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OECD: Unterricht für Lehrer nur ein Drittel der Arbeit

12.09.2012 | 12:11 |   (DiePresse.com)

In der Klasse verrichten Österreichs Lehrer nur einen relativ kleinen Teil ihrer Arbeit.Hauptschullehrer etwa sind deutlich unter OECD-Schnitt.

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Österreichs Lehrer sind zwar mit 1776 Stunden zu mehr Jahresarbeitszeit verpflichtet als ihre Kollegen im OECD-Schnitt (1680 Stunden), verbringen allerdings den größeren Teil ihrer Arbeitszeit abseits des Klassenzimmers. So macht bei Volksschullehrern das Unterrichten knapp 44 ihrer Arbeits aus, bei den Hauptschullehrern sind es nur 34 Prozent. Bei den Volksschullehrern liegt dieser Wert laut OECD-Vergleichsstudie "Bildung auf einen Blick 2012" damit nahe am OECD-Schnitt von 47 Prozent, für die Hauptschule allerdings deutlich darunter (42 Prozent).

Auch in den 21 untersuchten EU-Ländern wird ein größerer Teil der Arbeitszeit als in Österreich für Unterricht genutzt (47 bzw. 41 Prozent). In zwei Drittel der 35 untersuchten Länder müssen Volksschullehrer mehr Stunden unterrichten als in Österreich. Der Anteil, der dem Unterricht gewidmet werden muss, liegt etwa in den Niederlanden, Portugal und den USA bei fast 60 Prozent. In der Sekundarstufe I gibt es nur fünf Länder, in denen Lehrer zu weniger Unterrichtsstunden verpflichtet sind als an Österreichs Hauptschulen.

Für Österreich können nur Pflichtschullehrer (Volks- und Sonderschule, Hauptschule) in der Studie untersucht werden, da deren Dienstrecht eine Jahresarbeitszeit von 1776 Stunden vorsieht. Welchen Anteil Unterricht bei den Lehrern an AHS und berufsbildenden Schulen ausmacht, geht aus den Daten nicht hervor. In ihrem Dienstrecht ist nur die Wochenunterrichtszeit definiert (je nach Fach 18 bis 22 Stunden), aber nicht die Gesamtarbeitszeit. Laut "Bildung auf einen Blick" kommen sie auf 589 Unterrichtsstunden, im OECD-Schnitt sind es indes 658 Stunden.

(c) APA

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4 Kommentare
Gast: mehristdanichtzusagen
13.09.2012 15:07
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Mehr ist da nicht zu sagen

als das hier zur Studie :

http://quinecke.wordpress.com/2012/09/13/ein-statistischer-hasenbraten/

Gast: helga3947
12.09.2012 18:33
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Wurde der OECD auch berichtet,

dass die Lehrer 40 bzw 60 unbezahlte Überstunden im jahr zu verrichten haben?

Dass sie die Stundenpläne selbst erstellen, dass für die die Schulbuchaktion kein Verwaltungspersonal zuständig ist, sondern die Lehrer, ....

bei 1776 jahresstunden

im sekundarbereich komme ich auf einen anwesenheitsprozentsatz im klassenzimmer von ca. 45 %, nicht 34%.

Antworten Gast: the truth
12.09.2012 21:41
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Re: bei 1776 jahresstunden

Falsch ist auch dieser Satz:

"So macht bei Volksschullehrern das Unterrichten knapp 44 ihrer Arbeits aus, bei den Hauptschullehrern sind es nur 34 Prozent."

Nun haben aber die VS-Lehrer eine Lehrverpflichtung von 22 Stunden und die HS-Lehrer von 21 Wochenstunden. Wie kommt es dann zum Unterschied von 44 vs. 34 Prozent?

Bei den VS-Lehrern werden Aufsichtsstunden dazugerechnet (die nichts mit dem Unterrichten zu tun haben) und bei den HS-Lehrern nicht. Weiters sind bei letzteren eigentlich die Lehrer der Sekundarstufe 1 gemeint und da unterrichten auch AHS-Lehrer, deren Stunden auch miteinberechnet werden.

Also sind hier in einem Satz zwei inhaltlich schwere Fehler. Aber wahrscheinlich sind wieder die Lehrer schuld, dass die APA so einen Unsinn verzapft.

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