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Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

02.09.2012 | 18:19 |  Von Bernadette Bayrhammer (Die Presse)

Andreas Salcher reformiert mit seinem neuen Buch wieder einmal das heimische Bildungswesen. Am meisten geprügelt werden dabei Politik(er) und Lehrergewerkschaft. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer.

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Es ist ein Virus, schreibt Andreas Salcher, an dem das österreichische Schulsystem krankt. Die „tödliche Schule“, so nennt Salcher dieses Virus, fördere Angst und Langeweile. Es ersticke die Neugier der Kinder im Keim, lasse die Freude der Lehrer an ihrem Beruf schleichend absterben. So lange schon, dass sich viele eine andere, bessere Schule gar nicht mehr vorstellen können. Das will Andreas Salcher ändern.
Mit seinem neuen Buch „Nie mehr Schule“ zieht Salcher einmal mehr aus, das heimische Bildungswesen zu reformieren. Seit 2008 („Der talentierte Schüler und seine Feinde“) produziert der ehemalige Schülerombudsmann des „Kurier“ Bücher zu Bildungsthemen. Er reiht sich damit ein in eine ganze Liste an Bildungswissenschaftlern und (selbsternannten) Experten, die die Mängel der heimischen Schule monieren. Und Salcher, studierter Betriebswirt und Mitbegründer der Sir-Karl-Popper-Schule für Hochbegabte, verkauft sich gut.
Er war es, der im Frühjahr die Debatte um einen späteren Schulbeginn vom Zaun brach – die über Tage hinweg quer durch alle Medien rezipiert wurde. Denn eines muss man Salcher, bei aller Kritik an seinem bisweilen marktschreierischen Stil, lassen: Er stochert stets zielsicher in den Wunden des heimischen Bildungssystems. In seinem neuen Buch, das – wie könnte es anders sein – pünktlich zu Schulbeginn erscheint, sind es derer viele. Kaum ein Akteur bleibt in dem Werk, das als „Diagnose“ des erkrankten Systems (Salcher) daherkommt, von Kritik verschont.

Eine Schule, die so tut „als ob“


Die tödliche Schule, so Salcher, sei eine Schule des „als ob“: Politiker würden so tun, als ob ihre Reformen im Klassenzimmer ankämen, Gewerkschafter so, als ob es ihnen um die besten Lehrer ginge, Eltern so, als ob sie nicht wüssten, wozu ihre Kinder fähig seien und überhaupt würden alle so tun, als ginge es ihnen um das Wohl des Kindes. „Die tödliche Schule“, so Salcher, „will ausweichen statt begegnen, ignorieren statt konfrontieren, vortäuschen statt aufklären (. . .) Sie ist einfach verlogen und dies verhindert alles.“
Am meisten prügelt Salcher dabei die Politik(er) und die Lehrergewerkschaft. Es sind deren „größte Lügen“ (und jene der Allgemeinheit), die einen nicht unwesentlichen Teil des Buchs ausmachen und die Salcher systematisch dekonstruiert: Dass unser Schulsystem nur schlecht geredet werde, dass es (noch) mehr Geld brauche, dass die Lehrer überbelastet seien, dass uns allen Bildung ach so wichtig sei und überhaupt: Dass ab jetzt eh alles besser werde.
An dieses (politische) Versprechen glaubt Salcher am wenigsten. Denn: Wie eine Schule aussehen müsste, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Schüler orientiert, sei hinlänglich bekannt – und dennoch ist sie kaum je Wirklichkeit. „Die Verantwortlichen (. . .) klammern sich wider besseres Wissen am Alten fest“, schreibt Salcher. In der Schule würden die Langsamen über die Schnellen herrschen. „Und da sich die Langsamen überhaupt nicht bewegen, wird der Stillstand zur dominierenden Bewegungsart.“
Katastrophal sei das heimische Bildungssystem zwar (noch) nicht. Die (bereits unzählige Male von unterschiedlichster Seite vernommene) Warnung Salchers: „Wenn nicht eine grundlegende Reform gelingt, dann wird sich der Abstieg unseres öffentlichen Schulsystems fortsetzen.“ Denn herausragend sei es vor allem in drei Punkten: bei den Kosten, bei der sozialen Diskriminierung von Migranten und bildungsfernen Schülern – und natürlich beim Entdecken von Schwächen anstelle von Talenten. Eine Forderung Salchers daher: „Ein Prinzip (. . .), das wir in unsere Verfassung schreiben und damit von jedem Bürger einklagbar machen sollten: Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass seine Talente maximal gefördert werden.“
Wer ob Salchers Diagnose zu verzweifeln droht, dem bietet der Autor doch noch einen Hoffnungsschimmer an. Denn mit „Nie mehr Schule“ kommt ein zweiter Teil: „Immer mehr Freude“, so der Titel dieses Buchs im Buch, sei – in Salchers Worten – „der Weg der Therapie und der Heilung“. Anhand von erfolgreichen heimischen (etwa dem kooperativen Lernprojekt COOL) und internationalen Beispielen konstatiert Salcher schließlich: Lebendige Schulen seien (doch) möglich – wenn man einige „Wahrheiten“ berücksichtige: Gegenseitige Wertschätzung etwa statt Streben nach Perfektion, flexible Zeiteinteilung, Rücksicht auf den Bewegungsdrang der Kinder, flexible Zeit- und Fächereinteilung, Lehrerteams oder begeisterungsfähige und autonome Schulleiter.

Irgendwann kommt die Wende


Irgendwann, so Salcher auf den letzten Seiten, werde es zu einer 180-Grad-Wende kommen. Schüler, Eltern und eine neue Lehrergeneration würden sich, so Salcher, die „Mangelwirtschaft“ nicht ewig gefallen lassen. Irgendwann gehe außerdem das Geld aus, und das System müsse zwingend effizienter werden. Und: Der technologische Fortschritt werde letztlich „Tafel, Kreide und mittelalterliche Pädagogik hinwegfegen“. Doch: „Der notwendige Bildungssprung wird sicher nicht von den Bildungsministerien ausgehen.“ Denn Innovation bedürfe stets eines Außenseiters. Und hier schließt sich der Kreis – zu Andreas Salcher.

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24 Kommentare
Gast: pointman2010
04.09.2012 13:24
1 0

ah ja der salcher ....

zu dem fällt mir nur der spruch von aischylos ein: die experten, sie sind viele, doch sie taugen wenig.
schon vor über 2500 jahren wusste man, dass von gestalten wie dem salcher nichts positives zu erwarten ist.

Antworten Gast: Betty
04.09.2012 15:25
0 1

Re: ah ja der salcher ....

Was genau meinen sie eigentlich mit nichts positives?
Immerhin ist er Doktor der
Betriebswirtschaft und hat die Sir Karl Popper Schule gegründet, wo Schüler unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ohne Schulgeld bezahlen zu müssen gefördert werden.Fazit: Ob man ihn mag oder nicht sei dahingestellt, dass seine Aussagen eindeutig mehr Relevanz haben als von manch einem der nur kritisiert und nichts zustande bringt sei unbestritten. Ich empfehlen ihnen hierzu auch den Artikel vom Helmut A Gansterer vom 30.6 im Profil der ihn treffend beschreibt:"Andreas Salcher imponiert mir. Nicht nur wegen glänzender Bestseller wie „Der talentierte Schüler und seine Feinde“. Sondern, weil er so brennt. Mit unverbrauchtem Lodern erhitzt er sich für ideale Bildungspolitik. Seine eigenen Ideen finden sein Wohlgefallen, doch interessiert er sich fühlbar auch für Ideen von Dritten" link http://www.profil.at/articles/1226/560/332939/gansterer-helmut-a-gansterer-das-starke-staerken" target="_blank">http://www.profil.at/articles/1226/560/332939/gansterer-helmut-a-gansterer-das-starke-staerken

Singapur

wer das Schulsystem von Singapur positiv findet wie Herr Salcher disqualifiziert sich selbst als Schulexperte. und Schulexperten können nur Leute sein, die wirklich Schule von innen kennen- und das ist bei Herrn Salcher nicht der Fall. Als Analytiker ist er nicht schlecht - aber er kann keine Lösungen anbieten - Karl Reiter, Univ. Wien

Gast: bärig
03.09.2012 14:19
0 4

abschaffen!

Abgeschafft gehören auch Schularbeiten, die alle zum gleichen Zeitpunkt abgehalten werden!
Gute Lehrer sammeln im Laufe des Schuljahres genügend Informationen über ihre Schüler, um jederzeit Auskunft über deren Leistungsfähigkeit geben zu können!
Ich habe im Laufe meines Berufslebens nie mehr Ähnliches an Prüfungsstress durchmachen müssen, wie seinerzeit in der Schule! Das, was sich dort abspielt, ist lebensfremd. Wer ein Nicht genügend auf eine Prüfung erhält, dann aber lernt und danach ein Sehr gut bekommt, wird trotzdem nur mit Befriedigend beurteilt! Blöder gehts nicht mehr!

Antworten Gast: Gast xxxyyy
04.09.2012 10:15
0 0

Re: abschaffen!

Sie müssen aber einen gemütlichen Job haben!
Wenn es bei uns in die heiße Projektphase geht, wünsche ich mich oft in die Schulzeit zurück. (Ja, ich war auch in einer AHS und habe meinen DI gemacht).

Re: abschaffen!

Zuletzt erbrachte Leistungen sind stärker zu gewichten. Es ist aber auch zu bewerten, ob Leistungen zeitgerecht oder irgendwann erbracht werden.

Gast: Mastnak D
03.09.2012 14:11
6 0

Sg. Herr Salcher

Wenn unser Bildungssystem, das durch Kinder bildungsferner Migranten stark beeinträchtigt wird und zweiffellos einer gründlichen (nicht sozialdemokratischer Reform) bedarf, wirklich so schlecht ist, wie sie es machen, könnten wir nicht zu den erfolgreichsten und reichsten Ländern der EU zählen.

Für sie zählt offensichtlich nur ihr Ego und ihr Bücherverkauf und dafür ist ihnen jedes Mittel recht!

Unverständlich ist den meisten jedoch, wie sie es schaffen, medial so verhätschelt zu werden.

In Sachen Selbstvermarktung sind sie großartig, das Kompliment muss ich ihnen machen

Gast: Eleonora K.
03.09.2012 13:28
2 0

Talenteförderung?

Inzwischen ist die sog.bildungsferne Schicht so groß, dass ich an einer Reform derer, die sich das nicht mehr gefallen lassen wollen, zweifle.
Denn die sind schon lange in der Minderheit.

Gast: Richard Feynman
03.09.2012 13:03
3 1

Bildung für die Boulevardzeitung

Jeder Mensch hat seine Talente. Kann ich nur unterschreiben.
Salcher offenbar ein Talent dafür, ohne irgendein Fachwissen oder wirkliche Erfahrung über alles bescheid zu wissen und damit Geld zu verdienen.
Schon sehr billig das ganze.

Liebe Leute! Es gibt genügend gute Arbeiten und Kommentare über Schule und Bildung. Auch genug kritische. Dann kann man ernst und sachlich an das Thema herangehen. Salcher ist mehr was auf News und Österreich Niveau. Plakativ und einfach.
Wenn ihr Geld für so etwas ausgeben wollt, müsst ihr nicht diesen Dampfplauderer finanzieren. Der von eurem Geld dann die Mitarbeiter von "salcherundteam" bezahlt, die im Onlineforum aufpassen, dass der chef nicht kritisiert wird.

Ein Virus "tödliche Schule".... so was dummes muss man sich mal ausdenken.
Hat nicht die WHO eine Studie veröffentlicht, gemäß dieser unsere Jugendlichen lieber in die Schule gehen als in anderen Ländern inkl. Finnland?

Ich will ja nicht sagen alles ist gut wie es ist.
Aber dieser Alarmismus ist lächerlich.


Antworten Gast: bärig
03.09.2012 14:09
0 1

Re: Bildung für die Boulevardzeitung

Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen! Salcher ist eben fleißig- Sie bestätigen das!

Antworten Antworten Gast: Gast yxyx
04.09.2012 10:20
0 0

Re: Re: Bildung für die Boulevardzeitung

Das hat mit Neid nichts zu tun. Sie haben auch recht damit, dass Salcher fleißig ist. Allerdings beim Abzocken der Leute, die ihm und manchen Medien (z.B. "Kurier" abnehmen, dass er Schul- oder Unterrichtsexperte ist. Er greift heiße Themen auf, bereitet sie polulistisch zu und verkauft sich damit gut.
Schließlich hat er auch Wirtschaft studiert - hat selbst aber nie auch nur eine Stunde unterrichtet.

Gast: Jurist123
03.09.2012 11:45
0 0

ähnliches steht bereits in der Verfassung

Art 14 / 5a B-VG

Demokratie, Humanität, Solidarität, Friede und Gerechtigkeit sowie Offenheit und Toleranz gegenüber den Menschen sind Grundwerte der Schule, auf deren Grundlage sie der gesamten Bevölkerung, unabhängig von Herkunft, sozialer Lage und finanziellem Hintergrund, unter steter Sicherung und Weiterentwicklung bestmöglicher Qualität ein höchstmögliches Bildungsniveau sichert. Im partnerschaftlichen Zusammenwirken von Schülern, Eltern und Lehrern ist Kindern und Jugendlichen die bestmögliche geistige, seelische und körperliche Entwicklung zu ermöglichen, damit sie zu gesunden, selbstbewussten, glücklichen, leistungsorientierten, pflichttreuen, musischen und kreativen Menschen werden, die befähigt sind, an den sozialen, religiösen und moralischen Werten orientiert Verantwortung für sich selbst, Mitmenschen, Umwelt und nachfolgende Generationen zu übernehmen. Jeder Jugendliche soll seiner Entwicklung und seinem Bildungsweg entsprechend zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt werden, dem politischen, religiösen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sein sowie befähigt werden, am Kultur- und Wirtschaftsleben Österreichs, Europas und der Welt teilzunehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.

Erfüllen Politiker und Lehrer dieses Staatsziel? Unsere Bildungswesen ist ein schlechter Witz und ich wünschte mir, die Verantwortlichen würden die Verfassung ernst nehmen!

Gast: KimB
03.09.2012 11:07
0 0

Gratulation Herr Dr. Salcher !

Nie mehr DIESE Schule .Die zuständigen Politiker haben schon viel zulange zugesehen. Ist nur zu hoffen, dass ihr Buch wieder einen Schritt zum Umdenken und vorallem umsetzen der notwendigen Reformen bewirkt! Denn: Man weiß wie man es besser machen könnte - und tut es doch nicht!
Auch manch einem Lehrer würde ich raten ihr Buch zu lesen, um zu sehen, dass sie gerade für diese und ihre Schüler eindeutige Verbesserungen fordern und nicht deren Gegner sind!

Gast: Insider1
03.09.2012 10:18
8 0

Selbstdarstellung

Warum man einem Menschen, der so offensichtlich keine Ahnung von der Materie hat, soviel Raum zur Selbstdarstellung in den Medien einberaumt, wird mir immer schleierhaft sein. Lieber ORF, liebe Zeitungen - bitte verschont uns mit den Ergüssen solcher selbsternannten, in Interviews mehr als peinlichen Pseudo-Experten!!

Antworten Gast: Betty
03.09.2012 11:14
0 4

Re: Selbstdarstellung

NICHT selbsternannt, sondern ANERKANNT!
Der einzige wirkliche Bildungsexperte, alle anderen sind doch nur aufgesprungen und Nachahmer !

Gast: Leistentritt F
03.09.2012 07:35
6 0

Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

Ich möchte das Recht in der Verfassung verankert, dass die Bevölkerung nicht weiter von diesem Dampfplauderer, der von der Schul
Praxis Null Ahnung hat und für den finanziellen Gewinn aus seinem Geschwafel, unser Schulsystem in den Dreck zieht, mit solchem Müll belastet wird!

Re: Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

Hallo. Das ist eine Anschuldigung, die immer wieder auftaucht. Wenn Sie sich die Mühe machen sich konkret mit seinen Vorschlägen zur Schulreform in Österreich auseinanderzusetzen, dann werden Sie schnell merken, dass Dr. Salcher keineswegs die Lehrer pauschal kritisiert, sondern immer wieder darauf hingewiesen hat, dass diese im Gegensatz zu Finnland mit vielen schwierigen Aufgaben völlig alleine gelassen werden. Dr. Salcher ist sich im Klaren, dass er bei seinen öffentlichen Auftritten sowohl für seine Unterstützer als auch für seine Gegner eine Projektionsfläche ist, auf die sie ihre Erfahrungen zum Thema Schule projizieren - völlig unabhängig davon, was tatsächlich gesagt wurde.
Manche Blogger kritisieren, dass er noch nie eine Klasse unterrichtet hätte. Dabei hat Dr. Salcher an der Sir Karl Popper Schule immer wieder mit zwei Klassen eines Jahrgangs gemeinsam gearbeitet. Der verpflichtende Maturagegenstand „Koso“ (Kommunikation und Soziale Kompetenz) ermöglichte das. Dabei hat Dr. Salcher auch die Erfahrung gemacht, dass Unterrichten sehr anstrengend ist. Es ist jedenfalls nicht so, dass ihm ein Klassenzimmer völlig fremd ist; zugleich ist ihm natürlich bewusst, dass zwei Stunden an der Popper Schule etwas völlig anderes sind, als jeden Tag zu unterrichten.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Salcher und Team

Antworten Antworten Gast: Verwunderter
04.09.2012 14:18
0 0

Re: Re: Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

nun ein verpflichtender Gegenstand Kommunikation und soziale Kompetenz ist unbestritten wichtig, benötigt jedoch völlig andere Kompetenzen als bspw. die Mint Fächer.
Daher sind Salchers Kommentare genausowenig das Gelbe vom Ei, wie das der anderen sogenannten Bildungsexperten
Faktum ist, ein Forum erhält, wer der Wirtschaft und der Bling-Bling Gesellschaft nach dem Mund redet.
Motto-Kinder sollen funktionieren. Sie sollen möglichst wenig stören, unsichtbar sein-ihre müden, unwilligen Eltern möglichst in Ruhe lassen und ansonsten zum Repräsentieren und Angeben parat stehen. Die Schein- Gesellschaft lässt grüßen ( oder auch Scheinchen Sammelgesellschaft.... = derzeit an unseren Universitäten sichtbar)

Antworten Antworten Gast: bärig
03.09.2012 14:06
0 0

Re: Re: Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

Salcher liegt mit seiner Kritik genau richtig! Warum gibt es so viele lernunlustige Kinder, nachdem sie in die Volksschule eingetreten sind? Warum schleppen sich Jugendliche in der Oberstufe nur mehr in die Schule? Weil Unterricht viele zu Tode langweilt! Die schwachen Schüler müssen mitgeschleppt werden, die guten haben zu wenig Anreiz weiterzumachen! Diese Missstände sind auch den meisten Lehrern bewusst, viele haben resigniert, manche Junglehrer steigen nach ein-bis zwei Jahren aus.

Re: Re: Re: Ein (Verfassungs-)Recht auf Talenteförderung?

wir haben viele ausgezeichnete, motivierte schüler an unserem gymnasium. die, die schwänzen, "sich in die schule schleppen" (wenn überhaupt erscheinen) und schlechte leistungen erbringen, haben irgendwann den falschen weg in die ahs gewählt, obwohl ihre talente eindeutig woanders liegen! wer ist wohl dafür verantwortlich zu machen? meiner meinung nach das kranke streben vieler eltern, auch einen maturanten daheim zu haben, auch wenn er wohl ein guter , zufriedener krankenpfleger oder elektriker geworden wäre. sozialer aufstieg über alles - auch auf kosten der neigungen und zufriedenheit des eigenen kindes.

bitte mal über legen.

Treffend wie immer bringt Salcher die Probleme auf den Punkt!

Nur haben wir nicht nur eine tödliche Schule des "als ob".
Wir haben eine tote Verwaltungsreform, sinnlose 9 Bundesländer Verwaltungen, ein genauso tödliches Pensionsystem bei dem Politiker behaupten, "als ob" die bisherigen Reformen ausreichen würden.

Salcher hat Ausdauer, Mut und wahrscheinlich genug Masochismus das elende Stillhalten und betonieren von Politik und Gewerkschaft anzugreifen und irgendwann wird es Erfolg haben.

Vielleicht erleben wir das ja auch noch!

Re: Treffend wie immer bringt Salcher die Probleme auf den Punkt!

sie sind aber nicht der salcher himself.

Re: Re: Treffend wie immer bringt Salcher die Probleme auf den Punkt!

Hallo, wir freuen uns sehr über Ihr Lob!
Der Autor "himself" diskutiert auf seinem Blog über diese Themen und versucht dort, alle Fragen zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Salcher und Team.

Gast: spark
02.09.2012 19:54
0 0

mei der salcher

leute, kauft seine bücher. sie wecken neugier, fördern die freude am lesen und fesseln bis zum letzten wort. das schlusswort ist das beste.

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