Im Uni-Dilemma

11.12.2011 | 18:26 |  CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Bald schon kann die „schweigende Mehrheit der SPÖ“ (© Gabi Burgstaller) beweisen, was in ihr steckt.

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Bald schon kann die „schweigende Mehrheit der SPÖ“ (© Gabi Burgstaller) beweisen, was in ihr steckt: Die Chance, dass die SPÖ ihr kategorisches Nein zu den Studiengebühren aufgibt, lebt. Scheint doch nun sogar der Kanzler zu verstehen, dass eine Blockade, ohne alternative Finanzierungsmodelle vorzulegen, nicht zum Erfolg führt. Der einzig negative Beigeschmack, der bei einem möglichen Kurswechsel bleibt: dass er ausgerechnet mit den neuen Sparplänen der Regierung zusammenfällt. Die Versuchung ist da groß, die Gebühr als bloße Sparmaßnahme zu missbrauchen.

Eines muss klar sein: Gebühren können nur eine unterstützende Maßnahme sein. Wenn die Kraft fehlt, die Uni-Milliarde trotz Schuldenbremse zu garantieren und gleichzeitig Strukturreformen durchzuführen, dann bleibt das Uni-Dilemma auch künftig ungelöst.

 

E-Mails an: christoph.schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.12.2011)

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10 Kommentare
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ein schwaches Argument: "dass eine Blockade, ohne alternative Finanzierungsmodelle vorzulegen"

der Herr Schwarz schreibt so, als ob Studiengebühren ein Naturgestz wären, und man deshalb Gegenargumente braucht.
Nein, man braucht Argumente dafür, zB, dass sich der Staat von der Verpflichtung, wissenschaftliche Anstalten mit Lehre zu betreiben, endgültig verabschieden will.

Ich habe noch kein vernünftiges Argumetn FÜR Studiengebühren gehört, aber die Burgstaller will sich hier wohl die Kanzlerschaft vorbereiten. Da können dann schon einige Studenten daran glauben, insbesondere, wo sie selbst keine Studiengebühren bezahlt hat, damals!
Oder hat sie kein Studium?

Grundsätzlich wird da vergessen, dass es bald keinen Mittelstand mehr geben wird, der seinen Kindern ein Studium zahlen können wird. die wegfallenden Sozialleistungen und die steigenden Steuern werden diesen Mittelstand vernichten.
Die Schere wird diesem Mittelstand die Gurgel durchschneiden.

Letztendlich sind sie ein Naturgesetz

Schließlich wollen Universitäten gebaut, beheizt und mit Personal bestückt werden.

Und all dies passiert nicht gratis.

Es bleibt also nur die Frage, ob die Nutznießer diese Institutionen dafür bezahlen sollen, oder ob es irgendjemand anderer tun soll.

Für letzteren Standpunkt gibt es genausoviele Argumente wie für den vergleichbaren Standpunkt in der Frage, wer denn für die Einkäufe des täglichen Bedarfs eines beliebigen Bürgers aufkommen solle - nämlich exakt Null.

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Re: Letztendlich sind sie ein Naturgesetz

ein Professor hat etwa 6 bis maximal 12 Stunden Vorlesungsverpflichtung, den rest der Zeit hat er für seine eigene Weiterbildung und foschung zu verwenden, dass er in dieser Zeit häufig die Resourcen der Universität beansprucht, um sich etwas dazuzuverdienen, und meist keinen Beitrag zu diesen Resourcen bezahlt, wird gerne vergessen.
So, und jetzt rechnen sie mal selbst, was diese paar Stunden, die ein Student diese Einrichtungen der Universität mit 30, 100, 500 anderen beansprucht, kalkulatorisch ausmachen.
sie werden auf keinen nennenswerten Betrag kommen, also lasen wir Argument dieser Art lieber ganz schlicht weg.
Sie können sich auch auf dieser Art der Null nähern. Jedenfalls ist ihr Argument keines, ein Scheinargument und in gesamten System gesehen unredlich und verzichtbar.

Gast: Vogel Strauss
12.12.2011 09:48
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Wo bleibt in dieser Diskussion KHT??

Der wäre doch eigentlich dafür zuständig, aber man hört nix von ihm. Obwohl er vor kurzem in dieser Zeitung hochgelobt wurde ...

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Re: Wo bleibt in dieser Diskussion KHT??

er muss vermutlich mit sich ausmachen, wie er seinen Meinungsumschwung von keine Studiengebühren auf Studiengebühren bewätigt.
Das ist eine erhebliche psychische Leistung, so wird es ihnen zumindest jeder Psychologe erklären.

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der herr kanzler wird sich halt

wundern wie groß die menge jener ist, die ihn nach einen umfaller in bezug auf die studiengebühr nicht mehr wählen werden.

oder wird der fayman schon vor der wahl ausgetauscht????

aber wir verstehen das ja alle:
150 millionen studingebühren sind unbedingt erforderlich um die unis zu finanzieren.

2 Milliarden vermögensbezogene steuern sind eine so kleine menge, dass wir darüber doch gar nicht reden brauchen.....

noch eines: wo ist den die europäische finanztransakrionssteuer? ach so die brauchen wir nicht, was wir brauchen ist eine schuldenbremse, allein schon wer das wort erfunden hat gehört psychiatriert.

Re: der herr kanzler wird sich halt

Gestern in Radio Wien konnte man die Schuldenbremse sogar hören....

Übrigens, sie heißt Mitzi ;-)

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Re: Re: der herr kanzler wird sich halt

gehört da nicht schotter zu der mitzi

Gast: Nayman
11.12.2011 22:11
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Strukturreformen - Universitätsreform

Herr Schwarz spricht in seinem kurzen Kommentar alle Koordinaten des österreichischen Universitätsproblems an. Beginnen wir mit dem zentralen Ansatz: den Strukturreformen, d.h. der grundlegenden Universitätsreform.

Im Vergleich dazu sind alle anderen Probleme nebensächlich. Und Studiengebühren wären dann überflüssig.

Antworten Gast: Soists
12.12.2011 09:40
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Re: Strukturreformen - Universitätsreform

Universitätsreform jetzt bitte!

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