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Wissenschaft für Mädchen: Kritik an klischeehaftem EU-Werbevideo

26.06.2012 | 15:46 |   (DiePresse.com)

"Science: It's a girl thing" ist die neue Kampagne der EU-Kommission die Frauen in die Forschung bringen soll. Das zur Kampagne gehörige Video strotzt vor Klischees.

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Vergangenen Donnerstag hat die EU-Kommission die Kampagne "Science: It's a girl thing" gestartet, mit der Mädchen für Wissenschaft begeistert werden und außerdem Vorurteile abgebaut werden sollen. Gerade den Vorwurf, Stereotype zu transportieren, müssen sich nun allerdings die Macher der Kampagne selbst gefallen lassen. Grund ist ein pink-lastiger Werbespot, in dem drei junge Frauen perfekt gestylt in Highheels durch ein Labor staksen, dort wie Models posieren und Lippenstifte im Logo auftauchen, während in Zwischenschnitten rauchende Reagenzgläser und anderes Laborinventar zu sehen sind.

Im Internet wurde der Spot von Forscherinnen und Kommentatoren entsetzt bis höhnisch aufgenommen. Von "ekligen Klischees" ist da die Rede und von einer Kampagne, mit der Wissenschafterinnen dazu gebracht werden sollen, kürzere Röcke zu tragen. "Das ist keine Parodie, das ist keine gemeine Kreation von Anti-Europäern", fühlt man sich beim "Forbes Magazine" gar genötigt hervorzuheben. Die EU-Kommission hat das Video mittlerweile aus dem Netz genommen. Außerdem hat sie die kritischen Forscherinnen dazu eingeladen, auf Twitter Mitglied von #realwomeninscience zu werden.

Hintergrund der Kampagne ist der Mangel an Wissenschaftern, bis 2020 werden in der EU eine Million Forscher zusätzlich benötigt. Derzeit machen Frauen in der EU zwar 45 Prozent aller PhDs bzw. Doktorate aus, stellen aber nur ein Drittel der Forscher. Vor allem im Ingenieurs- und Produktionswesen sind Doktorandinnen noch immer in der Minderheit. In Österreich sind Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Studien ebenfalls unterrepräsentiert: Mit Ausnahme der Biowissenschaften machen Frauen in keinem Feld über 40 Prozent aus, in Informatik, Ingenieurwesen und den technischen Berufen sind es sogar unter 20 Prozent.

(APA)

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25 Kommentare
 
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Gast: Karoline K.
06.07.2012 15:15
1 0

Und noch mehr unqualifizierte Quotenfrauen!


Gast: susi12321
27.06.2012 22:15
1 0

Ingenieurinnen

Es sollte objektiv Berichtet werden. Ingenieurinnen
haben die doppelt so hoche Arbeitslosigkeit hat, wie bei Ingenieure.
Sagt man das auch den Mädchen?

Gast: Jwz67
27.06.2012 03:12
1 1

"perfekt gestylt" ist gut.

Das hat eher wie die dürftige Rahmenhandlung für einen Porno gewirkt. Wo sie zur Sache kommen sollen hätten wars dann aus.

Gast: bbrbdvcvb
27.06.2012 00:55
7 2

Es gäbe genug Forscher und Techniker

...man müsste sie nur ausbilden.
Stattdessen streicht die TU massenhaft Studienplätze und führt Beschränkungen ein, weil sie den Ansturm(!) an Studenten mit der Unterfinanzierung nicht mehr bewältigen können. (und gleichzeitig wird von der Regierung geworben studiert Technik...)

Publizistik- Kunstgeschichte und sonstige nur aus Wählergründen geschaffene linke Studien mindestens halbieren und das Geld stattdessen in die Unis stecken, die nicht systematisch Arbeitslose ausbilden. Und dann wird wieder behauptet wir bräuchten unbedingt (billige lohndumping) Arbeitskräfte aus dem Osten...das kennen wir ja schon aus der Baubranche.

Techniker wählen halt weniger irgendwelche Träumerparteien, da sie halt arbeiten müssen und daher wissen, wie die Realität aussieht.

Antworten Gast: dis
27.06.2012 20:15
1 1

Re: Es gäbe genug Forscher und Techniker

Völlig richtig!
Dennoch sind die Fachschaften der TU dem linken Milieu zuzuordnen.

Egal ob links oder rechts, die Hauptsache ist nicht realitätsfremd zu werden (siehe Café Rosa). Dieser Punkt fehlt mir oft bei Vertretern diverser Studien der Hauptuni, welche zum "Kren reiben" sind und nur arbeitslose bzw. unterbezahlte Akademiker ausbilden.

Vorschlag

Wenn Forscher fehlen, wie wäre es damit, die besten zu fördern anstatt die politisch genehmen?

2 11

Re: Vorschlag

Der Pool von potentiellen maennlichen Forschern ist ganz gut ausgelastet, der der weiblichen oft komplett unangetastet. Effizienter im letzteren zu fischen als mit teuren Foerderungen eine Handvoll zusaetzliche Maenner zu angeln.

Frag mich allerdings wirklich welche weibliche Zielgruppe mit dem Spot angesprochen werden soll...

Re: Re: Vorschlag

Ja, was treibt die Firmen nur? Wo doch die Qualifikation eh gleich und Frauen tendenziell weniger verdienen. Es werden doch nicht die zusätzlichen Toiletten sein, die von der Einstellung weiblicher Wissenschaftler abhalten?

Re: Re: Vorschlag

Wer sich für eine Wissenschaft interessiert und in diesem Bereich tätig werden will, wird dies (hoffentlich) aus eigenem Interesse und Antrieb tun.

Leute, die man erst überreden muss, sind meist nicht mit vollem Einsatz dabei.

Generell finde ich es einen Irrweg, Menschen zu einer bestimmten Lebensplanung zu drängen. Ganz besonders kontraproduktiv ist es, aus ideologischem Eifer Frauen zu Männern erziehen zu wollen, denn langfristig wird damit nicht nur niemand glücklich, sondern die Effizienz leidet auch. Ultimativ auf Kosten der Gesamtgesellschaft.

Antworten Antworten Antworten Gast: Möchtegernforscherin
27.06.2012 19:23
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Re: Re: Re: Vorschlag

Man soll und muss die Frauen nicht überreden. Aber wenn Mädchen 18 Jahre lang so behandelt werden als taugten sie eh nur zur Hausfrau, dann glauben viele Mädchen das.
Wir werden noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis es eine echte Chancengleichheit gibt. Außerdem wird 90% der angeblichen Überzeugungsarbeit kontraproduktiv sein, wie in dem beschriebenen Video.
Wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Re: Re: Re: Re: Vorschlag

HÄH?!

Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Ach, und als ein paar Leute Columbus gesagt haben, dass seine Expedition möglicherweise nichts wird, hat er seine Segelschiffe wieder zurückgegeben und auf seinem Balkon einen Tiegel Schokoladeeis gegessen?

Forschung ist oftmals das Verfolgen einer Idee trotz heftigem Gegenwind. Und wenn die zugrundeliegende Persönlichkeitsdisposition nicht vorhanden ist, sondern die Person erst mühsam überzeugt werden muss, dann sehe ich für die Forscherkarriere schwarz.

Und wenn Sie trotz jahrzehntelanger Propaganda (mit Girls Day, FIT, Frauenförderungs- und -bevorzugungsprogrammen aller Art, Affirmative Action, Quoten etc., die übrigens immer noch nicht zu einem signifikanten Anstieg des Frauenanteils in MINT-Fächern geführt haben) der Meinung sind, dass man Frauen das Hausfrauendasein schmackhaft zu machen versucht, dann leben Sie anscheinend auf einem anderen Planeten.

0 2

Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Ein perfekter Vergleich! Bei der Foerderung von Columbus gab es extrem viel Gegenwind und es wurde gesagt, dass daraus moeglicherweise nichts wird, genau wie bei der Foerderung von Frauen in der Wissenschaft. Schoen, dass wir in dieser Sache einer Meinung sind!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Pru-ha-ha.

Ka-tusch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Möchtegernforscherin
28.06.2012 18:44
0 4

Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Der Columbus war keine Frau, er musste sich nicht ein Leben lang anhören, dass er, wie alle anderen Männer, eh zu nichts taugt.

Übrigens, man macht den Frauen das Hausfrauendasein nicht schmackhaft, man redet ihnen ein, dass sie zu allem anderen zu dumm wären. Das ist ein Unterschied.

Ich leb nicht auf dem Mond. Ich erlebe Tag für Tag die Problematik. Ich weiß wovon ich rede.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Wenn ich mir Ihre paranoiden Kommentare so durchlese, brauche ich Ihnen offensichtlich nichts mehr einzureden. Bei Ihnen ist tatsächlich Hopfen und Malz verloren. Guten Tag.

Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Menschen die schnell was glauben, taugen ohnehin nicht zu Wissenschaft und Forschung!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Möchtegernforscherin
28.06.2012 18:28
1 3

Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Wenn es ein Leben lang passiert, dann kann man nicht von "schnell etwas glauben" sprechen.

Antworten Antworten Antworten Gast: der ehemalige Student1
27.06.2012 10:34
3 0

Re: Re: Re: Vorschlag

das meinen sie nicht ernst, oder?

fragen sie doch mal 14-jährige, was sie einmal machen wollen. ich kann mir nicht vorstellen, dass "forscher" unter den antworten zu finden sein wird.

das problem liegt aber genau im mangel an informationen über das berufsleben und mögliche karrieren bei unseren jugendlichen.

ich selbst habe eine htl abgeschlossen und wusste danach nicht, wie viel man damit verdienen kann, genausowenig, wie viel man mit irgendwelchen anderen berufen verdienen kann.

mit 14 wusste ich überhaupt nichts über berufsfelder, aber in dem alter trifft man die am meisten richtungsweisende entscheidung mit der wahl des schultyps...

Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Fein, dann sollte man aber alle Jugendlichen neutral informieren, und nicht nur Frauen einseitig.

Oder?

Re: Re: Re: Vorschlag

Denke, dass man mit solcher Werbung niemanden versucht zu überreden, sondern viel mehr Möglichkeiten aufzeigen möchte.

2 7

Re: Re: Re: Vorschlag

Niemand zwingt arme Frauen aus ideologischen Gruenden zur Wissenschaftskarriere...
Was spricht dagegen Werbung zu machen fuer Karrieren in bestimmten Bereichen, wo Leute graucht werden, insbesondere bei noch nicht ausgeschoepften Zielgruppen?

Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Sie sehen also die Berufswahl als Produkt, das man segmentieren und auf dem Markt platzieren muss, um es den geneigten Damen schmackhaft zu machen?

Karriere ist eine HOLSCHULD!

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Vorschlag

Genau so sehe ich die Berufswahl aus der Sicht der Gemeinschaft, die letztendliche Entscheidung bleibt natuerlich dem Individuum ueberlassen.



 
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