Politiker an Schulen sorgen immer wieder für Diskussion. Den letzten großen Elterrnaufstand gab es 2007, als die damalige VP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky medienwirksam Kondome an Schulen verteilte. Nun werden die Regeln für Politikerbesuche in den Wiener Schulen verschärft bzw. wird genauer darauf geachtet, dass sie auch eingehalten werden. Bereits organisierte Termine müssen abgesagt oder in die Freizeit der Lehrer und Schüler verlegt werden, berichtet der "Standard".
Einen unmittelbarer Stein des Anstoßes kann Andreas Ehlers vom Verband der Elternvereine im Gespräch mit DiePresse.com dafür nicht erkennen. Aber: "Auffällig ist, dass in letzter Zeit sehr viele Politiker ihren Weg in die Schule finden." Dass Politiker auf Einladung der Schulen kommen und etwa im Rahmen des Politischen Unterrichts informieren oder diskutieren würden, wäre natürlich in Ordnung. "Aber dass Politiker Wahlwerbung betreiben oder etwas, das als Wahlwerbung verstanden werden könnte, ist strikt verboten." Darauf würden die Elternvertreter auch ein Auge haben, sagt Ehlers.
Vor der Nationalratswahl 2013 ist die Sorge vor Wahlwerbung an Schulen sicher nicht ganz unberechtigt. In der Vergangenheit wurde dem Wiener Stadtschulrat auch schon vorgeworfen, Termine für Politiker zu vermitteln, über die Direktoren ganz und gar nicht glücklich waren. Dass der Stadtschulrat nun die Regeln besser einhalten will, kann kein Fehler sein.
(rovi)
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