Bei neuen heftigen Zusammenstößen mit der Polizei in Chile sind am Donnerstag insgesamt 113 Schüler und Studenten festgenommen worden. Zu den Krawallen kam es nach der Besetzung mehrerer Schulen in der Hauptstadt Santiago de Chile, wie die Behörden mitteilten. Die Schulbesetzungen ereigneten sich in mehreren Stadtteilen während Protesten für Reformen im Bildungsbereich, an denen sich Behördenangaben zufolge rund 4.500 Menschen beteiligten. Unter den Festgenommen seien 74 Minderjährige.
Beim Präsidentenpalast warfen Vermummte Steine und mit Farbe gefüllte Flaschen auf die Wachleute. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, wie die Behörden weiter mitteilten. Seit Mai 2011 organisieren Studenten und Schüler in Chile immer wieder Protestmärsche gegen die Bildungspolitik der Regierung, an denen sich teilweise mehr als 100.000 Menschen beteiligten. Die Demonstranten erreichten bisher unter anderem eine zehnprozentige Erhöhung der Bildungsausgaben im aktuellen Haushalt, dies geht ihnen aber nicht weit genug.
(APA)
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