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Lehrer an Uni: Eltern gegen "Verwissenschaftlichung"

01.08.2012 | 11:04 |   (DiePresse.com)

Die Lehrerausbildung soll an den PH stattfinden, heißt es vom Katholischen Elternverein, der sich gegen ein "Upgrade" zu Forschungsstätten ausspricht.

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Für die Vorsitzende des Hauptverbands Katholischer Elternvereine, Cornelia Franckenstein, gehört die Lehrerausbildung an die Pädagogischen Hochschulen (PH). Eine Verlagerung an die Universitäten sei "nicht wünschenswert". "Forschung und Lehre auf akademischem Niveau im Sinn umfassender wissenschaftlicher Freiheit und berufsorientierte Lehrerausbildung sind zwei verschiedene Paar Schuhe", so Franckenstein. Mit einer generellen "Verwissenschaftlichung" der Lehrerausbildung kann sie sich nicht anfreunden.

"Wir brauchen als bildungsorientierte Gesellschaft beides: Die Pädagogischen Hochschulen als berufsorientierte Ausbildungsinstitutionen und die auf dem Prinzip der umfassenden akademischen Freiheit basierende Forschung an den Universitäten", so Franckenstein. Selbstverständlich solle es Kooperation zwischen beiden Bereichen geben. Damit das aber geschehen könne, brauche es "getrennte Institutionen, die einen Dialog auf Augenhöhe in wechselseitigem Respekt führen". PH sollten nicht künstlich zu Forschungsstätten "upgegradet" werden: "Viel eher würde es den Universitäten gut tun, sich pädagogische Kompetenz von den Pädagogischen Hochschulen zu holen."

Franckenstein plädiert daher für eine "volle pädagogische Ausbildung" für alle künftigen Lehrer vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Diese Ausbildung solle durch gemischte Teams aus "Berufserfahrenen und wissenschaftlich Orientierten" erfolgen. Darüber hinaus wünscht sie sich Eignungstests für alle, die eine pädagogische Tätigkeit anstreben, und Pflichtsemester an Universitäten für die künftigen Lehrer.

(APA)

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38 Kommentare
 
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na aus welcher ecke kommt das wohl!

ist doch klar, dass der katholische elternverein hier was dagegen hat. es werden doch einige phs in österreich von der kirche geleitet.

schön langsam gehen mir diese berichte im schulbereich auf den wecker. es kommt einfach nichts stichhaltiges sondern nur geschwafel.

inkopetent


Jeder weiß, dass die Kompetenz eines Lehrers nicht durch inkompetentes Geschwafel und Schwachsinn ersetzt werden kann.

Die pädagogischen Hochschulen bieten neben einer Praxisorientierung vor allem eines: Jahrelanges Kreisen um ein Nichts, Inkompetenz, Geschwafel, Zeitverschwendung.

Es wäre schlimm, wenn man das zum Standard auch für AHS-Lehrer machen wollte!
Taqelange Seminare über etwas, was man in wenigen Minuten durchlesen kann, Vortragende, die nicht einen Satz gerade herausbringen, Seminararbeiten, die Volksschulaufsätzen gleichen etc.

Gast: Politisch korrekt
02.08.2012 21:38
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Nix mit pars pro toto

Liebe Redaktion
Wenn der katholische Elternverein etwas sagt, dann ist das die offizielle Meinung des Elternvereins. Das ist aber nicht die Meinung der Eltern. Auch Eltern haben einen Anspruch auf politisch korrekte Berichterstattung.

Gast: !. Parteiloser
02.08.2012 21:17
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Perfekte LehrerInnenbildung

"Franckenstein plädiert daher für eine "volle pädagogische Ausbildung" für alle künftigen Lehrer vom Kindergarten bis zur Oberstufe."
Endlich lernt die zukünftige Sprachenlehrerin, wie man mit Kindergartenkindern umgeht.
Ihr Französich und ihr Italienisch kann sie dann sicher in zwei Jahren (1 Jahr Französisch und ein Jahr Italienisch) auf der UNI so perfektionieren, dass sie in der Oberstufe ihre SchülerInnen perfekt aus bilden kann.

RE

Besser "Verwissenschaftlichung" als "Verkärntnerung".

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Die Studenten brauchen ...

mehr Praxis - einmal in der Woche 2 Stunden zu unterrichten ist einfach zu wenig. Blockpraktika zusätzlich zur Tagespraxis ab dem dritten Semester wären sicherlich von Vorteil!

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Re: Die Studenten brauchen ...

Sie haben zwei Praktika; je eines im 1. und im 2. Studienabschnitt und ein Jahr Praxis mit Betreuung am Ende des Studiums. Diese ständige Indoktrinierung mit hausgemachter Pädagogik bei den PH`s führt doch nur zum Unterrichten nach Schema "F" und lässt dem Entwickeln einer Lehrerpersönlichkeit sehr wenig Raum.

Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
02.08.2012 14:50
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Re: Re: Schema F-Unterricht

Wenn Sie jetzt allen Ernstes behaupten, dass der Unterricht nach der UNI grundsätzlich besser gestaltet wird als nach der PH, wollen Sie den Nicht-Insidern aber einen gewaltigen Bären aufbinden.

Es gibt da wie dort Könner und völlige Versager( die es da wie dort leider selbst nicht erkennen und dann freiwillig aufgeben).

Die "Lehrerei" ist nämlich grundsätzlich, egal wo, nicht vollständig erlernbar- das gewisse Etwas muss man mitbringen.
Sonst wird´s nix. Egal, wie/wo die Lehrer/-innen ausgebildet wurden.

Dieses Phänomen werden Sie vielleicht auch von Ärzten kennen.


Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

sehr gut - Lehren kann man zu einem geringen Teil lernen und nur wenige können es lehren - und schon gar nicht Bildungswissenschaftler - es braucht mehr Leute aus der Praxis an den UNIs, die Lehren lehren

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Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

Die Bären lass ma im Zoo; kann ihrem letzten Absatz natürlich zustimmen. Ich kenne beide Systeme und habe gesehen, dass die PH-Absolventen fixe Stundenbilder erstellen müssen und sich auch exakt (minütlich) daran halten sollten-wo bleibt da die Freiheit individuell Lehrer zu sein? Bei den Uni-Lehrern kommt außerdem vertieftes Wissen dazu. Ich unterrichte ja nicht um des Unterrichten willens, sondern möchte dem Schüler ja auch Wissen weitergeben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
03.08.2012 09:13
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Re: Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

Was Sie da gesehen haben (Stundenbilder), ist doch bloß der Anfang, damit man lernt die Zeit einzuteilen.

Vgl.: Zuerst erlernt jeder die österr. Schulschrift (// Stundenbild). Dann entwickelt er (je Persönlichkeit/Übung/ Interesse) seine eigene Handschrift (// pers. Unterrichtsstil) daraus.

Das ist gerade bei UNI-Abgängern das Problem, dass sie der Stunde keine Struktur/ kein LernZIEL geben. Sie unterrichten drauflos und verlieren sich in den unendlichen Weiten ihres Wissens und der Zuseher (in dem Fall ich) fragt sich : Was genau wollte er/sie in dieser Stunde eigentlich lehren?

Eine Bemerkung zu Ihrem letzten Satz:
Das mit dem Wissen-weitergeben ist doch wohl selbstverständlich- es geht doch hier um die Frage: "Wie?"


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Re: Re: Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

Da kennen sie die Bezirksschulinspektoren nicht- da ist es "wurscht", was man unterrichtet, Hauptsache man hat ein Stundenbild und sonstige Zettel der Bürokratie zur Hand. Diese und ähnliche Oberflächlichkeiten sind eines guten Lehrers unwürdig. Wie gesagt gute Lehrer gibt es überall, aber die PH tragen dazu sehr wenig bei. Die AHS Lehrer sind ja auch ausgebildet und unterrichten genauso nach dem Lehrplan, aber sie können besser auf aktuelle Geschehen eingehen, wenn sie nicht ständig unter dem "Zettelterror" unterrichten müssen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
03.08.2012 17:17
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

Ich denke, dass ich das gesamte Schulsystem (einschl, der Anforderungen div. BSI) sehr gut kenne.

Ein Stundenbild - wir nennen es auch Vorbereitung;-) - kann schriftlich sein, kann/darf nach dem 5.Dienstjahr auch nur im Kopf existieren und ist selbstverständlich aktuell, d.h für diese, eine Stunde.
Es ist wichtig, dass die Lehrer/-innen sich VOR der Stunde überlegt haben, was das Ergebnis/Ziel der Stunde sein soll und wie sie dorthin gelangen wollen.

Wer sagt, dass er diese Planung in keiner Form braucht, sollte lieber nicht unterrichten.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schema F-Unterricht

Falsch verstanden! Jeder braucht Planung, aber es ist unterschiedlich, wie sehr man dran klebt oder wie wortwörtlich inkompetente Inspektoren sie bewerten.

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Schlimm...

..wenn Leute von Sachverhalten reden, von denen sie keine Ahnung haben nur um ihre katholischen Privatinstitutionen zu schützen. Diese sind sicher besser als die staatlichen, aber eben nur zur Ausbildung der Lehrer für die Sek.Stufe 1. Für die Oberstufe braucht es sicher akademisch
ausgebildete Lehrpersonen. Diese werden nicht zu Forschern sondern zu Lehrern ausgebildet (woher kommt der Blödsinn von wissenschaftlichen Forschern ohne pädagogische Kenntnis?) Beides ist wichtig an der richtigen Stelle.

Gast: schreker
01.08.2012 23:02
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Verwissenschaftlichung.

Ein Lehrer soll Schulkinder unterrichten können, und nicht Forschung machen, zumal an der Unterstufe. Also hat es wahrlich keinen Sinn, den PHs irgendeine Pseudoforschung aufs Aug zu drücken.

Re: Verwissenschaftlichung.

Man will offenbar absichtlich nicht verstehen, dass es weniger auf eine eine Verwissenschaftlichung der Auszubildenden als der Ausbildenden hinauslaufen würde...wenn man sich ansieht, mit welchen "Qualifikationen" Personen derzeit an sogenannten "PH" künftige Lehrer unterrichten, weiß man, wie dringend nötig solch eine Systemänderung ist!

Antworten Antworten Gast: schreker
02.08.2012 20:52
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Re: Re: Verwissenschaftlichung.

OK, hier stimme ich Ihnen zu, die Qualität der Ausbildner kann man an den PHs durchaus heben. Derzeit ists mehr ein Inzuchtsverein: PH-Absolventen, die PH-Studenten ausbilden...

Antworten Antworten Antworten Gast: pol Beobachterin
03.08.2012 09:18
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Re: Re: Re:

Ich würde eher sagen:
Menschen aus der Praxis mit zusätzlichen Qualifikationen (denn um an der PH zu unterrichten brauchen sie auch ein Studium) bilden Menschen für die Praxis aus. Ist sicher besser als Ausbilder, die NULL-Praxis -Erfahrung haben, oder?

Gast: unterrichter
01.08.2012 22:46
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"Verwissenschaftlichung"

Der katholische Elternverband sind nicht die Eltern. Ich möchte für meine Kinder eine "Verwissenschaftlichung" alles andere ist nicht keine Ausbildung

Gast: Eulenspiele
01.08.2012 17:10
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Nach verweigerter UNI

bleiben die Lehrer oder besser gesagt die Lehrerinnen weiter ein Spielball diverser Interessengruppen, weil die eigenwillige, spezielle Ausbildung einen etwaigen späteren Berufswechsel einschränkt und zum Ausharren bestimmt.

Ebenso lässt die fehlende Definitivstellung verstärkten Kündigungsdruck aus verschiedenen Richtungen zu, macht Lehrerinnen zu angepassten Wesen.

Wer wird dann Kinder zu mündigen, starken, eigenständigen, selbstbewussten Menschen heranführen, ihnen Vorbild sein können?

Von Begeisterungsfähigkeit, von Gerechtigkeit (Kinder sind sehr sensibel.), von Menschenführung (Kinder und Eltern) und und .... keine Rede. Mit einem Wort: Nur die BESTEN!


Gast: Modernisiererbürger
01.08.2012 15:23
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Die Kirche hat Angst

dass die PHs (die meist der Kirche gehören!) zu den Unis wandern und von der Kirche unabhängig werden ... Fazit: Lehrerausbildung an die Unis, kirchliche PHs ersatzlos streichen.

Gast: :Michael
01.08.2012 15:11
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unseriöse Berichterstattung

Der Hauptverband Katholischer Elternvereine Österreichs ist die Interessenvertretung der Eltern von SchülerInnen an katholischen Privatschulen und vertritt damit eine kleine Minderheit der Eltern. Die Überschrift "Eltern gegen Verwissenschaftlichung" erweckt den Eindruck, dass man hier über die Mehrheit der Eltern berichtet.

Gast: bärig
01.08.2012 14:32
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BRAVO

Danke, Frau Franckenstein! Genau dieser Meinung sind viele- nur die Politiker wollen dies nicht umsetzen, da dies ihren eigenen Interessen widerspricht!

...als bildungsorientierte Gesellschaft...

Bildung und Intelligenz bedeuten gar nichts, sonst würde Österreich nicht von mittelmäßigen Politikern regiert, wir hätten keine Wirtschaftskrise und es wären nicht sämtliche Bereiche des Staatsdienstes doppelt und dreifach verwaltet.

Gott bewahre wenn die Schule anfangen würde Menschen zum eigenständigen Denken anzuhalten. Da doch lieber alle Lehrer in die PH. Dann hat man einen stetigen Nachschub an Konformisten.

Ach übrigens Frau Franckenstein:

Wir Leben in einer unterhaltungsorientierten Gesellschaft, solange die Leute unterhalten sind ist alles gut. Das hat sich seit der "Brot und Spiele" Politik im alten Rom nicht geändert. Wenn Sie den Fernseher einschalten und sich das Programm ansehen, mit dem wir unterhalten werden bleibt nur der Schluss übrig, dass Bildung eben nicht gewünscht ist.

Düstere Zukunft...

...ich sehe eine düstere Zukunft für die Bildung.

Inhaltlich und schon gar von der Wissenschaft eines Faches braucht ein Lehrer ja nichts mehr lernen, denn alle Lehrer haben ja vorher eh schon Matura gemacht und müssen den Stoff also schon kennen. Auch Betreuung von VWAs - kein Problem.
In 4-6 Semestern flott, flott ein bißchen Pädagogik und in Praxisschulen unterrichten probieren und fertig ist der Lehrer, der die Schüler auf die Universitätsreife brigen soll, obwohl er noch nie eine Uni von innen gesehen hat!?

Nicht ernsthaft oder????

Die Lehrerbildung gehört an die Universität und alle auf Master. Lehrer sollen für ihr Fach vor allem auch begeistern können...wie soll das gehen, wenn sie nicht (viel) mehr wissen als ein Maturant?

 
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