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Muslime und Katholiken wollen Ethik als Alternativ-Fach

02.10.2012 | 09:38 |   (DiePresse.com)

Die Islamische Glaubensgemeinschaft und die Katholische Aktion fordern, dass Schüler, die keinen Religionsunterricht haben, Ethik belegen müssen. Dies sei eine "Hilfestellung" fürs Leben.

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Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat sich am Montag dafür ausgesprochen, dass Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, zum Besuch von Ethikunterricht verpflichtet werden. Ethikunterricht dürfe kein Ersatz des konfessionellen Religionsunterrichts sein und nicht zu dessen Schwächung führen, betonte die IGGiÖ.

Religionsunterricht an Österreichs Schulen sei unabhängig von der Konfession ein wichtiges Mittel zur Identitätsfindung, und das Wissen über eigene und andere Religionen und Weltanschauungskonzepte bilde die Grundlage für ein respektvolles Miteinander. "Daher sollen alle Schülerinnen und Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, die Möglichkeit bekommen, diese durch den Ethikunterricht vermittelt zu bekommen", heißt es von der IGGiÖ.

Unterstützt wird das Konzept, das Staatssekretär Kurz (ÖVP) entwickelte, auch von der Katholischen Aktion Österreichs. Die der neu gewählten Präsidentin Gerda Schaffelhofer bezeichnete konfessionellen Religionsunterricht als ein Recht des Kindes und ein vorrangiges Bildungsziel. Es sei "begrüßenswert, wenn Kinder und Jugendliche, die ohne religiöses Bekenntnis oder vom Religionsunterricht abgemeldet sind, wenigstens einen Ethikunterricht besuchen sollen". Denn auch diese Schüler bräuchten Hilfestellungen, um ihre Lebensorientierung zu finden. Gleichzeitig kündigte Schaffelhofer an, Tendenzen, die einen allgemeinen Ethikunterricht als Ersatz für den Religionsunterricht forcieren und diesen zur Privatsache erklären, "mit Entschiedenheit entgegenzutreten".

(APA)

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96 Kommentare
 
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Re: realitätsverweigerer

Ich glaub eigentlich nicht, dass unsere Obrigkeit besonders religiös ist. Sind Sie sicher, dass Sie wissen, in welcher Gesellschaft Sie leben oder verdrängen Sie die Realität?

Antworten Antworten Gast: vito c
02.10.2012 11:59
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Re: Re: realitätsverweigerer

ich halte die jetzige obrigkeit nicht für religiös. ich halte die religion aber nach wie vor, und der stundenplan unserer schulen stammt noch in direkter linie von der unter maria theresia eingeführten volksschule ab, für ein mittel, um menschen erst gar nicht auf den gedanken zu bringen unbequeme fragen zu stellen. die ganze kath. kirche ist doch nichts anderes als ein massenkontrollwerkzeug. und um sich eines solchen zu bedienen braucht man selbst nicht an diese lehren zu glauben. man kann diese wohl sogar besser und gezielter einsetzen, wenn man diesem glauben nicht nachhängt. es war glaube ich paulus, der jede irdische obrigkeit als von gott eingesetzt auswies.

die heutige orbrigkeit lässt das einfach weiter laufen. daran glauben muss sie nicht.

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Re: Re: Re: realitätsverweigerer

Aha

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: vito c
02.10.2012 12:49
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Re: Re: Re: Re: realitätsverweigerer

ja, manchmal gehe ich so in der argumentation auf, dass es ein zwei wortwechsel dauert bis ich merke, dass der kobold ja auch nur ein troll ist.

Gott mege abhüten!

Vielleicht wäre es sinnvoller ALLE Kinder in einen Ethik-Unterricht zu stecken, damit die Religionen daran gehindert werden Ihren ideologischen Schwachsinn zu verbreiten.

Die beiden oben genannten zeichnen sich ja nicht gerade darin aus zu vermitteln, was sie von sich selbst behaupten. - "das Wissen über eigene und andere Religionen und Weltanschauungskonzepte bilden die Grundlage für ein respektvolles Miteinander"-

Beiden kann man vorwerfen, dass es kein respektvolles Umgehen mit andersdenkenden gibt. Die Reaktion der katholischen Kirche auf Missbrauchsfälle und den Wandel der Zeit, sowie die gewalttätigen Reaktionen in der islamischen Welt der letzten Wochen haben dies wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.

Daher halte ich die Einführung eines Ethikunterrichtes für sehr sinnvoll - allerdings nur entkoppelt vom Religionsunterricht. Dieser sollte in ein Freifach umgewandelt werden.

Antworten Gast: sid
02.10.2012 12:20
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Re: Gott mege abhüten!

nach ihrem ersten Absatz, reden sie tatsächlich noch von respektlosen Umgang mit Andersdenkenden?!

Habe sie eigentlich nachgedacht, bevor sie das geschrieben haben? Bei allem Respekt, sie kratzen nicht einmal an der Oberfläche des Problems...

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Re: Gott mege abhüten!

Bei Ihnen merkt man doch stark, dass Ihnen ein Unterricht in Ethik abgeht. Da hätten SIE vielleicht gelernt Andersdenkenden und Andersgläubigen etwas mehr Toleranz und Respekt entgegenzubringen.

Re: Re: Gott mege abhüten!

Wo fehlt Ihnen denn der Respekt in meinem Posting??

Antworten Antworten Antworten Gast: sid
02.10.2012 12:27
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Re: Re: Re: Gott mege abhüten!

"ideologischer Schwachsinn der Religionen" mag ihre Meinung sein, respektvoll ist es aber nicht.

Ich bin nicht religiös, aber es gibt Lebenssituationen in denen manchen Menschen nur der Glaube helfen kann. Welcher auch immer.

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Re: Re: Re: Gott mege abhüten!

Ersetzen Sie einmal den Begriff Religion durch Säkularität, dann werden Sie selbst draufkommen.

Re: Re: Re: Re: Gott mege abhüten!

Heisst das, dass sie Anhänger der Idee des Gottesstaates sind?

Religion (bzw. deren Vertreter) macht (falsche) Versprechungen um Macht aufzubauen bzw. zu verteidigen. In dieser Hinsicht sind sich Staat (Parteien) und Religion (Kirchen) ausnahmsweise einig.

Und ich für meinen Teil bin sehr glücklich, dass Leute wie Schönborn und Konsorten in unserem Staat nichts zu reden haben! Es reicht, dass man sich den Schwachsinn von Faymann und Konsorten anhören muss!

Ethik kann man nicht lernen....

außerdem haben die Schüler eh schon viel zu viele Wochenstunden. Religion am Vormittag abschaffen wäre besser. Wer den Aberglaubenunterricht unbedingt will, soll das nach dem normalen Unterricht tun.

Antworten Gast: sid
02.10.2012 11:28
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Re: Ethik kann man nicht lernen....

Falsch. SIE können Ethik nicht lernen. Und ich fürchte von Religion verstehen sie auch nicht viel, aber wer tut das heute noch...

Für viele Andere ist Ethik ein nicht endender Lernprozess...

Gast: bärig
02.10.2012 11:06
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Elmayer

Viel wichtiger wäre eine Stunde pro Woche " gutes Benehmen" zu lernen! Die jüngeren Schüler sollten mit Messer und Gabel zu essen lernen, die älteren sich angemessen bei einem Vorstellungsgespräch zu verhalten. Für viele Schüler wäre es auch wichtig zu lernen, dass man gegenüber alten oder behinderten Menschen rücksichtsvoll zu sein hat!
Religionsunterricht oder ein ähnlich gearteter Ethikunterricht gehört nicht in die öffentliche Schule sondern in die diversen Vereine!

genau...in vereine und die sollten ohne jede sonderechte wie vereine behandelt werden


Re: Elmayer

Das ist wohl eindeutig die Aufgabe der Eltern. Erziehung gehört nicht in die Schule! Dort sollte Bildung zu Hause sein.

Selbstverständlich kann man in diesem Zusammenhang über den sozialistischen Wandel der Gesellschaft - Eltern am besten 100 Std. in der Woche in die Arbeit - diskutieren. Die Folge davon ist, dass die Schule die Erziehung der Kinder übernehmen MUSS.

Ich bin froh, wenn meine Kinder nicht von Lehrern erzogen werden!

Gast: Vinnie
02.10.2012 10:20
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ja, klaaar!

Hängen einer Ideologie an, die sich mit "tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet" (9:25) treffend zusammenfassen läßt und haben die Chuzpe, anderen einen Mangel an Ethik vorzuwerfen.

Wenn, dann hat Ethikunterricht als korrigierende Ergänzung für genau jene verpflichtend zu werden, die sich dieser religiösen Gehirnwäsche unterzogen haben!

Antworten Gast: HUBERTUS
02.10.2012 11:12
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genau

Jegliche Religionsgemeinschaften setzten sich über die universell gültigen Menschenrechte hinweg. Sei es bei der Gleichstellung der Geschlechter, Meinungsfreiheit, Recht auf körperliche Unversehrtheit, etc. Ob Christen, Juden, Muslime, Hindus etc. Wieso sollten sich Atheisten zu so einer Dummheit zwingen lassen um sie quasi hinterrücks indoktrienieren zu können.

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Re: genau

Und weil sich die Religionsgemeinschaften gegen das Recht auf Meinungsfreiheit stellen, dürfen Sie hier ungestört posten und Menschen mit religösen Bindungen anpatzen?

Ethik

lehrt sich am besten durch die Vorbildwirkung der Autoritäten auf die Kinder, nicht durch Tests oder Lehrbücher. Kinder sind oft viel klüger, als ihre Lehrer denken, und durchschauen schnell wenn halbherzig Wasser gepredigt und Wein getrunken wird.

In meiner Schulzeit in Ö war alles voll von Schülern, die den humanistischen Kanon zwar perfekt beherrschten, selbst aber kleine Stawrogins waren..

Wer nicht in die Kirche geht -

- muss dafür ins Vereinsheim (2 Stunden jeden Sonntag vormittag) und wird dort von ÖVP-Politikern über ordentliche Lebensführung belehrt.

Danach gibt es ein Paar Würsteln und ein Getränk und das Unterrichtsministerium bezahlt alles.

Womöglich bekommt man noch ein paar Prospekte vom Landwirtschaftsministerium mit.

 
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