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Fast-Food-Werbung im Turnsaal verärgert Eltern

07.10.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Eltern kritisieren ein riesiges Plakat einer nahen Filiale des Fast-Food-Unternehmens McDonald's. Die Schule argumentiert mit "finanziellen Aspekten".

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Wien/Red. Während andernorts leidenschaftlich über übergewichtige Kinder, mangelnde Bewegung und zusätzliche Turnstunden diskutiert wird, können sich die Schüler des Goethe-Gymnasiums in der Wiener Astgasse (14. Bezirk) bereits während des Unterrichts auf Fast Food freuen: An einer der Wände des Turnsaals prangt – quasi zwischen Sprossenwand und Basketballkorb – ein riesiges Plakat einer nahen Filiale des Fast-Food-Unternehmens McDonald's.

Genau dieses Plakat erregt den Ärger so mancher Eltern. Werbung in Schulen sei, so die Argumentation der Eltern, per se ein diskussionswürdiges Thema. „Diese Werbung im Besonderen ist wohl mäßig angebracht.“ In einer Zeit, in der immer mehr Kinder mit Übergewicht kämpften, könne es nicht sein, dass man ungesundes Essen im Turnsaal bewerbe, so die Kritik. Zuletzt beschäftigte das Plakat sogar den Stadtschulrat: „Die Frage, ob in einem Turnsaal eine McDonald's-Werbung sein soll/darf, wurde sehr intensiv und in der Tat mit gegenteiligen Meinungen diskutiert“, heißt es in dem Schreiben der zuständigen Wiener Landesschulinspektorin, das der „Presse“ vorliegt. Letztlich habe aber – so die Argumentation – „der finanzielle Aspekt die Entscheidung zugunsten dieser Werbung bewirkt“. Die Entscheidung sei in Absprache mit dem Elternverein erfolgt. „Ein wichtiges Argument für die Zulassung war, dass auch namhafte Vereine und Nationalteams in den Stadien die McDonald's-Werbung alltäglich laufen haben.“

Zu hoffen bleibt, dass die Schüler wenigstens gute Manieren lernen. Auch ein Plakat der renommierten Tanzschule Elmayer prangt an der Turnsaalwand.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2012)

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6 Kommentare

die eltern sollten sich über die

NMS
ärgern.

es wird ja einen grund haben,

warum eine schule auf einen internationalen geldgeber angewiesen ist. viva austria!

Warum habe ich die dunkle Vermutung,

dass bei genau diesen Eltern regelmäßig Schnitzal, faschierter Braten, Fischstäbchem mit Pommes etc auf den Tisch kommen?
Aber der pöse, pöse McDonalds...

Marktradikale Pressure Groups!

Nicht einmal in der Schule kommen Kinder der Verblödungsmaschine und Gehirnwaschmaschine der Industrie aus.

Im Grunde ist auch das nur ein Zeichen wie unfähig und korrupt unsere Politiker geworden sind, denn Marktradikale Pressure Groups bestimmen schon lange politische Entscheidungen zugunsten der Konzerne und auf Kosten der Bürger!


Gast: Eltern
08.10.2012 09:34
0 0

Geld kontra Gesundheit

Das Geld war den Politikern immer schon wichtiger als das Wohlbefinden unsere Kinder.

Gast: qwe rtz
07.10.2012 23:19
0 0

Das kann man doch wieder ausgleichen..


..durch zusätzliche Werbung für Fettabsaugungen und kosmetische Eingriffe von einer Schönheitsklinik!

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