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Der Absturz der Ministerin

31.05.2012 | 18:22 |  CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Wann verschiebt Schmied endlich die Zentralmatura?

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Bisher war die Argumentationslinie der Unterrichtsministerin klar: Die allgemeine Skepsis an ihrer Zentralmatura sei ein bloßes Produkt der üblen Propaganda der schwarzen Lehrergewerkschaft, die ihr schlicht „nicht so wohl gesonnen sei“ (O-Ton Claudia Schmied anlässlich der jüngsten Kritik an den neuen Bildungsstandards). Mittlerweile wird es aber eng für die Ministerin, die auf ihrem Zeitplan beharrt: Wenn sich sogar ihre eigenen Experten aus der Deckung wagen und vor Schwächen warnen, kann von simpler Panikmache aus konservativen Kreisen wohl längst keine Rede mehr sein.

Noch dazu, da die Vorwürfe des – von Schmieds Ministerium bestimmten – Zuständigen für die Mathematikmatura mehr als schwerwiegend sind: Von einer Senkung des Anforderungsniveaus ist die Rede, von einem Rückschritt, von Risken für die Schüler. Selbst wenn man die Zentralmatura grundsätzlich befürwortet: Das kann wirklich niemand wollen.

So bewundernswert es ist, wenn sich Schmied nicht per se von der Gewerkschaft in die Knie zwingen lässt: Wenn sie ein letztes bisschen Verantwortungsgefühl hat, muss sie handeln. Und die Matura verschieben. Der Grat zwischen Prinzipientreue und bloßer Sturheit ist schmal. Schmied droht abzustürzen.

 

christoph.schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2012)

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24 Kommentare

Es wird Zeit,

dass das Unterrichtsministerium eine Gebildete Leitung bekommt. Gehrer und jetzt Schmied - beides unfähige und bildungsfeindliche Repräsentantinnen der PISA-Versager. Und zu allem Überfluss umgibt sich Frau Schmied noch mit selbsternannten Fachleuten - natürlich von den Primitivmedien wie ORF und Österreich gestützt, die eines mit Sicherheit haben - KEINE AHNUNG - und nur heiße Luft produzieren.

Die armen Geschädigten sind die Kinder, für die zwar angenehmer Weise das Kindergartendasein verlängert wird, denen aber jede Chance für die Zukunft genommen wird.

Diese Herr- und Frauschaften gehören in ein Fernheizwerk, um dort die heiße Luft nutzbringender zu produzieren.

Gast: Die Blase ist voll
04.06.2012 18:02
0 0

Österreichischer Bildungsstalinismus.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Die Frau Ministerin Schmied

hat ja schon viel Erfahrung mit Fastabstürzen, doch immer wurde sie im letzten Moment gerettet, wie in der "Kommunalkredit" ! Vielleicht ist sie jetzt auf dem besten Weg , unseren Bundeskanzler abzulösen. So wie Frau Schmied agiert, so stelle ich mir "Fortune in der österreichischen Politik" schon lange vor!!

Zuständigkeit

Die Gewerkschafter haben schon vielen Betrieben geschadet (Voest, Aua....), doch in der Schulreform sollten doch endlich die Fachleute eingebunden werden und die Politiker den Mund halten, da sie von der Schule wirklich nichts verstehen. Sie wollen doch lediglich ihre Parteiideologie durchsetzen.

Ein kurzer Blick auf die "Erfolgsgeschichten"

der Frau Minister und mich wundert nichts mehr, warum der Karren in den Dreck gefahren wurde.

Gast: AnWaldi
01.06.2012 18:23
7 0

Nicht nur die Lehrer ...

Da das Problem hier in den meisten Beiträgen als Kampf der Ministerin gegen die Lehrergewerkschaft dargestellt wird, muss es doch wieder mal betont werden: Die gesamte Schulpartnerschaft (Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter) ist sich aus gewichtigen Gründen in der Forderung nach Verschiebung einig, es ist also in Wahrheit ein Kampf des Ministeriums gegen die Schule, repräsentiert durch die Schulpartner.
Andreas Waltenstorfer,
LEV (Landeselternverband) Steiermark

2 0

nonsense

ich halte selbst die Zentralmatura für nicht sinnvoll

3 0

Ich bin grundsätzlich für eine Zentralmatura!

So lange allerdings die Sozialisten das Bildungsresort inne haben, bin ich strikt dagegen! Wie in allen Bereichen versucht die SPÖ nichts anderes als auf mehr oder weniger transparenten Weg ihre Ideologie, diesmal auf dem Rücken der Schüler, durchzuziehen. Sprich das teilweise, ich betone teilweise miese Niveau wird nochmals und damit flächendeckend nach unten gedrückt.

Gast: Die Wahrheit macht frei
01.06.2012 13:42
12 0

Das wunderbare und segensreiche Wirken

der Genossin Schmied wird endlich offenbar...

12 0

Schmieds Kampf auf dem Rücken der Schüler

1) Die Vorbereitung der Zentralmatura insbesondere in Mathematik seitens der Verantwortlichen (Fr. Schmied, Bifie) ist katastrophal schlecht.
2) Informationen an Eltern und Schüler finden de facto nicht statt.
3) Bildung wird durch "Grundkompetenzen" ersetzt (Bildung klingt wahrscheinlich zu bürgerlich für eine Sozialistin)

Es darf nicht sein, dass die Frau Minister ihren Krieg mit der Gewerkschaft auf dem Rücken der 16-jährigen (die in 2 Jahren zentral maturieren) austrägt.

Gast: gast5645
01.06.2012 12:14
0 9

Die Gewerkschafter

haben solange gegen die Zentralmatura gearbeitet, dass es jetzt offenbar wirklich nimmer geht.
Warum jetzt aber die Minsterin daran Schuld sein soll, dass die Lehrer(gewerkschafter) blockiert haben, ist mir schleierhaft.
Wären die Lehrer daran interessiert gewesen, wäre die Zentralmatura schon lange getestet und der Start ohne Verzögerung möglich

Re: Die Gewerkschafter

Die Zentralmatura ist eine gute Sache, aber NICHT wenn sie ganz im Angedenken an gute kommunistische Planwirtschaft von höchster Stelle "oktroyiert" wird. Die Lehrergewerkschafter wurden in viele Prozesse schlichtweg nicht einbezogen und können erst ex post Kritik üben - was sie auch gemacht haben bzw machen.

Das als "blockieren" zu verunglimpfen ist völlig verfehlt. Das was Schmied als "fehlende Zusammenarbeit" bezeichnet, ist eher der fehlende Wille, zu allem, wozu man nicht gefragt wird, einfach ja und amen zu sagen. Für die Zusammenarbeit braucht es zwei - und da war insbesondere Schmied nie am Input der Lehrergesamtheit interessiert sondern hat sich ihre eigenen Experten "gehalten".

Antworten Antworten Gast: Gast5645
01.06.2012 15:53
0 0

Re: Re: Die Gewerkschafter

Wenn meine Chefin eine Änderung druchziehen möchte, ist es egal ob mir das gefällt oder nicht, ich habe die Abläufe dahingehend abzuändern.
In der Privatwirtschaft käme niemand auf die Ideen jeden Arbeiter zufragen ob er denn auch gewillt ist diese Änderung mitzutragen - und das ist gut so.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast lupo
02.06.2012 19:41
2 0

Re: Re: Re: Die Gewerkschafter

Ihre Chefin trägt aber die Verantwortung dafür wenn die Änderungen die sie durchgesetzt hat keinen Erfolg bringen.

Diese Last muss Ministerin Schmied aber nicht tragen.

Dafür hat sie für ihre "besondere Leistung" als Vorstandsmitglied der notverstaatlichten Kommunalkredit Austria AG im Jahr 2010 das Große Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreichverliehen bekommen.

2 0

Re: Re: Re: Die Gewerkschafter

Das mag schon sein, aber der große Unterschied liegt wohl darin, dass sich Ihre Chefin in der Firma auch auskennt und über Produktionsabläufe etc. auch Bescheid weiß.

Antworten Antworten Antworten Gast: AnWaldi
01.06.2012 18:15
2 0

Re: Re: Re: Die Gewerkschafter

Gratuliere zu diesem Statement ... das ist der Grundstein, auf dem man solide Diktaturen aufbauen kann!

1 0

Re: Re: Re: Die Gewerkschafter

Da sind Sie in einem anderen Teil der Privatwirtschaft unterwegs als ich.
Ich habe einige Projekte gesehen, die genau am selben Problem gelitten haben - mangelhafte Kommunikation mit den Tatsächlich Betroffenen in der Planung sphase und sich daraus ergebende Probleme, die erst im Zuge der Umsetzung zu Tage treten.

Von der Kommunalkredit zur Bildung...

to do list before I'm dead:

1. Ruin a bank - check
2. Ruin a public schooling system - work in progress
3. Go to Brussels and work for the EU - planned for 2015

Nein,

die Dame hat in dieser Hinsicht, so wie es ausschaut, keinerlei Verantwortungsgefühl die von keinem vernünftigen Menschen zu leugnende Talfahrt nach unten in der Bildung zu stoppen.....eher das Gegenteil erscheint zu erfolgen....mit Tricks, Verschleierungen, Zerreden....jedenfalls alles, nur keine offenen Karten und Worte....

Gast: Schüler
31.05.2012 21:32
16 2

Verantwortungslos!

Eine Frechheit mit welcher Verantwortungslosigkeit Schülern, Lehrern und Eltern gegenübergetreten wird!

19 1

Metternichscher Überwachungsstaat

Es ist kaum anzunehmen, dass die Ministerin von ihren Vorgaben abweichen wird - auf Biegen und Brechen. Dafür wird Misstrauen geschürt, wo es nur geht - nach dem Motto: "Alle Lehrer sind Betrüger." So durften z.B. für die Mathematikstandards als Testet keine Mathematiklehrer eingesetzt werden (Sie könnten ja etwas "schieben" - zumindest im AHS-Bereich - als wären die Beispiele so schwer gewesen, dass sie nicht von jedermann mit gesundem Hausverstand lösbar gewesen.) Dieses tiefe Misstrauen den Lehrpersonen gegenüber zieht sich wie ein rotes Band durch alle Vorgaben des Ministeriums, obwohl die Mehrheit der LehrerInnen bestrebt ist, die SchülerInnen zu mündigen Bürgern zu erziehen und zu kritischem Denken zu befähigen. (Zumindest in der Oberstufe funktioniert es meist auch.) Das ist aber leider in der heutigen Politik der Punkt, der am wenigsten gefragt ist. Hauptsache die SchülerInnen haben "narrative" und sonstige BlablaKompetenzen.

Antworten Gast: Mit uns, der OECD, in die neue Zeit
04.06.2012 18:05
0 0

Re: Metternichscher Überwachungsstaat

Sie ist eine neoliberale Oligopolistin.

Antworten Gast: Der Notar
04.06.2012 13:23
0 0

Kompetenz bei Lehrern?

selten so gelacht. Ein..Bildungs...kompetenz ja. Bei BHS ja, bei HTL ja, bei allen anderen NEIN.

Antworten Antworten Gast: Bürger55
07.06.2012 08:44
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Re: Kompetenz bei Lehrern?

Und die Notare sind die größten Abzocker. Ein dreckiges Geschäft. Das kostet zum Beispiel eine einfache Eintragung ins Grundbuch 2000 Euro! Ein normaler Angestellter arbeitet dafür über ein Monat! Aber das kann mir kein Notar erzählen, dass die Grundbucheintragung mehr als drei Stunden Arbeit erfordert.

Also nicht über die Lehrer aufregen sondern VOR DER EIGENEN TÜRE KEHREN.

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