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Herr "Feymann" und seine Lehrer

23.08.2010 | 19:03 | OLIVER PINK (Die Presse)

Ein paar Stunden länger in der Schule sitzen? Und das noch dazu in Zeiten der knappen Kassen? Aber nicht doch.

Wäre man polemisch, dann könnte man anmerken, dass Lehrer, insbesondere Lehrervertreter, und hierbei im Speziellen die sozialdemokratischen, an ihrer Arbeitsstätte derart ausgelastet sind, dass sie nicht einmal zum Zeitunglesen kommen – nicht einmal in ihrer kargen Freizeit. „SP-Lehrer lehnen Feymann-Vorstoß zur Lehrerarbeitszeit ab!“, betitelte der Chef der Sozialdemokratischen Lehrer/innen Österreichs (SLÖ) gestern seine Aussendung. Im nachfolgenden Text folgt der „Feymann“ dann noch drei Mal.

Es gab zwar seinerzeit im Ständestaat den gefürchteten Heimwehrführer Emil Fey, aber dass ausgerechnet sozialdemokratische Lehrer auf diesen anspielen, wenn sie ihren Kanzler meinen, davon wird eher nicht auszugehen sein. Also wohl ein Schlampigkeitsfehler in der Aufregung. Kann ja passieren.

Das Argument der Lehrer, dass eine Verlängerung ihrer Arbeitszeit die Einstellung von Junglehrern behindere, hat etwas für sich. Das ist aber auch schon das einzige Argument, das sie für sich ins Treffen führen können. Wenn überall gespart wird, werden auch die Lehrer ihren Beitrag leisten müssen.

Die Erregung darüber lässt sich heute genauso wenig nachvollziehen wie 2009. Damals hat Bildungsministerin Claudia Schmied den Vorschlag gemacht, dass Lehrer länger arbeiten sollten. Nun hat es der Bundeskanzler getan. Werner Faymann. Mit zweimal a. (Bericht: Seite 2)


oliver.pink@diepresse.com


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