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Burgstaller will SPÖ im Herbst von Studiengebühren überzeugen

05.08.2012 | 16:53 |   (Die Presse)

Die rote Salzburger Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller drängt auf Reformen im Bildungssystem. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) zeigt sich über Burgstallers neuerlichen Studiengebührenanlauf erfreut.

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Wien/APA. Salzburgs Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller (SPÖ) will im Herbst – wieder einmal – versuchen, ihre Bundespartei von der Wiedereinführung von Studiengebühren kombiniert mit einem neuen Stipendiensystem zu überzeugen. „Die SPÖ muss sich auch die Frage stellen, ob nicht die Uni per se eine gewisse Umverteilung nach oben ist. Ich habe nie verstanden, warum viele in der SPÖ zwar gegen Studiengebühren sind, aber gleichzeitig Kindergartengebühren völlig normal finden – das ist eine schreiende Ungerechtigkeit“, so Burgstaller im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA).

Sie kündigt an, im Herbst einen neuen Vorschlag beim sozialdemokratischen Bundesparteitag einbringen zu wollen, der einerseits eine Umgestaltung „des grob ungerechten Stipendienwesens“ zugunsten von Arbeitnehmerhaushalten vorsieht, andererseits aber auch ein Modell mit „intelligenten Studiengebühren“ enthält. „Wir werden sehen, ob ich die Mehrheit überzeugen kann“, sagt Burgstaller – das Papier werde derzeit ausgearbeitet.

Außerdem wünscht sich Burgstaller weitere Reformen im Bildungssystem: Die Bestellung von Schuldirektoren müsse entpolitisiert, die Lehrerarbeitsplätze modernisiert und deren Arbeitszeiten auf den Nachmittag ausgedehnt werden: Es sei ein „unerträglicher Zustand“, dass die Arbeitszeit der Lehrer in Österreich „von deren Selbstorganisation und Engagement“ abhängig sei. Für das schleppende Tempo bei Reformen im Bildungswesen macht die Landeshauptfrau „diese unglaubliche Macht der Neugebauers“ und „zu viel Ideologie in der realen Umsetzung“ verantwortlich.

Töchterle: „Hoffe, sie kann überzeugen“

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hat sich am Sonntag über Burgstallers neuerlichen Studiengebührenanlauf erfreut gezeigt. Die Bundes-SPÖ sei bisher zu keinen inhaltlichen Gesprächen bereit gewesen, er hoffe daher, dass Burgstaller innerparteilich überzeugen könne. „Die besseren Argumente hat sie jedenfalls“, so Töchterle in einer Stellungnahme.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2012)

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169 Kommentare
 
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"a Gscherte"

kann auch nie eine Sozialdemokratin sein!

Gast: Studentenvater
06.08.2012 14:26
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Interessant wäre wie man das schaffen könnte: gerechte Studienbeihilfen.

Wer weiß schon, ab wann denn dann Studienbeihilfe nicht mehr zusteht, bzw Studiengebühren fällig werden? Nehmen wir eine hypothetische Familie: 3 Kinder davon 2 Studenten, Vater Angestellter 3500 brutto, Mutter Verkäuferin 1500 brutto, das bedeutet etwa gemeinsames Nettoeinkommen ca. 3300 + Familienbeihilfe macht das dann etwa 3800. Diese Familie wohnt in Salzburg und hat das Glück eine günstige Wohnung zu haben, was sich aber in Sbg dennoch mit 1500 p.m niederschlägt (inkl Betriebskosten), die Studenten sind spar- und genügsam und kommen mit 600 zurecht (allein das Zimmer verschlingt 300). Dann bleiben für Eltern und den Schüler noch 1100. Davon muss geheizt, gekleidet, gegessen und das benötigte Auto erhalten werden. Und so jemand soll reich sein? Denn Studienbeihilfe erhält man dann keine mehr.
Wie will man das gerechter machen? Allein wenn man diese Familie ins Burgenland verpflanzt hat man schon 600-800 € weniger Wohnkosten. Und wenn man das mit Selbstständigen und Bauern vergleicht, dann geht ohnehin alle Relation verloren.

Für das schleppende Tempo bei Reformen im Bildungswesen macht die Landeshauptfrau „diese unglaubliche Macht der Neugebauers“ und „zu viel Ideologie in der realen Umsetzung“ verantwortlich.


Das ist den Neugebauers so egal, wie nur irgend etwas.
Vielmehr sehen sie darin ihre Bestätigung. Und richtig ist weiters:
Es sei ein „unerträglicher Zustand“, dass die Arbeitszeit der Lehrer in Österreich „von deren Selbstorganisation und Engagement“ abhängig sei.

Lehrer sind total überfordert. Aber, sie sind jener Personenkreis mit den wenigsten Herzinfarkten! Es sei ihnen vom Herzen vergönnt, nur ist es eben auch eine Tatsache.

Gast: Mag. Leut-Hohenkellern
06.08.2012 12:28
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Bravo Gabi! Nicht lockerlassen!

Die Gstudierten soin wos hackln. Da muss ich der Frau Landeshauptfrau, die übrigens eine sehr kluge und sch... naja Frau ist, absolut recht geben.

Gast: nadannbesser
06.08.2012 12:22
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wär

die rote gabi mach den scheuch

aso die roten sind besser gedeckt

überholt

ich weiß nicht, auf welche gestrige pferde da manche ihr geld setzen. tatsache ist, dass die mehrheit der studenten für studiengebühren ist. Mit einem guten stipendiensystem ist dann auch niemand benachteiligt. in zeiten, wo das geld hinten und vorn fehlt, kann niemand ernsthaft dagegen sein, wenn damit zumindest ein paar zusätzliche euros in das unibudget kommen. der jetzige weg nähert sich nämlich bedenklich dem kaputt sparen (was das gleiche ist, wie zuwenig geld für das richtige funktionieren der unis auszugeben)

Antworten Gast: Kollege
06.08.2012 11:59
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Soll das mit der Kleinschreibung authentisch wirken?

Gast: Studienberater
06.08.2012 10:44
0 1

Moralethik hieße den Salzburger Stall ausmisten

Schon merkwürdig, dass der SP-Landesmännin das Thema Studiengebühren gar so wichtig ist. Kann sie jemand von der Notwendigkeit eines intelligenten Rücktritts überzeugen? Sie könnte ja mit einem WKO-Stipendium auf die VP-Akademie studieren gehen.

studiengebühren

wenn mann studieren will soll mann dafür zahlen weil es eine freiwillige weiterbildung ist. wir haben eine pflichtschule was den staat genug kostet.

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Re: studiengebühren

ich bin schon dafür aber bitte mit sozialen stipendien für Österreichs fähige Ärmere. Das war ja bereits schon so sehr sozial implementiert, selbst der Gusi hat das eingesehen. Übrigens, Gusenbauer war echt oft ungewollt witzig, aber gegenüber Herrn Faymann hatte er noch charakterliche Werte.

sie glauben auch alles aus der SPÖ Akademie...

der (männliche, bei weiblichen ist der Unterschied gravierender) Akademiker bezahlt zeit seines Lebens 150% an den Staat im Vergleich zu jemanden mit HTL/Lehre.

bereits abgezogen sind ALLE Kosten und entgangene steuern, beihilfen Etc.

die vielzitierte billaverkauferin wird entgegen des Volksglaubens vom Akademiker alimentiert!

Quelle: OSZE Bildung 2010

Antworten Antworten Gast: Studentenvater
06.08.2012 13:04
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Re: sie glauben auch alles aus der SPÖ Akademie...

So ist es. Es geht hier sicher nicht darum, dem Staat einen Verlust auszugleichen, sondern um die Frage: Soll man von jenen von denen der Staat ohnehin einen satten Gewinn einfährt noch mehr kassieren.
Denn im Gegensatz zum verbreiteten Volksglauben sind Akademiker weniger oft arbeitslos, haben eine höhere Erwerbsquote und gehen deutlich später in Pension (so sind zwischen 60 und 65 noch mehr als 50% aktiv, allgemeine Quote 18%). Es ist leicht auszurechenen, dass allein schon der Tausch Pensionsjahre gegen Studienjahre für den Staat ein außerordentlicher Gewinn ist.

Antworten Antworten Gast: "gelernter" österreicher
06.08.2012 12:49
0 0

Re: sie glauben auch alles aus der SPÖ Akademie...

"...bezahlt zeit seines Lebens 150% an den Staat...

von dem er natürlich als beamter VORHER sein weit überhöhtes und durch NICHTS (außer dem parteibuch) gerechtfertigtes gehalt bezieht...

Gast: flipp77
06.08.2012 10:05
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Jetzt hat sie es kapiert

1. die Uni per se eine gewisse Umverteilung nach oben ist…
->Wollen sie die Uni’s abschaffen und aus Österreich ein Volk aus Textilarbeiter machen?

2. intelligenten Studiengebühren…
->Klingt ja echt nett, aber intelligent hat sich die SPÖ in dieser Angelegenheit noch nicht gezeigt.

3. grob ungerechten Stipendienwesens…
->War immer schon so, diejenigen die wenig haben bekommen mehr Stipendium und umgekehrt- Was ist da so ungerecht??

4. ihre Bundespartei von der Wiedereinführung von Studiengebühren…
->Soll das eine Entschuldigung an die Bürger von Österreich sein das Mithilfe der SPÖ unser Land 1000de ausländischer Studenten gratis ausbildet. Die wohlhabenden Studenten keinen Beitrag leisten müssen und dies auf Kosten der nicht so gut situierten Eltern. Der kleine Arbeiter für die Ausbildung des Sohnes von Herr Dr. aufkommen muss.

5. Was war Bitte an den Studiengebühren falsch???
Alle mussten die 363 euro bezahlen, diejenigen mit einkommensschwachen Eltern bekamen die Gebühren sowieso zurück, und die Grenze war nicht so niedrig. Wenn ein Gusenbauer sagte: er hätte zu dieser Zeit nicht studieren können so ist er ein verlogenes….

Sehr aktuell…. populistischen Politikern die uns in den Bankrott führen


Gast: b754
06.08.2012 09:13
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Falotten Partei Österreichs FPÖ

und die

Österreichische Vertuschungs Partei ÖVP

werden heute schwitzen wenn der petzner den mund aufmacht

Re: Falotten Partei Österreichs FPÖ

und die Stimmenkaufpartei und Schmiergeldpartei Österreich vergisst die löwelstrasse

Antworten Gast: unverständnis
06.08.2012 10:27
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Re: Falotten Partei Österreichs FPÖ

wie kommt es, dass normale, sachliche Kommentare zensuriert werden und dabei jeder gossenhafte polemische Auswurf dieses Schreibers hier erscheint?

Die Argumente

der verluderten Sozialdemokratie:" Frage mich heute nicht was ich gestern gesagt habe"?!
Die Bildungsoffensive des 20. Jahrhunderts war eine Sozialdemokratische.........jetzt darf sie die Bäuerin aus Salzburg ruhig unterlaufen......Freundschaft!

Re: Die Argumente

Vielleicht sollten Sie sich einmal darüber informieren wo in unseren Tagen die tatsächlichen Bildungsbarrieren für Unterschichtkinder liegen. Mit klassenkämpferischen Gekeife Politik machen zu wollen, ist von gestern. Frau Burgstaller hat offensichtlich gerade durch ihre Herkunft und ihren Einblick in verschiedene Milieus einen besseren Überblick als die vorgestrigen Klassenkämpfer in ihrer Partei.

Das ist die Niedertracht der ÖVP ...

und die Einfalt der SPÖ:
.
Diese Landeshauptmännin wurde von der ÖVP in die Ränge der Sozialdemokraten geschoben; Pühringer's Kind als Trojanisches Pferd in der Festung Festung Hohensalzburg und von den Roten die tägliche Portion Hafer?

Antworten Gast: beim stand der dinge...
06.08.2012 12:51
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Re: Das ist die Niedertracht der ÖVP ...

unglaublich korrekte schilderung der dinge..

alle achtung!

chapeau

Gast: Klein M
06.08.2012 06:59
1 0

Rote Zenzi

Hat nur Polemik abzusondern und viel Dreck am Stecken.

Re: ... viel Dreck am Stecken.

Meine ich eher nicht, dass Sie bewusst "ihren Stecken" beschmutzt und Einfalt können Sie ihr nicht vorwerfen.

So persönliche Eigenschaften, dafür kann sie nix und es ist auch nicht strafbar!

Erbschaftssteuer ?

Schon mal darüber nachgedacht?

Antworten Gast: Markus Trullus
06.08.2012 07:59
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Re: Erbschaftssteuer ?

Steuer für längst Versteuertes? Ich würd an ihrer Stelle das fortsetzen: Steuer über schon mehrmals versteuertes, bis die Enteignung perfekt ist....
Freundschaft!

Wahlversprechen

War die Abschaffung der Studiengebühren nicht eines der Hauptthemen der SP bei der letzten NR-Wahl?


 
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