Frauenministerin will Recht auf Eltern-Teilzeit kürzen

02.05.2012 | 11:58 |   (DiePresse.com)

Gabriele Heinisch-Hosek versteht die "Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität" nicht. Sie will den elterlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit von sieben auf vier Jahre verkürzen.

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Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hält nicht viel davon, dass Eltern bis zum bis zum siebenten Lebensjahr des Kindes einen Rechtsanspruch auf Teilzeit-Arbeit haben. Sie möchte den unter Schwarz-Blau eingeführten Anspruch neu verhandeln, sagt sie im Interview mit dem "Standard". Ihre favorisierte Lösung: Der Anspruch soll auf vier Jahre verkürzt werden.

Das Argument der Ministerin: "Wann immer ich Betriebsbesuche mache, höre ich, dass die lange Dauer der Elternteilzeit sehr herausfordernd ist für die Arbeitgeber", sagt sie im "Standard". "Man muss besprechen, ob dieser Rechtsanspruch noch zeitgemäß ist."

"Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität" unverständlich

"Mittlerweile sollten alle erkannt haben, dass wir das Potenzial von Frauen ökonomisch nutzen müssen. Auch deshalb verstehe ich die Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität nicht," sagt Heinisch-Hosek weiter. Derzeit endet mit dem vierten Lebensjahr des Kindes der Kündigungsschutz. Heinisch-Hosek will den Rechtsanspruch auf Teilzeit an diese Frist anpassen. Diese Maßnahme soll mit einem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen verbunden sein.

Heftige Widerworte

Von ÖVP-Seite folgt auf die Ausaagen der Ministerin  prompt ein heftiger Angriff: "Man sieht, dass es die SPÖ nicht ehrlich meint mit Arbeitnehmerrechten, wenn ihre krause Ideologie dagegen steht. Die Elternteilzeit ist ein hart erkämpftes Arbeitnehmerrecht im Interesse der Kinder", so ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl. "Heinisch-Hosek und ihr Genosse Stöger liefern seit geraumer Zeit unausgesetzt politische Kakophonie und Kompetenzüberschreitungen."

Grüne: Mehr, nicht weniger Rechte

Auch die Grünen reagieren ablehnend auf den SPÖ-Vorstoß. "Teilzeitbeschäftigte brauchen mehr, nicht weniger Rechte", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Gefragt sei ein Recht auf ein garantiertes Mindestmaß an Stunden in Teilzeit, von dem Frauen und Männer leben können, und nicht eine Aufweichung des Kündigungsschutzes. Die Frauenministerin sollte die Interessen teilzeitarbeitender Frauen vertreten und nicht jene der Unternehmen. Schwentner sieht die Aussagen von Heinisch-Hosek als Eingeständnis ihrer visionslosen Politik.

 

(rovi)

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104 Kommentare
 
12 3
Gast: BennyHill
23.05.2012 14:03
0 2

Jede..

vernünftige Frau sollte eigentlich von sich aus nach spätestens einem Jahr wieder arbeiten wollen.
Die gebratenen Tauben fliegen den wenigsten in den Mund. Wenn man einen gewissen Lebensstandard haben möchte müssen halt beide schuften. Und wenn Frau meint 18 Jahre daheim beim Kind sitzen zu müssen ist das ihr reines Privatvergnügen.

Zuviele Teilzeitkräfte sind für Kleinunternehmen nicht tragbar.

0 0

UNSERE Frauenministerin!

Dafür haben wir eine Frauenministerin!!
Damit sie unsere Rechte beschneidet!

Gast: biun
07.05.2012 20:39
0 0

Sauerei was diese Heinisch-Hosek aufführt

Was hat dieses Heinisch-Hosek Trampel in der Politik zu suchen. Mit ihrer öffentlichen Aussage: "Wir brauchen keine Familien" ist doch eine Sauerei !
Die soll sich öffentlich bei allen Familien dafür Entschuldigen oder Verschwinden.

2 0

Aha, Frau Minister versteht also die Wünsche der Kinder nicht?

Aha, Frau Heinisch-Hosek versteht die "Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität nicht?
Aber unsere Kinder verstehen sie sehr gut.
Und unsere Kinder lieben ihre MAMA.
Und unsere Kinder sind deswegen, weil ihre MAMA für sie Zeit hatte (der PAPA übrigens auch) und weil sie nicht nur an die Karriere gedacht hat,
- nervenstärker als die Krabbelstubenkinder,
- sozial besser angepaßt,
- erfolgreicher in der Schule,
- erfolgreicher im Beruf,
- glücklicher in ihren Beziehungen,
- nicht so stressanfällig wie Krippenkinder,
die auf ihre MAMA schon als Babys und Kleinkinder verzichten mussten.

Frau Minister hat eben kein Gespür für die Kinder.

Wer mehr wissen will, kann hier nachlesen:
############################
Kinderbetreuung in Europa: Die Erziehung der Eltern – gegen das Kindeswohl!
http://schreibfreiheit.eu/2012/04/11/4527/

Gast: N:N
04.05.2012 00:42
0 0

Ökonomie

Frauen müssen ökonomisch genutzt werden, Supersozialismus kann man da nur sagen. Dem dummen Volk dämmert langsam wie es benutzt wird, verfügbar wie alles was bewirtschaftet wird. Das Volk wird von oben bewirtschaftet, manipuliert und merkt, da hat sich etwas umgekehrt. Bislang dachte man, die Politik und ihre Strippenzieher würden dem Menschen dienen, Schnecke, es ist umgekehrt. Die Versklavung schreitet zügig voran, mithilfe der Banken und Konzerne und ihrer hörigen Politiker.

Die linken Kinderfeinde.........


Re: Die linken Kinderfeinde.........

links rechts alle gleich deppat

Gast: dejAY
03.05.2012 14:29
4 0

Ökonomie ist alles

Frau Ministerin favorisiert das ökonomische Potenzial der Frauen. Super! Wann hat sie das letzte mal mit Lehrern oder Horttanten gesprochen, die fremderzogene Kinder als Belastung wahrnehmen. Eifersucht bei der Geburt der Geschwisterchen ist nicht mehr eine Sache von einigen Wochen. Das geht über Jahre, weil die Kinder nicht mehr gemeinsam aufwachsen.
Warum zählen Werte und der Lebensentwurf Familie heute nichts mehr?

Gast: namegast
03.05.2012 14:19
12 0

sind wir wirklich alle so dumm?


vor 30 jahren reichte ein einkommen um eine familie zu "ernähren" und frau oder mann konnte es sich aussuchen arbeiten zu gehen. vor 15 jahren mußte schon ein teil vollzeit und der andere halbtags arbeiten um das gleiche familieneinkommen zu erzielen. heute sollen alle, auch jene die es gar nicht wollen, in eine vollzeitbeschäftigung gedrängt werden um das gleiche gesamteinkommen zu erreichen das vor 20 jahren eine oder einer alleine schaffte. auf der strecke bleibt die familie und schlußendlich auch die frauen/männer die der wirtschaft nun als zusätzliche arbeitskraft dienen ohne das dieselbe das doppelte dafür bezahlt. die kinder sollen in staatliche betreuung abgeschoben werden damit der staat es selbst in der hand hat sich hörige bürger zu formen die brav im hamsterrad laufen.

Re: sind wir wirklich alle so dumm?

vor 30 jahren waren aber auch die ansprüche der familie geringer...mit dem lebensstil von vor 30 jahren kann man auch heute mit den meisten einkommen eine familie ernähren.

Antworten Gast: L.W.
03.05.2012 16:07
2 0

sind wir wirklich alle so dumm?

Fragen Sie den glühenden Sozialisten Cap.

Der Herr Zinshausbesitzer erkärt Ihnen sicher gerne den realen Sozialismus.

Antworten Gast: Na und?
03.05.2012 14:59
4 0

Ein User hat es klar beschrieben: Die Politik betrachtet uns als Vieh!

Wir, das Volk, haben zu funktionieren und zu arbeiten. Man muß auch zugeben, dass sich die Masse selber diszipliniert. Zielstrebig werden 08/15-Kinder großgezogen, gegen das Anziehen der Steuerschraube geht auch niemand ernsthaft auf die Straße.

Die ehemaligen Revoluzzer anno ´68 sind mittlerweile selber stockkonservativ oder profitieren zu stark vom System, um etwas zu ändern.

Spätestens seit 09/11 wird die Masse auch durch Angstmache regiert.

Gast: yoshi1
03.05.2012 12:34
5 0

Anti-Familien-Ministerin

Da hat sie sich jetzt endlich geoutet. Sie ist für Frauen(leistung) und gegen Familien. Ich bin mir sicher dass sie mit dieser Ideologie wirklich, wirklich viele Frauen vertritt.

Es wird Zeit für die H*H-Kreißsaal-Staffel.

Die entfernt dann Kinder sofort nach der Geburt aus den Klauen der Mütter und transportiert sie ins nächste Krippenzentrum.

Gast: freund?
03.05.2012 11:27
4 0

quote ist



MIST !

quod erat demonstrandum !

11 0

Arbeitervieh

Für die Politik sind die Menschen mittlerweile sowieso nur noch Humankapital (Arbeitervieh), das sobald es "geworfen" hat so schnell wie irgend möglich wieder in die Tretmühle zurück soll! Der Nachwuchs wird so früh wie möglich auf diese Ideologie indoktriniert.
Wir erwarten in ein paar Wochen Nachwuchs - und Ich und meine Frau werden es genau umgekehrt machen; Arbeit so weit wie möglich zurückschrauben, den Einen oder Anderen Konsumzwang überdenken, und sich um das was WIRKLICH WICHTIG IST kümmern: unser Kind!

Sich selbst verwirklichen im Beruf, ist nichts anderes als sich verkaufen. Sobald man aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, ist man nur noch Schall und Rauch! Aber das eigene Kind wird sich bis an sein Lebensende an seine Eltern und die genossene Fürsorge erinnern!

Zurück an den Herd: JA! Männer UND Frauen! Ein Kind nutzt die Eltern zwar auch aus, aber es LIEBT sie wenigstens dabei...

In einer Gesellschaft in der man es sich mittlerweile "leisten können muss" Kinder zu bekommen, wundert es einen nicht wenn wir unsere Bevölkerung importieren?
Hier würde der Staat gut daran tun, lieber in Eigenproduktion zu investieren!
Aber das scheint ja heute in jeglicher Beziehung, sei es Agrarprodukte, Konsumgüter etc., nicht mehr chic zu sein!

Gast: Abdisu
03.05.2012 08:50
1 0

Einfach unterirdisch


Gast: Na und?
03.05.2012 07:17
13 0

Diese Forderungen sind logisch!

Schließlich fordert der Feminismus von den Frauen totale Unterwerfung unter vorgefertigte und vorgedachte Lebensläufe.

Gepredigt wird Gleichstellung, Gleichberechtigung, Freiheit usw.

Real werden Kinder unfinanzierbar, Familien zerstört, die Frauen im Ernstfall alleinegelassen. Rein ideologisch will der Feminismus die Frauen alleinstehend halten, ohne tiefe Bindung zu jemand. Der einzige Lebensinhalt hat die Arbeit zu sein, alles andere ist unwichtig.

Das erwirtschaftete Geld wird natürlich an die "richtigen" Gleichstellungsbeauftragten und Vereine weitergegeben, das ist eine riesige Umverteilungsmaschine.

Die Männer kotzen schon lange auf den Feminismus. Zeit wird´s, daß die Frauen mitkotzen....

Gast: gutenacht.
02.05.2012 23:15
2 0

Wirkliche Hilfe II - Freie Wahl

Ah ja, und werfen Sie der ÖVP nicht vor, sie würde Frauen zurück an den Herd drängen. Ihre Partei vertritt das andere Extrem und lässt den Müttern genauso wenig Wahlfreiheit- vielleicht sogar noch weniger.

Legen Sie die Parteibrille ab, denken Sie pragmatisch und nehmen Sie alle Frauen mit ihren Anliegen ernst. Lassen Sie den Familien ihren Freiraum.

Gast: gutenacht.
02.05.2012 23:09
4 0

Wirkliche Hilfe

Wenn Sie wirklich wollen, dass Mütter wirtschaftlich unabhängig und besser dastehen

- machen Sie den Vätern Karenz und Teilzeitarbeit schmackhaft (--> Gleichberechtigung und Gleichstellung)

- kümmern Sie sich drum, dass gut bezahlte Teilzeitjobs für beide Elternteile zur Verfügung stehen.

- statten Sie Kindergärten und Horte mit genügend und gut ausgebildetem Personal aus, so dass die Eltern ihre Kinder guten Gewissens dorthin schicken können.

- erleichtern Sie den Wiedereinstieg nach der Babypause/ Karenz.

-anerkennen Sie die Leistung, die Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen, erbringen.

- ermutigen Sie die Firmen, auch Heimarbeitsplätze zu schaffen (dürfte in Zeiten von IT in vielen Branchen ja kein Problem mehr sein).

Gast: ironie.mus
02.05.2012 22:56
5 0

Super

Ein dreifaches Hoch auf die Frau Frauenministerin- toller Vorschlag, wirklich!

Ich hab immer gedacht, die ÖVP vertritt die Wirtschaft und die SPÖ die Arbeitnehmer. Frau HH hat mich gerade eines Besseren belehrt. Es würde mich interessieren, welcher weltfremde Spin-Doctor ihr diese Ideen eingeimpft hat.

hat die eigentlich Kinder?

und wer zahlt da wiedermal drauf? Natürlich unsere Kinder........hier gibts zwar keine Kinderarbeit aber massive Kindervernachlässigung! und am besten setzen die Eltern dann die Kids vor den Fernseher während sie arbeiten sind, da könnens dann bei Saturday Night Fever auf ATV gleich lernen wie man sich als Teenager zu Benehmen hat....
echt armseelig wie auf unsere Kinder geschaut wird!

Gast: Entkoffeinierter Kaffee
02.05.2012 18:28
10 0

Wenn der Faymann aus dem Fenster fällt steht es in der Kronen-Zeitung!

Fällt die Gabriele Heinisch-Hosek aus dem Fenster, steht es sicher auch in SCHÖNER WOHNEN!

Gast: bbc
02.05.2012 18:18
25 0

Unverständlich

Wie kann eine Mutter nur daran Interesse haben, bei ihrem Kind zu bleiben? Schließlich gibt es in der Industrie doch viel bessere Entfaltungsmöglichkeiten.

Arbeiten um Steuern für unseren Freunderlnstaat zu zahlen - was kann es für eine emanzipierte Frau schöneres geben?

18 0

Na toll .....

Mit solchen Politikern sind wir kurz vor der Realisierung des alten DDR-Kommunismus. Kinderkrippen ab Ende der Mutterschutzfrist sind das Nächste ! Warum nicht gleich die Kinder nach der Geburt zur Adoption freigeben ?

Wenn es der SPÖ

um die Zerstörung der Institution Familie geht, dann verbündet sie sich sogar mit den Arbeitgebern.

 
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