Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat sich am Montag dafür ausgesprochen, dass Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, zum Besuch von Ethikunterricht verpflichtet werden. Ethikunterricht dürfe kein Ersatz des konfessionellen Religionsunterrichts sein und nicht zu dessen Schwächung führen, betonte die IGGiÖ.
Religionsunterricht an Österreichs Schulen sei unabhängig von der Konfession ein wichtiges Mittel zur Identitätsfindung, und das Wissen über eigene und andere Religionen und Weltanschauungskonzepte bilde die Grundlage für ein respektvolles Miteinander. "Daher sollen alle Schülerinnen und Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, die Möglichkeit bekommen, diese durch den Ethikunterricht vermittelt zu bekommen", heißt es von der IGGiÖ.
Unterstützt wird das Konzept, das Staatssekretär Kurz (ÖVP) entwickelte, auch von der Katholischen Aktion Österreichs. Die der neu gewählten Präsidentin Gerda Schaffelhofer bezeichnete konfessionellen Religionsunterricht als ein Recht des Kindes und ein vorrangiges Bildungsziel. Es sei "begrüßenswert, wenn Kinder und Jugendliche, die ohne religiöses Bekenntnis oder vom Religionsunterricht abgemeldet sind, wenigstens einen Ethikunterricht besuchen sollen". Denn auch diese Schüler bräuchten Hilfestellungen, um ihre Lebensorientierung zu finden. Gleichzeitig kündigte Schaffelhofer an, Tendenzen, die einen allgemeinen Ethikunterricht als Ersatz für den Religionsunterricht forcieren und diesen zur Privatsache erklären, "mit Entschiedenheit entgegenzutreten".
(APA)
Praktiker, Politiker, ExpertenSigi Maurer: Vom Audimax ins Parlament
Bildungswege im ÜberblickE-Beilage
Wie gut ist Ihr Schulenglisch? Können Sie mit den 14-Jährigen mithalten?











