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Kurz: Ethikunterricht für alle, die Religion meiden

29.09.2012 | 15:33 |  von REGINA PÖLL (DiePresse.com)

Schüler, die vom Religionsunterricht abgemeldet sind, sollen einen Ethikunterricht besuchen müssen. Das fordert Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz.

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Schüler müssen weiterhin den Religionsunterricht an ihrer Schule besuchen. Es sei denn, sie sind ohne religiöses Bekenntnis oder vom Religionsunterricht abgemeldet: Dann sollen sie, als Ersatz für den Religionsunterricht, einen Ethikunterricht besuchen müssen. Das ist der Kern eines neuen Positionspapiers von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP), das der „Presse am Sonntag" vorliegt.

Demnach soll der Pflichtethikunterricht so wie der Religionsunterricht ab der ersten Klasse Volksschule angeboten werden und „die gesamte Schullaufbahn umfassen". Damit wolle man garantieren, „dass alle Schüler nach Ende der Schullaufbahn ein Basiswissen zu Ethik, Religionen und Werten mitbringen", so heißt es in dem Papier.

Dem konfessionellen Religionsunterricht, der künftig noch stärker auch andere Religionen behandeln solle, sei weiter der Vorzug zu geben, sagt Kurz. Aber: „Bevor ein Kind in der Schule keine Werte vermittelt bekommt, ist es sinnvoller, verpflichtenden Ethikunterricht zu besuchen. Denn Kinder brauchen Werte."

Der Ethikunterricht würde den Religionsunterricht auch nicht schwächen - im Gegenteil, glaubt Kurz. Denn derzeit würden sich viele Schüler von Religion abmelden und Freistunden haben. „Die gibt es dann nicht mehr", heißt es im Staatssekretariat.

Indem er den Ethikunterricht nur als Pflichtalternative zum Religionsunterricht und nicht generell fordert, vertritt Kurz die gegenteilige Position zu Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Diese bevorzugt dem Vernehmen nach einen Ethikunterricht für alle Schüler - und wer einen Religionsunterricht besuchen wolle, solle das zusätzlich tun. In wenigen Tagen will die Ministerin auch, wie vereinbart, einen Bericht zum Thema an den Nationalrat schicken, der sich im Mai 2011 mit einer Enquete der Frage eines Pflichtethikunterrichts an den AHS-Oberstufen und in den berufsbildenden Schulen gewidmet hat.

Bereits offen für einen Ethikunterricht für alle hat sich die Expertengruppe „Unternehmen Österreich 2025" geäußert, die von ÖVP-Chef Michael Spindelegger einberufen wurde.

 

 

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335 Kommentare
 
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Gast: Umkamen
30.09.2012 19:24
7 1

Gerade die Religiösen sollten einen Ethikunterricht besuchen.

Im Namen eines Gottes, Allahs oder sonstiger Fantasiefigur wird schließlich das meiste Unrecht begangen.

Re: Gerade die Religiösen sollten einen Ethikunterricht besuchen.

Wie kommt es dann, dass die größten Verbrechen des 20. Jhds von deklarierten Atheisten, oder antichristlichen Zeitgenossen stammen?

Antworten Antworten Gast: sdafsdf
01.10.2012 09:23
0 1

Re: Re: Gerade die Religiösen sollten einen Ethikunterricht besuchen.

Meinen Sie den Einführer und Befürworter der Kirchensteuer?

Antworten Gast: Hotelzimmer201
30.09.2012 21:33
0 2

FALSCH! Nazis und Kommunisten, im Namen der Ideologie wurde großes Unrecht begangen!

Wir sollten nicht nur über Ethikunterricht sprechen, sondern scheinbar auch über Geschichtsunterricht!!

Gast: Marsmensch
30.09.2012 19:15
4 1

----

Religion brauchen wir nicht, hat schon die Aufklärung vor über 100 Jahren erkannt.
Ethik muss das Leben, das Beispiel der Geselschaft lehren. Mängel in der Geselschaft kann nicht durch Unterricht ausgeglichen werden. Die Kinder sehen bald die Verlogenheit
Wichtiger wäre den Kindern Kaufmänisches Wissen und Juristisches Wissen zu vermitteln.

Re: ----

Das Diktat der Aufklärung brauchen wir nicht. Wir können selbst entscheiden, ob wir an einen Gott glauben oder nicht. Wir brauchen uns vom Mainstream und Moden unsere Gedanken und Überzeugungen nicht aufdoktrieren zu lassen.

Oh Herr

verschon uns vor Kurz, Rudas und Gscher...

Kurz und bündig gesagt, ist es doch so, dass die Eltern Moral und Ethik...

...vermitteln sollten. Wie auch immer, meiner Einschätzung nach wäre es wichtiger 'ne zusätzliche Turnstunde für all die von Adipositas gezeichneten und für's Leben gebrandmarkten Kinder einzuführen.

Nachsatz: Eines ist unumstößlich und völlig klar: Wenn's hart auf hart kommt, kommt die Moral völlig abhanden.
Dazu fällt mir der oftmals zitierte Wilhelm Busch mit seinem Sager "Und die Moral von der Geschichte", der als Nachsatz oder Pseudo-PS: leider oft missbraucht wird, ein. Auch wenn es möglicherweise of topic erscheinen mag, aber wer Wilhelm Busch gelesen hat, der weiß, dass die Moral von der Geschichte bei Wilhelm Busch keine Zusammenfassung des vorher geschriebenen sein soll, sondern eher 'ne übergeordnete Rolle darstellt. So, nun bin ich dies auch los geworden. Dankeschön.

Gast: Eltern ohne Hirn
30.09.2012 18:30
2 5

Der Ethikunterricht war umsonst,

wenn Maria und Josef nach Hause kommt und Papi oder Mami sagt mei depperte Nachbarin tut jetzt Rasenmähen.

Oder etwa Hearst oida bist deppat,
oder derartiges!


Antworten Gast: HB4242
30.09.2012 18:51
4 0

Re: Der Ethikunterricht war umsonst,

was hat das mit Ethik zu tun ? ! ?

Dazu genügt einfach nur gutes Benehmen.

Und das werden die Kids in der Schule von heute auch nicht lernen.

(ein bisschen was müssen die Eltern schon auch noch tun ...)


Gast: Vorschlag !
30.09.2012 18:14
2 0

Ethik Unterricht im TV

So wie jeden Sonntag ein "Gottesdienst" gesendet wird,
könnte man auch eine Ethikstunde senden.

Jeder hat die freie Wahl es sich anzusehen.

Wenn es sinnvoll ist,dann würden Eltern und Kinder gemeinsam etwas lernen,und sich Gedanken darüber machen.


Gast: HB4242
30.09.2012 18:11
2 0

Tolles Thema ...

... um von den wahren Problemen von heute und morgen abzulenken !

(Alle reden mit und kaum einer weiss worum es wirklich geht ...)

Re: Tolles Thema ...

meine Güte ist doch immer so, an das sollte man sich schön langsam aber gewöhnen!

Ethik Unterricht schon in der ersten Klasse VS

das untergräbt meiner Meinung nach den Religionsunterricht. Vorallem in der Stadt würden vermutlich viele Eltern den Ethikunterricht dem Religionsuntrricht vorziehen. Ausserdem sind die Religionsabmeldungen in den Volksschulen niccht das Problem. Vielmehr sollte man von dem vielfach lieblich gestalteten RU in letzten beiden Schulstufen den Kindern eher einen fordernden ReliUnterricht bitten, sodass diese den Übergang in die AHS oder HS auch in diesen Gegenstand positiv erleben. Leider hat die Kenntnis der biblischen Geschichten heute einen Tiefstand bei den Kindern zugunsten dem Erlernen von Techniken (Kreuzzeichen) und den Grundgebeten erreicht.
Glaube bedarf noch vor jeder Aneignung der abstrakter Rituale dem Geheimnis des Glaubens, sonst bleibt alles andere hohl.

Gast: Enkelkind
30.09.2012 17:46
5 0

Ich finde dass Ethikunterricht erst einmal für die Erwachsener Kinder eingeführt werden soll.

Solange die nicht wissen was Ethik bedeutet hat alles keinen Sinn.

Gast: schlechten Eindruck hinterlassen
30.09.2012 17:34
7 0

Was bringt es Kindern Ethik zu lehren,

wenn ihre Eltern nicht einmal wissen was dass Wort Ethik bedeudet und ihnen dass Gegenteil von Ethik vorlebt?

Bevor Eltern nicht anfangen sich ihren Kindern anders zu repräsentieren ist die ganze Sache von Haus aus zum scheitern verurteilt.


1 1

Re: Was bringt es Kindern Ethik zu lehren,

dann sollen die Kinder die Eltern mitnehmen ,ohne elternbildung gehts nicht!'

Gast: hauptschullehrer
30.09.2012 17:31
1 4

Religion

ein Begriff den ich bei Wikipedia nachschlagen musste... ich dachte das hätten wir schon vor 10 Jahren geklärt was das mit Bildung zu tun hat...

4 1

Re: Religion

Und Sie wollen Lehrer sein? Mit der Allgemeinbildung ist es nicht weit her. Was unterrichten Sie. Sport?

Gast: bärig
30.09.2012 17:09
7 1

Ethikunterricht

Nicht noch ein Schulfach, das keiner braucht! Ethik ist ein Begriff, ebenso wie soziales Lernen, das in jeden Gegenstand einfließen soll!
Herr Kurz täte gut daran, sich vor allem dafür einzusetzen, dass Kinder ohne Kenntnisse der Unterrichtssprache ORDENTLICHE Sprachförderung bekommen! D.h.: Keine Einschulung in Klassen, wenn keine Basiskenntnisse vorhanden sind.
Die derzeitige Regelung ist für Eltern der unteren Mittelschicht, die sich keine Privatschulen für ihre Kinder leisten können, verheerend! Ihre Kinder müssen mit einer fortschreitenden nach unten Nivellierung an den Pflichtschulen (VS und NMS) Vorlieb nehmen, weil immer mehr Kinder im Klassenverband der Unterrichtssprache nicht folgen können und die Lehrer alles doppelt und dreifach erklären müssen bzw. gewisse Stoffgebiete nicht mehr unterrichten können!

Die Industrie braucht Zuwanderer und somit billige Arbeitskräfte! Wo ist der Beitrag der Unternehmer für die Ausbildung der Migrantenkinder? Muss alles der "kleine Mann" bezahlen? Mein Installateur bezahlt jede Menge Geld für die Ausbildung seiner Kinder, die sowohl eine private VS als auch eine private Hauptschule besuchen- und dies deshalb, damit sie ungestört lernen können!

0 0

Re: Ethikunterricht

Wenn Schüler und Eltern sich an den an Schulen verbindlichen Verhaltenskodex halten würden, dann bräuchte es auch keinen Ethikunterricht. Aber offensichtlich funktioniert das nicht mehr.

Re: Re: Ethikunterricht

und was ist mit den Lehrern und Lehrerinnen?

Re: Re: Ethikunterricht

bitte nicht schon wieder einen Kodex.

1 0

Re: Re: Re: Ethikunterricht

Wenn es Ihnen lieber ist, dann eben Verhaltensregeln. Ein paar Regeln braucht es schon. Kodex ist tatsächlich ein bisserl hochgegriffen, da stimme ich Ihnen zu.

Re: Re: Re: Re: Ethikunterricht

Dankeschön

4 4

Religion ist Privatsache.

Der Religionsunterricht gehört aus der Schule verbannt.

Stattdessen kann man einen für alle verpflichtenden Ethikunterricht installieren.

Die Idee von Kurz soll nur verhindern,
dass Eltern ihre Kinder vom Religionsunterricht abmelden
und ihnen damit eine Freistunde verschaffen.

Wenn man zwischen einer sinnlosen, langweiligen Religionsstunde
und einer Freistunde wählen kann,
entscheiden sich viele für die Freistunde.

3 0

Re: Religion ist Privatsache.

Was ist das für eine Ethik, zu der man Eltern und Kinder zwangsverpflichten muss? In einer pluralistischen Gesellschaft hat ein solcher Ethikbegriff nichts mehr verloren. Sie tun den säkularen Werten sicher keinen Gefallen, wenn sie sie jedem aufzwingen wollen.

Gast: Erfahrener
30.09.2012 17:07
3 3

Religion ist Kultur

Heinrich Heine meinte: "Die Taufe ist das Eintrittsbillet in die abendländische Kultur." Die von Gott verlassenen sind deshalb in ihrer Erlebnisfähigkeit unerhört behindert. Ein Ethik-Unterricht kann also nur eine Prothese sein. Das Leben selbst in den bescheidenen Bereichen der europäischen Geisteswelt ist an Kenntnisse der Bibel und des Katechismus gebunden. Ohne religiöse Bildung öffnet sich augenblicklich die Hölle des geistigen Elends.

Antworten Gast: HB4242
30.09.2012 18:33
0 0

Re: Religion ist Kultur

Da haben Sie aber nur eine sehr einseitige Sicht von "religiöser Bildung" ....

1 0

Re: Religion ist Kultur

und zum lieben großen ALLMÄCHTIGEN Gott ist unten ein kleiner Portier nötig?
Logik bitte weichen.

Gast: P. Huber
30.09.2012 16:35
3 1

Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Kreuze und andere religiöse Symbole (auch Kopftücher) raus aus den Klassen und ein gescheiter Unterricht in Naturwissenschaften (wie jener von der "schärfsten Science Boygroup der Milchstraße") hinein, dann hört sich das mit den Religionen eh irgendwann auf. Und dann braucht man auch keinen Ethikunterricht.

Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

?Ohne religiöse Bildung öffnet sich augenblicklich die Hölle des geistigen Elends. ?
-> Sie haben anscheinend sehr wenig religiöse Bildung !

mfg - ein atheist

Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Die religiösen Symbole stören mich eigentlich nicht. Mich stören auch nicht die Religionen an sich.
Ich finde nur, dass man sich frei entscheiden sollte, ob man religiös sein möchte oder nicht.

Dazu braucht es ein gewisses Basiswissen über die verschiedenen Religionen und deren Grundsätze. Und genau aus diesem Grund wünsche ich mir ein Fach Religion, das nicht konfessionell ist, sondern einen Überblick über die Weltreligionen anbietet.

Dieses Fach sollte ein Wahlfach sein und allen Interessierten konfessionsunabhängig offen stehen.

Der Ethikunterricht sollte ein anderes Ziel abdecken, nämlich ein Basiswissen über Ethik und ethisches Verhalten.

Re: Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Man muss aufpassen, dass RU heute einerseits nicht zu Missionierung der sogenannten praxislosen SchülerInnen verkommt, und andererseits nicht die fehlende religiöse Praxis ungefragt in den Relirionsunterricht einbringt. Überspitzt gesagt: "Beten" oder Meditieren" statt Wissensvermittlung.
Ich würde dafür plädieren auf der Ebene der Wissensvermittlung zu bleiben.

Re: Re: Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Genau das sehe ich auch als Problem beim konfessionellen Religionsunterricht.

Deswegen wünsche ich mir ja ein Fach Religion, das über die verschiedenen Religionen informiert.

Re: Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Mich stören nur die Eiferer, die Ihre Religion als die einzige seeligmachende den anderen aufzwingen wollen.

Re: Re: Re: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

Das tun aber so gut wie alle. Nennt sich Missionierung.

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Welche Ethik?


Welchen Inhalt hat der Ethikunterricht?

Wessen Ethik wird er sich zu eigen machen?

Die christliche Ethik mit Nächstenliebe, Feindesliebe, Gleichwertigkeit aller Menschen?

Die moslemische Ethik mit der Reduzierung der Frauen in Recht und Alltag, gegen Demokratie und Gleichberechtigung der Menschen, mit der Scharia?

Die sozial-marxistische Ethik mit Enteignung, Feindschaft gegenüber Familienstrukturen, vorgeburtliche Massentötung von Kindern, Homosexualisierung der Gesellschaft, Verbot von Religionen?

Eine Art Ethik der französchischen Aufklärung mitsamt der Legitimation der Ermordung von Intellektuellen, Priestern und Unternehmern?

Wer wird entscheiden, was das für Ethik sei, welche dann gelehrt wird an den Schulen?

"Neutralisierte" Ethik ohne Werte, ohne Abgrenzungen, ohne Ordnung, ohne gewissen Zwängen als Rücksicht auf Dogmen oder Mitmenschen gibt es nicht.

Es wird spannend.

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Re: Welche Ethik?

Ich denke, es geht den Säkularen in erster Linie darum, die Kinder aus konfessionellen Familien ihren Eltern zu entfremden. Was kein Zufall ist: Sie selbst haben nicht genügend Kinder, um ihre Bevölkerungsgruppe zu erhalten. Also müssen sie sicherstellen, dass Christen und Muslime ihre Kinder im Sinn der Säkularen erziehen. Die Rechnung wird aber wahrscheinlich nicht aufgehen. An vielen Schulen sind religionsgebundene Eltern ja schon die Mehrheit, besonders in Wien. Die werden sich keinen anti-religiösen Ethikunterricht gefallen lassen.

Re: Re: Welche Ethik?

Ich kann jetzt nur von mir sprechen: darum geht es mir nicht.

Es geht mir darum, dass die Entscheidung dafür, religiös oder nicht religiös sein zu wollen, eine Persönliche ist, die jeder Mensch frei treffen sollte. Man sollte sich auch seine Religion aussuchen können.

Ich wünsche mir, dass es ein Schulfach gibt, indem über alle Weltreligionen informiert wird, sodass ein Vergleich und eine Entscheidung möglich wird.

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Re: Re: Re: Welche Ethik?

Religionen müssen nun einmal vorgelebt werden und dazu braucht es religöse Erziehung. Diese stellt die Wahlfreiheit ja nicht in Frage. Die vielen Kirchenaustritte zeigen ja sehr deutlich, dass sich Menschen im Erwachsenenalter auch gegen die Religionen, mit denen sie aufgewachsen sind, entscheiden können. Die eigentliche Alternative ist, dass der Religionsunterricht gänzlich aus der Schule verschwindet und wieder in die Kirchen und Moscheen verlegt wird. Das hat auch durchaus seinen Reiz. Aber ein säkularisierter Religionsunterricht is nonsens und ein Widerspruch in sich.

Re: Re: Re: Re: Welche Ethik?

Für das Vorleben der Religion und die religiöse Erziehung sind die Eltern zuständig und nicht die Schule! Die Schule soll informieren und lehren, und zwar allumfassend.

Dazu gehört Wirtschaft genauso, wie Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Literatur, Geschichte, Geisteswissenschaften....

Wer möchte, dass sein Kind auch in der Schule konfessionellen Religionsunterricht als Pflichtfach hat, kann sein Kind ja in eine konfessionelle Privatschule seiner Wahl geben.

Ich finde nicht, dass der konfessionelle Religionsunterricht aus der Schule verschwinden sollte. Als freiwilliges Wahlfach kann er ja bleiben. Aber wenn es ein Pflichtfach Religion geben soll, dann sollte es kein konfessioneller Religionsunterricht sein.

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Re: Re: Re: Re: Re: Welche Ethik?

1. Leider hat nicht jeder die finanziellen Ressourcen, um sich eine Privatschule zu leisten.
2. Ein säkular verwässerter Religionsunterricht nützt niemandem. Religiös gebundene Eltern, werden sich noch mehr an die Kirchen und Moscheen um Unterstützung bei der Erziehung wenden (was ja durchaus im Sinne der Religionsgemeinschaften sein kann, aber ganz sicher nicht die Zielsetzung Kritiker des Religionsunterrichts). Für säkulare Eltern ist ein solcher Unterricht nur ärgerlich.
Also ist eine Trennung in Ethikunterricht für Säkulare und Religionsunterricht für Gläubige noch immer das Beste.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Welche Ethik?

zu 1. Ja, das verstehe ich und das ist blöd. Aber Staat und Kirche sind in Österreich nunmal getrennt und daher darf man nicht erwarten, dass der Staat sich in den öffentlichen Schulen um religiöse Erziehung kümmert.

zu 2. es ist keine Verwässerung, wenn im Religionsunterricht sachlich über alle Religionen informiert wird.
Ich fände es gut, wenn religiös gebundene Eltern genau das tun würden, was Sie vorschlagen: nämlich sich an die Religionsgemeinschaft ihrer Wahl zu wenden, wenn sie für ihre Kinder religiöse Erziehung haben möchte. Dafür sind Religionsgemeinschaften meiner Meinung nach auch da!

Re: Welche Ethik?

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik

Wäre doch einmal Anfang für Sie sich mit dem Begriff der Ethik zu beschäftigen.

Antworten Gast: Ursl
30.09.2012 16:11
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Ein toller Kommentar. Bringt alles auf den Punkt. Vielen Dank!

"Von nichts kommt nichts"

Gast: Johnny Cash
30.09.2012 15:42
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Die Reliogslehrer sollen die Religionsgemeinschaften gefälligst selber zahlen.

Und Ethikunterricht soll für ALLE verbindlich sein!
Was hat kathol., evang. oder islamische Dogmalehre mit Ethik und Werten zu tun??

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Re: Die Reliogslehrer sollen die Religionsgemeinschaften gefälligst selber zahlen.

Ich habe nichts gegen einen Ethikunterricht, wenn er freiwillig ist und die Eltern ihre Kinder abmelden können, so wie das ja auch beim Religionsunterricht der Fall ist. Aber ich möchte nicht, dass mir irgendein Staat vorschreibt, mit welchen Werten ich meine Kinder zu erziehen habe. Das geht den Staat nämlich eigentlich überhaupt nichts an und ich bezahle mit meinen Steuern auch keinen Sittenwärter.

Re: Re: Die Reliogslehrer sollen die Religionsgemeinschaften gefälligst selber zahlen.

In einer staatlichen Schule kann Ihnen der Staat vorschreiben, was er will! Sie nehmen diese Leistung ja freiwillig in Anspruch. Sie könnten Ihre Kinder ja auch in eine Privatschule Ihrer Wahl geben - da können Sie dann aussuchen, welche Werte man Ihren Kindern beibringt.

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Re: Re: Re: Die Reliogslehrer sollen die Religionsgemeinschaften gefälligst selber zahlen.

In Schweden können sich Eltern tatsächlich die Schulträger aussuchen. Hier ist es eine Frage der Finanzen und der Verfügbarkeit. Es gibt nicht überall konfessionelle Schulen und diese Schulen sind teuer.

Re: Re: Re: Re: Die Reliogslehrer sollen die Religionsgemeinschaften gefälligst selber zahlen.

Ja, ich kenne das Problem. Das Kind einer Freundin geht in eine konfessionelle Schule und zahlt inkl. Nachmittagsbetreuung 500 EUR/Monat dafür.

Aber so ist das eben: wer Sonderleistungen haben möchte, muss dafür bezahlen.

Wie wäre es denn, wenn die Religionsgemeinschaften selbst Religionsunterricht anbieten würden? In den USA ist es ja auch so, dass die Kinder der Kirchenmitglieder in die Sonntagsschule gehen.

 
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