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Studie: Wo lernen Kinder "richtig viel" vom Fernsehen?

31.05.2012 | 15:33 |   (DiePresse.com)

Deutsche Kinder sagen, sie würden von der "Sendung mit der Maus" Wissen beziehen, amerikanische von "SpongeBob". Das Lernen von Fakten steht dem von Verhaltensweisen gegenüber.

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In Deutschland lernen Kinder einer Untersuchung zufolge von Wissenssendungen, in den USA von Zeichentrickserien. Die internationale Studie soll auf dem Fernsehfestival "Prix Jeunesse" in München vorgestellt werden, das an diesem Freitag beginnt. "Das Ergebnis der Studie spricht für das deutsche Fernsehen", sagte Medienpädagogin und Festivalleiterin Maya Götz in München.

Gut 1400 Kinder aus sechs Ländern wurden gefragt, wann sie "so richtig viel vom Fernsehen gelernt" hätten. Knapp die Hälfte der Kinder aus Deutschland nannte Wissenssendungen wie "Die Sendung mit der Maus" (Das Erste) oder "Willi will's wissen" (Bayerischer Rundfunk). In den USA hingegen gaben mehr als 50 Prozent der Kinder Comic-Serien wie "SpongeBob" (Nickelodeon) an. Darin geht es um einen auf dem Meeresgrund lebenden Schwamm, der in einem Schnellrestaurant arbeitet.

"Bau niemals einen Killer-Roboter"

Zeichentrickserien helfen Götz zufolge bei der Identitätsbildung. Allerdings können Kinder Fantasie und Wirklichkeit verwechseln. Ein zehnjähriger Bub aus den USA antwortete zum Beispiel auf die Frage, welche wichtige Information er aus dem Fernsehen mitgenommen habe, man solle niemals einen Killer-Roboter bauen.

Götz sagte, auf dem rein privatwirtschaftlichen US-Fernsehmarkt seien Comics besonders attraktiv. Sie ließen sich schlicht besser vermarkten. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland hingegen lege mehr Wert auf Inhalte.

Die Studie ergab außerdem, dass die befragten Kinder in Deutschland meistens Fakten erlernten, während die Kinder in den USA eher Verhaltensweisen aus dem Fernsehen ableiteten. "Fakten sind aber nur ein Anfang", mahnte Götz. Die Kinder sollten auch begreifen, wie sie das erlernte Wissen nutzen könnten.

Das Kinderfernsehfestival "Prix Jeunesse" findet vom 1. bis zum 6. Juni beim Bayerischen Rundfunk in München statt. 500 internationale Experten diskutieren über Qualitätsstandards. Außerdem werden Kindersendungen in acht Kategorien ausgezeichnet.

ORF setzt auf Eigenproduktionen

Wissenssendungen haben im deutschsprachigen Fernsehen Tradition. Im ORF verweist man deshalb auch auch auf eine Masse von eigenproduzierten Kinderprogrammen. Man wolle "nicht von oben herab belehren, sondern einen spannenden Blick auf viele Bereiche des Lebens und der Welt eröffnen," sagt Alexandra Schlögl, Redaktionsleiterin dieser Sparte, gegenüber DiePresse.com. Wissensvermittlung gebe es dabei in jeder Form, die das junge Zielpublikum im Alter von drei bis elf Jahren erreicht.

So habe man Wissenschaftssendungen („7 Wunder“ und „Forscherexpress“), thematisch unterschiedliche Magazin-Sendungen („Hallo okidoki“, „Voll Stark!“, „Helmi“,  „Miniversum“) und Quizsendungen („Quizsafari“, „Die Rätsel des Pharao“, „Drachenschatz“ und „1, 2 oder 3“, „Rätselburg“), in denen Wissen vermittelt werde. Im „Tom Turbo-Detektivclub“ gibt es Detektivtipps zum Nachmachen und spannende Abenteuer zum Mitraten.

 

((APA/dpa))

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3 Kommentare

fernsehen

Meines wissens gibt es viele Kindersender, die auch sinnvoll sind. Dennoch muss jeder für seine Kinder selber entscheiden, ob bzw. wie viel fernsehen erlaubt ist. Pay tv sky bietet auch kinder channel an, oder?


unfassbar schwacher beitrag!

aufgebauschte presentation von nona-aussagen, die dann zu einer werbelitanei für den ORF verkommen. von der presse sollte man sich schon mehr erwarten können.

Gast: Schmurrhahn
05.06.2012 11:39
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Und später sind

die einen als Erwachsene Rüpel und die anderen haben kein Faktenwissen.

Schlagzeilen Bildung