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Teach for all: Lehrerprojekt läuft an

22.07.2012 | 18:18 |   (Die Presse)

Uni-Absolventen verschiedenster Fachrichtungen sollen den Schulalltag von Innen kennenlernen. Sie gehen als „Nachwuchslehrer“ für zwei Jahre an heimische Schulen.

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In anderen Staaten ist das Projekt „Teach for all“ bereits ein Erfolg – im Herbst startet auch der Österreich-Ableger „Teach for Austria“ in den ersten Jahrgang. Das Konzept ist einfach: „Herausragende“ Hochschulsabsolventen aus allen Fachrichtungen erhalten die Chance, den österreichischen Schulalltag kennenzulernen. Sie gehen als „Nachwuchslehrer“ für zwei Jahre an heimische Schulen.

Die „Fellows“, wie die Junglehrer genannt werden, wurden von „Teach for Austria“ in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Drei Viertel sind weiblich, fünf Teilnehmer haben Migrationshintergrund in zweiter Generation. Die Studienhintergründe der Fellows reichen von Doktorin der Mikrobiologie und Quantenphysik über medizinische Informationstechnologie über Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie bis Linguistik und Afrikanistik. Schulbegleitend absolvieren die Fellows in Kooperation mit mehreren Hochschulpartnern ein intensives Ausbildungsprogramm.

 

Einsatz an Brennpunktschulen

Unterrichten werden sie an Hauptschulen und Neuen Mittelschulen in Wien sowie in Salzburg, allesamt sogenannte Brennpunktschulen. Die Idee dahinter: Durch den Einsatz der Fellows sollen an den Schulen „bessere Bildungs- und Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien geschaffen werden“, wie die Begründer der gemeinnützigen Organisation in Österreich – die Industriellenvereinigung Salzburg, die Industriellenvereinigung Wien und die Boston Consulting Group – erklären.

In den USA ist ein Engagement als Lehrer auf Zeit mittlerweile ähnlich begehrt wie ein Job in einem Topanwaltsbüro oder bei einer hochkarätigen Consulting-Firma. Rund 46.000 Uni-Absolventen bewarben sich im Jahr 2010 für die Teilnahme – unter ihnen 17 Prozent aller Harvard-Absolventen. Genommen werden nur rund zwölf Prozent der Bewerber.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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2 Kommentare
Gast: G...
20.10.2012 20:33
0 0

Ich denke...

... nicht, dass sich die Besten der Besten für einen Job als Lehrer interessieren würden. Das Unterrichten ist in Österreich leider zu enem "Plan B" geworden. "Alles andere ist gescheitert? Werd ich halt Lehrer." Es muss dringend etwas gegen dieses schlechtes Image getan werden...

8 1

mein Eindruck...


die besten "Teacher" schnuppern auf Zeit, länger würden sie es ohnedies nicht aushalten. Die "normalen Teacher" müssen als Trottel der Nation bleiben, um ein Feindbild zu erhalten. So wie der Gaststar und der Dorfdepp!

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