Anwendungsorientiert und praxisbezogen: Das ist Forschung an den FHs. Die wissenschaftliche Arbeit mündet direkt in ein neues Produkt, in eine verbesserte Dienstleistung oder wird in der Forschung weiter für die Praxis optimiert. Die Fachhochschulen kooperieren hier eng mit Wirtschaftsbetrieben in der Region. Schon früh lernen Studierende dadurch, sich auf die realen Bedürfnisse der betrieblichen Praxis einzustellen. So sind sie bereits während des Studiums in Erfolgsgeschichten eingebunden, wenn beispielsweise ein Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit einer FH eine entscheidende Produktverbesserung oder gar -innovation erreichen konnte.
Reger Austausch
Der Austausch zwischen angewandter Forschung und FHs läuft über mehrere Kanäle. Einerseits absolvieren die Studierenden ihr Berufspraktikum in einem Betrieb. Hier bekommen sie eine konkrete Aufgabe gestellt, die dann von der FH evaluiert wird. Andererseits bearbeiten Studierende im Rahmen von Projektarbeiten aktuelle Forschungsfragen, oft durch einen Auftrag von einem Unternehmen. Erkenntnisse aus richtungsweisenden Neuentwicklungen fließen direkt in die Lehre ein. Zudem kommen viele Vortragende direkt aus der Wirtschaft oder der betrieblichen Forschung. Theoretisches Wissen kann dann durch „Geschichten, die das Arbeitsleben schreibt“, bereichert werden.
Internationale Vernetzung
Durch die starke internationale Vernetzung klinkt man sich auch in grenzüberschreitende Projekte ein. Europaweit verstehen sich die FHs als lernende Institutionen, die ihre Studierenden bestmöglich und nach aktuellstem Wissensstand auf die künftigen beruflichen Anforderungen vorbereiten. Die forschungsgeleitete Lehre steht dabei stets im Mittelpunkt.
Zahlreiche Projekte
Die Vielfalt der Forschungsprojekte an FHs spricht für sich: So wird gemeinsam mit Pharmaunternehmen an Produktinnovationen gearbeitet oder mit einer IT-Firma Software neu beziehungsweise weiter entwickelt. Rund 1200 Firmen, Non-Profit-Organisationen und Forschungseinrichtungen kooperieren österreichweit mit dem FH-Sektor. Das macht die Stärke des FH-Standortes Österreich aus – und zeigt den Studierenden bereits während ihrer Ausbildung, wie groß die Möglichkeiten sind, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Nicht selten werden auch Bachelor- und Masterarbeiten von Firmen in Auftrag gegeben.
Zahlreiche Jobmöglichkeiten
Diese enge Verflechtung birgt noch weitere Vorteile: Jene Unternehmen, die mit den FHs in Projekten kooperieren, sind auch bei Karrieremessen und in den Alumniclubs präsent. Damit eröffnen sich für die Studierenden leicht Jobmöglichkeiten – vielleicht sogar in jener Forschungsabteilung, in der sie während des Studiums Erfahrungen sammeln konnten.
Wissenschaftliche Karriere
Und wem das wissenschaftliche Arbeiten im Labor so sehr gefallen hat, dass es ihn mehr in die Grundlagenforschung zieht, der hat die Chance, an eine Universität zu wechseln. Nach einem Bachelor-Abschluss kann man dank des Bologna-Systems in ein einschlägiges universitäres Master-studium einsteigen, nach einem FH-Master in ein PhD-Studium an einer Uni – immer vorausgesetzt, die ECTS-Punkte passen.
Forschung & Entwicklung
- Fokus: Anwendungsorientiert und praxisnah.
- Themen: Die Bandbreite ist groß und reicht von medizinischen bis zu Software-Entwicklungen, von der Handyapplikation bis zur neuen
- Kontaktlinse.
- Projekte: An die 1000 Forschungsprojekte werden an den Fachhochschulen jährlich durchgeführt, immer in Kooperation mit Betrieben, NGOs, Forschungseinrichtungen oder anderen in- und ausländischen Hochschulen.
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