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Schule: Unsicherheiten im Umgang mit Thema "Klima"

07.10.2012 | 18:16 |  THERESA AIGNER (Die Presse)

Das Wissen der Schüler in Sachen Klima müsse ausgebaut werden, sagt Klimaforscherin Kromp-Kolb. Nur wer informiert sei, könne sein Verhalten ändern und verliere die Angst.

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Wien. Eigentlich ist das Thema Klimaschutz laut Lehrplan in den Fächern Geografie, Physik, Biologie und teilweise auch in Chemie angesiedelt. Offensichtlich gibt es aber Hemmschwellen im Umgang mit dem Thema – immerhin gaben bei einer aktuellen Umfrage nur 39 Prozent der Schüler an, dass die Themen Klimaschutz und Klimawandel Platz im Unterricht fänden.

Die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ortet die Ursache darin, dass sich „einige Lehrer unsicher und hilflos mit dem Thema fühlen“ – dazu würde die mediale Berichterstattung beitragen. Einerseits würden Lehrer erkennen, dass es ein „hoher Aufwand für sie ist, sich so weit einzuarbeiten, dass sie sich mit ihren Aussagen sicher fühlen“. Andererseits würden sich auch viele Lehrer in pessimistischen Argumentationen über potenzielle Schuldige („Politiker, Medien, Amerika, China und so weiter“) verlieren. „Wenn mit so einer Haltung unterrichtet wird, dann kann man nicht erwarten, dass ein Schüler optimistisch an ein Problem herangeht und sich um eine Lösung bemüht“, führt die Klimaforscherin aus.

 

„Angst ist kein guter Ratgeber“

Es gebe viele Beispiele engagierter Lehrer und Schulen in diesem Bereich – essenziell sei es nun, das Wissen aller Schüler auszubauen, sagt Kromp-Kolb. Nur wer informiert sei, könne sein Verhalten ändern und verliere die Angst. Und: Angst sei schließlich nie ein guter Ratgeber. Fehlendes Wissen bei einer gleichzeitigen Fülle an Katastrophenmeldungen über das Thema Klima ist auch nach Ansicht von Ulrike Steiner vom Forum Umweltbildung ein zentrales Problem. „Früher hat man bewusst die Katastrophenpädagogik verfolgt – man wollte die Leute damit aufrütteln.“ Das habe aber viel mehr dazu geführt, dass das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit verstärkt wurde, sagt Steiner. Hinzu komme, dass gerade das Thema Klimawandel das Gefühl hervorrufe, allein machtlos zu sein. Dabei sei die Schule ein Ort, an dem man der Ohnmacht entgegenwirken könne: „Dort muss man aufzeigen, dass große Bewegungen über Einzelne begonnen haben, das können auch Schüler sein“, so Helga Kromp-Kolb.

 

Projektorientierter Unterricht

Diesem Verständnis müssten auch die Methoden angepasst werden, erklärt Steiner, die sich mit didaktischen Fragen der Umweltbildung beschäftigt. „Am meisten lernen die Schüler dann, wenn sie Handlungen setzen dürfen.“ Gerade das Thema Klima würde sich für eine interdisziplinäre Behandlung anbieten. „Der wirksamste Ansatz wäre, in Projektform selbst klimarelevante Handlungen zu setzen und sich gleichzeitig in den Einzelfächern das entsprechende Wissen anzueignen“, so Steiner.

EDUARD 2013

Der Education Award von „Presse“ und VERBUND unterstützt Lehrer und Klassen bei der Umsetzung ihrer innovativen Projektideen zum Thema Klima. Bis Ende November können Lehrer an AHS, BHS, Neuen Mittelschulen, Hauptschulen, Berufsschulen und Polytechnischen Schulen ihr Projekt einreichen. VERBUND sponsert ein Preisgeld von 50.000 Euro. Vergeben wird der Award in zwei Kategorien: an Pflichtschulen (5. bis 8. Schulstufe) und an höhere Schulen (9. bis 13.).

Der Ablauf. Im Dezember wählt eine Jury die 20 besten Ideen, bei einem Publikumsvoting werden die sechs Finalisten gekürt. In einer letzten Runde ermittelt die Jury die Platzierungen der Gewinner. Die siegreichen Teams können ihre Projekte bis Ende des Schuljahres umsetzen. Die Ergebnisse werden in der „Presse“ dokumentiert.

Infos unter:DiePresse.com/eduard

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2012)

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8 Kommentare
Gast: LehrerundFD-Lektorauswien
08.10.2012 17:47
3 0

man sollte sich mal doch....

Man sollte sich mal doch vorher die Lehrpläne und die Schulbücher ansehen...
etwa 8. Kl. AHS (LP 2004)GW, 1. Thema http://www.bmukk.gv.at/medienpool/11858/lp_neu_ahs_06.pdf
bzw. die entsprechenden Schulbücher - die sind sicher unterschiedlich.. enthalten solches (Klimathemen gibt es schon auch in der 5. Kl. / I. Jg. HAK, HTL...)
Dass Schülerauf Befragen oft manches nicht wissen...nun das haben wir in allen Fächern immer wieder. Nachhaltige Verhaltensbeeinflussung ist noch schwerer zu erzeugen.
Sicher ist auch Kritik anzumelden: 1. die LPe werden eher unkoordiniert zw. den Fächern erstellt, oft auch ohne ausreichender Beiziehung der Fachdidaktik.
2. noch stärker gilt diese Kritik der Approbationskommission (jeder Betreuungslehrer muß einen höheren Qualifikationsnachweis erbringen...)
3. dadurch kommt auch der fachdidaktische Hauptkritikpunkt zum Tragen: Unsere SB bringen kaum kontroverse Themen auch in kontrovers zusammengestellten Materialien - sondern in der Regel als fertigen Schulbuchautorentext...
und da sollte herauskommen, dass jede zunächst naturwissenschaftlich erscheinende Fragestellung eine politisch/ökonomische Basis bzw. Entscheidungskomponente unterschiedlicher Einflußkräfte hat, dass da immer Kompromisse erfolgen müssen - schon aus dem Prozedere nationaler und internationaler Entscheidungsfindung. UND: vordergründig simple Lösungen fast immer nur vordergründig sind - oft auch im Interesse mancher Kräfte... die u.U. mehr Einfluß haben als vie

Re: man sollte sich mal doch....

Genau so ist es ! Völlig kontrovers diskutierte wissenschaftliche Problemstellungen eignen sich eben kaum als Lehrstoff für Pflichtschulen....

den Lehrern kann bei der Beseitigung ihrer Unsicherheit geholfen werden!

Die verlässlichste Quelle ist immer noch das, was die Wissenschaftler, die vom Weltklimarat (IPCC) beauftragt wurden "den vom Menschen gemachten Klimawandel zu untersuchen", gefunden haben. Im "Fourth Assessment Report" des IPCC findet man das im Berichtsteil "The Physical Science Basis":

Die Wolkendecke bringt wegen ihrer langwelligen Rückstrahlung und als Grenzschicht zw. Boden und freier Strömung den wichtigsten Beitrag in der Reihe der Treibhauseffekte. Allerdings gibt es darüber keine verlässlichen Forschungsergebnisse, weshalb bei der Berechnung der Klimawirksamkeit (radiative forcing) Wolken nicht berücksichtigt wurden (Klimatologen sagen, dass schon 1 % Veränderung der Wolkendecke genau so wirkt, wie eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre!).
Am Rest der Treibhauswirkung hat der Wasserdampf 60 %, das CO2 ca 20 % Anteil und der menschliche Beitrag zum globalen CO2-Ausstoß ist 3 %. Zum Treibhauseffekt (ohne Wolken) trägt der Mensch also 0.6 % bei, mit Wolken weniger.

Damit kann er nie und nimmer eine erkennbare Wirkung auf die Erderwärmung haben!

Die Forscher sagen dann, (weil die Computermodelle für 1970-2005 sonst nicht stimmen) dass es "unlikely" ist, dass der Klimawandel in der 2. Hälfte des 20. Jhdts. nur auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Gleichzeitig betonen sie aber 10-mal, dass man aus Zeiten unter 50 Jahren keine Schlüsse ziehen kann!

Der ganze CO2-Hype ist nur eine Erfindung von Politikern und hat keine wissenschaftliche Grundlage!

Für die, die es genau wissen wollen, noch die Stellen, wo man meine Zitate im AR4 findet:

Die vom Weltklimarat (IPCC) beauftragen Wissenschaftler sollten auch „Vermeidungsstrategien vorschlagen“. Da ist nichts gekommen, offenbar kann der Mensch gar nichts tun, um den Klimawandel zu beeinflussen! In der heute lesbaren Online-Fassung des AR4 ist der Auftrag für die Forscher nicht mehr vorhanden, ebenso wie die Besprechung der berühmten (aber gefälschten) „Hockeyschlägerkurve“ von Michael Mann (früher in 6.6.4.1, S. 466), die sang- und klanglos gelöscht wurde!

Die Wolkendecke bringt wegen ihrer langwelligen Rückstrahlung (FAQ 1.1, S.97) und als Grenzschicht (8.6.3.2.3,, S.637: boundary layer) zw. Boden und freier Strömung den wichtigsten Beitrag in der Reihe der Treibhauseffekte (auch S.637). Allerdings gibt es darüber keine verlässlichen Forschungsergebnisse (8.6.3.2.3, 8.6.3.2.4, S.637, auch S. 275 ff,) weshalb bei der Berechnung der Klimawirksamkeit (radiative forcing) Wolken nicht berücksichtigt wurden (Klimatologen sagen: “Nur ein Prozent Änderung des globalen Bedeckungsgrades ist ebenso wirksam wie eine Verdoppelung des CO2-Gehalts” im Buch “Heiße Luft“, S.35 von Reinhard Böhm, Klimatologe an der ZAMG. Ähnliches findet man auch im Internet, wo, müsste ich erst suchen)

Am Rest der Treibhauswirkung hat der Wasserdampf 60 % (3.4.2., S.271), das CO2 ca 20 % Anteil (Table 2.1, S141 plus bodennahes Ozon +0,35 mehr als vor Industrie, S.152) und der menschliche Beitrag zum globalen CO2-Ausstoß ist 3 % (aus Figure 7.3, S.515 errechnet).

Re: Für die, die es genau wissen wollen, noch die Stellen, wo man meine Zitate im AR4 findet:

Fortsetzung:

0,2 mal 0,03 gibt 0,006, also 0,6 Prozent.

Die Forscher sagen dann, (weil die Computermodelle für 1970-2005 sonst nicht stimmen (FAQ 9.2, S. 702), dass es "very unlikely" ist, dass der Klimawandel in der 2. Hälfte des 20. Jhdts. nur auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Gleichzeitig betonen sie aber 10-mal, dass man aus Zeiten unter 50 Jahren keine Schlüsse ziehen kann (Chapter 9, Executive Summary, S. 665 bis S. 666)!

7 0

Lasst die Kinder in Ruhe

mit dieser pseudowissenschaftlichen Indoktrination. Besser wäre es den Kindern wissenschaftliches Basiswissen (Was ist eine Theorie? Wann bzw. wodurch endet deren Gültigkeit? Warum kann es keine abgeschlossene Wissenschaft (settled science) geben? Was ist ein peer reviewing und was ist buddy reviewing? Was ist statistische Signifikanz? Was sagen r², Standardabweichung/Varianz usw. über eine Statistik aus? Usw. usf.)

Doch das ist nicht gewollt, denn dann könnten die Kinder ja selbst dahinter kommen, was bei dieser Klimawandel-Propaganda alles stinkt. Stattdessen sollen sie indoktriniert werden möglichst unreflektiert jeglichen Klimapanik-Unsinn hinauszuplärren und später willig Steuern und Abgaben zu zahlen. Alleine, dass der Al Gore Propagandafilm "Eine unbequeme Wahrheit" der nachweislich massenhaft Lügen und Falschaussagen enthält als Lehrfilm an den Schulen eingeführt wurde, ist schon eine Frechheit und bezeichnend für das jämmerliche Niveau auf dem hier agi(it)iert wird.

Antworten Gast: bärig
08.10.2012 16:27
5 0

Re: Lasst die Kinder in Ruhe

Danke für Ihren guten Beitrag! Die Wissenschaftler sind sich selbst nicht einig, was dem Klima schadet und was nicht, wie es weitergehen wird. Es ist zum Kotzen, womit man unsere Kinder heute überschüttet!
Bald wird man sagen müssen: Unterricht schadet eurer Gesundheit!

Frau Kromp-Kolb, zuerst müßte die Klimaforschung einmal einig sein, wie weit der Mensch "Schuld" am Klimawandel ist !

Monoman den CO²-Schmäh herunterzubeten und mit Horrorgeschichten auszuschmücken, ist viel zu wenig ! Das ist lächerlich und glaubt Ihnen nicht einmal ein Volksschüler mehr !!

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