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Olympia-Enttäuschung: "Eine Sportstunde täglich"

14.08.2012 | 11:19 |   (DiePresse.com)

Experten fordern tägliche Bewegung für Kinder. Ohne frühen Sport seien Weltklasseleistungen ausgeschlossen, warnt Volleyballverbandschef Peter Kleinmann.

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Nach Olympia bejubeln die siegreichen Nationen ihre Erfolge, die anderen hinterfragen ihre Sportstrukturen. So auch Österreich, das ohne Medaille geblieben ist. So wurde die Dikussion um den Schulsport wieder neu entfacht: Kritiker meinen, es gäbe zu wenige Bewegungs- und Sportstunden an Österreichs Schulen. Daraus resultiere nicht nur die wachsende Zahl übergewichtiger Kinder, sondern auch das österreichische Olympia-Debakel.

Im Bildungsministerium versteht man die Kritik nicht. Die Schule sei nicht schuld daran, dass Österreichs Athleten ohne Medaillen nach Hause gekommen sind, zitiert das "Ö1 Morgenjournal" das Ministerium. Auch wenn 2003 unter VP-Ministerin Elisabeth Gehrer der Turnunterricht um eine Stunde pro Woche gekürzt worden ist, liege man weiterhin im europäischen Durchschnitt. In der Volksschule turnten Österreichs Mädchen und Buben pro Woche zwei bis drei Stunden, in der Unterstufe seien es drei bis vier Stunden. In der Oberstufe, vor allem in den berufsbildenden Höheren Schulen gebe es - zugegebenermaßen - oft nur zwei Stunden pro Woche.

Schulsport hat nicht Spitzensport zum Ziel

Ziel des Schulsportes sei es aber auch nicht Talente zu finden und Goldmedaillen-Träger auszubilden, sondern Kinder und Jugendliche für den Breitensport zu begeistern, sagt der Sprecher von SP-Bildungsministerin Claudia Schmied. Im Alter von elf Jahren bewegen sich Österreichs Buben noch an fünf Tagen pro Woche rund eine Stunde lang. Mit 17 Jahren bewegt sich ein und derselbe Jugendliche dann nur mehr an drei Tagen pro Woche. Bei den Mädchen schaut die Bewegungsbilanz noch schlechter aus.

Sportminister Norbert Darabos ist mit der Dikussion zum Schulsport "unglücklich". Die tägliche Turnstunde werde "auch aus budgetären Gründen nicht so diskutiert, wie ich es gerne hätte", sagt er. Sport habe in der Gesellschaft keinen hohen Stellenwert, nur zwanzig Prozent der Österreicher würde überhaupt Sport treiben. In den Nationen, mit denen Österreich sich vergleichen könne, gebe es wesentlich mehr Sport in Schule und Kindergarten.

"Eine Sportstunde täglich"

Experten wie Peter Wittmann, Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO) und des ASKÖ, fordern seit langem mehr Sport in der Schule. Auch Peter Kleinmann, Präsident des Volleyball-Verbandes, zählt zu den Kritikern des Schulsports in Österreich. Er ist laut "Ö1 Morgenjournal" davon überzeugt, dass Österreich mit mehr Turnstunden in der Schule bei den Olympischen Spielen besser abgeschnitten hätte. Derzeit steuere man auf ein Desaster zu. Er fordert daher eine tägliche Sportstunde für Schulkinder.

Kinder sollen bis zum zehnten Lebensjahr Sport betreiben, um die Feinmotorik zu schulen. Ohne diesen frühen Sport seien Weltklasse-Leistungen praktisch ausgeschlossen. Dass Kindergartenpädagogen nicht nur für Sport schlecht ausgebildet seien und auch noch für Unfälle beim Sport haften, betrachtet Kleinmann als problematisch. Daher werde im Kindergarten der Sport verhindert. Dasselbe Problem bestehe auch in den Volksschulen.

Turnstunde auch als Lernmotivation

In Österreich würden sich laut Umfragen nur 28 Prozent der Kinder sportlich bewegen. Im Vergleich: In Schweden seien es 72 Prozent. "Da frage ich mich, wie wir irgendwas gewinnen wollen", so Kleinmann. "Was ist wichtiger als Bewegung? Warum muss man 100 Prozent der Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen, aber nur 28 Prozent bewegen sich. Ich finde das unerhört." Zudem lerne man auch besser, wenn man Sport betreibe.

In diese Kerbe schlägt auch der grüne Bildungssprecher Harald Walser: "Wir brauchen die tägliche Turnstunde als Bewegungs- und Lernmotivation." Die Stundenkürzung im Bewegungsunterricht müsse zurückgenommen werden, denn Gesundheit und Bildung stünden in engem Zusammenhang, wie einschlägige Untersuchungen zeigen. Das Ziel muss tägliche Bewegung für alle heißen, für bessere Gesundheit und besseres Lernen. "Wenn bei der täglichen Turnstunde später ein paar Olympiamedaillen herausschauen, umso besser", sagt Walser.

(Red.)

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302 Kommentare
 
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"Eine Sportstunde täglich"

Bleiben wir zuerst bei der politischen Verantwortlichkeit: Der verantwortliche Minister soll Rückgrat zeigen und zurücktreten - sonst sind solche Aussagen nichts als heisse Luft.

Gast: psoft
14.08.2012 10:54
2 0

Absurdistan

Österreich wird seinem Ruf gerecht. Weil "wir" (wer ist das eigentlich??) in London keine Medaille gewonnen haben, ist der Schulsport schuld am allgemein schlechten Zustand der Kinder. So sinngemäß Herr Kleinmann im ORF-Journal, dort als einer der "einflussreichsten österreichischen Sportfunktionäre" betitelt. Na bumm! Jetzt wissen wir, wie es geht! Ähnlich wie der Zusammenhang zwischen Breitensport und Olympiamedaillen (die Österreich bei Sommerspielen immer in den absolut top-verdächtigen Breitensportarten Judo, Kanufahren und Schießen gewonnen hat) ist jener zwischen dem Sexualverhalten von Erdkröten und dem Klimawandel. Aber unser Politiker brauchen ein Sommerlochthema - Achtung, Darabos reitet wieder, es wird gefährlich - und einen Schuldigen für die "Nationalschande" und unsere Journaille, intellektuell auf dem gleichen Niveau wie Politiker und Sportfunktionäre stehend, macht freudig-erregt mit. Uns geht es gut, wir haben Gott seis gedankt, keine größeren Probleme. Ich bin der Meinung, das korrupte und faschistische Kärnten ist schuld daran, dass wir nix gewonnen haben. Bin mal gespannt, bis der ORF einen "Experten" gefunden hat, der das wissenschaftlich belegen kann.

3 1

falsche Vorbilder

Der Schulsport soll in erster Linie den Kindern vermitteln, dass gezielte Bewegung und Sport sinnvoller ist als im Wohnzimmer mittesl Wii herumzuhopsen. Doch wie häufig und intensiv der Nachwuchs Sport betreibt hängt unmittelbar vom Engagement der Eltern ab. Wenn die Erziehungsberechtigten Sport nur vom Fernsehen kennen, wird mit der Zeit das Kind auch zu einem Couch-Potatoe.

Leider wird in der derzeitigen Diskussion vergessen, dass der reine Turnunterricht bzw. der sportliche Beteätigung bei einem Verein noch lange keinen Spitzensportler hervorbringt. Dazu gehört viel mehr Ehrgeiz und Einsatz.

Dennoch sollten die Turnlehrer für einen abwechslungsreicheren Unterricht sorgen und den Schülern unterschiedlichste Sportarten näherbringen. Daraus resultierend sollte der Lehrer soweit geschult sein, dass er die Potentiale der Schüler für die eine oder andere Sportart erkennt und sowohl dem Kind als auch den Eltern eine gezieltere Sportausübung bei einem Verein nahelegt.

Allein das Wort "Leistung" hat ja in unserem Land...


.....einen negativen Beigeschmack.

Unsere Olympia-Repräsentanten vertreten Österreich wie es ist...

.....ein wenig streiten und alle anderen sind Schuld

.....schön nach Proporz besetzt

.....und wenn´s drauf ankommt, nur net auffallen.

.....

Re: Allein das Wort "Leistung" hat ja in unserem Land...

Das passt eh genau, das ist ja genau das olympische Motto. Das "Dabeisein" zählt. ;)

Das "Dabeisein" zählt. ;) ...


....richtig, warum das ganze Theater?

Sollen´s doch gleich sagen, wir machen einen Betriebsausflug nach London und schön war´s.

Gast: Das liebe Geld
14.08.2012 10:44
0 1

Allerdings wenn Verbände ein Angebot der Stadt schlicht ablehnen, ein Durchforstung diese würde sicher nicht schaden...

Das alles bringt wenig, es braucht einfach eine Infrastruktur für jene die etwas machen wollen außerhalb der Schulen, das sich nicht auf Dinge beschränkt wie Laufen und Radfahren, das kostet aber nicht nur Räume sondern vor allem qualifiziertes Personal beides kostet und daran hapert es.

Wo ich nicht mitreden kann, Schulsport, meine Erinnerungen beschränken sich auf die Kriegsinschrift in der Turnhalle zur Produktion von Kanonenfutter, und die Lehrer fühlten sich durchaus auch 30 Jahre nach Kriegsende dieser Ideologie sehr verpflichtet, (kotz), geblieben ist mir die Phantasie mich von dieser Perversion zu drücken, schließlich förderte diese Ideologie jene die zwar körperlich stark waren, deren geistige Entwicklung doch einen sehr eingeschränkten Horizont hatten.

Weder in Slovenija,der Slowakei,Tschechien

Ungarn,Kroatien,der Schweiz usw. gibt es eine tägliche Turnstunde!

Diese Staaten waren aber ,vergleichbar unserer Bevölkerungs-Anzahl, viel erfolgreicher.

Da will wohl wieder die politisch gut organisierte Turnlehrer-Lobby mehr Stunden in der Schule oder doch?

Re: Weder in Slovenija,der Slowakei,Tschechien

So ein lächerlicher Tamtam über Nichtmedaillen. Sie sollten einsehen, dass Österreich bei Sommerspielen von haus aus wenig Chancen hat. Und ist es nicht komplett wurst, ob A Medaillen holt oder nicht. Wer hat denn was davon ausser die Sportler und die Funktionäre. Sind eh nur Eigeninteressen.

Re: Weder in Slovenija,der Slowakei,Tschechien

Die Schweiz hat um 1/3 mehr Turnstunden!

Re: Re: Weder in Slovenija,der Slowakei,Tschechien

Aber über Schwarzgeld-Konten IHRER Banken auch viel mehr Geld für den Sport,Mister Blizky!

Freunde

die schwarzen Freunde haben ja die sportstunden an den schulen großteils eingespart.

Antworten Gast: 3OO
14.08.2012 10:54
0 0

Re: Freunde

weil sie auch sehr sozial wenn nicht gar bald auch sozialistisch sind die schwarzen(im agrar u. banken bereich sind sie letzteres schon) ,u. wer möchte schon den geschundenen lehrern zumuten eventuell eine freistunde als turnstund' zu nutzen, u. wenn er/sie die buam u. mädchen nur kicken lassen würde um nebenher hausaufgaben zu korrigieren würden sie wenigstens bewegung haben u. manch wunderkind würde auch sein angesetztes zuckerkracherl- fett verbrennen ....

Gast: vito c
14.08.2012 10:28
2 6

wann hört das endlich auf?

wozu ist der spitzensport denn eigentlich gut?

als event. als werbeträger. und: als eine der letzten bastionen des puren nationalismus.

was interessieren mich medailienspiegel einzelner länder. noch dazu länder in dieich ohne pass reise, nicht merke dass ich eine grenze überschreite und mit der selben währung bezahle? ich brauch das nicht. und ob sportler mit der selben staatsbürgerschaft wie ich sie habe, was gewinnen oder nicht???? ist doch egal.

ich meine, wenn ich af sport stehe, dann auf eien guten wettkampf. wenn ich tennismatch sehe, dann will ich ein gutes spiel sehen, und ob ein er der beiden kontrahenten österreicher ist, oder nicht, also mir geht das am a.... vorbei.

olympische spiele sind ein anachronismus aus dem 19ten jahrhundert. man hätte nach dem zweiten weltkrieg gar keine mehrveranstalten sollen. allein der ländereinzug?? außer in nordkorea oder china finden solche probagandaspaktakel nirgens mehr statt. außer: olmpia.

und deshalb keinen cent mehr in den spitzensport, alles in den breitensport. soll jeder ein bischen sport machen, anstatt dass ein paar, die mit den menschen auf der straßen kam noch was gemein haben, viel sport machen.

Re: wann hört das endlich auf?

wenn Sie nicht merken, weil Sie beim Shoppen eh mit Euro zahlen können, dass Sie eine Ländergrenze überschritten haben und sich in einem anderen Land befinden, deutet das akut auf Scheuklappen hin.

Antworten Gast: Robinson Caruso
14.08.2012 10:54
2 2

Re: wann hört das endlich auf?

Sie sollten sich den olympischen Medaillenspiegel trotzdem mal anschauen. Lässt interessante Rückschlüsse zu:

An der Spitze stehen: USA, China, GB und S-Korea (!). Alles Länder, in denen Leistung (nicht nur beim Sport) gefördert und honoriert wird. All diese Länder haben Elite-Unis, bieten hohe Leistungsanreize, haben ein leistungsorientiertes Schulsystem (auch mir Privatschulen....

Solche Gesllschaften und ein solches Klima generieren eben Höchstleistungen (nicht nur im Sport).

Im Mindestsicherungs, Gesamtschul, Frühpensions Österreich hingegen, wo Leistung und Erfolg prinzipell verdächtig ist (und sopfoer mit hihen SDteuern bestraft wird), wird man keine Nobelpreisträger oder Goldmedaillengewinner hervorbringen.


Antworten Antworten Gast: toro
14.08.2012 11:52
1 0

Re: Re: wann hört das endlich auf?

Russland ist an 4. Stelle, nicht Korea.

Keine eliteunis, kaum förderung.

Ihr Theoriegebäude knickt ein...

Antworten Antworten Antworten Gast: Robinson Caruso
14.08.2012 14:36
0 0

Re: Re: Re: wann hört das endlich auf?

Das ist (zum Teil) richtig.

Aber die ehemaligen Ostblockstaaten profitieren noch von den seinerzeit aufgebauten Strukturen, auch Ungarn hat ja sensationell abgeschnitten.

Mein Theoriegebäude knickt deshalb mitnichten ein und dass die (Kontinental)Europäer immer mehr ins Hintertreffen geraten und die Asiaten rasant aufholen (auch bei Olympia) stützt mein angeblich eingekicktes Theoriegebäude sehr gut.


Antworten Antworten Gast: bird
14.08.2012 11:49
0 0

Re: Re: wann hört das endlich auf?

Das sind doch auch die Länder die bei der Nuklearwaffen-Olympiade mitmachen!

Zufall?

SPÖ weiß nicht was sie will...

* Darabos will einzelne Sportarten mit Medaillenchancen herauspicken und besonders fördern
* Claudia Schmied fordert die Gesamtschule wo die hochbegabten mit den schwachen Schülern in einer Klasse sitzen.

Das ist so, wie wenn Markus Rogan gemeinsam mit dem übergewichtigen Hrn. Birnstingel und der burka-tragenden Yüce im öffentlichen Freibad trainiert.

Also was jetzt, liebe SPÖ???

Gast: Lasstsiespielen
14.08.2012 10:24
1 0

Die Amerikaner

haben den Konnex zwischen Schulsport und Leistungssport begriffen. Bei uns gibt es zuviele missing links. Meisterschaften bis 14 Jahren müssen möglich sein, ohne bei einem "eingetragenen" Verein oder Verband Mitglied zu sein. Selbstorganisation im Spielpark funktioniert nämlich. Die Peles kommen nicht vom politischen Apparatschik Verein. Und zum Superschwimmer wird man auch nicht durch die eigene 50m Bahn. Das geübte Talent ist man schon vorher. Die Spitzfindigkeiten brauchen später die Untalentierten als Ausrede.

Antworten Gast: Teuferl
14.08.2012 10:34
1 3

Vorsicht Amerika

Na ja, amerikanische Verhältnisse im Schießsport brauchen wir auch nicht....

"Schulsport hat nicht Spitzenleistungen zum Ziel"

genauso hat in Österreich "Schulunterricht auch nicht Spitzenleistungen zum Ziel"

Man fragt sich nur: Wie lange wird mit einer derartigen Mentalität Österreich zu den reicheren Ländern gehören? Offenbar wird das tatsächlich nur funktionieren, wenn man mittels Zuwanderung die hiesige Bevölkerung austauscht, vor allem aber die hiesige Politikerkaste, die uns so weit gebracht hat.

Gast: LegendIn
14.08.2012 10:11
8 1

Neue Sportarten müssten her!

Östereich hätte durchaus Medaillienchancen, wenn endlich auch Österreich-gerechte Sportarten olympisch würden:

*) Frühpensionieren
*) Langzeitstudieren
*) Korruption
*) Immerdieselberegierunghaben-egalwasgewähltwird
*) Kanzler-IQ-Limbo (how low can you go?)

Wie soll es in Österreich zu Spitzenleistungen kommen, wenn bereits von frühester Kindheit an alle/s mittels Quoten, Genderismus und Correctness "gleichgemacht" wird?

Wie soll ein Land wieder Olympiasieger oder Nobelpreisträger hervorbringen, wenn wir bereits so dekadent sind, beim Meditzinstudium dümmeren Frauen den Vortrittgegenüber klügeren Männern zu lassen, nur weil es sich um Frauen handelt?

Gibt es bald auch Nobelpreis-Frauenquoten?

Antworten Gast: DerPatriot
14.08.2012 11:26
0 0

Re: Neue Sportarten müssten her!

100% Zustimmung, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

Ich wäre aber auch für mehr Sport, nicht nur an Schulen denn Sport ist gesund für Körper UND Geist.

Daher fordere ich hiermit täglich 2 Stunden Sport für unsere Politiker........das der GEIST evtl wieder auf ein gesundes Niveau kommen kann!

Re: Neue Sportarten müssten her!

Das könnte man dann auch den "SPÖ/Grün Leistungssport" nennen.

das Debakel ist schlechter Journalismus

Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen und noch fest Marillen drunter gemischt. Der Breitensport hat nichts mit Olympia zu tun, sondern das verkrustete und korrupte Verbandswesen.

Und der 4. Platz von Jukic war ein Erfolg und keine Enttäuschung.

Gast: fk
14.08.2012 10:04
3 1

Sowieso zuviel Sport und zuviel Sportförderung

Zugegeben, ich bin kein Freund des Leistungssports. Ich meine ausreichend Bewegung – verbunden mit sinnvoller abwechslungsreicher Arbeit – ist für die Gesundheit das Beste.

Übertriebener Schul- und Leistungssport kommt für mich aus dem Förderdenken der klassischen Armeen. Es idient(e) der berühmt/berüchtigte „Wehrertüchtigung“. Darum ist Sport (-Förderung) bis heute ja auch typisch bei dem Ministerien für Heer und/oder Polizei angesiedelt!

Wer mehr Sport will, der kann es ja gerne tun! Aber es ist ein individuelles Hobby und dient nicht dem Gemeinwohl. Ganz im Gegenteil, die vielen Sportunfälle belasten das Gesundheitssystem und schädigen die Wirtschaft durch Arbeitsausfälle. Und der Ehrgeiz, mit allen (auch unerlaubten) Mitteln (oder durch kräftiges "Dreinschlagen") „Nummer Eins“ zu sein, der verdirbt den Charakter.

Wozu also die viele Förderung? Andere Hobbies werden auch nicht gefördert!

Das Geld ist viel besser angelegt wenn wir
- Kinder auf ein lebenslanges lustvoles Lernen vorbereiten
- mehr Hirn als Muskeln trainieren
- „Maturanten“ wirklich zu „reife Menschen“ heranführen
- Naturwissenschaften Kindergarten und Schule fördern
- Unis besser fördern
- breit in Bildung und Forschung investieren
- Entwicklungsprojekte förderm

Unter dem Gesichtspunkt der Marktwirtschaft sind Fussball und Sklauf sowieso Selbstläufer.

Wozu also gutes Geld durch falsche Förderungen „verbrennen“?

Gast: 3OO
14.08.2012 10:04
0 0

Olympia Enttäuschung in Österreich !!

bin neugierig ob in diesem jahrzehnt noch jemand von den verantwortlichen draufkommt dass ohne selbstverantwortung,selbstbestimmung u. leitungsbereitschaft nichts zu machen ist in dieser welt, nichts zu machen u. zu holen ist mit diversen öst. sportverbänden die geführt werden wie diverse subventionierte (marode) staats bzw. staatsnahe- unternehmen mit dazugehörigen personal (namen zu nennen erspar ich mir)!! nur der einzelleistung u. natürlich auch dem(örtlichen) zufall sei es geschuldet dass es "immer wieder" "wahnsinnge" buam u. mädels gab (die heute natürlich erwachsene frauen u. männer sind) die sich ohne rücksicht auf verluste den berg/hang hinunter gehaut haben u. die konkurrenz auf die plätze verwiesen haben,oder tennis bis über die schmerzgrenze gespielt haben bis eben auch zu den strassenkickern die es bis barca,inter mailand etc. gebracht haben !! fazit: es müssen wieder die besten ran an die trainerjobs etc. u. nicht die die schon/nur am längsten dabei sind u. die haberer vom dingsbums sind(gut wäre auch keine schlaftablette als sportminister/in),es müssen die besten gefördert werden u. nicht die die am wenigsten aufbegehren u. am pflegeleichtesten sind,die haare schön haben,schön sprech'n u. bwl studiern ,ansonsten auch weiterhin kein sommer- gold,silber od. bronze u. auch nie mehr fussball- em bzw. wm(ausser man ist veranstalter),mehr zeichen kann man nicht bekommen dass man sich verändern muss,wer das nicht schnallt dem ist nicht mehr zu helfen !!

Gast: Piccolomini
14.08.2012 09:58
1 0

Leistung/Ehrgeiz

Ich frage mich, warum die Begriffe: Ehrgeiz und Leistung zu Fastschimpfwoertern geworden sind. Was ist so verwerflich daran, wenn sich eine Gesellschaft ein Ziel setzt und es auch erreicht? Sieht man sich den Medaillenspiegel an, sieht man, wie sich die Welt auch im Sport veraendert. Der Westen verliert immer mehr an Bedeutung. Wie in der Wirtschaft,ist es nun auch im Sport. Also, tun wir doch wieder was! Strengen wir uns doch wieder etwas an, oder wollen wir wirklich in allen Bereichen aufgeben?

Gast: nK
14.08.2012 09:57
1 2

Spitzensport = Doping = Missbrauch

Schützen wir Kinder vor diesem Wahn. Bleiben wir lieber bescheiden und gesund.

Antworten Gast: wd
14.08.2012 11:55
1 0

Re: Spitzensport = Doping = Missbrauch

Schon vor vielen Jahren hat ein tschechischer Arzt erklärt: "Wo der Sport anfängt olympisch zu werden hat er schon lange aufgehört gesund zu sein." Inzwischen sind die Leistungen ins Abstruse gesteigert worden. Ist es zu verantworten, Kinder auf so eine Karriere hinzutrimmen?

Antworten Gast: wd
14.08.2012 11:55
0 0

Re: Spitzensport = Doping = Missbrauch

Schon vor vielen Jahren hat ein tschechischer Arzt erklärt: "Wo der Sport anfängt olympisch zu werden hat er schon lange aufgehört gesund zu sein." Inzwischen sind die Leistungen ins Abstruse gesteigert worden. Ist es zu verantworten, Kinder auf so eine Karriere hinzutrimmen?

0 0

Ottfried Fischer..

"Sport und Turnen, füllt Gräber und Urnen!"
ernst gesprochen: Beweglichkeit, Wille zum Erfolg, Durchhalten, Schweinehund besiegen ...., braucht Vorbilder in der frühen Kindheit. Und wer sind diese Bilder, die Eltern. Wenn manche Kinder im Mai aber ihren Neopapa vom September noch nicht sicher kennen(auch Neomamas), dann gibt es nur eine Feststellung, wer mit so gezielter und berechnender Hartnäckigkeit jegliches soziale Gefüge im Staat zerstört wie unsere "Linke Denke", und sich dann öffentlich wundert, ist nicht nur ein Heuchler, er ist für mich ein Volksfeind.
Auch manche Eltern kann man aber nicht aus der Verantwortung entlassen. Wenn klein Fabio, Fabrizio, Chantal, und welche Namen sie noch tragen, einmal aufs Knielein fällt, kommt gleich der Notarztheli und Mama und Papa müssen sofort ein Guti fürs arme Burli oder Mädi kaufen. Es war sehr tapfer und hat nur zwei Stunden die Umgebung niedergebrüllt. Aus Weicheiern werden keine Spitzensportler!

Gast: fredl001
14.08.2012 09:46
3 0

Prioritäten Nr.2

Mir stellt sich da immer die selbe Frage...

Warum hatten wir nur eine Stunde Sportunterricht aber zwei in Religion?
Die zweite Sportstunde mussten wir als Freifach wählen?!...

DESHALB: Umwandlung des Religionsunterrichts in Freifächer und dafür 3 Wochenstunden Sport für alle!

gestern abend im 3sat!kunst + kultur

war auch ein beitrag vom "abschneiden" der ösis
bei der olympiade , zum ende des beitrages die
bemerkung , solange korruption keine olympische
disziplin wird , wird sich dran auch nichts so rasch ändern!köstlich!
ich liebe diesen wadelbeißer journalismus , den es
bei uns nicht gibt und niemals geben wird.

6 0

Wozu die Aufregung?


Bei den Winterspielen bzw. im Wintersport sind Erfolge ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Österreich.

Die Sommerspiele sind aus österr. Sicht vielleicht Werbung für mehr Sport und Bewegung. Auch ist die "Deppensteuer" aus den Österr. Lotterien dort gut angelegt (falls das Funktionärsunwesen nicht alles verschlingt).

Mehr Turnstunden - unbedingt, mehr Breitensport - unbedingt, aber nicht mit dem Ziel Weltrekordler für die Nation zu basteln!

Denn Spitzensport hat definitiv nichts mit Gesundheit zu tun.


Gast: kleiner Bär
14.08.2012 09:33
4 0

Debakel????

Typisch Medien. Immer nur alle aufhetzen!!!!
Unsere Sprotler sind alle Spitzensportler. "Wir" waren bei Olympia, das für sich ist doch schon eine tolle Sache! Aber nein, überall steht:
"Pleite, keine Medallien,...." Es geht mir schon so auf den S.....!!! Es geht nicht ums Medalien zählen!!!!!! Verf..... noch mal.

Mal anders rum. Wie findet es ein Sportler der bei den Spielen 4ter wird wohl wenn er heim kommt und alle Buhhhn in aus?
Genau, ich möchte an dieser Stelle allen gratulieren!

Was den Schulsport betrifft. Eine Frechheit das mit dem so genannten Debakel ein einem Artikel zu kombinieren.

Re: Debakel????

Wäre Deutsch eine olympische Disziplin und Sie wären der österreichische Vertreter, würden sämtliche Medaillen von chinesischen Bergbauern errungen werden.

Gast: Spreizhofer F
14.08.2012 09:31
2 1

Rotes Denkschema, roter Sportminister

Nur net anstrengen!

Die Reichen sollen uns Medaillen kaufen oder wir importieren uns neben Stimmvieh auch Olympiasieger!

Antworten Gast: ido
14.08.2012 10:32
1 0

Re: Rotes Denkschema, roter Sportminister

" Die tägliche Turnstunde werde "auch aus budgetären Gründen nicht so diskutiert, wie ich es gerne hätte", sagt Norber Darabos"

Artikel nicht gelesen? Wirkt fast so...

Gast: abcdefghijklmnop
14.08.2012 09:29
2 2

Ich hätte mich über eine Sportstunde täglich gefreut

und meinen Klassenkameraden hätte es nur gut getan

2 0

Prioritäten

"Was ist wichtiger als Bewegung? Warum muss man 100 Prozent der Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen, aber nur 28 Prozent bewegen sich. Ich finde das unerhört."

Das heißt, dem guten Mann wär's lieber umgekehrt?

Mehr Schulsport heißt, die Kinder bleiben länger in der Schule, und das wird die Eltern nicht begeistern. Oder sollen lieber in anderen Fächern Stunden gestrichen werden? Wer braucht schon Fremdsprachen oder Deutschkenntnisse, wenn er das Sportabzeichen hat...

Re: Prioritäten

Offensichtlich haben Sie den "guten Mann" nicht gehört - er meinte, dass es entscheidend ist, dass sich Kinder früh d.h. Kindergarten und Volksschule bewegen und die Kompetenzen erlernen, die sie später nur schlecht oder garnicht erwerben können. Die Freude an der Bewegung wird früh angelegt. Und die steigende Fettleibigkeit Jugendlicher sollte alarmieren. Ob dann Medaillen rauskommen ist bestenfalls das Zubrot aber die Gesundheit unserer Kinder ist wichtig. Diabetes II bei sonstigen schulischen Spitzenleistungen ist eine Katastrophe für ein Kind. Dagegen ist die Beschneidungsdebatte ein Sturm im Wasserglas. Wenn aber eine Kindergärtnerin verurteilt wird, weil sich ein Kind beim Baumklettern verletzte, werden die übrigen lieber Reigengesang machen.

Förderung

Wann wird die Sportförderung endlich gekürzt? Die Funktionäre sind doch die Nutznießer.

Dafür werden Fahrräder gestohlen, und Nichts geschieht.

Eine Sportstunde täglich...

...haben sich wohl auch unsere Athleten - mit Ausnahmen - gegönnt!
Und bei manchen war das sicher nicht mehr, aber Hauptsache, das Maul weit aufreissen! Bei einem bestimmten Sportler fällt das seit seinem einzigen Erfolg auf: taucht überall dort auf, wo eine Kamera ist, sportlich tut sich aber schon längst nix mehr!

Der Sportunterricht in der Schule gehört nicht unbedingt gefördert, sondern eher der außerschulische - was der die Eltern nämlich kostet geht auf keine Kuhhaut! Also lieber gratis oder sehr günstig richtigen Sportunterricht am Nachmittag anbieten!

Und für unsere aktuellen Athleten: ordentlich trainieren, dann wird's auch was mit den Erfolgen!
Und die Politik hat sich da raus zu halten, sonst werden noch mehr österreichische Sportler für andere Länder antreten und siegen! Oder noch mehr förderungswürdige Sportler versanden, weil sie sich das Training nicht mehr leisten können!

2 0

Sinn & Zweck

Es fragt sich ob ein schlechtes Abschneiden bei OLYMPISCHEN Spielen zum Anlass genommen.werden darf den Schulsport zu revolutionieren!? Kinder sollen doch bitte Spaß am Sport haben & der soll vermittelt werden. Hinter den Spitzensportlern stehen doch meist recht ehrgeizige Eltern.
Im Skisport hauts bei uns auch hin ohne dass JEDES Kind dazu gezwungen wird. Da gibts nunmal Ski-Sport-Hauptschulen, Sportgymnasien usw auf die Leistungswillige können. Die gibts in anderen Bereichen eben nicht.
Aber es kann nicht Ziel & Zweck der allgemeinen Volks-/ Gesamt-/Hauptschule sein Spitzensportler gezielt zu produzieren. Wo kommen wir hin Olympia als Hauptziel der schulischen Aktivität anzupeilen, wenn Kinder nicht mehr lesen können?!
Olympia - Dabei sein ist alles!

1 0

Re: Sinn & Zweck

Ehrgeiz ist eben in Ö ein ganz, ganz böses Wort. Genau wie Leistung. Mit der Logik hinter der NMS sollte damit auch Spitzensport reihenweise erreichbar werden, weil alle gleich super werden.

So ein Unsinn!

Viele Schüler(innen) schwänzen ja eh permanent die Turnstunden,besonders am Nachmittag und die SPORTLICHEN sind ja eh in Sport-Vereinen aktiv.

Was soll da eine Stunde mehr in der Schule bringen?

Das Problem liegt an der Vielzahl von partei-politischen Sportvereinen mit unfähigen Funktionären.

War selbst lange Spieler und dann Sektions-Chef in einem Fußball-Verein.

Ein Fußball-Verein in der Nachbarschaft wurde auch aufgrund des Mangels an Nachwuchs aufgelöst,weil die Jung-Fußballer lieber im Internet surfen,als zu trainieren.

Gast: sosooo
14.08.2012 09:17
1 0

3 mal in der Woche je 2 Stunden Sport, wäre ideal

Das Gerüst für einen gesunden Körper, wird in der Jugend angelegt.

Es wäre wünschenswert, den Kindern tatsächlich kompetente und motivierende Sportlehrer zur Verfügung zu stellen.

Die Pharma- und Krankenkassenkosten würden rapide sinken. ABER ist das gewollt?

1 mal in der Woche Sport ist einfach Wischiwaschi und lächerlich!


Abschaffen

jeder Leistung bloß keinen Stress mit Lernen,Leistungssport,Wehrpflicht wir brauchen nur mehr Mindestsicherung Empfänger.

 
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