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Wiener Schulen: Politikerbesuche strenger kontrollieren

02.10.2012 | 09:00 |   (DiePresse.com)

Elternvertreter finden es "auffällig, dass in letzter Zeit sehr viele Politiker ihren Weg in die Schule finden". Der Stadtschulrat will die Regeln vor der Wahl besser kontrollieren.

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Politiker an Schulen sorgen immer wieder für Diskussion. Den letzten großen Elterrnaufstand gab es 2007, als die damalige VP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky medienwirksam Kondome an Schulen verteilte. Nun werden die Regeln für Politikerbesuche in den Wiener Schulen verschärft bzw. wird genauer darauf geachtet, dass sie auch eingehalten werden. Bereits organisierte Termine müssen abgesagt oder in die Freizeit der Lehrer und Schüler verlegt werden, berichtet der "Standard".

Einen unmittelbarer Stein des Anstoßes kann Andreas Ehlers vom Verband der Elternvereine im Gespräch mit DiePresse.com dafür nicht erkennen. Aber: "Auffällig ist, dass in letzter Zeit sehr viele Politiker ihren Weg in die Schule finden." Dass Politiker auf Einladung der Schulen  kommen und etwa im Rahmen des Politischen Unterrichts informieren oder diskutieren würden, wäre natürlich in Ordnung. "Aber dass Politiker Wahlwerbung betreiben oder etwas, das als Wahlwerbung verstanden werden könnte, ist strikt verboten." Darauf würden die Elternvertreter auch ein Auge haben, sagt Ehlers.

Vor der Nationalratswahl 2013 ist die Sorge vor Wahlwerbung an Schulen sicher nicht ganz unberechtigt. In der Vergangenheit wurde dem Wiener Stadtschulrat auch schon vorgeworfen, Termine für Politiker zu vermitteln, über die Direktoren ganz und gar nicht glücklich waren. Dass der Stadtschulrat nun die Regeln besser einhalten will, kann kein Fehler sein.

(rovi)

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12 Kommentare
Gast: Tango anticorrupti
03.10.2012 00:10
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Wien, Wien, bist nicht allein...

Es bedarf nicht der physischen Anwesenheit von Parteipolitikern, um die Schulen bei der Stange zu halten.
In Niederösterreich wurden letzthin alle Schulen mit Hochglanz - "Informations“ - Broschüren zum Jugendticket beliefert. (Jugendticket: sehr ok., hat aber in seiner jetzigen Verfasstheit nichts mit Schule zu tun.) Das Material wurde von willfährigen Direktoren und Lehrern an die Schüler verteilt.
War da nicht wenigstens EINER, dem die verdeckte Wahl- und Parteienwerbung missfiel? War da keiner, der Amtsmissbrauch witterte? Was da nicht wenigstens EINER, der den Maria-Theresien-Orden verdiente…?
Sieht denn keiner (Direktor, Lehrer, Eltern, Staatsanwalt, Personalvertretung,…), was da läuft?

Es...

geht halt nichts über ein gratis Foto mit den lieben, wehrlosen Kleinen... eh besser, denn eine hp kostet den Steuerzahler schnell mal 4,39 Mille...

Gast: phj
02.10.2012 13:21
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Leider haben unsere Politiker keine Vorbildfunktion

sonst würde ich es zum Schulanfang für eine Stunde in Ordnung sehen.
So mit Aufforderung zum besseren lernen usw...
Daher in Österreich deplaziert.

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
02.10.2012 12:38
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verdammte Werbung

Diese verdammten Werbungen mit ihren Animationen brauchen immer mehr Speicherplatz und bringen regelmäßig den Browser auf meinem alten PC zum Absturz.
Und nein, ich kaufe mir keinen neuen, weil ich sonst die tolle Werbung versäume!

Antworten Gast: pfff...
02.10.2012 20:00
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Re: verdammte Werbung

mir gehts ähnlich, die high tech werbung -riesenvideo, animiertes fliegendes handy, lahmt auch meinen pc erheblich, war kürzlich auch der meinung, ich wär wohl blöd wenn ich wegen der werbung mir einen schnelleren computer zulegen würde.
aber wenigstens groß genug dass ich mir die produktnamen merke, so lästige zeckprodukte werde ich niemals kaufen. schickt mir nur die werbung, in HD qualität, 8m breit, ich verspreche euch, ich merke mir die inhalte sehr gut und kaufe das alles niiiiemals...

Gast: Ludmilla
02.10.2012 12:18
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In Wien sind ja die Schulen Ohnedies in roter Hand

Zumindest großteils. Gemeinde oder Bundesschulen. Lehrer zittern ohne Parteibuch um eine Fixanstellung. Lehrer die Familie und Kinder zu Hause haben bekommen Jahresverträge. Was ist dann? Wenn man eine Partei Mitgliedschafft vorweisen kann sieht das anders aus. Bei den Schuldirektoren ist das gleiche. Da gehts nicht um den, der Menschlich und Gerecht ist. Da geht um den der das macht was man ihm vorgibt. Die das vorgeben haben selten Ahnung wie so ist.

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Ahnungslos?


Die Lehrergewerkschaft ist schwarz. Auch in Wien.
Als Lehrer brauchst weder rote noch schwarze Bücherln:
Hinausgeschmissen wirst nur, wennst ahnungslos oder desaströs Inkompetent bist.

Bei all dem Unwissen, den Halbwahrheiten, Verleumdungen und Lügen in Foren wie diesen bin ich knapp daran die fixe Zuordnung von Benutzerkonten mit Bürgernamen/Abodaten zu befürworten. Nirgendwo sonst wie hier wird diese wertelose Gesellschaft so kultiviert.

Antworten Antworten Gast: cu
02.10.2012 23:39
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Re: Ahnungslos?

und was würden sie dann bitte mit den vernetzen Daten bzw. den Namen machen? Sanktionen überlegen?

Antworten Antworten Gast: AHS-Lehrer in Wien
02.10.2012 14:42
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Re: Ahnungslos?

Ihr selbstgefälliger Kommentar schlägt dem Fass ja den Boden aus; auf alle Fälle ist es richtig, dass in Wien ALLE Schulen zwischen rot und schwarz aufgeteilt sind, es gibt keinen Direktor ohne Parteibuch. Auch die Lehrerschaft ist im Großen und ganzen in die zwei Lager aufgeteilt. Wer kein Parteibuch hat, hat es schwer; befristete Junglehrer ohne Parteibuch praktisch keine Chance auf Fixanstellung. Leider finden die von Ihnen angesprochenen größten Dep_pen, ahnungslos oder desaströs inkompetent (klein), unter dem Parteischirm Schutz.
Und am Ende fordern Sie noch die Abschaffung der Anonymität in Foren - wie in totalitären Systemen - so kann dann der nicht Angepasste schnell ermittelt werden.
Danke für Ihren Kommentar, er zeigt allen ganz deutlich den großen Handlungsbedarf:
Weg mit dem Proporz!!

Gast: Hudriwudri
02.10.2012 11:51
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" im Rahmen des Politischen Unterrichts"

Bitte was? Es gibt "Politischen Unterricht" in der Schule?

Gast: Sarkast 2
02.10.2012 11:03
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Politiker in der Schule

Vermutlich müssen sie versäumtes nachsitzen. Handelt es sich um Erwachsenenbildung oder Wahlwerbung?
Ich denke Politiker sind Bildungsresistent.

Mich würde interessieren was den Kindern obiger Schulstunde gelehrt wurde

Vielleicht dienten die abgebildeten Personen ja als Anschauungsobjekte, dass man zu fremden Personen die dämlich grinsen und irgendwelche Versprechungen tätigen nicht ins Auto steigen sollte? Vielleicht, dass man solchen Personen auch nicht seine Stimme geben sollte?

Schlagzeilen Bildung