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40 Jahre Schulbuchaktion: 100 Millionen Euro pro Jahr

13.09.2012 | 10:41 |   (DiePresse.com)

Seit 1972 wurden 400 Millionen Gratis-Bücher ausgegeben, seit zwei Jahren gibt es keinen Selbstbehalt mehr. Ein Elternverein klagt aber, dass die Schulen immer weniger Bücher kaufen können.

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400 Millionen Schulbücher für insgesamt 50 Millionen Schüler: Das ist die bisherige Bilanz der 1972 gestarteten Gratis-Schulbuchaktion, deren 40-Jahr-Jubiläum gestern begangen wurde. Das Wirtschafts- und das Unterrichtsministerium tragen die Aktion gemeinsam, derzeit werden pro Jahr rund 1,1 Millionen Schüler mit 8,2 Millionen Schulbüchern versorgt. Jedes fünfte in Österreich verlegte Buch ist ein Schulbuch. Anspruch auf die Leistung haben alle ordentlichen Schüler, die jährlichen Gesamtausgaben betragen derzeit rund 100 Millionen Euro.

Zur Auswahl stehen mehr als 8000 Werke. Die einzelnen Schulen bestellen aus den entsprechenden Schulbuchlisten im Rahmen eines "Schulbuchlimits" (Höchstbetrag für die Bestellung pro Schüler) ihre Bücher bzw. mittlerweile auch DVDs, CD-Roms oder Audio-CDs. Daneben können auch Unterrichtsmittel eigener Wahl wie etwa Lernspiele bis zum Ausmaß von 15 Prozent des Schulbuchlimits angeschafft werden. Die unentgeltlichen Schulbücher - zwischen 1995 und 2010 mussten Eltern einen Selbstbehalt zahlen - gehen ins Eigentum der Schüler über, durch freiwillige Rückgabe am Ende eines Schuljahrs können diese wiederverwendet und die dadurch eingesparten Mittel für andere Lernbehelfe eingesetzt werden.

Wieviel bezahlen Eltern zusätzlich?

Die Katholischer Elternvereine Wiens üben jedoch Kritik: Die Preise für Schulbücher würden jährlich steigen, die Schulbuchlimits damit aber nicht Schritt halten. Somit könnten die Schulen immer weniger Bücher kaufen und "Kaum eine Klasse alles erhalten, was sie braucht", sagt Obmann Christian Hafner. Oftmals würden Eltern und Elternvereine um Unterstützung gebeten. Anlässlich des Jubiläums fordert der Landesverband Katholischer Elternvereine deshalb, die Schulbuchlimits jährlich anzupassen.

(APA/rovi)

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6 Kommentare

40 jahre

entwertung des buches.

Errungenschaft

Eine grosse und bedeutende Errungenschaft der Sozialdemokratie der frühen 70-iger Jahre

Gast: Veronika P
13.09.2012 12:09
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E-books

Was spricht eigentlich dagegen, dass Schüler einen E-book-Reader ab der Mittelschule erhalten und von da an die Schulbücher als E-books beziehen?
Dieses Modell erscheint mir sowohl günstiger als auch gesünder - Besonders jüngere bekommen manchmal Rückenprobleme, da sie viele und schwere Bücher in die Schule/mit nach Hause mitnehmen müssen!

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Re: E-books

SUPER! Jetzt kaufen wir den Kids noch einen eigenen Computer, am besten bereits im Kindergarten und ein Tablet noch dazu! Wer soll das bezahlen? Die vielen Eltern die an der Armutsgrenze leben?
Schreiben muss auch keiner mehr lernen - tippen reicht

Re: E-books

und dann fangen die Kinder an, am Display mit Textmarker anzustreichen.

Re: E-books

Spitzenidee - aber in 5 Jahren ! nur Preisersparnis würde es nicht bringen, denn die e-books kosten auch was. In fünf Jahren sollte es keinen Schüler mehr geben ohne Tablet-Computer

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