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Umfrage: Mehrheit gegen Strafen bei Schulschwänzen

04.07.2012 | 10:36 |   (DiePresse.com)

84 Prozent der Österreicher sagen, dass sie selbst schon einmal die Schule geschwänzt haben. Statt Strafen wünschen sich die meisten Alternativen: vor allem bessere Lehrer.

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In einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstituts spricht sich eine Mehrheit der Österreicher gegen Strafen für Schulschwänzen aus: 57 Prozent halten Geldstrafen für nicht gerechtfertigt, 35 Prozent sind dafür. Offensichtlich fühlen sich bei diesem Thema viele an die eigene Schulzeit erinnert: 84 Prozent geben an, schon einmal die Schule geschwänzt zu haben.

Als wirksame Alternativen zum Strafen, um dem Schulschwänzen entgegenzuwirken, werden primär eine Verbesserung der Lehrerausbildung (92 Prozent; Mehrfachnennungen möglich) und pädagogische Maßnahmen (87 Prozent) genannt. Den Lehrern geben die Befragten eine zentrale Rolle beim Schulschwänzen: Jeder zweite (52 Prozent) sagt, sie tragen dazu bei, jeder vierte (25 Prozent) sieht in ihnen eine Ursache für's Fernbleiben, nur acht Prozent sagen, Pädagogen spielen keine Rolle dabei. Unter den befragten Schülern nennen 83 Prozent "Probleme mit den Lehrern" als Ursache für Schulschwänzen.

Befragt, warum es so weit gekommen ist, dass man Schulschwänzen sanktionieren muss, sagen 45 Prozent, der Schulbesuch biete keine Perspektive und sei kein Garant mehr für einen Job, 29 Prozent sehen die fehlende Attraktivität der Schule als Ursache und 21 Prozent die mangelnde Realisierung von Schulreformen. Für die Umfrage des Klagenfurter Humaninstituts wurden 850 Personen befragt.

(APA)

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36 Kommentare
 
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Gast: Oberlehrer immer fleißig
06.07.2012 18:50
2 0

Ausbildung verbessern

Die Österreicher leben zu ungesund
BITTE DIE AUSBILDUNG DER ÄRZTE VERBESSERN

Die Autofahrer sind zu schnell unterwegs....

also bitte die Ausbildung der Polizisten verbessern, aber pronto!

Gast: Wünschin
06.07.2012 09:53
4 0

Die meisten wünschen sich bessere LehrerInnen

Ich wünsche mir auch:
bessere VerkäuferInnen,
bessere ElektikerInnen,
bessere Mechanikerinnen
bessere FrisörInnen
bessere InstallatörInnen
bessre Restaurantfachmänner/frauen
bessere BankerInnen
bessere ReporterInnen
bessere RechtsanwältInnen
bessre ÄrztInnen
bessere PoltikerInnen
und bessere aus allen restlichen Berufsgruppen-
aber es gibt eben nur Menschen und keine Automaten (Gottseidank)

Antworten Gast: Rosenresli
06.07.2012 21:03
0 1

Re: Die meisten wünschen sich bessere LehrerInnen

Es gibt keinen Beruf mit mehr Problemen als mit Lehrern. Es vergeht keine Woche in der man nicht etwas Neues lesen kann, was alles in der Schule nicht funktioniert.
Die Schule ist mit Abstand die am schlechtesten funktionierende Institution hierzulande.
Nun denkt man daran die Kinder dafür zu bestrafen. Das ist doch das Letzte.

Gast: Be-obachter
05.07.2012 20:43
3 0

Schön & gut,

aber wenn ich daran denke, wie sich das einmalige mutwillige Schwänzen damals ausgewirkt hat und es in Vergleich mit der heutigen Zeit stelle, bin ich schon der Meinung, dass Strafen gerechtfertig sind.

Weil man damals gewaltigen Äger mit den Eltern bekam, wenn Schulschwänzen bekannt wurde.

Heute stehen die Eltern wie ein Panzer vor ihren schwänzenden Sprösslingen und meinen, ihnen damit einen Gefallen zu erweisen.

Gast: MH
05.07.2012 16:24
4 0

Wetten die Mehrheit der Österreicher wäre für Streichung der Kinderbeihilfe?

Es geht nicht um "EINMAL die Schule geschwänzt" sondern um permanente Schulschwänzer (und hier vor allem um Migrantenkinder) .

Die Österreicher sollten befragt werden ob sie in diesem Fall für die Streichung der Kinderbeihilfe wären anstatt uneinbringliche Strafen zu verhängen.

Die 850 befragten Personen-

aus welchem Umfeld kommen die? Man kann sich ja für solche Umfragen genau die Leute aussuchen, deren Antwort einem von vornherein zum gewünschten Ergebnis führt.

Fehlende Attraktivität(was ist das genau???für den einen zu viele Aufgaben, zu wenig Nettes in der Gruppe,zu viel Unterricht,natürlich nur unbegabte Pädagogen..)), mangelnde Realisierung von Schulreformen(wer von den Schwänzern interessiert sich dafür) und keine Jobgarantie.....Die hat allerdings niemand und schon gar nicht, wenn man selber leistungsunwillig und faul ist! Nur alle anderen verantwortlich machen, ist sehr einfach!

Aber in die Neue Mittelschule würden natürlich alle gerne gehen, da würde niemand mehr schwänzen .........Nachtigall, ich hör dir trapsen!


Gast: Konsequenzerich
04.07.2012 22:22
0 0

Konsequenzen einfordern

Ja es gibt viele Gründe für das Schulschwämzen wie Freizeitverhalten, Alkohol, allgemeine Unlustgefühle, desolate Familien usw.

Da wären Sozialstunden mit fachlicher Begleitung die richtige Antwort. Das würde die Eltern nicht finanziell belasten und die Kinder und Jugendlichen könnten lernen, dass ihr Tun Konsewquenzen nach sich zieht.

Gast: bergziege
04.07.2012 19:46
2 0

Es geht nicht um "ich habe auch geschwänzt"

Das immer wieder gezielte Schwänzen ist es. Ein Lehrling hätte seine Lehrstelle los, benähme er sich so exzessiv wie es manche Schüler tun. Man fehlt so lange, dass man nicht von der Schule komplimentiert wird. Ist Gefahr im Verzug, kommt man auf einige Tage. Danach beginnt das Spielchen von neuem. Klar, dass sich nicht alle Schüler so verhalten. Manche Schüler fehlen immer dann, wenn es Schularbeiten gibt. Die Termine werden zu Semesterbeginn mit der ganzen Klasse gemeinsam festgelegt. Es gibt aber auch Schüler, die genau an diesen Tagen von den Eltern irgendwelche Aufgaben zu erledigen haben. Oder sie wollen selbst nicht und tun so, als würden sie zur Schule gehen, während die Eltern schon außer Haus am Arbeitsplatz sind. Es gibt unzählige Negativgründe, weshalb gefehlt wird. In Deutschland gibt es aus diesem Grund Sozialarbeiter und Psychologen, die schwierige Jugendliche von zu Hause abholen. Wie soll das ein Lehrer tun? Die Aufgabe eines Lehrers sind der Unterricht, Vor- und Nachbereiten. Das heißt nicht, dass man nicht auch Gespräche mit den Schülern führt. Das Tätigkeitsfeld in der Schule hat sich massiv geändert. Wird die Familienbeihilfe nicht ausbezahlt, weil der Sprössling zu oft unentschuldigt fehlt, so ist es ein Grund, dass sich die Familie zusammensetzt und bespricht wie es weitergehen sollte. Falsch ist, diese Maßnahme als existenzgefährdend zu betrachten. Sie ist im Gegenteil eine Unterstützung für die Arbeitsmoral und soll die Existenz in Zukunft sichern.

4 0

????

Schafft endlich die Schulpflicht ab und führt wieder, wie Anno Schnee, die "Ich bin für das Wohl meiner Kinder verantwortlich" Elternschaft ein. Der Staat hat die Eigenverantwortung abgeschafft. Jetzt wundern sich die "Eliten, Experten, Esel...", dass niemand mehr solcher Art handeln will. Papa ist 40 und Rente, warum soll ich Schule? Onkel bekommt für 10 Kinder in Turkistan die Familienbeihilfe, ich soll arbeiten! Bin nicht Vollkoffer, oder?

Antworten Gast: bärig
04.07.2012 20:56
3 0

Re: ????

Wie wäre es mit Schulgeld bezahlen? Was nichts kostet ist nichts wert!

ihr habt keine ahnung

"Es sind doch die faulen und asozialen Lehrpersonen..
Die Hirnis glauben auch..
Österreichs Lehrpersonen brauchen eigentlich gar keine Drogen, die sind ja im permanenten Delirium.."

der 1. ist heute wieder in hochform, vermutlich nach dem geschmack der zeitungslinie.

1 0

Re: ihr habt keine ahnung

Am besten, einfach alles, was er schreibt, nicht lesen und schon gar nicht kommentieren, den Schmorrn!

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
05.07.2012 09:27
0 2

Ignorieren bis zur Perfektion!

Der Schmorrn betreffend den fallenden Fähigkeiten der Absolventen muss man als Lehrperson einfach nur ignorieren, weil das ja die eigene Leistung zu deutlich zeigen würde.

Den Schmorrn, dass die Grundausbildung im Rahmen der Schulpflicht schon um 54% teuerer als in Deutschland ist, dann Schmorrn muss auch ignorieren, weil es ja das eigene freche Abkassieren zeigen würde.

Den Schmorrn, dass die Österreicher schon 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse bezahlen müssen, dann muss man auch ignorieren, weil es die eigenen geringsten Leistungsanforderungen deutlich zeigen würden.

Wenn der Schmorrn dann doch diskutiert wird, dann muss man schnell die Verantwortung auf die Anderen schieben. Die Schuld wird dann dem Gesetzgeber, den Schülern, den Eltern, den fehlenden Lehrkräften, fehlenden Psychologen, fehlenden Strafen für die Anderen, etc. etc. gegeben. So bleibt man selber von jeder Korrektur verschont und kann dem eigenen Versagen weiter frönen.

Am Besten wäre es ja, wenn es den ganzen Schmorrn gar nicht geben würde und der wohlverdiente Ruhegenuss sehr früh erreicht werden könnte.

Solche Menschen, genau solche, braucht die Gesellschaft um sich weiterentwickeln zu können.

Antworten Antworten Antworten Gast: Aller erster Parteiloser
05.07.2012 18:08
2 0

Re: Ignorieren bis zur Perfektion!

Hören Sie auf ständig solchen Schmorrn bei allen Beiträgen reinzuschreiben!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
06.07.2012 12:19
0 1

Re: Re: Ignorieren bis zur Perfektion!

Wenn der Schmorrn in den Schulen aufhört, dann höre ich auf Kritiken zu schreiben.

In diesem Fall stellt sich nicht die Frage nach der Henne und dem Ei. Der Schmorrn wird in Massen an den Schulen, durch die Schulen und durch alle Beteiligten am staatlichen Bildungssystem täglich erweitert und auf neue Höhepunkte getrieben.

Sie suchen den Schmorrn also doch an der falschen Stelle. Und, Sie stehen so daneben, dass Sie selber der Überzeugung sind den Schmorrn auch identifiziert zu haben.

Antworten Gast: bergziege
04.07.2012 19:25
3 0

Re: ihr habt keine ahnung

Die Hitze trägt offensichtlich das ihrige dazu bei. Die 84 % Sanktionengegner sollten ein Jahr lang Klassenvorstand einer Klasse mit "Schwänzern" sein. Sind sie danach der selben Meinung, haben sie recht. Leider wird man das nie erfahren.

Gast: mpf
04.07.2012 17:03
2 0

Neudenk

Wenn die Schüler schwänzen, befürworten Sie dann eine Bestrafung der Lehrer? So oder so ähnlich könnte doch die nächste Frage diverser Humaninstitute ausschauen.

Gast: Tornado2
04.07.2012 14:06
8 0

ihr habt keine Ahnung ...

In meiner heurigen HTL Maturaklasse hatten mehr als 30% der Schüler psych. Probleme. Der Schulpsychologe weit und breit nicht zu sehen, Medikamentenverbrauch riesig, Arztbesuche am laufenden Band. Über 60% Fehlstunden bei manchen Schülern. Komplett zerrüttetes Elternhaus usw.

und an dem sind wir Lehrer Schuld?

Gehen Sie doch mal während des Schuljahres an einem Donnerstag in Wien in Club Culture, Praterdisco etc. und überlegen Sie, ob die Jugendlichen am nächsten Tag um 08:15 in der Schule sitzen können!

Schicken die Lehrer die Kids zum Drogenkonsum?


Antworten Gast: bergziege
04.07.2012 19:53
2 0

Re: ihr habt keine Ahnung ...

Wer unterrichtet, kennt die Realität. Es würde mich interessieren, wie es zu dieser haarsträubenden Umfrage gekommen ist. Viele Jugendliche haben eindeutig zu wenig Halt. Das ist ein großes Problem. In einer Welt der Selbstverwirklicher zahlen die Nachkommen drauf. Hoffentlich lernt diese Generation aus den Fehlern der Eltern, deren Aufgabe es wäre, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie fähig sind, eine Ausbildung - egal ob Schule oder Lehre - erfolgreich abschließen zu können.

Antworten Gast: Gastschreiberin
04.07.2012 16:20
0 0

Re: ihr habt keine Ahnung ...

Es ist traurig, wenn sich die Diskussion in einer "die Lehrer sind schuld" Debatte verläuft. Es kann nicht negiert werden, dass die Schüler in unserem Land zunehmend in vielerlei Hinsicht psychisch belastet sind - eine Versorgung durch präsente Eltern und sicher auch Lehrer kann vor lauter Stress der Zeit nicht gewährleistet werden, die Schulpsychologen sind chronisch personell unterbesetzt und die neuerdings eingesetzten Sozialarbeiter und Jugendcoaches für die Diagnose und Behandlung von psychischen Problemen nicht ausgebildet. Und ansonsten zeigt das medizinische Versorgungssystem, dass Probleme ja eh mit Pulverchen und Tabletten zeitsparend geregelt werden können

Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.07.2012 15:06
0 7

Die 30% Quote ist einfach erklärbar!

Wie der Herr, so.....

Zerrüttet ist doch nicht nur ein Teil der Familien, zerrüttet und unfähig ist doch auch das staatliche Bildungssystem.

Die 60% Fehlstundenquote bei manchen Schülern, die wird doch auch von den Lehrpersonen genauso vorgetragen. 1.800 Stunden bezahlt bekommen und 600 Stunden zu unterrichten, das sind ja noch mehr als die 60% bei den Schülern.

Es sind doch die faulen und asozialen Lehrpersonen, welche Psychologen brauchen würden, dringend brauchen würden. Die Hirnis glauben ja bis heute, dass die 1.200 Stunden Hefteverbessern den Schülern Fähigkeiten vermittelt. Die Hirnis glauben auch, dass sich das Verstecken hinter einer grausigen Präpotenz und Dominanz einen Respekt der Mitmenschen nach sich zieht. Das funktioniert doch nicht einmal bei 10jährigen. Genau deshalb vertschüssen sich immer mehr aus den staatlichen Schulen.

Würde mich aber wirklich interessieren, wie hoch der Prozentsatz von Lehrpersonen ist, welche innerhalb der letzten 12 Monate Drogen konsumiert haben. Ich würde meinen, dass es überraschend Ergebnisse bringen würde.

Nur, Österreichs Lehrpersonen brauchen eigentlich gar keine Drogen, die sind ja im permanenten Delirium. Die denken ja wirklich, dass man mit Strafen die Kinder zwingen kann unter deren Herrschaft und Obhut, eine Herrschaft und Obhut der Gewalt, geben kann.

Ihr könnte doch die Realität, also das eigene kollektive Versagen, nicht im Ansatz greifen, schon gar nicht begreifen.

Antworten Antworten Gast: bärig
04.07.2012 20:46
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Re: Die 30% Quote ist einfach erklärbar!

Die Schüler vertschüssen sich immer mehr aus den öffentlichen Schulen, weil deren Eltern es satt haben, ihre Kinder in Schulen zu geben, wo Lehrern jedewede Autorität genommen wird! In den diversen Privatschulen genießen Lehrer wesentlich mehr Respekt- dafür sorgen schon die dortigen Direktoren. An den Privatschulen herrscht wesentlich mehr Disziplin, weil die Kinder wissen, dass sie von dort "geg
angen" werden können!

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
05.07.2012 12:03
0 1

Re: Re: Die 30% Quote ist einfach erklärbar!

Und wieder eine schöne Ausrede, welche auch noch eine sehr einseitige Betrachtung darstellt.

Machen Sie es sich nicht doch viel zu einfach?

Re: Re: Re: Die 30% Quote ist einfach erklärbar!

Stimmt. Und "Die Lehrer sind sowieso an allem Schuld" erfasst natürlich die Problematik in ihrer ganzen Komplexität.

Re: ihr habt keine Ahnung ...

Nein, der 1. Parteilose macht natürlich nur die Lehrer dafür verantwortlich. Erst der furchtbare, zerstörerische Umgang mit diesen "Lehrpersonen", wie er sie nennt, zwingt die Jugendlichen geradezu zur Flucht vor dieser unerträglichen Realität.

Seltsam, dass er an anderer Stelle fordert, dass die Lehrer viel mehr Zeit in den Klassen verbringen sollen.

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Die Probleme etlicher Schüler sind enorm, aber die Lehrer sind nicht dafür ausgebildet, professionell zu helfen. Solange das knappe Geld aber lieber ins Bifie investiert wird statt in sinnvolle Projekte an den Schulen, wird sich daran aber nicht viel ändern können.

 
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