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Gekündigter Wissenschafter wird HTL-Lehrer

13.08.2012 | 11:02 |   (DiePresse.com)

Der Molekularbiologe Robert Schwarzenbacher galt als Shootingstar der Forschung. Nach seiner Kündigung wegen Datenmanipulation wird er an einer Schule technische Chemie unterrichten.

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Der wegen eines wissenschaftlichen Fehlers von der Universität Salzburg heuer im März gekündigte Salzburger Molekularbiologe Robert Schwarzenbacher wird HTL-Lehrer. Der Wissenschafter wird an der HTL Itzling in der Stadt Salzburg technische Chemie unterrichten. Jedem könne ein punktuelles Fehlverhalten einmal passieren, und daher sollte jeder eine zweite Chance bekommen, sagte Schulleiter Herbert Kittl am Montag im ORF Radio Salzburg.

Schwarzenbacher sei mit seinem Wissen und seiner Art ein großer Gewinn für die Schule, so Kittl. Auf ihn und die Kommission habe der Forscher einen sehr positiven Eindruck gemacht. "Es ist einmal für ein Jahr, er soll den Schulbetrieb kennenlernen. Auf uns macht seine offene Art und die Kompetenz einen sehr guten Eindruck und wir sind überzeugt, dass er bei den Jugendlichen sehr gut ankommt."

Auslöser der Kündigung waren Wissenschafter in den USA, die dem Molekularbiologen vorwarfen, wissenschaftliche Berichte über die Struktur von Birkenpollenallergenen in einer Publikationen manipuliert zu haben. Die Agentur für wissenschaftliche Integrität in Wien bestätigte das wissenschaftliche Fehlverhalten, woraufhin die Universität die Kündigung aussprach. Schwarzenbacher bekämpft diese beim Arbeitsgericht. "Als der Fehler bekanntwurde, habe ich die Verantwortung übernommen, die Struktur unverzüglich zurückgezogen und mich für den Vorfall entschuldigt", sagte Schwarzenbacher nach der Kündigung. Der Fehler sei aus Arbeitsüberlastung passiert. Das Gerichtsverfahren wird am 26. September fortgesetzt.

 

(APA)

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18 Kommentare
Gast: R1234ös
21.08.2012 20:46
0 0

Betrugsprofs und Scheindiplomanden

Beim Thema Betrug sollte man die Scheindiplomanden ansprechen. Das sind Studenten die von Professoren im Versprechen auf eine Diplomarbeit oder Dissertation zur an Industrieprojekten geködert werden. Selbstverständlich kommt auch Gratisarbeit vor.

Diplomarbeit wird dann keine betreut - weil das die Firma bisweilen gar nicht will.


als betrügender wissenschaftler aufgeflogen?

kein problem in österreich: lehrer werden geht immer. schliesslich betrügen ja auch die schüler...

Gast: Bettelstudent
17.08.2012 13:50
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Wir brauchen mehr Fächer über Betrug und Korruption

Auch aus der Politik werden neue Lehrer gesucht.

Gast: Kritischer Kommentar
15.08.2012 20:27
1 1

Und wieder trifft es die Lehrer

Lehrer kann man werden, auch wenn man aufgrund von Betrügereien bei der alten Arbeitsstelle hochkant hinausgeflogen ist und KEINE Ausbildung zum Lehrer hat, die braucht er nicht, er kennt die richtigen Leute - richtig österreichisch.
Angesichts mancher Postings kommt einem das Grausen.

Re: Und wieder trifft es die Lehrer

Der Mann ist technischer Chemiker und wird an einer HTL technische Chemie unterrichten - soll er von der Sozialhilfe leben?

Re: Re: Und wieder trifft es die Lehrer

wenn betrug ein verbrechen ist und verbrechen bestraft werden dann hätte dieser betrüger ein verfahren, eine verurteilung und eine vorstrafe - wie es sich gehört. so lässt man ihn auf unsere kinder los.

eh wurscht, oder?

Re: Re: Re: Und wieder trifft es die Lehrer

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Wenn er wirklich betrogen hat, ist es die Aufgabe der Gerichte das zu klären - und für Bestrafung zu sorgen. In der Zwischenzeit muss er aber von etwas leben. Und wenn er ein guter Wissenschafter ist, wird er die Schüler unterrichten - und die Erfindung von irgendwelchen Testergebnissen gehört ja nicht zu Lehrplan.

Gast: Gasti
13.08.2012 21:02
7 4

Schwarzenbacher ist ein Gewinn fuer jede Schule

Und mit Sicherheit auch fuer jede oesterreichische Universitaet.

Re: Schwarzenbacher ist ein Gewinn fuer jede Schule

ich hoffe, dass sich meine UNI klug genug ist und sich diesen Mann sichert.

Gast: b754
13.08.2012 17:15
6 17

das heißt also

als lehrer darf man ruhig ein betrüger sein währe interessant wer da im hintergrund die fäden gezogen hat vor allem welche partei

Antworten Gast: Malhalblangmachen
13.08.2012 19:11
20 2

Re: das heißt also

Übertreiben wir nicht:

- Schwarzenbacher ist - trotz der bekannten Vorfälle - sicherlich ein exzellenter Wissenschaftler

- Gut, er hat geschummelt. Aber das haben viele andere auch. Die Reaktion der Universität Salzburg war - immer gemessen an österreichischen Verhältnissen - extrem.

- Es gibt andere Fälle in Österreich, in denen Wissenschaftler Schwindeleien derselben und größerer Dimension zu verantworten haben. Diese Wissenschaftler wurden aber nicht bestraft, sondern noch befördert! Allerdings geschah das nicht an der Universität Salzburg.

- Die HTL-Klasse, die Schwarzenbacher als Lehrer bekommt, kann sich glücklich schätzen (und das ist nicht ironisch gemeint).

- Und all den hämisch Grinsenden, selbstgerechten Kritikern sei noch Folgendes gesagt: Schwarzenbacher wurde schon genug bestraft. Leicht wird er es auch in Zukunft nicht haben.

wer im Glashaus sitzt

soll nicht mit Steinen werfen - oder haben Sie sich noch nie geirrt?


kein Kavaliersdelikt!

Es geht hier um die bewusste Manipulation eines Forschungsergebnisses. Das ist Betrug und darf nicht als "Irrtum" schöngeredet werden.

Ob der sofortige Rauswurf von der Uni Salzburg so klug war, ist hingegen eine andere Frage.

Antworten Antworten Gast: Gleichheit im Unrecht
14.08.2012 13:06
1 0

Re: kein Kavaliersdelikt!

Schauen Sie doch, wie man in Innsbruck vorgegangen ist: Der Betreffende wird sogar noch befördert!

http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/755333/Aufregung-um-Stelle-an-Uni-Innsbruck?from=suche.intern.portal

Gast: tc_t
13.08.2012 16:07
3 19

aha...

als lehrer... alles klar... unterrichtsthema... wie manipuliert man richtig.... und wer zahlt es?? der steuerzahler... cool...

Re: aha...

unser bwl lehrer hat uns einige lücken in der gesetzgebung aufgeklärt .. war sehr interessant :) moralisch verwerflich, aber zumindest hat er immer ergänzt, dass wir ja nicht diese lücken ausnutzen :)

Hoffentlich schummelt da keiner von den Schülern


Gut zu wissen...


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