INTERNATIONAL -
Weltweite Vernetzung

10.09.2012 | 09:00 |   (DiePresse.com)

Weltweit studieren
Internationalität: erwünscht und ermöglicht

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Wer nicht nur privat, sondern auch beruflich die Welt kennenlernen möchte, ist an Österreichs Fachhochschulen besonders gut aufgehoben. Denn zu den Aufgaben der FH gehört auch, ihre Studierenden auf einen globalen Markt vorzubereiten. Ob der Studienplan einen verpflichtenden Auslandsaufenthalt vorsieht oder man einfach auf eigenen Wunsch hin internationale Luft schnuppern möchte: Man darf mit Unterstützung rechnen.
Alljährlich nützen daher einige tausend Fachhochschulstudierende die Möglichkeit, ein oder zwei Semester an einer Partnerhochschule zu studieren oder ein Praktikum in einem internationalen Unternehmen zu absolvieren – und dabei in eine fremde Kultur einzutauchen und sich in einer Fremdsprache zu perfektionieren.

Kein Semester verlieren

Das EU-weite Punktesystem ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ermöglicht Studierenden Mobilität, ohne Studienzeit zu verlieren. Denn die bei den Prüfungen an der Auslandshochschule gesammelten Punkte gelten im gesamten europäischen Hochschulraum und damit auch an der Heimat-FH.
Eine weitere Möglichkeit sind speziell konzipierte Joint-Degree-Studien in Zusammenarbeit mit einer Partnerhochschule im Ausland. Das Studium an beiden Hochschulen schließt mit einem Doppelabschluss ab – was zum Beispiel bei einem späteren Job im Gastland sehr nützlich sein kann.
Wer etwa im Rahmen eines Erasmus-Programms ins Ausland geht, weiß schon vor Reiseantritt, welche Vorlesungen, Seminare und Prüfungen er an der Gasthochschule absolvieren wird. Sollte sich im Lauf des Studienjahrs etwas ändern, kann die Vereinbarung mit der heimischen Hochschule auch per Fernabsprache geändert werden, sodass genügend ECTS-Punkte gesammelt werden können, um danach das Studium in Österreich ohne Verzögerung fortzusetzen.

International Offices
Auch die österreichischen Standorte tun einiges, um eine multikulturelle Atmosphäre und globales Denken zu fördern. An den meisten Fachhochschulen gibt es ein „International Office“, das bei der Organisation des Auslandsaufenthalts behilflich ist. Man spricht von „Incoming“- und „Outgoing“-Studierenden, also von jenen, die aus der eigenen Hochschule in die Welt ausschwärmen, und von ausländischen Studierenden, die an einer österreichischen Fachhochschule ein Gastsemester verbringen.

Buddy-System
Damit die sogenannten „Incomings“, also Gaststudierenden, sich hierzulande schnell wie zu Hause fühlen, werden ihnen meist Buddys an die Hand gegeben: Studierende, die sich um die neuen KollegInnen kümmern, sie bei Behördengängen unterstützen, auf Freizeitmöglichkeiten hinweisen oder einfach da sind, wenn man sie braucht.
Tipp: freiwillig als Buddy melden! So werden nicht nur die eigenen Fremdsprachenkenntnisse aufgefrischt, sondern auch so manche Freundschaften geschlossen und Netzwerke erweitert.

Fremdsprachen inklusive

Damit sich FH-AbsolventInnen sicher auf internationalem Parkett bewegen können, führen nicht nur nahezu alle Studiengänge Englisch als Unterrichtsfach, sondern bieten auch etliche Fachlehrveranstaltungen auf Englisch an. Einige Dutzend von Österreichs Fachhochschulstudiengängen werden überhaupt zur Gänze in englischer Sprache abgehalten, Tendenz steigend. Zum Freifächerangebot vieler Fachhochschulen zählen außerdem weitere Fremdsprachen wie Französisch, Italienisch und Spanisch, auch die sogenannten „MigrantInnensprachen“ – Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch – haben in einigen Studiengängen bereits Einzug gehalten. Ganz wichtig sind aber auch die Zukunftssprachen wie Russisch, Chinesisch oder Arabisch.

Prinzip Mobilität
Mobilität gilt als Maxime auch für die Lehrenden. Nicht zuletzt sorgen GastdozentInnen aus dem Ausland für internationales Flair. Und wer zudem Kontakte knüpfen möchte, kann das im Rahmen der zahlreichen im In- und Ausland abgehaltenen Summer Schools tun. Sie werden auf Englisch abgehalten und eignen sich durch ihre kurze Dauer besonders für berufsbegleitend Studierende.

Internationalität

  • Auslandssemester: Während des Studiums kann, in manchen Studiengängen muss ein Semester im Ausland an einer Partnerhochschule absolviert werden.
  • Praktikum im Ausland: Das Berufspraktikum kann auch im Ausland absolviert werden. Bei der Suche nach einem Platz hilft die FH.
  • Outgoings: So werden StudentInnen genannt, die im Ausland studieren.
  • Incomings: GaststudentInnen, die an heimischen FH studieren.
  • International Office: Ansprechpartner in allen Fragen bezüglich eines Studienaufenthalts im Ausland (Stipendien, Prüfungsanrechnungen) sowie Anlaufstelle für Incomings.
  • Buddys: Sie unterstützen Incomings und erweitern damit nicht nur ihren Horizont, sondern auch ihre Sprachkenntnisse.
  • Fremdsprachen: Englisch ist in allen Studiengängen Pflicht, Angebote gibt es aber auch in vielen weiteren Sprachen.

www.fachhochschulen.ac.at

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