behandeln die man nach belieben herumkommandieren kann.

Eltern, wehrt euch!

Re: Na wenn ich so sehe

Als Sohn eines Vaters der die Watsch´n oft und gern anstatt verbaler Argumentation einsetzte und heute selbst Vater eines zehnjährigen Sohnes bin ich sprachlos über diese Wortmeldung. Ein kurzfristiger Verzicht auf meine gewaltfreie Überzeugung und die Beantwortung dieser Frechheit mit einer g´sunden , trumm Watsch´n wäre hier nach Ihrer Logik wahrscheinlich angemessen!

Re: Na wenn ich so sehe

ich hoffe für Ihre Kinder, dass Sie keine haben. wenn Sie das nicht checken, deckt sich das mit meiner Erwartung.

Antworten Gast: Holzapfel
18.03.2012 14:37
2 1

Re: Na wenn ich so sehe

Wenn Sie hier zum Gesetzesbruch aufrufen, sollte man Sie zur Verantwortung ziehen.

Gast: Holzapfel
18.03.2012 12:40
8 3

Na so etwas,

Kinder werden Egoisten! Ja, wie sollen sie denn nicht, wenn die Alten ihnen den puren Egoismus vorleben? Wenn sich die Kleinen in Pachwork-Modellen zurechtfinden müssen, die darauf beruhen, dass jeder tut, worauf er gerade Lust hat, auch wenn den Kindern damit jede Sicherheit und jedes Lebensfundament entzogen wird? Wenn die Familie von politischer Seite systematisch demontiert und benachteiligt wird? Wenn Nur-Hausfrauen von angeblich feministischen Politikerinnen gemobbt und familienerhaltende Väter diskriminiert werden?

Andererseits unternehmen praxisferne Bildungspolitiker alles, um auch die Autorität der Lehrer zu untergraben, ihnen die geringsten Disziplinierungsmaßnahmen zu untersagen.

Und woher soll die Empathie kommen, wenn Kinder mittels stalinistischer Zwangsmaßnahmen der elterlichen Obhut entzogen werden sollen, damit sie im Kindergarten die Versäumnisse der Integrationspolitiker wettmachen? Es ist an der Zeit, dass sich Politiker mit Hausverstand dieser Materie annehmen, keine gemeingefährlichen Selbstverwirklicher und ideologischen Theoretiker.

2 1

"Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

Na dann werden wir uns auf Generationen von psychopathischen Egomanen freuen können. Kinderkrippen und Co. sei Dank ...

Antworten Gast: btw
18.03.2012 13:21
2 0

Re: "Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

Glauben Sie wirklich (oder konnten Sie sich aufgrund von Erfahrungen ein Urteil bilden), dass in, sagen wir, Frankreich, Holland, England, Schweden, Dänemark, Norwegen..., wo Krippe, Ganztagskindergarten und Ganztagsschulen seit Jahrzehnten normaler Bestandteil des (Familien-)Lebens sind, Kinder und in weiterer Folge Jugendliche und Erwachsene neurotischer, "gestörter", egomanischer sind als "die Menschen" hierzulande?

Antworten Antworten Gast: Frau
20.03.2012 11:07
0 0

Re: Re: "Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

ja so ist es und wir steuern auch darauf zu.

Antworten Antworten Antworten Gast: gästchen3
29.03.2012 21:07
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Re: Re: Re: "Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

ach mist, mein gespeichertes ist wech...

im grunde ist es wichtig, das sich die lebewesen wirklich alle so lieben wie sie sind,egoisten sind nur so weil sie nie geliebt worden sind, ... empfangen sie liebe wird alles anders werden.

unser staat macht es nun schon nicht einfach.
jeder sollte bei sich anfangen, sich reflektieren, schauen ob er gesund ist, sich gesund ernährt... und dann schauen das man seinem kind eben auch aufmerksamkeit schenkt... und zwar ehrliche,... nee, da hat die mutter keine geduld mit dem kind, weil das kind sich nicht gut genug ausdrücken kann, die mutter ihr kind nicht verstehen will,... nicht drauf zu geht quasi und im endeffekt reißt der mutti der geduldsfaden, sie habe doch gar keine zeit, sie müsse zur arbeit oder sonst wo hin und das kind steht schon wieder doof da.

bei den kindern sollte am wenigsten gemaht werden, sie zeigen nur auf wie verrückt unser staat ist... was von uns verlangt wird, ... es ist gut das fröbel ein kindergarten erschaffen hat, doch wird es vom staat ziemlich ausgenutzt, ... . das ist für mich keine freiheit, freiheit besteht wenn ich mich für meine andersartigkeit nicht schämen brauch, wenn jeder jeden akzeptiert... doch es gibt eben auch solche dullies wie oben die auf schläge zurück greifen und merken nicht einmal wie schwach das ist... ... .. .

Antworten Antworten Antworten Gast: gästchen 2
29.03.2012 21:01
0 0

Re: Re: Re: "Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

da müssen sich 2 erzieher mit 12 und mehr kindern herumschlagen... hallo? wie kann ich mich denn bitte auf die kinder direkt drauf einlassen wenn ich 12 begutachten muss - ich muss als erzieher für 12 kinder da sein und mehr... wo bleiben die angebote, deie beschäftigungen, die wirkliche "bildung" - geht nicht - weil eben nur 2 erzieher da sind. es ist wie im krieg, es wird nur dafür gesorgt, das alles überlebt, aber wie, ist eine völlig andere frage. ich hab mir das persönlich anders vorgestellt. es ist wundervoll, wenn kinder unter kindern sein können, aber nicht zwanghaft, nicht wenn sie noch gar nicht bereit sind, nicht wenn es ihnen einfach zu viel ist, nicht wenn sie nicht förderlich behandelt werden,... nicht unter allen umständen. der staat nutzt die fröbelsche idee einfach aus. freiheit heißt für mich auch das ich etwas tun kann ohne verspöttet zu werden... ohne das ich "angst" haben muss nicht respektiert zu werden,... freiheit ist einfach zu entscheiden was ich meine was gut ist. was vorbilder angeht, VOR-Bilder sind alles. Wenn Leute nur noch Hin und Her geschupst werden, von einem Ort zum anderen, dementsprechend behandelt werden, mit ner meisen stimmung nach hause kommen, weil sie wieder einer erwartung nicht gerecht werden... eine erwartung die uns der staat ^^ mal direkt ins hirn pflanzt... die erwartung geld nach hause zu brignen, konsumieren zu können, genauso "gut" zu sein wie die nachbarn,.... es geht darum ja gar nicht ums "innere" ... es geht absolut nicht darum wie gesund jemand ist, obwohl das das höchste los sein wollte... gesundheit ist das wichtigste,... nur darum bemüht sich jeder nur oberflächlich. wichtig ist, midnestens genauso viel "wert" zu sein wie der nachbar,... und wenn man das nicht schaffst, dann lebt

Antworten Antworten Antworten Gast: gästchen
29.03.2012 21:00
0 0

Re: Re: Re: "Ob das gelingt, hängt laut Lebersorger vor allem davon ab, wie weit eine sichere Beziehung zwischen dem Baby und seinen primären Bezugspersonen gelingt."

ich finde kindergarten an sich nicht schlecht. wenn nicht der zwang dahinter steckte... wie sie schon sagten - hausfrau sein = unmöglich, heute muss frau arbeiten... feiheit - sicher - aber man wird schon bissl ämlich angeguckt, als wäre man zu doof eine arbeit zu finden oder zu faul... wenn der staat ausserdem mal das geld in die sozialen einrichtungen anstatt in banken stecken würde, wäre es auch noch was anderes...

Gast: Don Quichote
18.03.2012 09:29
6 0

Offenbar ...

... zieht wieder etwas Hausverstand ein in die von Erziehungsutopisten gründlich verdorbenen Kinderstuben. Um zu solchen Erkenntnissen zu kommen, mußten erst Generationen von Egomanen herangezogen werden, wiel eine verhaltensgestörte Gruppe von "Erziehungsexperten" einen politischen Einfluß gewinnen durfte, der in keiner Relation zu ihrer Kompetenz steht.

Gast: Franziska Ledl
18.03.2012 09:08
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Jesper Juul und Peter Hoeg

Sind wahrscheinlich kinderlos und selbst seit Kindesbeinen auf dem Egotrip um zu zeigen wie gut bin ich, sonst könnten sie nicht so einen Stumpfsinn verzapfen.

Klare Regeln und deren Einhaltung sind seit Menschengedenken ein Garant für sozial fühlende Kinder und Erwachsene.

Re: Jesper Juul und Peter Hoeg

Und inwiefern widerspricht ihre Aussage der von Juul und Hoeg?

Natürlich brauchen Kinder auch Grenzen, aber durch diese lernen sie ja auch Empathie.

 
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