19.06.2013 20:25 Merkliste 0

Noch nie so viele offene Lehrstellen in Wien seit 2002

20.08.2012 | 17:43 |   (Die Presse)

In Wien verzeichnen die Wirtschaftskammer und dasvArbeitsmarktservice (AMS) die beste Arbeitsplatzsituation für Lehrlinge seit zehn Jahren. Die Entwicklung schlägt sich auch auf die Gesamtzahlen nieder.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/RED. Erfreuliche Nachrichten vermeldete die Wirtschaftskammer Wien am Montag: Die Situation für Lehrstellensuchende hat sich deutlich verbessert. Derzeit sei es der erfreulichste Stand seit zehn Jahren, erklärte Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Die Details: Ende Juli waren 1965 offene Lehrstellen beim AMS (Arbeitsmarktservice) gemeldet. Davon waren 623 sofort verfügbar. Das ist der höchste Stand an offenen Lehrstellen seit zehn Jahren. Gleichzeitig gibt es bei jenen Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, einen markanten Rückgang um 13 Prozent – Ende Juli waren rund 2030 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Auch hier ergibt sich in der Differenz zwischen gesuchten und verfügbaren Lehrstellen die rechnerisch niedrigste Lehrstellenlücke seit zehn Jahren.

Betriebe werden aktiv angesprochen

Die Entwicklung schlägt sich auch auf die Gesamtzahlen nieder. Ende Juli wurden 16.950 Lehrlinge verzeichnet. Das sind um 0,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Wobei die Steigerung vor allem auf Jugendliche zurückzuführen ist, die neu in den Lehrberuf einsteigen: Mit 4617 jungen Menschen, die sich im ersten Lehrjahr befinden, gab es nun eine Steigerung von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In anderen Worten: Die Wiener Firmen haben in jüngster Zeit mehr Lehrlinge aufgenommen als sonst.

Für die Wirtschaftskammer ist diese Entwicklung auch ein Zeichen, dass ihre Lehrlingsinitiative wirkt. Eigene Berater besuchten bis Ende Juni 667 Betriebe, um offene Lehrstellen zu suchen (die nicht beim AMS gemeldet sind) und für die Aufnahme von Lehrlingen zu werben. So konnten 399 neue Lehrstellen geschaffen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

9 Kommentare
Gast: Student007
26.08.2012 22:44
0 0

bisschen jung

wenn ich schon das Bil sehe, wie ein geschätzt 13-14jähriger an einer Maschine rumschraubt.....

ich finde das Alter etwas unpassend für einen Beruf. Mich wundert nicht das man im Ausland viele länger schulisch ausbildet. Wie soll der in dem Alter denn wissen, was er beruflich werden soll ein Leben lang? Ist der schon voll in der Pupertät ?

4 0

So viele Lehrstellen weil....

... die Lehrherrn mindestens 50 % der Bewerber wegen grundsätzlicher Unfähigkeit und Arbeitsunwillen abweisen müssen.

Gast: Nepomuk
21.08.2012 14:24
1 0

Nach dem Märchen vom Facharbeitermangel


ist jetzt das Märchen vom Lehrstellenüberfluß dran.


Gast: Hase FB
21.08.2012 13:10
3 0

Gute Nachricht. Aber wenn das AMS damit zu tun hat..

muss man sich immer fragen, wo und wie hier manipuliert wurde.

Gast: bergziege
20.08.2012 20:26
2 0

Gute Nachricht

So diese Meldung stimmt, darf man hoffen, dass im kommenden Schuljahr in den ersten Klassen der BHS nur Schüler sitzen, die dort auch hingehören.

16 0

Re: Gute Nachricht

Irrtum
Am Arbeitsmarkt wimmelt es von unwilligen bzw. unfähigen Unausgebildeten, die kein deutsch können (wollen) und sich vom Staat (Stichwort Mindestsicherung) durchfüttern lassen. Mathematikkenntnisse, techn. Affinität, Social Skills? Nicht in diesem Land. Schulflucht heißt die Devise. AHS-Matura bekommt jeder, der atmet, denn der Auftrag an die Lehrer heißt: Lasst die Schüler durch, denn für einen jeden einzelnen bekommen wir Geld.

Leider Realität

Antworten Antworten Gast: bergziege
21.08.2012 17:25
0 0

Re: Re: Gute Nachricht

Schulflucht - statt Lehrstelle oder Poly - stimmt. Nach der ersten Klasse verlässt dann meistens ein gutes Drittel, nachdem es ein ganzes Schuljahr mehr oder weniger herumgesessen, teilweise gestört oder gezielt gefehlt hat, die Schule wieder. Meistens sind es Schüler nichtdeutscher Muttersprache, weil deren Anteil in Wiener BHS zwischen 50 - 70% liegt. Hin und wieder sind auch "echte" Österreicher dabei. Wie gerne diese Jugendlichen von Lehrherren aufgenommen werden, ist eine andere Frage.

Antworten Antworten Gast: MeisterPrüfer
21.08.2012 09:19
13 0

Re: Re: Gute Nachricht

Nur leider beschränkt sich das Nichtdeutschkönnen nicht nur auf Zuwandererkinder. Es gibt leider haufenweise "Urösterreicher", die sich kaum ausdrücken können, nicht rechnen können und brutal arbeitsunwillig sind. vorprogrammierte DauerAMSKunden.

10 0

Re: Re: Gute Nachricht

vollkommen richtig.Kann ich aus eigener Praxis bestätigen.Leider.

Schlagzeilen Bildung