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Märk-Abberufung: Hochschulrat sieht jetzt zwei Rektoren

29.08.2012 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Nachdem die Unterrichtsministerin eine Vertragsverlängerung des amtierenden Rektors Juranek angekündigt hat, will der Hochschulrat weiter am designierten Rektor Elmar Märk festhalten.

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Als "absolut gesetzwidrigen Vorgang" hat der Hochschulrat der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) die am Dienstag von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) angekündigte Vertragsverlängerung des amtierenden Rektors Markus Juranek um weitere fünf Jahre bezeichnet. "Wir haben jetzt zwei bestellte Rektoren", sagte Hochschulratsmitglied Hans Lintner am Mittwoch. Der Rat halte weiter an dem von Schmied zunächst als Rektor designierten Elmar Märk fest, dessen Bestellung wegen Interviewaussagen von der Ministerin wieder abgeblasen wurde. "Wir stehen alle hinter ihm", unterstrich der Landesschulratspräsident erneut.

"Die Neubestellung Juraneks lehnen wir einhellig ab", meinte Lintner. Märk sei der "rechtmäßig bestellte Rektor", die Rücknahme der Bestellung durch die Ministerin sei rechtswidrig erfolgt, bekräftigte er. Schmied hätte die Berufung Märks zum Rektor nicht mehr ändern dürfen, weil sie keine rechtlich haltbaren Gründe habe angeben können. Am kommenden Montag werde es zu einer Sitzung des Hochschulrats kommen, bei der man über die weitere Vorgangsweise beraten werde. Dazu werde auch ein Jurist beigezogen, kündigte Lintner an. Es solle geklärt werden, ob man dem "Rechtsbruch" Schmieds zu folgen habe oder ob man sich zur Wehr setzen könne. Unter anderem sollen auch Märk und die beiden Vizerektoren anwesend sein. Ob auch Juranek eingeladen werde, sei noch unklar, sagte der Landesschulratspräsident.

Schmied hatte am Dienstag in einer Aussendung mitgeteilt, mit ihrer Entscheidung für Juranek dem Vorschlag des Hochschulrats zu folgen. In dessen ursprünglichem Dreiervorschlag war Juranek ebenfalls enthalten gewesen. Die Ministerin sah in der Weiterbestellung Juraneks, der bereits 2006 von Ex-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) zum Gründungsrektor bestellt worden war, "ein Zeichen von Kontinuität". Wirksam wird die Entscheidung mit 1. Oktober 2012.

Gewerkschaft will Schmied klagen

Unmittelbar vor der Aussendung Schmieds hatte die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Tirol (GÖD) eine Klage gegen die Republik Österreich angekündigt. "Wir werden beim Arbeitsgericht auf Einhaltung des ausgestellten und de facto schon abgeschlossenen Dienstvertrages mit Märk klagen", sagte der Tiroler GÖD-Landesvorsitzende Gerhard Seier (FCG).

Unterdessen erhielt die Unterrichtsministerin am Mittwoch Unterstützung von der Tiroler SPÖ. "Die Ministerin hat einen konsequenten Schritt gesetzt. Märk hat das System der Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen infrage gestellt. Und das, obwohl nach dem Regierungsübereinkommen von SPÖ und ÖVP auf Bundesebene den PH eine zentrale Rolle bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrer zukommen soll", meinte SPÖ-Bildungssprecherin, LAbg. Elisabeth Blanik, in einer Aussendung.

Märk war von Schmied Ende Juli noch vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober abberufen worden. Der designierte Rektor hatte sich in einem APA-Interview für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten ausgesprochen. Die Ministerin sprach danach von einem "massiv gestörten Vertrauensverhältnis".

 

(APA)

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34 Kommentare
 
12
Gast: cf1
31.08.2012 11:03
3 11

Märk richtigerweise nicht PH-Rektor

Aufgrund der geltenden Rechtssituation und der Argumentation von BM Schmied ist die Abberufung Märks mehr als verständlich.

Käme Märk durch ein gerichtliches Verfahren an den Rektoren-Posten, so gäbe dieses ein äußerst negatives Bild ab und schadete langfristig der PH Tirol und Märk, richtigerweise aber nicht der Ministerin, die ihre Aufgabe zudem ausgezeichnet macht.

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Re: Märk richtigerweise nicht PH-Rektor

Ein auf den ersten Blick professionell wirkendes Posting, beim zweiten lesen aber eher inhaltsleeres Phrasendreschen, erinnert frappant an Politikerinterviews...
Ich vermute SPÖ-Pressestelle?

Antworten Gast: orf.at vom mittwoch
31.08.2012 11:24
6 2

Re: Märk richtigerweise nicht PH-Rektor

‎"Ein heute präsentiertes Gutachten von Univ.Prof. Gustav Wachter vom Institut für Arbeits-und Sozialrecht der Uni Innsbruck besagt, dass der Widerruf der Bestellung von Märk nicht rechtskräftig ist. Weiter geht daraus hervor, dass das Vorgehen des Ministeriums gegen das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung verstoße. Dies sei eine eindeutige Rechtslage, sagt der Landesschulratspräsident und Mitglied des Hochschulrates Hans Lintner. Grundsätzlich sei die Vorgangsweise der Ministerin willkürlich und nicht akzeptabel, weil sie gegen die Rechtsordnung und jegliches demokratische Empfinden verstoße."

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Schmied:

Das durchgehende Versagen!

Re: Schmied:

es wird ein wein sein, und schmied wird nimmer sein ;-)

PH - UNI

Ich möchte vorausschicken, dass ich die meisten der geäusserten Meinungen von Herrn Dr. Märk teile. Aber ich denke - auch als GÖD-Funktionär, dass die Frau Minister im Recht ist; Warum ? - es geht dabei um den die Stellung des PH-Hochschulrates - dieser hat einzig und allene beratende Funktion und kann in keiner Art und Weise mit einem Universitätsrat verglichen werden - ein richtiger Universitätsrektor wird vom Universitätsrat, der nur zu einem Teil vom BMWF beschickt wird, bestimmt. Der Uni-Rat ist auch der Dienstgeber - d.h. dieser ist der Vertragspartner des Rektors. Ganz anders beim Hochschulrat - dieser wird NUR vom Ministerium beschickt + Leute der jeweiligen LSRs. Die PH untersteht zu 100% dem Ministerium - eine Universität ist zu 100% autonom - d.h. PH-Rektor (oder bleiben wir bei der Wahrheit: PH-Direktor) ist dem BMUK gegenüber verpflichtet - ein Rektor dem BMWF nicht einmal "irgendwie". Das sind die Spielregeln - die Stellung der PHs ist alles andere als ideal (misslungenes PH Gesetz 2005)- daher ist natürlich die Bezeichnung Hochschule (und Universität sowieso) unangebracht und es hat sich nach bester SPÖ - Taktik (bin selbst ein Teil diese) nur der Begriff geändert - nur der Inhalt blieb gleich - PÄDAK war und ist nichts anderes als eine Lehrerschule - und jeder Schuldirektor würde seinen Posten verlieren sofern er das System Schule in Frage stellt - also verstehe ich die Frau Minister

Antworten Gast: KHuber
30.08.2012 07:56
4 6

Re: PH - UNI

Wie viele "Schuldirektoren" können Sie den da nennen?

Ihr Propagandaposting ist LETZTKLASSIG!

Re: Re: PH - UNI

sie mögen schon Recht haben, dass ich hier eine Propagandaposting verfasse, das aufzeigt, dass ein Vergleich UNI - PH nicht möglich ist - eine Tatsache, die alle Wissenden bestätigen - nur was ist eigentlich hier letztklassig - die Wahrheit ?

Antworten Antworten Antworten Gast: KHuber
30.08.2012 10:16
4 5

Re: Re: Re: PH - UNI

Holen Sie sich Ihren Sold bei der Badei ab!

Antworten Antworten Antworten Gast: Juris-Consult
30.08.2012 09:02
9 0

Re: Re: Re: PH - UNI

Das ist überhaupt kein "Propaganda-Posting", vegetation. Ihre Analyse ist völlig zutreffend, auch wenn man es aus politischen Gründen nicht wahrhaben will.

Eigenartig, wie oft über Lehrer und Universitätsangehörige hinweggefahren wird, ohne dass sich irgendwer darum kümmert. Nun, wo es einen hohen Würdenträger tritt, will man nicht wahrhaben, dass die hierarchische Realität in Österreich eben ist, wie sie ist.

11 6

wie lange wird es wohl noch brauchen....


....bis diese unfähige Person endlich abberufen wird. Wo sind plötzlich alle Intellektuellen roten Besserwisser??? Verstummt?? Bei diesem Ressort geht's ja schliesslich eh nur um die Zukunft unserer Jugend!!!

11 7

Wenn der Herr Juranek Charakter hat


dann wird er gehen und das Angebot von Claudia Schmied - als Letztgereihter Rektor zu werden - ausschlagen.

Oder will der Herr Juranek sich zum Gespött machen?

Das sieht aus wie ein Kasperltheater auf unterster Ebene.

Antworten Gast: Listig
30.08.2012 09:27
5 6

Re: Wenn der Herr Juranek Charakter hat

Herr Juranek ist nicht "Letztgereihter", sondern steht auf der Liste, aus welcher die Ministerin auswählen kann. Wie Reihungen auf solchen Listen zustande kommen, weiß jeder, der einmal in diesen Bereich hineingeschnuppert hat.

Wenn schon, wäre es für Elmar Märk Zeit, sich zu fragen, ob er diesen Kampf fortführen will und was dies bringen soll.

Gast: sliel929
29.08.2012 23:30
7 1

Besetzungsverfahren

Dieser Tirol-Fall hat gezeigt, dass die Besetzungsverfahren wohl dringend reformiert werden müssen. Der Landesschulrat hat sich für diese Aufgabe ganz eindeutig delegitimiert. Im Grunde ist diese Kontroverse in Tirol ja blamabel.

Und was die PH Tirol anbelangt, so scheint mir Juranek eine sehr gute Wahl zu sein, der man schwer etwas entgegenstellen kann, wenn man sachlich sein will und nicht auf das Parteibuch abstellt.

Gast: KHuber
29.08.2012 22:35
14 6

So lauft's in der Badei

Maul halten sonst kriegst an Tritt in den A....

Ich wünsch dem Märk, dass er juristisch siegt und es der Schmid so geht wie dem Darboscher.

Nicht weil mir der Märk so sympathisch ist, sondern weil das einfach eine unerträgliche Vorgangsweise für eine Demokratie ist.

Gast: schlechte optik
29.08.2012 22:33
3 6

wie lange sieht faymann noch zu?

wird wohl keine besonders gute presse für die spö im wahlkampf, wenn unsere bänker-unterrichtsministerin schuldig gesprochen wird, arbeitsrecht, verwaltungsrecht und verfassungsrecht mit füßen getreten zu haben ;)

Antworten Gast: Politische Brille
29.08.2012 23:23
6 0

Re: wie lange sieht faymann noch zu?

Nicht zu früh freuen: Noch ist nicht einmal eine Klage eingebracht, geschweige denn liegt eine Verurteilung von Frau Schmied vor wegen "Füßetretens" gleich der halben Rechtsordnung vor.

Die schiefe Optik kann auch durch die politische Brille entstehen.

Die Schmied...


....na, ihre Beitrag am Kommunalkredit-Fiasko hat ihr einen Ministerposten gebracht.

Auf dem sitzt sie und bringt nichts, ja absolut nichts, weiter.

Im Gegenteil, die Frau ist so "begabt", daß sie nun ihr Ministerium total herunterwirtschaftet.

Und im herunterwirtschaften ist sie ja gut, siehe Kommunalkredit.

Antworten Gast: PARLAMENT
31.08.2012 14:54
1 0

Re: Die Schmied...

bezüglich Schmieds Machenschaften bei der Kommunalkredit hab ich eine interessante parlamentarische Anfrage entdeckt, die bis 6.9. beantwortet werden muss:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_12410/index.shtml

Gast: nano 2
29.08.2012 18:21
9 7

Warum

lässt die kein Fettnäpfchen aus?

Gast: Gutmann O
29.08.2012 17:23
8 7

Unerträglich diese Ministerin

Gut dass sie kontra bekommt für ihre Zorn Entscheidungen, die rechtswidrig sind.

11 8

Wozu ist diese

Schmied überhaupt fähig? Ich genug von diesen SPÖ-Quotenfrauen!


Gast: BistaTiroler
29.08.2012 15:02
9 8

Unglaublich

wie man sich in Tirol gegen klare Verfügungen aus Wien stellt, so als sei Tirol bereits unabhängig. Und alles unter dem Banner der Gerechtigkeit.
Was hier vor sich geht, ist aber für jeden klar. Lokal getroffene politische Entscheidungen sollen unter allen Umständen durchgesetzt werden.

Dabei wäre die Entscheidung von Frau Minister Schmied für Dozent Juranek wohl die beste für die PH. Juranek ist habilitiert und ein anerkannter Schulrechtsexperte. Mit ihm hätte die PH gerade die Chance, sich auch wissenschaftlich zu qualifizieren und in einen fruchtbaren Wettbewerb mit der Universität einzutreten. Aber vielleicht ist es gerade das, was man nicht will.

Ich finde es schlimm, wie der Landesschulrat gegen Juranek opponiert. Politik kann doch nicht alles sein. Qualifikation und Können muss doch auch noch zählen.

Re: Unglaublich

Eben! Und die hat der drittgereihte Juranek nie wirklich besessen!

Antworten Antworten Gast: BistaTiroler
29.08.2012 17:32
8 6

Vergleich Juranek - Märk

Ihre Reaktion zeigt in erschreckender Form, wie die Diskussion in dieser schlimmen Angelegenheit geführt wird und wie selbst die elementarsten Fakten ignoriert werden.

Geben Sie doch mal Juranek, Markus in die Suchmaske der Universitätsbibliothek Innsbruck ein, dann werden Sie auf eine Reihe von hochwertigen schulrechtlichen Publikationen stoßen, mit denen sich der Betreffende nicht nur in Österreich, sondern europaweit einen Namen gemacht hat.

Geben Sie dann Märk, Elmar ein. Dann erscheint eine (!) Diplomarbeit (!) aus 1973 (!).

Ich weiß nicht, ob der Landesschulrat sich die Mühe gemacht, überhaupt eine derart elementare Recherche zu betreiben oder sich die Bewerbungsunterlagen angesehen hat.

Wenn nein, können wir ihm nicht einmal böse sein. Denn so geschehen nun einmal Berufungen in unserem Land.

 
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