Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bringt sich nach seinem Vorstoß für eine Gesamtschule für alle Zehn- bis 14-Jährigen abermals in die Bildungsdebatte ein: "Die österreichische Politik ist nicht bereit, dieses Thema anzugehen. Setzt nur auf Blockade", konstatierte er gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" und wünschte sich einen "Superminister" Karlheinz Töchterle (ÖVP), unter dessen Leitung Bildung und Wissenschaft wieder zusammengeführt werden sollen.
Zudem brauche es langfristig eine gemeinsame Lehrerausbildung, argumentierte der Tiroler Landeshauptmann: "Wir müssen endlich aufhören mit diesem Trennungswahn". Von Töchterle sieht sich Platter "inhaltlich nicht weit" entfernt. Kritik übte er an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und an ihrer Entscheidung, den designierten PH-Rektors Elmar Märk wegen seines Vorstoßes für die Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten abzuberufen. Dafür habe er "kein Verständnis", betonte Platter: "Schmied redet immer von Offenheit, qualifiziert dann aber jemanden ab, der seine Meinung sagt".
Kommenden Freitag soll das erste Treffen jener Expertengruppe stattfinden, die sich mit dem Schulversuch "Gemeinsame Schule mit Differenzierungsmöglichkeit" befassen wird. Wahrscheinlichster Standort soll Innsbruck sein.
(APA)
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