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Dienstrecht: Schmied wünscht sich Gegenvorschläge

19.07.2012 | 12:14 |   (DiePresse.com)

Unterrichtministerin Claudia Schmied wünscht sich mehr "Motivation und Freude" von Seiten der Gewerkschaft bei den Verhandlungen um das neue Lehrerdienstrecht.

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Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wünscht sich bei den Lehrerdienstrechts-Verhandlungen mehr Engagement von der Gegenseite. "Es würde mich freuen, wenn es vonseiten der Lehrergewerkschaft mit mehr Motivation und mehr Freude vorangehen würde", so Schmied bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Ebenfalls freuen würde sie sich, "wenn die Lehrer auch von sich aus Vorschläge bringen würden" bzw. sagen würden, welche Teile ihnen gefallen und wo es neuer Vorschläge bedürfe. Sie werde jedenfalls "hartnäckig am Thema dranbleiben": "Ich bleibe so lange am Tisch sitzen, bis es eine Lösung gibt."

Mehrmals betonte Schmied, dass es sich bei den Verhandlungen um ein Regierungsprojekt handle. Letztendlich werde es auch um die Finanzierungsfrage gehen. Deshalb sei es auch so wichtig, dass das Finanzministerium von Anfang an mit am Tisch sitze.

Foglar: "Ureigenes GÖD-Thema"

Bedeckt hielt sich ÖGB-Chef Erich Foglar. Solche Themen seien "ureigenstes Thema der zuständigen Gewerkschaften", in diesem Fall der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Der ÖGB sehe aber "sehr wohl die Notwendigkeit, eine Gesamtsystemänderung zu machen". Wenn man das Besoldungssystem ändere, indem man die Einstiegsgehälter erhöhe und die Senioritätskurve abflache, "dann ist das nicht der große Streitpunkt": "Wichtig ist, was am Ende des Tages bei der Lebensverdienstkurve herauskommt." Es komme dabei auf die Perspektiven für neueintretende Lehrer an: "Da ist es halt meistens das Detail, das Hürden aufstellt."

Genau solche Hürden dürfte es aber bereits bei den Ausgangspunkten der Verhandlungen geben. In den Kleingruppen-Gesprächen müsse man sich noch auf konkrete Modellberechnungen einigen, so Schmied. Dabei gehe es etwa um die Abzinsung beim Lebenseinkommen - also um die Frage, wie viel es wert ist, dass Lehrer früher mehr verdienen. Auch Foglar bestätigte das: "Die Zahlen haben ja die Experten auf beiden Seiten. Entscheidend ist aber, welches Modell unterlegen wir den Zahlen." Dann könne nicht mehr der eine von einer Verminderung des Lebenseinkommens ausgehen und der andere von einer Steigerung. "Das scheint im Moment schwierig zu sein, ist aber nicht schwieriger als in anderen Systemen, wenn man sich einmal auf ein Modell geeinigt hat."

Grund zur Sorge hat Foglar nicht: Der Wille zum Abschluss sei bei beiden Seiten vorhanden. Immerhin sei die Gesamtumstellung des Systems eine "epochale Änderung, die schon gut gelingen sollte". Da komme es auf zwei Tage oder eine Woche nicht an. In solchen Verhandlungen gebe es immer Aufs und Abs.

(APA)

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23 Kommentare

Blick nach drüben

Die Frau Ministerin soll sich einfach einmal das bayrische Dienstrecht ansehen, das passt; 45 min Stunden, höhere Lehrverpflichtung, attraktiveres Gehalt,....

Gast: kein lehrer 12
19.07.2012 19:32
9 0

wo der anfang wo das ende - wer die leidtragenden

Es ist grausam mitansehen zu müssen, wie ein an und für sich sehr wichtiger Berufsstand permanent in den Negativschlagzeilen steht.

Der Frust unter den Lehrer im System ist aus meiner Sicht verständlich. Ich - in der Privatwirtschaft - hätte auch wenig Respekt vor einem Chef (unsere Bildungsministerin), die eine ganze Bank auf den gewissen hat und mir permanent nur erklärt, dass ich nichts arbeite, zu selten da bin und zuviel verdiene.

Dies sich noch von jemanden sagen lassen zu müssen, der absolut keine Berufserfahrung auf dem Gebiet = gelebte Praxis hat verschlimmert die Sache zunehmend.

Schade ist es vor allem um die Jungleher. Ich würde nie als junger Akademiker in einem Betrieb anfangen wollen - wo ich 14 Jahre keine Gehaltserhöhung erwarten kann. Wer von uns wäre da nicht frustriert.

Mein Sohn beginnt bald mit der Schule und ich habe wirklich Angst, dass er vor frustrierten Lehrern unterrichtet wird - aber Vorwurf möchte ich ihnen keinen machen - ich wäre nämlich genauso gefrustet.

Ziel muss es sein den Berufsstand aufzuwerten, zu achten und sich auch in die Schwierigkeiten die Lehrer heute haben hineinzuversetzen. Es ist alles nicht mehr so wie vor 10, 20 oder 30 Jahren.

Ein guter Chef motiviert seine MA, gibt Anreize und zeigt Erfolge auf. Hier wird auf den Rücken der Ausführenden das System besprochen und die Lehrer sind großteils nur der Sündenbock für schlechte Politik.


1 0

Re: wo der anfang wo das ende - wer die leidtragenden

es geht nicht um die Kinder. Es geht oft nur um die Erfüllung der persönlichen und ideologischen Eitelkeiten. Schade! Niemand würde einem Handwerker seine Tätigkeiten erklären und permanent seine Fähigkeiten absprechen. Beim Lehrerberuf sieht es anders aus, da kann es scheinbar jeder. Nur muss man schon der Ehrlichkeit halber eines feststellen. Viele Pädagogen machen es einem auch einfach, bei diesem Berufsstand sehr viel Unfähigkeit und Egoismus zu erkennen. Speziell im Oberstufenbereich fragt man sich schon, wie so mancher auf den Gedanken kam, die Lehrerlaufbahn einzuschlagen.

4 0

Schmied ist nicht...

ein Schmied. Sie ist nicht einmal ein Schmiedl! Sie ist nur eine billige Marionette der linken Denkfabriken.

Gast: Abdisu (kein Lehrer)
19.07.2012 17:07
5 0

Keine Gegenvorschläge, nicht reagieren,

einfach warten, bis in einem Jahr nach der Wahl der Amtsnachfolger da ist. Dann kann man weitersehen. Vorläufig muss man alle Aufmerksamkeit darauf richten, die Zertrampelung des Bildungssystems zu verhindern.

Gast: dr. baumgartner
19.07.2012 14:34
10 0

@1. parteiloser

darf ich kurz einmal eine frage stellen: was haben kommentare eines "1. parteilosers" in einem qualitätsmedium wie der presse zu suchen?
kontrolliert denn niemand dieses forum? Solche kommentare lassen sich in einer "bild" oder "heute" ja noch ertragen, aber in der presse?
da gehts doch nur noch ums argumentationslose schlechtmachen einer berufsgruppe, was soll das? wieso zensiert solche niveau- & geistlosen kommentare niemand?


0 0

Re: @1. parteiloser

ich bin mit vielen Meinungen nicht einverstanden. Doch ein sehr kluger Kopf sagte einmal... ich hasse dich, ob deiner Meinung. Ich werde aber mein Leben dafür geben, dass du sie frei und unbedrängt äußern kannst!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
19.07.2012 16:17
0 3

Re: @1. Baumbewohner

Zensuren sind in Ländern mit Despotenregierungen (Tunesien, Iran auch unterm Schah, etc.) üblich, auch in kommunistischen Ländern (UdSSR, DDR, Nordkorea) praktiziert worden.

Sie müssen also ein Vertreter von Kommunisten sein oder vom Österreichischen Beamtendespotentum, wenn Sie solche Wünsche äußern.

Solche Typen wie Sie sollte Österreich schnell exportieren, weil diese gegen die Menschenrechte sind. A bissl a Machtdelirium bekommen?

Ich hätte aber noch Fragen?

Was soll überhaupt eine Ruprik Bildung in einem Qualitätsmedium, wenn es keine Bildung mehr gibt?

Was sollen Beschimpfungen eines Kommentars in einem Qualitätsmedium, wenn der Schimpfer zur Sache selber nichts beitragen kann?

Welcher Berufsgruppe meinen Sie, dass von mir schlecht gemacht wurde. Die Lehrpersonen oder die Gewerkschafter?

Kann es sein, dass das Bildungssystem schon vollkommen ruiniert wurde und dafür die handelnden Personen, also die Politiker, die Gewerkschafter und die Lehrpersonen alleine Schuld sind?

Kann ein Kommentator diese Berufsgruppen überhaupt noch schlechter dastehen lassen als diese in der Realität Heute sind?

Sind Sie nun ein Beamtendespot oder ein Kommunist?

Antworten Antworten Gast: Dr. Baumgartner
20.07.2012 14:57
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Re: Re: @1. Baumbewohner

Lieber Hr./Fr. 1. Parteiloser,

ich kann mich an eine Zeit in der österr./dt. Geschichte erinnern, in der die Bevölkerung gewisse Menschen, die sich bestimmten Gruppen zugehörig fühlten & auch bestimmte Berufe ausgeführt hatten, diffamiert hat... und wozu das geführt hat, das muss ich Ihnen glaube ich nicht erklären.

Vielleicht holen Sie nochmal den Geschichtsstoff nach und fangen an nachzudenken, wohin solche verallgemeinernden Abwertungen von Menschen in unserer Vergangenheit geführt haben.

Ich wünsche Ihnen die Einsicht, die Ihnen bis dato leider noch fehlt. Bis dahin schreiben Sie beherzt weiter. Bekanntlich kommt der Hochmut vor dem Fall.

Zuu meinem eigenen Schutz halte mich an den guten alten Goethe:

"Laß dich nur in keiner Zeit
zum Widerspruch verleiten!
Weise fallen in Unwissenheit,
wenn sie mit Unwissenden streiten."

Mit den besten Wünschen!

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 17:20
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Re: Re: Re: @1. Baumbewohner

Das Versagen des Bildungssystems, und der Verantwortlichen dafür, ist doch umfassend dokumentiert!

Wenn Sie eine Kritik daran als Diffamierung verstehen, dann stimmt doch etwas mit Ihrer Wahrnehmung der Realität nicht!

Wenn Sie dann noch eine Zensur fordern, um die ungewünschte Kritik im Keim zu ersticken, dann machen Sie doch genau den Fehler, welcher sehr häufig in der Geschichte zu schrecklichen Ereignissen geführt hat. Es sind doch Tendenzen, welche nur üppig tiefsten Kommunisums oder von Despoten üblich sind.

Warum beantworten Sie die Frage nicht,welcher der beiden Gruppen Sie sich angehörig fühlen?

Ist es ein Selbstschutz, weil Sie selber das Bewusstsein Ihrer Fehlleistung nicht ertragen würden?

Hochmut vor dem Fall, ja das wird auf den Pragmatisierten Misthaufen bald zutreffen. Spätestens dann, wenn kein Depp mehr die Staatsanleihen zeichnet, dann ist deren Hochmut Geschichte. Dann wird auch das Beamtendespotentum, mit der Kontrolle über die Gesetzgebung, zu Ende gehen.

Re:@1. Looser

Apropos Bildung:
..vom Österreichischen ...Ein ? zu Ende des 4.Absatzes ... Ruprik ...Welcher Berufsgruppe dass von mir schlecht gemacht wurde ...als diese Heute sind...

Habe ich da etwa eine neuerliche Rechtschreibreform verschlafen?

Re: @1. parteiloser

bin ganz ihrer meinung mittlerweile!

Re: @1. parteiloser

@ Dr.Baumgartner
Die Presse ist halt leider auch nimmer das, was sie einmal war. Bin übrigens neugierig, ob meine Antwort zum Parteilosen erscheint (vor 2 Minuten gesendet).

Gast: Dampf
19.07.2012 14:14
4 1

Wir Lehrer wünschen uns ...

1. kompententen Unterrichtsminister
2. kompetenten Bundeskanzler
3. kompetenten Bundespräsidenten
usw.

und keine Partei-Fische

Gast: 1. Parteiloser
19.07.2012 12:53
1 8

Muahahaha, die Gewerkschaft hat doch die Wünsche klar geäußert!

Das konnte sogar ich aus der laufenden Berichterstattung entnehmen!

Die offiziellen Vorschläge der Gewerkschaft:

1) 9.000 Psychologen an die Schulen um den Lehrpersonen die Arbeit zu erleichtern.

2) Zusätzlich bis zu 10.000 Unterstützungslehrpersonen, weil ein Unterricht von nur 1 Lehrperson nicht zumutbar ist.

3) Anerkennung eines Schnellsiedekurses als akademische Ausbildung um die "gerechte Einstufung" zu bekommen.

4) Ordentliche Arbeitsplätze für alle 125.000 Lehrpersonen an den Schulen bestehend aus einem persönlichen Büro und modernster PC und Videotechnologie.

6) Höhere Einstiegsgehälter um min. 20% und die Anpassung der Gehaltskurve an das frühere Beamtendienstrecht. Supplierstunden mit 200% Aufschlag zu verrechnen.

7) Weitere Verkleinerung der Schulklasse, weil ein Unterricht mit mehr als 20 Schülern genauso wenig schaffbar ist wie das Hefteverbessern von so vielen Schülern.

Nicht veröffentliche Vorschläge:

8) Verkürzung der Unterrichtseinheiten von 50 Minuten auf 40 Minuten.

9) Erweiterung der Schulautonomen Tage um 5 Tage pro Jahr.

10) Gesetzliche Regelung, dass für die schwachen Leistungen der Absolventen alleine die Eltern verantwortlich sind.

11) Immunität für alle Lehrpersonen, welche nur mit Einverständnis der Lehrergewerkschaft aufgehoben werden kann, auch bei schweren Straftaten.

Die Aufgabe der Ministerin ist die Milliarden zu besorgen und nicht deppate Pressemeldungen zu formulieren.

Logisch, oder?

Re: Muahahaha, die Gewerkschaft hat doch die Wünsche klar geäußert!

sich aufregen, dass lehrer wenig arbeiten, aber selbst zeit genug haben und zu posten, um zu posten, um zu posten, um zu posten, ...

da bleibt nicht viel zeit fürs denken übrig...

Re: Muahahaha

Ja, wenn man den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzt, Chips und die kleinformatigen Meldungen in sich hineinschlingt, kommt man auf solche Gedanken wie Sie. Einige Ideen erinnern mich übrigens stark an die Neue Mittelschule - die wird aber von der Ministerin gewaltsam durchgedrückt und nicht von den Lehrern.
Der Gewerkschaftspräsident Foglar hält sich klarerweise sehr zurück: immerhin hat die GÖD aus seiner Sicht die "falsche" Farbe. Das erklärt auch die Attacken von Schmied (und Heinsich-Hossek). Die haben sicher ihre helle Freude an ihren "freundlichen" Ausführungen. Leider ist im Moment kein für Sie geeigneter Posten im Ministerium frei?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
19.07.2012 16:09
0 2

Freiheit und Eigenverantwortung für Österreich und die Österreicher!

Das Versagen des Bildungssystems ist doch umfassend dokumentiert, das Bildungssystem in Österreich muss also als Abgewirtschaftet angesehen werden.

Das hat mit kleinformatigen Meldungen, dem Fernseher oder auch Chips mal gar nichts zu tun. Das hat nur mit den handelnden Personen (nicht handelnden Personen?) zu tun. Personen, welche die Verantwortung für das Bildungssystem gehabt hätten.

Da geht es einmal um die die rechtlichen Grundlagen, welche ja traditionell erst dann zur Abstimmung ins Parlament kommen, wenn die Lehrergewerkschaft "ihr Recht" bekommen hat. Die politische Verantwortung war schon immer zwischen Rot und Schwarz geteilt, die Blauen hatten niemals eine Chance deren Versagen in diesem Bereich zu beweisen.

Diese Macht der Parteien, beider Parteien, hat zu einem Machtdelirium der handelnden Personen geführt, welches dann zu dieser Havarie geführt hat. So müssen die Österreicher nun schon 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse bezahlen damit die Absolventen dann erst Nichts können.

Die NMS wird diesen Misthaufen auch nicht in Funktion setzen, das Versagen nur viel teurer machen.

Auch wenn im Ministerium 100erte Posterl frei wären, oder 1000 Posterl mit Genossen oder Parteifreunderl besetzt wären, es würde am Versagen des Bildungssystems und der Lehrpersonen auch nichts ändern.

Zur Erlangung der Freiheit müssten die Gewerkschafter sind in die Wüste Gobi zu exportiert werden, die Schulen zu privatisiert werden.

Parteideppen!

Re: Freiheit und Eigenverantwortung - Fortsetzung

Die 2,2 Lehrer pro Klasse sind ein netter Statistikwert, auf den viele Leute, so wie Sie, hereinfallen. Ja, ein Betreuungslehrer betreut in einer halben Stunde sogar nur einen Schüler. Das macht auch die Logopädin usw. Dafür betreut die Kollegin in ihrer Stammklasse vielleicht sogar 25 Volksschüler. In der einklassigen Volksschule sitzen vielleicht auch nur 6 Kinder bei einem Lehrer. Immerhin mehr als 2,2.

Aber die HTLs fangen in den ersten Jahrgängen in den zukunftsträchtigen und daher überlaufenen Abteilungen sogar traditionell mit 36 Schülern an - die werden in den meisten Fächern auch nur von einem Lehrer unterrichtet. Selbst wenn die Klassen geteilt werden, bleiben immer noch 18 Schüler je Lehrer. In den Werkstätten sieht das zwar besser aus; aber würden Sie gerne 20 Schüler bei Arbeiten an einer Drehbank beaufsichtigen?

Und zu Ihrer Abneigung gegenüber der Lehrergewerkschaft: wenn die Ministerin so schwach ist, dass das (angebliche) "Nein" (oder "Betonieren", wie es gerne genannt wird) eines einzigen Mannes ausreicht, Änderungen zu verhindern, dann sollte sie schleunigst abtreten!! Es ist außerdem unfair, alle hunderttausende Lehrer als böse Gewerkschafter hinzustellen!

Wieso sind Privatschulen besser? Wer soll denn das bezahlen?? Ich denke, Sie können sich ausmalen, wie hoch der Beitrag für einen Schüler je Semester sein muss. Die Lehrer werden dann von den Eltern ausgesucht? Super - dann gibts keine schlechten Zeugnisse mehr, denn kein Lehrer riskiert seinen Job.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 10:54
0 0

Re: Re: Freiheit und Eigenverantwortung - Fortsetzung

Zur notwendigen Privatisierung der Schulen, wo Sie Finanzierungsprobleme sehen.

Wir haben heute die Tatsache, dass nur eine Klasse AHS für nur 9 Monate Ausbildung Kosten von knapp 200.000.- Euro verursacht. Das auch noch für einen Betrieb, welcher etwa 60% des Tages gemacht wird. 6 Stunden Unterricht pro Tag kosten also irre 1.000.- Euro. In den BHS liegen die Kosten noch weit darüber.

Auch die Schulen für die bis 15jährigen verursachen in Österreich Kosten, welche um satte 54% höher sind als in Deutschland!

Österreich hat also heute schon ein gewaltiges Kostenproblem durch die Schulen, welches noch von dem heftigen Problem der schwachen Leistungen, Vermittlung / Erwerb von Fähigkeiten, begeleitet wird.

Um diese Ineffizienzen am Leben zu erhalten müssen die Österreicher für den aktiven Betrieb des Bildungssystems schon irre 17 Mrd. Euro pro Jahr aufwenden, einige Milliarden für die Ruhegenießer kommen noch dazu. Das Bildungssystem hat das gleiche Grundproblem wie die ÖBB!

Ein Wettbewerb zwischen den Schulen, ein Wettbewerb betreffend Kosten und Leistung, kann diesen Horror nur verbessern. Verbessern betreffend Kosten, verbessern betreffend der Vermittlung der Fähigkeiten.

Den Filz im Bildungssystem kann man nur durch Privatisierungen entfernen. Und, nur nach Entfernung des Filzes wird das Bildungssystem wieder die notwendigen Funktion für die Gesellschaft erhalten können.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.07.2012 10:39
0 0

Re: Re: Freiheit und Eigenverantwortung - Fortsetzung


1) Wenn Sie mir Sympathie für die Blauen unterstellen, dann...

....haben Sie A) ein Problem mit dem sinnerfassenden Lesen.

...meinen Sie B), dass ich so naiv bin einem gescheiterten Dentaltechniker die Lösung der schweren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme in Österreich zuzutrauen.

2) Wenn Sie den hohen Personalstand mit der intensiven Betreuung der Schüler erklären, dann....

...müssen das Paradoxon, dass die Absolventen trotzdem kaum mehr was können auch erklären.

3) Wenn Sie die einfachen Zählungen der aktiven Lehrpersonen, der Schulklassen und das Verhältnis zueinander als Statistik bezeichnen, dann...

...wundert es doch nicht, dass sogar einfache Rechenoperationen die Absolventen von 9 Jahre Schule überfordern. Da hapert es dann mit den Standards.

4) Wenn Sie sich bei den Kommentaren, wie beim Kommentar vom 19.07, 20.52 Uhr, nur auf die Rechtschreibung konzentrieren, dann...

....werden Sie den Sinn der Aussagen niemals erfassen können.

5) Wenn Sie 36 Schüler pro Klasse in der ersten Stufe von HTLs als Problem ansehen, dann...

..können Sie nicht erkennen, dass das sogar sinnvoll ist. Habe selber die Erfahrung in einer HTL mit 42 Schülern in der ersten Stufe gemacht und, als Schüler, kein Problem gehabt. Selektion bringt Qualität!

6) Wenn Sie ein Problem mit dem Werkstattunterricht in den HTLs sehen, dann...

...haben Sie vollkommen Recht, weil es nur a bissl spielen ist aber kaum einen Sinn hat.

Re: Freiheit und Eigenverantwortung

Das Versagen des Bildungssystems erkennt man schon an Ihrem vorletzten Absatz. Scherz beiseite: Sie haben meine Replik auf Ihre Aussagen missverstanden?

Dass auch ich gegen die NMS bin möchte ich hiemit deutlich klarstellen. Die Hauptschulen am Land waren und sind immer noch sehr gut! Das Problem der Hauptschulen in den Großstädten, speziell in Wien, wird auch durch die NMS nicht gelöst werden. So nebenbei: die sozialistische Landeshauptfrau Salzburgs hat lange Zeit nichts unternommen, um die in ihrem Bereich befindlichen Hauptschulen zum Umstieg auf die NMS zu bewegen. Ich habe das als sehr interessant empfunden.

Der Einfluss der Politik in die Schule wird immer wieder kritisiert; Sie haben Recht, dass hier nichts passiert. Ihre Sympathie für die Blauen in Ehren, aber da wird sich gar nichts ändern. Oder haben Sie aus Kärnten, wo diese Partei die Regierung und den Landesschulratspräsidenten stellt, etwas gehört?

Re: Re: Freiheit und Eigenverantwortung

"Die Hauptschulen am Land waren und sind immer noch sehr gut!"

danke, dass auch jemand im forum meine ansichten teilt. oft sind die leute zu wienzentriert und meinen HS is das aus im leben...

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