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"Wenig sinnvoll": Volksschullehrer im Turnsaal

14.08.2012 | 12:21 |   (DiePresse.com)

In der Volksschule werden keine ausgebildeten Sportlehrer eingesetzt, sondern der Turnunterricht vom Klassenlehrer geleitet.

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Studien des Sportwissenschaftsinstituts Universität Salzburg zeigen deutlichen Handlungsbedarf: Demnach ist die körperliche Fitness in Hauptschulen und AHS-Unterstufen "unbefriedigend, Besorgnis erregend, sehr bestürzend sowie geradezu schockierend", die motorische Entwicklung der Mädchen "geradezu alarmierend".

Betrachtet man nur die nackten Zahlen, steht Österreich beim Sportunterricht trotz der Kürzungen des Jahres 2003 nicht so schlecht da. Laut einer OECD-Studie werden etwa bei den Neun- bis Elfjährigen in Österreich zehn Prozent der Pflichtstunden für Sport genutzt, das ist überdurchschnittlich. Allerdings werden gerade in dieser Altersgruppe keine ausgebildeten Sportlehrer eingesetzt, sondern der Turnunterricht vom Volksschullehrer geleitet. "Von sinnvollem Sportunterricht kann keine Rede sein", mahnt Otmar Weiß vom Zentrums für Sportwissenschaft und Universitätssport der Uni Wien.

Und auch wenn die Zahlen zum Sportunterricht nicht schlecht aussehen, schafft nur ein geringer Teil der Schulpflichtigen in Österreich die empfohlene Stunde an täglicher Bewegung: Bei der internationalen "Health Behaviour in School-aged Children-Study" gaben nur 30 Prozent der elfjährigen Mädchen und 40 Prozent der Buben an, sich über eine Stunde pro Tag so intensiv zu bewegen, dass sie zumindest phasenweise außer Atem kommen. Unter den 13-Jährigen sind es sogar nur noch 17 bzw. 34 Prozent, unter den 15-Jährigen neun bzw. 20 Prozent.

Etwas besser steht es laut einer Studie im Rahmen von "Ugotchi", einer Initiative zur Förderung von Bewegung an Volksschulen, um die Fitness der Jüngsten: Denn Kindergarten- und Volksschulkinder schaffen die von Gesundheitsorganisationen geforderten 10.000 Schritte pro Tag unter der Woche "relativ leicht", so Thomas Mlinek von der Sportunion. Am Wochenende bewegten sie sich allerdings bereits wesentlich weniger.

 

(APA/Red.)

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7 Kommentare
Gast: bärig
16.08.2012 15:05
0 0

Bewegung

Wie wäre es mit mehr Bewegung am Wochenende mit den Eltern? Für alles kann man nicht die Schule bzw. den Staat verantwortlich machen!

Gast: Gästin1
15.08.2012 20:21
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Re: Karl Schlosser

Selten so einen Blödsinn gehört (oder gesehen).Stellen Sie sich alle Wiener Volksschulkinder täglich durch die Gegend rennend vor...
Setzen Sie auf Ausrottung durch Verkehrsunfälle oder lieber auf Spätfolgen wie Asthma durch tief inhalierten Feinstaub???
Alles sehr gesund!

Gast: ehrlichkeitschef
15.08.2012 15:47
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as

So ein präpotenter Blödsinn dieses UNI Besser wissers. Ein Volksschulehrer genießt während seiner Ausbidlung jede Menge Sportstunden inklusive Schwimmprüfung, Schikurs, Wandertagsausbildung, Erste Hilfe usw. wobei es am allerwichtigsten ist bei den VS Kindern die Freude am Sport zu beleben und zu erhalten. Das oberkluge Gerede der Sportwissenschafter ist mehr asl entbehrlich!!!

Gast: Karl Schlosser
14.08.2012 18:26
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Warum nicht SOFORT gesunde Kinder ?

Schon nächste Woche kann JEDER Lehrer mit seinen Kindern täglich eine halbe Stunde laufen und anschliessend Ballspielen oder turnen. Würde ihm auch nützen ! Und notfalls kann er neben den laufenden Kindern am Rad fahren.
Fragen wir doch Ärzte ob das nicht genügt um unsere Kinder fitter zu machen !
Über Verbesserung sollten wir erst reden, nachdem die einfache Lösung funktioniert.

Antworten Gast: asterix der gallier
15.08.2012 09:13
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Re: Warum nicht SOFORT gesunde Kinder ?

Falls Sie die Volksschule meinen, da gibt es fast nur Lehrerinnen. Ihr Vorschlag würde höchstens 5% der Kinder etwas bringen ;-)Ihrer ist aber nur zum Kotzen!

Gast: Presseleser
14.08.2012 17:19
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Man muß unseren Olympioniken direkt dankbar sein


Vielleicht ergibt sich durch diese Diskussion endlich eine "gesunde" Verbesserung in Schulangelegenheiten.


Gast: beobachter52
14.08.2012 14:54
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Genau richtig, werte Damen und Herren Ministerinnen!

Es wäre ganz einfach: Die tägliche Sportstunde in allen Schulen, gehalten von ausgebildeten SportlehrerInnen (davon gibt es in Österreich genug!) und - die beiden Stunden, die die "anderen" Lehrer damit "verlieren" nicht einsparen, sondern sinnvoll zusätzlich zur Förderung in anderen Gegenständen (Deutsch, Mathematik, Sprachen, Schwerpunkte ....) einsetzen. Kostet zwar etwas, aber das könnte man bei anderen "Blödsinnen" einsparen und würde allein über die Volksgesundheit hundertfach zurück kommen! Die Sportmagister, die dadurch einen Arbeitsplatz bekommen, könnte man zu wenigen ehrenamtlichen Trainingseinheiten im örtliche Sportverein verpflichten! Eine Maßnahme, viele Vorteile ....
Also, werte Frauen Unterrichts-, Finanz-, Beamtenministerin, werte Herr Sportminister - das wäre doch die beste Wahlwerbung für die kommenden Nationalratswahlen!

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